Abkürzungsverzeichnis
BauGB Baugesetzbuch BBauG Bundesbaugesetz BNatSchG Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz) BRD Bundesrepublik Deutschland EU Europäische Union FAG Gesetz über den Kommunalen Finanzausgleich (Finanzausgleichsgesetz) FlurbG Flurbereinigungsgesetz GAKG Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ GG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland VV-Dorf Verwaltungsvorschrift - Dorf zur Förderung der Dorf-erneuerung Rheinland-Pfalz RLP ZIP Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes und der Länder
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Inhaltsverzeichnis
TUEinleitungUT 4T
TU1UT
Phasen der Dorferneuerung.U 6
U2U UZwei
Phase (bis 1975)U 6
U2.1U UErste
Phase (ab 1975)U 7
U2.2U UZweite
Grundlage der DorferneuerungU 9
U3U UGesetzliche
und Phasen der DorferneuerungU 10
U4U UAblauf
11
U4.1U UVorphaseU
UStartphaseU 11
U4.2U
11
U4.3U UKlärungsphaseU
14
U4.4U UUmsetzungsphaseU
IU 14
U4.4.1U UUmsetzungsphase
IIU 14
U4.4.2U UUmsetzungsphase
Unterteilung der Dorferneuerungsförderung.U 15
U5U USektorale
ULandwirtschaftU 15
U5.1U
UVerkehrU 16
U5.2U
und private DienstleistungenU 16
U5.3U UGewerbe
und PlätzeU 16
U5.4U UDorfstraßen
GrundausstattungU 16
U5.5U UKommunale
und GewässerU 17
U5.6U UBegrünung
Ordnung und Denkmalpflege.U 17
U5.7U UBauliche
UGemeinschaftslebenU 17
U5.8U
der DorferneuerungU 18
U6U UZiel
20
U7U UFazitU
ULiteraturU 21
U8U
0 Einleitung
„Unser Dorf soll schöner werden“
Erstmals fand 1962 unter diesem Motto in nahezu der gesamten BRD auf Länderebene ein Wettbewerb zur Verschönerung und Aufwertung der Dörfer statt (HENKEL 2004: 303). Mitte der 1990er Jahre erhielt dieser Wettbewerb seinen heutigen Namen „Unser DORF SOLL SCHÖNER WERDEN - UNSER DORF HAT ZUKUNFT“. Durch die neue Namensgebung sollten die infrastrukturellen Momente der Dörfer stärker in den Vordergrund gestellt werden (LIENAU 1995: 216 f.). Allerdings ist unter diesem Begriff unklar, welche Instrumente hierbei zur dörflichen Umstrukturierung zum Tragen kommen und welches die Ursachen für das Interesse der Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu denen in Ballungsgebieten sind.
Es ist nicht zu unterschätzen, dass die BRD seit ihrer Wiedervereinigung im Jahr 1990 etwa 82,5 Millionen Einwohner beheimatet und sich über eine Territorialfläche von 357.022 kmP 2 erstreckt. Somit verfügt das heutige Deutschland über die höchste
P
Bevölkerungsdichte in der EU, von 231 Einwohnern je kmP 2 2004: 494).
P(HARENBERG
Außerdem besteht in Deutschland im Vergleich zu benachbarten Ländern, wie Frankreich, Großbritannien, Schweden oder Finnland, ein relativ ausgewogenes Kontrastverhältnis zwischen Stadt und Land. Auf 90 Prozent der Fläche sind hierbei 53 Prozent der bundesrepublikanischen Bürger im ländlichen Raum beheimatet (HENKEL 1996: 29).
Dies ist nicht zuletzt der Grund warum, die Entwicklung des ländlichen Raums der BRD unter dem Fokus des ständigen wissenschaftlichen Interesses steht. Die strukturellen Veränderungsprozesse sind nicht nur von rein lokalem Interesse, sondern von großer anthropogeographischer Bedeutung.
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4
Es soll auf die verschiedenen Entwicklungsphasen der Dorferneuerung im zeitlichen Kontext, die Maßnahmen und Ziele eingegangen werden. Somit können im Rahmen der Ursachenforschung Raumordnungsprobleme (HEINEBERG 2004: 252) wie beispielsweise Gentrificationsprozesse im ländlichen Raum, Veränderung der Gewerbe- und Wohnkultur in Dörfern, als auch Veränderung der örtlichen Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, lösungsorientiert behandelt werden.
Um Aussagen über zukünftige Entwicklungsprozesse in den Gemeinden des ländlichen Raums Deutschlands deuten zu können, ist es Ziel dieser Arbeit die Grundlinien eines elementaren staatlichen Förderinstrumentes - der Dorferneuerung, welche mit Hilfe gesetzlicher Vorgaben durchgeführt wird, zu untersuchen.
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2 Zwei Phasen der Dorferneuerung
Erstmals wurde im Jahr 1807 ein sog. Dorfverschönerungsplan für die Gemeinde Freudenbach in Bayern erstellt. Unter den Gesichtspunkten des herrschenden Zeitstils sollten Agrikultur, Gartenkunst und Architektur vereint und harmonisiert werden. Allerdings wurden diese Vorhaben wie den zwei Ortsplänen von 1830 und 1896 zu entnehmen ist nicht durchgesetzt (HENKEL 2004: 298 f.). Die staatlichen Ordnungs- und Förderungsmaßnahmen waren seit dem Zweiten Weltkrieg sehr vielfältig. Diese wurden mit zunehmender Zeit weiterentwickelt. Somit wurde dem jeweilig herrschenden Zeitstil Rechnung getragen
(HEINEBERG 2004: 279 f.). In Deutschland lag das Interesse in der Nachkriegszeit zunächst in der Denkmalpflege. Das Land pflegte die städtischen Kulturgüter wie Schlösser, Rathäuser, Stadtmauern und Kirchen. Die Kultursubstanz der ländlichen Siedlungen wurde vornehmlich ignoriert. Die Flächensanierung wurde der
Objektsanierung vorgezogen (HENKEL 2004: 303). Zudem kam es während und nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem starken Bevölkerungsanstieg durch Flüchtlinge und Evakuierte. Die Dorferneuerung wird nach dem Zweiten Weltkrieg in zwei Phasen unterteilt (HENKEL 2004: 297).
0.0 Erste Phase (bis 1975)
Die erste Phase, die bis ca. 1975 ging, beinhaltet die veränderten Ansprüche der ländlichen Bevölkerung an die Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsbedingungen sowie die technischen Möglichkeiten. Für die Landbevölkerung stand die Verbesserung der sanitären Anlagen, die Beheizung und Belüftung und die technische Ausstattung der Höfe im Vordergrund (HENKEL 1996: 14).
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Arbeit zitieren:
Christian Kah, 2005, Warum wird eine Dorferneuerung benötigt?, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Dorfentwicklung - Maßnahmen, Ziele und Entwicklung
Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges
Seminararbeit, 13 Seiten
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BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
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