Miriam Englert: Unterrichtsentwurf Fachpraktikum II 3/3
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1 Analyse der Lernvoraussetzungen. 4
1.1 Vorstellung der Schule. 4
1.2 Vorstellung der Klasse. 5
1.3 Entwicklungspsychologischer Stand : 6
2 Sachanalyse 7
2.1 1. Rechtschreibstunde : Vokalverdopplung aa, ee, oo 7
2.2 2. Stunde : „Wie die alten Römer. “ 7
3 Didaktische Analyse 10
3.1 Stellung des Themas im Lehrplans 10
3.2 Bedeutung des Themas für den Schüler. 11
4 Lernziele 14
5 Methodische Vorüberlegungen 14
6 Strukturskizze. 16
7 Literaturangaben : 21
Miriam Englert: Unterrichtsentwurf Fachpraktikum II 4/4
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Die Gemeinde 2IWHUVKHLP liegt im Rhein-Neckar-Kreis (Baden-Württemberg) zwischen
Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe. Oftersheim ist heute eine typische Wohngemeinde. Die Gemeinde liegt verkehrsmäßig sehr günstig an der Rheintalbahn und in nächster Nähe der Autobahn. Handel, Handwerk und Gewerbe sind durch kleinere und mittlere Unternehmen vertreten, während die Industrie fast ganz fehlt. Ungefähr 10509 Bürger und Bürgerinnen leben in der Gemeinde Oftersheim.
Der Bau der heutige Grund- und Hauptschule mit integrierter Werkrealschule wurde im Jahre 1968 fertiggestellt. Damals war die Theodor- Heuss- Schule zunächst nur für Hauptschüler gedacht. Erst Beginn des Schuljahres 1974/75 wurde ihr eine Grundschule angegliedert, um vor allem die Kinder aus dem Neubaugebiet wohnungsnah unterrichten zu können.
1996 stimmt der Gemeinderat der Einrichtung einer Außenklasse der Comenius-Schule Schwetzingen an der Theodor- Heuss- Grund- und Hauptschule zu, die eine intensive Kooperation zwischen behinderten und nicht - behinderten Kindern bewirken soll. Diese Kooperation hat sich in den Jahren als durchaus positiv erwiesen. 1997 feierte die Theodor-Heuss-Schule ihr 25-jähriges Bestehen.1998 wurde aufgrund eines erkennbaren Bedarfs die Einrichtung einer Kernzeitbetreuung für die Theodor-Heuss-Schule eingeführt. 1 Seit ca. 7 Jahren bietet die Theodor- Heuss- Schule auch einen Werkrealschulzug an.
Heute sind ca. 350 Schüler und SchülerInnen und ungefähr 25 Lehrerinnen und Lehrer an der Schule. Die Schule verfügt über viele Klassen- und Fachräume, z. B. Computer- und Physikraum. Das Gebäude besteht aus insgesamt drei Stockwerken, die Klassenräume sind nicht nach den verschiedenen Schultypen geordnet. Der Schulhof ist verhältnismäßig groß und bietet genügend Platz für die Kinder und Jugendlichen. Die Hauptschule ist doppelzügig, und liegt bei einer Klassenstärke von 20 - 25 SchülerInnen. Die Grundschule hat eine 1.Klasse und eine 3.Klasse, allerdings auch zwei 2.Klassen und zwei 4.Klassen. Die Klassenstärke der Grundschulklassen liegt unter 20.
Das Klassenzimmer der Klasse 4a liegt im Untergeschoss des Schulgebäudes. Es ist bunt gestaltet, und an den Wänden sind verschiedene Schülerarbeiten zu finden. Die Fensterfront
1 www.oftersheim.de
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ist etwas klein, darum wirkt der Raum für mich ein bisschen dunkel und abgeschlossen. Die Tische sind in der "U - Form“ aufgestellt und bieten somit allen SchülerInnen gute Sicht zur Tafel und zum Lehrer.
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Die Klasse 4a besteht aus insgesamt 17 SchülerInnen. Davon sind neun Jungen und acht Mädchen in der Klasse. Die geringe Schülerzahl macht das Unterrichten in der Klasse angenehmer und effektiver. Im allgemeinen ist die Klasse sehr aufmerksam und für den Deutschunterricht zu motivieren. Die SchülerInnen arbeiten sehr gut mit und sind zum größten Teil am Unterricht interessiert. Das Verhältnis der Schülerinnen und Schüler untereinander scheint gut zu sein. Den Grundstein für den Klassenverband hat die Lehrerin des 1. und 2. Schuljahres gelegt. Seit der 3. Klasse ist Herr Heiß Klassenlehrer der 4a. Jungen und Mädchen sitzen zwar getrennt von einander, scheinen aber ansonsten wenig Berührungsängste zu haben. Das Arbeitstempo der Klasse ist sehr heterogen, deshalb ist Differenzierung nötig und sinnvoll. Leisezeichen sind von dem Klassenlehrer Herr Heiß eingeführt worden und zeigen auch durchaus ihre gezielte Wirkung. Die Kinder sind mit den verschiedenen Sozialformen, wie z.B. Stuhlkreis, Gruppen- und Partnerarbeit gut vertraut. Auch Unterrichtsmethoden, wie z. B. der „Stille Impuls“ bringen sehr gute und spontane Äußerungen und motivieren die SchülerInnen zur Mitarbeit. Die Beteiligung am Unterricht ist sehr hoch. Die SchülerInnen arbeiten sehr gut im Unterricht mit. Auffälligkeiten bei den SchülerInnen gibt es kaum. Sabrina ist eine leistungsstarke Schülerin, vor allem im mündlichen Bereich. Sie bringt viele produktiven Beiträge in die Unterrichtsstunde mit ein. Allerdings hat sie manchmal Probleme sich mit spontanen Äußerungen zurück zu halten. Es gibt auch ruhige Kinder in der Klasse, welche sich kaum zu Wort melden, z. B. Veronica und Katharina. Katharina ist erst seit diesem Schuljahr neu in die Klasse gekommen. Die meisten Kinder dieser Klasse kennen sich schon seit dem Kindergarten und haben daher ein festes und gut funktionierendes Klassenklima. Johann ist das einzige Kind, das von zu Hause aus nicht Deutsch als Muttersprache spricht. Er ist Rußlanddeutscher, aber lebt schon seit längerer Zeit in Deutschland. Als er in die Schule kam, hat er gleich die erste Klasse, aufgrund seines Leistungsstandes überspringen können.
Auseinandersetzungen oder größere Streitereien konnte ich in der kurzen Zeit keine feststellen. Die SchülerInnen scheinen ein gutes Verhältnis untereinander zu haben, und sich im Groß und Ganzen gut zu verstehen. Positiv aufgefallen ist mir, dass sich die
Miriam Englert: Unterrichtsentwurf Fachpraktikum II 6/6
SchülerInnen während der Unterrichtsstunde zum Teil selbst zur Ruhe ermahnen, mit Äußerungen wie z.B. „Es ist zu laut“ .
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Nach dem Stufenmodell von Jean Piaget befinden sich Kinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren in der Phase der konkreten Operation. Da die Kinder in einer vierten Grundschulklasse zwischen 9 und 10 Jahren alt sind, können die dieser Phase zugerechnet werden. Die Kinder entwickeln in dieser Phase die Fähigkeit, verschiedene logische Operationen durchführen zu können, jedoch nur an konkreten Dingen. Das bedeutet, sie können Vorgänge bereits akzeptieren, beginnen logisch darüber nachzudenken, müssen sie jedoch selbst durchführen können, um sie zu verstehen. In der vierten Klasse bedeutet das konkret, dass ein hoher Anspruch an handlungsorientiertem Unterricht besteht, bei dem den SchülerInnen in allen Lernbereichen eine Auswahl von Materialien bereitgestellt werden sollte. Die Materialien sollten den Anforderungen gerecht werden, die Kinder zu selbstständigem Handeln, sowohl auf kognitiver, wie auch auf sensomotorischer Ebene anzuregen.
Der Lebens- und Erfahrungsbereich von Kindern in diesem Alter sollte dabei ebenfalls Berücksichtigung finden. Als methodisches Prinzip ist vor allem auch die Selbsttätigkeit der SchülerInnen zu sehen. Deshalb bietet es sich an, sooft es geht, die SchülerInnen selbstständig arbeiten zu lassen.
In diesem Alter haben die Kinder noch einen großen Bewegungsdrang. Von daher ist ein häufiger Wechsel der Arbeits- und Sozialform sehr wichtig und sinnvoll. 2 Auch im Hinblick auf den Deutschunterricht spielt das Stufenmodell, vor allem bei der Textrezeption auch eine Rolle.
Nach dem Ansatz von Piaget ist auch zu berücksichtigen, dass Grundschulkinder beim Lesen eines Textes auf ihre eigene Erfahrungswelt zurück greifen. So fällt es den Kindern leichter, den Text zu verstehen. Die Kinder haben eine erfahrungsbezogene Denkweise. „Kinder beurteilen Verhaltensweisen nach festen Rollenvorstellungen, denn die monoperspektivische Sichtweise, die äußere Handlungsbezogenheit und der Wirklichkeitssinn bieten noch nicht den Spielraum, der zur Rollendistanz nötig ist.“ 3
2 Oerter, R./Montada, L. : Entwicklungspsychologie. München: Psychologie Verlags Union Union 3.Aufl.
1995
3 Kaspar H. Spinner : Entwicklungsspezifische Unterschiede im Textverstehen.
Arbeit zitieren:
Miriam Englert, 2001, Unterrichtseinheit im Fach Deutsch: Rechtschreiben –Doppelvokale aa, ee und oo / Wie die alten Römer (4. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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