Inhaltsverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 4
2 Braunkohle in Deutschland 5
2.1. Vorkommen und Nutzung 5
2.2. Rekultivierung 8
3 Golpa - Nord 9
3.1. Golpa - Nord als Beispiel einer Erfahrungslandschaft 10
3.2. Ferropolis 11
4 Lausitzer Revier 13
4.1. Braunkohletagebau in der Lausitz 13
4.1.1. Geschichte des Braunkohletagebaus 13
4.1.2. Folgen 14
4.2. IBA - Fürst - Pückler - Land 2000-1010 15
4.2.1. Geschichte 15
4.2.2. Projekte 17
4.2.2.1. Landschaftsinsel 1 17
4.2.2.2. Landschaftsinsel 2 18
4.2.2.3. Landschaftsinsel 3 19
4.2.2.4. Landschaftsinsel 4 20
4.2.2.5. Landschaftsinsel 5 20
4.3. Das Lausitzer Seenland 21
4.4. Kritik an den Konzepten 25
5 Fazit 27
Literatur 29
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Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Skizze der deutschen Braunkohlereviere
Abb. 2: Zahlen und Fakten zur Braunkohle: Flussbild
Abb. 3: Zahlen und Fakten zur Braunkohle: Förderbrücke
Abb. 4: Eindrücke der Bergbaufolgelandschaft
Abb. 5: Modellhafte Darstellung der Umlagerungsprozesse im Braunkohletagebau
Abb. 6: Zwischenlandschaft
Abb. 7: Schematische Darstellung forstlicher Rekultivierung
Abb. 8: Golpa - Nord
Abb. 9: Überblick Ferropolis
Abb. 10: Konzerte
Abb. 11: Förderung Braunkohle 1989 - 1995
Abb. 12: Logo IBA - Fürst - Pückler - Land
Abb. 13: Schematische Darstellung der Landschaftsinseln
Abb.14 : Besucherbergwerk F 60:
Abb. 15: see - Haus
Abb. 16: Schwimmende Brücke
Abb. 17: Relikte Europa Biennale
Abb. 18: Logo Lausitzer Seenland
Abb. 19: Erster schiffbarer Kanal des Lausitzer Seenlandes
Abb. 20: Touristische Teilbereiche
Abb. 21: Motoren der Entwicklung
Abb. 22: Mondlandschaft
Abb. 23: Lausitzer Seenland
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Abkürzungsverzeichnis Abb.: Abbildung BergG: Bergrecht Bzw.: beziehungsweise ca.: circa DDR: Deutsche Demokratische Republik Ha: Hektar IBA: Internationale Bauausstellung km 2: Quadratkilometer LMBV: Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau - Verwaltungsgesellschaft Mio.: Millionen Mrd.: Milliarden m 3: Kubikmeter t: Tonne u.a.: unter anderem
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1. Einleitung
Der Braunkohletagebau hat das Landschaftsbild und das Leben der Menschen in Deutschland grundlegend geprägt. Zugunsten der Braunkohleförderung wurde die „in Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaft“ (PFLUG 1998, S. 1) abgetragen und zerstört. Dabei ging nicht nur das geologische Erbe verloren, sondern auch der Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Während die Braunkohleförderung einerseits als Arbeitergeber und Energielieferant die Existenzgrundlage der Menschen darstellte, zerstörte sie andererseits auch ihre Lebensgrundlage. Ihre Heimat muss der Rohstoffgewinnung weichen. Mit dem Ende des Tagebaubetriebs verbleibt nicht nur kilometerweite Leere in der Landschaft, sondern auch Leere in der Zukunft der betroffenen Region. Es bleibt die Frage, was nach dem Tagebau mit der Region geschieht.
Die vorliegende Arbeit konkretisiert diese Frage. Soll die Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus 1 als Mondlandschaft erhalten bleiben, oder soll eine neue Seenplatte entstehen? Diese grundsätzliche Frage wird am Beispiel der Lausitz und eines Tagebaus in Mitteldeutschland analysiert. Es werden verschiedenen Möglichkeiten, das Erbe des Braunkohletagebaus in eine neue Kulturlandschaft zu integrieren, vorgestellt. Die Thematik des Braunkohletagebaus ist umfangreich. Sie reicht über humane Aspekte, geologische Folgen, Umweltbelastungen bis hin zu juristischen Fragestellungen. Diese Arbeit kann aufgrund ihres Umfangs nicht auf alle Faktoren des Themas eingehen und konzentriert sich auf die Zeit nach dem eigentlichen Braunkohletagebau. Dabei werden die touristischen und wirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund gestellt und die Umweltbelastungen nur oberflächlich angesprochen. Nach einer allgemeinen Einführung in den Braunkohletagebau in Deutschland, notwendigen Begriffsklärungen und Folgen der Braunkohleförderung, werden in den Gliederungspunkten drei und vier, bestehende Konzepte zur Integration der Bergbaufolgelandschaften analysiert. Die Arbeit bezieht sich auf die Veröffentlichungen der jeweiligen Planer. Daher sind die im Hauptteil dargestellten Fakten kritisch zu betrachten.
Können diese Konzepte wirklich überzeugen? Oder sind sie nur unrealistische Versuche, einer totgesagten Landschaft ein neues Image zu geben? Und welches Konzept ist eigentlich das sinnvollste? Diese Fragen werden im Fazit aufgegriffen und damit die zugrundeliegende Frage „Bergbaufolgelandschaft - Mondlandschaft oder neue Seenplatte?“ versucht zu beantworten.
1 In der Literatur wird sowohl die Schreibweise Braunkohletagebau als auch Braunkohlentagebau verwendet.
Diese Arbeit legt sich auf die erste Schreibweise fest.
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2. Braunkohletagebau in Deutschland
2.1. Vorkommen und Nutzung
In der Bundesrepublik Deutschland wird in sechs Förderregionen Braunkohle gewonnen, die über einen gewinnbaren Vorrat von rund 100 Mrd. t. Braunkohle verfügen. Abb.1: Skizze der deutschen Braunkohlereviere
Quelle: Hüttl (1999, S.3)
Dabei verteilen sich die Vorräte ungleich auf die einzelnen Regionen. Das Rheinische Revier in Nordrhein - Westfalen verfügt mit rund 35 Mrd. t über den größten Anteil an Braunkohlevorkommen, gefolgt vom Lausitzer Revier im Südosten Brandenburgs und Nordosten Sachsens liegend, mit ca. 13 Mrd. t Vorräten. Daran schließt sich das Mitteldeutsche Revier um die Stadt Leipzig mit rund 9 Mrd. t Braunkohle an. Diese drei Regionen machen 98% der gesamten Braunkohlegewinnung aus. Das Helmstedter Revier in Niedersachsen kann nur eine Mrd. t an Vorräten aufweisen. Über das Hessisches Revier bei Kassel und das Bayrische Revier liegen in der Arbeit von Pflug keine Angaben über die gewinnbaren Vorräte vor. (Vgl. PFLUG 1998, S.6f) Die Braunkohle hat in der Primärenergiegewinnung in Deutschland mit 40% den größten Anteil. Dies wird auch in Abb. 2 deutlich. Von den 179,1 Mio. t Braunkohle wurden im Jahr 1998 165,3 Mio. t in Kraftwerken, Heizwerken und Fernheizwerken in Strom umgesetzt. Nur ein kleiner Anteil von 13,5 Mio. t wurde in Veredelungsanlagen zu u.a. Briketts oder Koks verarbeitet. (Vgl. PFLUG, S. 6f)
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Abb. 2: Zahlen und Fakten zur Braunkohle: Flussbild
Quelle: LMBV (Hrsg.) (2004): Kartenbeilage
2.1. Folgen
Die im Tertiär gebildeten Schichten der Braunkohlelagerstätten, auch Flöz genannt, befinden sich in Wechsellagerung mit taubem Gestein, d.h. den flözfreien Schichten. Die Flözschichten liegen nahe an der Erdoberfläche, so dass für ihre Gewinnung die Deckschichten abgeräumt werden müssen. Dies geschieht mit Hilfe einer Abraumförderbrücke. Diese Brücke ist eine „den Tagebau überspannende Stahlkonstruktion mit eingebauten Bandanlagen, die Gewinnungsseite (Abraumbagger) und Verkippungsseite direkt miteinander verbindet.“(Internet)
Abb. 3: Zahlen und Fakten zur Braunkohle: Förderbrücke
Quelle: LMBV (Hrsg.) (2004): Kartenbeilage
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„Überall wo Kohle abgebaut wird, wandelt sich die Kulturlandschaft“ (ebda., S. 2.), es entsteht die Bergbaufolgelandschaft. Dies ist „der durch die ober- und unterirdische Gewinnung von Rohbraunkohle nachhaltig veränderter Bereich der Erdoberfläche“ (Zitat Netzadresse!). Wie in Abb. 3 erkennbar werden mit dem Abbau der Braunkohle große Massen an Erde abgetragen. Nicht nur das Landschaftsbild und geologische Erbe werden zerstört, sondern auch die Lebensgrundlage vieler Lebewesen und Pflanzen wird abgetragen.
Die verbleibende Landschaft erinnert an eine Mondlandschaft, die durch Kippen, Halden, Restlöcher und Böschungen gekennzeichnet ist. Abb.4: Eindrücke einer Bergbaufolgelandschaft
Quelle: Ahlert (2003)
Damit die unter der Erdoberfläche lagernden Flözschichten gefördert werden können, muss der Grundwasserspiegel gesenkt werden. Das Wasser wird in die naheliegenden Flüsse geleitet und führt dort zu einem unnatürlichen Wasserreichtum. Der Eingriff in die Grundwasserverhältnisse wirkt negativ auf die Biochemie des Bodens. Vor dem Tagebau befinden sich in den Deckschichten Pyrit und Markasit (Eisensulfide). Nach dem Absenken des Grundwasserspiegels, wird die Deckschicht abgetragen und die Abb. 5: Modellhafte Darstellung der Umlagerungsprozesse im Braunkohletagebau
Quelle: Hüttl (1999, S.5.)
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Arbeit zitieren:
Stefanie Rampe, 2005, Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus - Mondlandschaft oder neue Seenplatte, München, GRIN Verlag GmbH
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