Zusammenfassung
Ziel ist die Untersuchung verschiedener Ansätze zur Teamführung im Unternehmen. Dies ist nicht auf die reine Theorie beschränkt, sondern auch ein aus der Praxis entwickelter Ansatz wird mit einbezogen werden. Daher steht zunächst die Klärung der Grundlagen im Vorder- grund (Team, Rollenverteilung, Teambildung, Vor- und Nachteile der Teamarbeit). An- schließend steht die Untersuchung der Teamführung anhand der Definition, dem Führungs- kreislauf, verschiedenen Führungsstilen und dem Beispiel Fiat-Leadershipmodell im Mittel- punkt der Betrachtung.
Unter einem Team ist eine Arbeitsgruppe mit Synergieeffekten und Zusammengehörigkeits- gefühl zu verstehen. Quinn unterteilt die Rollen in die drei Rollentypen: Task role (Aufga- benplanung und Verteilung), Group maintence role (Prozess orientiert), Self-/individual ori- ented role (Manipulation und Störfaktor). Es gilt, einen Ausgleich zwischen Task und main- tence roles und die Minimalisierung der individual role anzustreben. Des Weiteren können die Rollen im Team unterteilt werden in Collector, Creator, Doer und Controller.
Zunächst erfolgt die Teambildung in vier (nach Quinn) bzw. fünf Stufen (nach Tuckmann): Testing, Organisation (Entwicklung Strukturen), Feststellen der Interdependenzen (Koordina- tion der einzelnen Fähigkeiten), Produktion und Evaluation (Gruppe wird zum Team) sowie Adjournin (Auflösung des Teams).
Teamarbeit schafft viele Vorteile wie z.B. den Synergieeffekt oder die Förderung von sozia- lem Verhalten. Aber auch negative Effekte wie Trittbrettfahrer können auftreten. Daher ist es wichtig, dass ein Team auch immer eine gute Teamführung braucht. Teamführung ist die Beeinflussung einer Arbeitsgruppe, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, als Teamleiter auf alle Teammitglieder eingehen, zu führen ohne führen, ohne dass es so wirkt als würde der Teamleiter führen, während gleichzeitig klar hervorgeht, dass der Teamleiter der oberste An- sprechpartner ist.
Der Führungskreislauf wird beeinflusst vom Führungsstil. Nach Goleman gibt es sechs ver- schiedene Führungsstile nach Goleman: den visionären Führungsstil (Einbindung der Mitar- beiter in Unternehmensziele), den coaching Führungsstil (Vereinbarung individueller Ziele mit Unternehmenszielen), den gefühlsorientierten (affiliativen) Führungsstil (Harmonie und Schlichtung), den demokratischen Führungsstil (Einbeziehung der Teammitglieder bei Dis- kussionen), den fordernden (pacesetting) Führungsstil (interessante und herausfordernde Zielsetzung) und den befehlenden (dominierende) Führungsstil (klare Vorgaben). Gute Füh- rungskräfte verfügen über ein Reportoire verschiedener Führungsstile und entscheiden über den Einsatz je nach Situation und in Abhängigkeit vom Mitarbeiter (Kompetenz, Engage- ment), wie auch beim Führungsstil nach Blanchard und Zigarmi.
Das Fiat-Leadershipmodell umfasst vier grundlegende Aktionen: Stretching (Schaffung her- ausfordernder Situationen), Empowering (Erweiterung des Entscheidungs- und Tätigkeits- spielraums), Coaching (Teamführer als Anleiter) und Sharing (Informationsaustausch).
Es gibt nicht den Ansatz zur Teamführung. Die Ansätze nach Quinn, Tuckmann (beide zur
Teambildung), Goleman, Blanchard und Zigarmi (beide zur Teamführung) zeigen deutliche Überschneidungen. Auch der aus der Praxis entwickelte Ansatz, das Fiat-Leadershipmodell nach Dilt, das ursprünglich als Modell zur Unternehmensführung gedacht ist, kann als Vari- ante der Teamführung benannt werden, da es Elemente aus den Ansätzen nach Goleman, Blanchard und Zigarmi enthält. Teams sind jedoch ein dynamisches Gebilde und so sollte auch die Teamführung sein: stets angepasst an die jeweilige Situation im Unternehmen bzw. an die Teammitglieder.
Die Teamführung ist eine sehr umfangreiche Thematik, die aufgrund der erlaubten Rahmen- bedingungen (Seitenzahl, Zeit) nur sehr begrenzt betrachtet werden kann. Ansätze, die auf spezielle Gegebenheiten wie Besprechungen beschränkt sind, sind bewusst vernachlässigt.
Vorwort
Im Rahmen des Studiums an der Fontys Internationale Hogeschool Economie belegen die Studenten im zweiten Jahr unter anderem das Modul Management Skills. In diesem Modul ist es Aufgabe der Studenten, sich mit typischen Managementfertigkeiten auseinanderzusetzen und sich diese anzueignen.
Der vorliegende Bericht bildet den Abschluss der Bearbeitung des Projekts mit dem Titel „Teamführung im Unternehmen“. Er stellt Teams und verschiedene Ansätze der Teamfüh- rung dar und schafft durch die Bearbeitung des Fiat Leadershipansatzes einen direkten Bezug zu einem aus der Praxis entwickelten Teamführungskonzept.
Im Wesentlichen soll der Bericht die Dozenten und die Kommilitonen über das Thema Team- führung im Unternehmen informieren und zur Vertiefung anregen.
An dieser Stelle sei ausdrücklich ein großer Dank an den betreuenden Dozenten der Fontys Internationale Hogeschool Economie Herrn xxxxxx xxxxxxx für seine Hilfe und Betreuung während der Erstellung des Berichts gerichtet.
09.Juni 2006,
Inhaltsverzeichnis
UMSCHLAG
TITELSEITE
ZUSAMMENFASSUNG
VORWORT
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 5
2 TEAMARBEIT 6
2.1 DEFINITION EINES TEAMS 6
2.2 ROLLENVERTEILUNG 7
2.3 TEAMBILDUNG 9
2.4 MERKMALE EINES ERFOLGREICHEN TEAMS 10
2.5 VOR- UND NACHTEILE DER TEAMARBEIT 11
3 TEAMFÜHRUNG 12
3.1 DEFINITION 12
3.2 FÜHRUNGSKREISLAUF 13
3.3 FÜHRUNGSSTILE 14
3.4 BEISPIEL FIAT-LEADERSHIPMODELL 17
4 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND KRITISCHE WÜRDIGUNG 19
LITERATURVERZEICHNIS 21
ABBILDUNGSVERZEICHNIS........................................................................................................................ 22
ANHANG 1: DIE VIER GRUNDLEGENDEN AKTIONEN 22
5
1 Einleitung
Der vorliegende Bericht ist im Rahmen des Moduls Management Skills entstanden und bildet den Abschluss. Während des zweiten Studienjahres erhalten die Studenten des Studiengangs Betriebwirtschaft an der Fontys Internationale Hogeschool Economie, Venlo, die Möglich- keit, ihre Managementfertigkeiten zu verbessern. Eine sehr wichtige Managementfertigkeit stellt die Teamführung dar.
Das Management von Teams ist heute ein aktuelleres Thema denn je. Teamführung gibt es letztlich in vielen Bereichen; so auch im Unternehmen. Teamarbeit im Unternehmen ist mitt- lerweile Alltag. Der Teamgedanke ist die Grundlage vieler aktueller Leistungssteigerungs- konzepte wie TQM (Total Quality Management), BPR (Business Process Reengineering) und diverser anderer Organisationstrends. Die Unternehmen vertrauen auf die Effektivität und die Effizienz von Teams. Doch Effektivität und Effizienz von Teams sind nicht im Voraus garan- tiert. Um ein erfolgreiches Team zu entwickeln und zu nutzen, bedarf des der Teamführung.
Ziel des Berichts ist es, einen Einblick in die Welt der Teamarbeit und Teamführung zu ge- ben. Am Ende soll die Beantwortung der Fragen stehen: Was ist ein Team und welche Team- führungsmöglichkeiten im Unternehmen gibt es überhaupt?
Im Mittelpunkt der Betrachtung sollen jedoch nicht nur die theoretischen Grundlagen stehen, sondern es soll auch ein Beispiel für ein aus der Praxis entwickeltes Teamführungskonzept betrachtet werden.
Dementsprechend gliedert sich der Aufbau des Berichts folgendermaßen:
Die Untersuchung ist in vier Kapitel unterteilt. Zu Beginn gewährt das Kapitel Einleitung dem Leser einen Überblick über den Inhalt und die Bedeutung der Untersuchung.
Als nächstes wird im zweiten Kapitel die Teamarbeit vorgestellt. Dabei stehen die Definition des Begriffs Team, die Rollenverteilung innerhalb des Teams, die Teambildung und die Vor- und Nachteile der Teamarbeit im Fokus der Betrachtung.
Arbeit zitieren:
Simone Dommer, 2006, Teamführung im Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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