1
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen 3
Verzeichnis der Abkürzungen. 4
I. Einleitung 5
II. Geschichte der Europäischen Union 5
1. Anfänge der Europäischen Integration (1713 - 1950) 5
1.1 Entstehungsgeschichte der Europaidee bis 1945. 5
1.2 Der Beginn des europäischen Einigungsprozesses 7
1.2.1 Europakonzepte in den ersten Nachkriegsjahren 7
1.2.2 Die Geburtsstunde der wirtschaftlichen Einigung: Marshallplan und
OEEC 7
1.2.3 Die Geburtsstunde des politischen Einigungsprozesses: Haager
Kongress und Europarat 8
2. Gründungsjahre der europäischen Einheit (1951 - 1960) 9
2.1 Die Gründung der EGKS. 9
2.2 Der Versuch einer Verteidigungsgemeinschaft. 9
2.3 Die Gründung der EWG und der EAG 10
3. Krise des europäischen Einigungsprozesses (1961 - 1969) 10
4. Die EG zwischen Erweiterung und Stillstand (1969 - 1984) 11
4.1 Europäische Politische Zusammenarbeit. 11
4.2 Die Norderweiterung 12
4.3 Versuche einer Wirtschafts- und Währungsunion. 12
4.4 Die Süderweiterung. 13
5. Verstärkte Integrationsbemühungen ab 1985 13
5.1 Die Einheitliche Europäische Akte 14
2
5.2 Der Vertrag von Maastricht 14
5.3 Schengener Abkommen. 15
5.4 Erweiterung um die EFTA-Staaten 16
5.5 Der Vertrag von Amsterdam 16
5.6 Die Agenda 2000 16
5.7 Die EU-Osterweiterung 17
6. Meilensteine der EU im 21. Jahrhundert. 18
6.1 Verwirklichung der Währungsunion 18
6.2 Vertrag von Nizza. 18
III. Perspektiven der Europäischen Union 19
1. Vollendung der Europäischen Verfassung. 19
2. Zukunft der GASP 19
3. Das Europa der Zukunft - Ein europäischer Binnenmarkt vom Atlantik
bis zum Ural? 20
Anhang 22
Literaturverzeichnis 36
3
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
Abbildung 1: Gründungsmitglieder der EGKS.
Abbildung 2: Die EG 1973.
Abbildung 3: Die EG 1986.
Abbildung 4: Die Staaten des Schengener Abkommens
Abbildung 5: Die EU der 15
Abbildung 6: Mitglieder der Europäischen Union (EU der 25)
Abbildung 7: Europäische Länder mit Bezug zum Euro
4
Verzeichnis der Abkürzungen
Abb. Abbildung BRD Bundesrepublik Deutschland EAG Europäische Atomgemeinschaft EEA Einheitliche Europäische Akte EFTA European Free Trade Association EG Europäische Gemeinschaft EGKS Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl EPG Europäische Politische Gemeinschaft EPZ Europäische Politische Zusammenarbeit ESVP Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik EU Europäische Union EVG Europäische Verteidigungsgemeinschaft EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft f. folgende ff. fortfolgende GASP Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik Hrsg. Herausgeber Nr. Nummer OECD Organization for Economic Cooperation and Development OEEC Organization for European Economic Cooperation S. Seite URL Uniform Resource Locator USA United States of America Vgl. Vergleiche WWU Wirtschafts- und Währungsunion
5
I. Einleitung
Nach Generationen der Teilung und des Krieges, wird Europa durch die Europäische Union heute auf friedliche Weise geeint. Von den sechs Gründungsstaaten wurde die EU inzwischen auf 25 Mitglieder erweitert und bald werden es 27 sein. In den letzten fünfzehn Jahren hat die Anziehungskraft der EU dazu beigetragen, dass die mittel- und osteuropäischen Länder den Übergang von kommunistischen Systemen zu modernen, gut funktionierenden Demokratien schafften. In jüngster Zeit hat sie groß angelegte Reformen in der Türkei, Kroatien und den übrigen westlichen Balkanländern angeregt. Alle Europäer profitieren von Nachbarländern mit stabilen Demokratien und funktionierenden Marktwirtschaften. Durch einen sorgfältig gelenkten Erweiterungsprozess werden Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wohlstand auf ganz Europa ausgedehnt. Wie sich die Europäische Integration bis zu diesem Punkt entwickelt hat, soll diese Arbeit erläutern.
II. Geschichte der Europäischen Union
1. Anfänge der Europäischen Integration (1713 - 1950)
1.1 Entstehungsgeschichte der Europaidee bis 1945
Die Idee eines vereinten Europas ist nicht neu. In seinem Plan „Mémoire pour rendre la paix perpétuelle en Europe“ (zu deutsch „Der Traktat vom ewigen Frieden“) schlug Charles-Irénée Castel de Saint Pierre bereits 1713 die Gründung eines Bündnisses der europäischen Staaten vor. Ziel war die Aufrechterhaltung des Mächtegleichgewichts und somit die Friedenssicherung in Europa. Er forderte die Gründung eines übergeordneten Organs, des „Europäischen Senats“, das die Einhaltung dieses Bündnisses sicherstellen sollte. 2 Diese Grundidee wurde von anderen Philosophen, wie Rousseau und
1 Baumgärtel (1998), S. 403
2 vgl. Beutler/Bieber (2001), S.38
6
Kant aufgegriffen, diskutiert und weiterentwickelt, wobei Rousseau 1760 in seinem Werk den Erfolg dieses Planes anzweifelte. Er befürchtete das Scheitern dieser Idee mangels der Zustimmung der europäischen Fürsten. Auch Kant sah in einer Föderation der europäischen Staaten, jedoch unter einheitlichem und gemeinsamem Recht, das Mittel zur dauerhaften Friedenssicherung in Europa. Weder der Plan von de Saint Pierre noch der von Kant wurde realisiert. Im 19. Jahrhundert änderte sich diese verbreitete Einstellung. Die Idee, eine Integration auf europäischer Ebene durch die Einschränkung der Souveränität der jeweiligen Staaten zu bewirken, wurde verworfen. Vielmehr wurde eine Zusammenarbeit der Berufsverbände einzelner Staaten mit dem Ziel der Verbesserung der ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Europa gefordert. Bekannte Vertreter dieser Theorie waren de Saint-Simon und Thierry mit ihrer Schrift „De la réorganisation de la société européenne“ von 1814. 3 Nach 1918, mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, gewann das Thema der Europäischen Integration erneut an Aktualität. Infolgedessen gründete der Österreicher Graf Coudenhove-Kalergi 1923 die „Paneuropa-Bewegung“ mit dem Ziel die „Vereinigten Staaten von Europa“ zu schaffen. Mit Hilfe eines Stufenplanes wollte er einen mächtigen Staatenbund errichten, der ein ebenbürtiges Pendant zu den bereits bestehenden Großmächten Sowjetunion, Vereinigte Staaten von Amerika, Großbritannien und Ostasien darstellen sollte. Auf dem Wege dorthin sollten eine paneuropäische Konferenz, ein Schieds- und Garantievertrag, ein paneuropäischer Zollverein und der Zusammenschluss Europas zur einheitlichen Wirtschaftszone stehen. 4 Obwohl die „Paneuropa-Bewegung“ bis heute weiter existiert, wurde diese Vision der „Vereinigten Staaten von Europa“ so nicht verwirklicht. 5 Einen weiteren Versuch die europäischen Staaten zusammenzuschließen, unternahmen der französische Außenminister Aristide Briand und der deutsche Außenminister Gustav Stresemann im Jahr 1929. Anvisiert wurden eine enge Kooperation der europäischen Staaten im Rahmen des Völkerbundes und die Gründung eines „Europäischen Rates“ mit dem Ziel Frankreich und Deutschland nach den Kriegen wieder auszusöhnen. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise und den damit verbundenen innenpolitischen Problemen scheiterte jedoch auch dieser Plan. 6 In den dreißiger Jahren kam mit Hitler und dem Nationalsozialismus die Desintegration der europäischen Staaten. Die einzelnen Länder zogen es vor
3 vgl. Beutler/Bieber (2001), S.38 f.
4 vgl. Woyke (1998), S. 10
5 vgl. Beutler/Bieber (2001), S.40
6 vgl. Woyke (1998), S. 11
7
wirtschaftlich unabhängig voneinander zu sein, da eine wirtschaftliche Abhängigkeit ein Land in militärischer Hinsicht verwundbar gemacht hätte. So nahm die bereits sehr geringe europäische Zusammenarbeit auch auf wirtschaftlicher Ebene ab. 7 Im Jahre 1933 gingen die Nationalsozialisten sogar soweit, alle europäischen Vereinigungen in Deutschland zu verbieten. Auch in anderen europäischen Ländern verblieben nur noch wenige kleine Organisationen. Bereits in den zwanziger Jahren hatte die damalige Europabewegung vor einem erneuten Krieg gewarnt. 1939, mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, bestätigte sich diese Befürchtung. 8
1.2 Der Beginn des europäischen Einigungsprozesses
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt die Integrationsidee, bedingt durch den politischen und ökonomischen Verfall der europäischen Staaten, erneut politischen Auftrieb. 9 Das Hauptthema jedoch stellte die Behandlung des besiegten Deutschlands dar. 10
1.2.1 Europakonzepte in den ersten Nachkriegsjahren
Bereits ein Jahr nach Kriegsende, 1946, forderte der britische Premierminister Sir Winston Churchill in seiner bekannten Züricher Rede die „Neugründung der europäischen Familie“. Kern dieser Familie, die er die „Vereinigten Staaten von Europa“ nannte, sollten die versöhnten Länder Deutschland und Frankreich darstellen. Nach Churchill sollte Großbritannien jedoch nicht Teil dieses Bündnisses werden, sondern gemeinsam mit den USA dessen Bildung betreuen. 11 Bis 1973 hielt Großbritannien seine Position außerhalb Europas, erst dann schloss sich der Inselstaat der Europäischen Gemeinschaft an. 12
In der Machtübernahme der kommunistischen Parteien im Osten Europas sahen die Vereinigten Staaten von Amerika eine Bedrohung. Nach Ausbruch des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion 1947 wurde die europäische Entwicklung zum Spielball der beiden Weltmächte. Mit Hilfe des
7 vgl. Molle (1997), S.40
8 vgl. Brunn (2004), S. 26 f.
9 vgl. Beutler/Bieber (2001), S. 40
10 vgl. Woyke (1998), S. 11
11 vgl. Beutler/Bieber (2001), S. 40
12 vgl. Thiel (1998), S. 11
Arbeit zitieren:
Natalie Schmid, 2006, Die Europäische Einigung - Geschichte und Perspektiven der EU, München, GRIN Verlag GmbH
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