SEITE I
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
A Einleitung. 1
I Begriffdefinition 1
1 Mittelstand 1
2 IAS/ IFRS 2
II Problemstellung und Hintergrund 3
III Gang der Untersuchung 4
B Die Rahmenbedingungen für die Umstellung 5
I Rechtliche Rahmenbedingung - die IAS/ IFRS 5
II Rechtliche Rahmenbedingung - die EU- Pflicht. 6
III Wirtschaftliche Rahmenbedingungen. 8
IV Anspruchsgruppen 10
V Motive für die Umstellung 11
C Kritische Analyse der Umstellung der Rechnungslegung in mittelständischen
Unternehmen 13
I EDV 13
II Anforderungen an das Controlling 15
III Fachliche Anforderungen 17
IV Rating. 21
V Steuern 25
VI Kritische Analyse. 26
D Zusammenfassung und Ausblick. 28
E Literaturverzeichnis 29
SEITE II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Neue Mittelstandsdefinition des IfM Bonn in
Abbildung 2: Rechnungslegung in der E.U
Abbildung 3: Veränderung des Eigenkapitals
Abbildung 4: Zusammenfassung der Herausforderung und Chancen
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS SEITE III Abkürzungsverzeichnis
Aufl. Auflage bzw. beziehungsweise DSR Deutsche Standardisierungsrat ggf. gegebenenfalls HGB Handels Gesetzt Buch i. d. R. in der Regel IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IASC International Accounting Standards Committee IDW Institut der Wirtschaftsprüfer IfM Institut für Mittelstandsforschung IFRS International Accounting Reporting Standards insb. insbesondere KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau KMU klein und mittlere Unternehmen KWG Kreditwesengesetz M & A Mergers and Acquisitions o. A. ohne Auflage o. S. ohne Seite o.V. ohne Verfasser PWC Price Waterhouse Coopers u. a. unter anderem
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS SEITE IV WpHG Wertpapier Handelsgesetz z.B. zum Beispiel
A EINLEITUNG SEITE 1
A EINLEITUNG
I Begriffdefinition
1 Mittelstand
Es gibt keine gesetzliche oder allgemein bestehende Definition für den Begriff Mit-telstand. In der Literatur taucht für den Mittelstand häufiger die Bezeichnung KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) auf 1 .
Dies liegt darin begründet, dass der Begriff „mittelständisches“ Unternehmen vorwiegend im deutschen Sprachraum gebräuchlich ist und i. d. R. Unternehmenstypen von kleinerer oder mittlerer Unternehmensgröße bezeichnet. Der Begriff KMU ist eher im internationalen Sprachgebrauch dominierend und orientiert sich an rein quantitativen und größenorientierten Merkmalen 2 .
Wenn der Begriff „mittelständisches Unternehmen“ nach dem allgemeinen Selbstverständnis definiert wird, orientiert sich dieser eher an dem qualitativen Begriffsverständnis, in Verbindung mit dem Charakteristikum des „Eigentümerunternehmens“ bzw. der „Familienunternehmens“. Diese zeichnen sich durch Eigentümer oder ihre Familienangehörige aus, die das Unternehmen direkt und eigenverantwortlich leiten und die konstitutiven (strategischen) Entscheidungen selbst treffen. Dies bedeutet, dass die „mittelständischen Unternehmen“ die „KMU“ umfassen aber auch darüber hinaus reichen können. Da hierdurch aber keine Unterscheidung nach Rechtsform, Größenklasse oder Konzernstruktur möglich ist und statistisch gesehen Großunternehmen eher selten als Familienunternehmen geführt werden, ist diese Definition eher kritisch zu sehen 3 . Diese Arbeit orientiert sich an der allgemein akzeptierten Definition des Mittelstands, die vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn aufgestellt wurde (siehe Abbildung 1). Das IfM selbst orientiert sich nach eigener Aussage an der KMU Definition der Europäischen Union.
1 Vgl. o.V.:
http://www.hk24.de/HK24/HK24/produktmarken/index.jsp?url=http%3A//www.hk24.de/HK24/K24/pr
oduktmarken/standortpolitik/mittelstandspolitik/index.jsp , o. S., abgerufen am 09.01.2005
2 Vgl. Mandler, U., Der deutsche Mittelstand, 2004, S. 13
3 Vgl. Mandler, U., Der deutsche Mittelstand, 2004, S. 13- 14
Nach Informationen des IfM, hatte der Mittelstand im Jahr 2002 einen Anteil von 99,7% aller in Deutschland ansässigen Unternehmen 2 .
2 IAS/ IFRS
Die International Financial Standards (IFRS) sowie die bisherigen International Accounting Standards (IAS) sind ein Regelwerk für die Rechenschaftslegung von Unternehmen und anderen Organisationen 3 . Berufsverbände aus neun Staaten gründeten am 29. Juni 1973 in London das International Accounting Standards Committee (IASC), welches für die Entwicklung und Einführung der weltweit harmonisierenden Rech-nungslegungsstandards verantwortlich ist. Dieses wurde im Rahmen einer Umstrukturierung im Jahre 2001 in das International Accounting Standards Board (IASB) umbenannt 4 . Das IASB entschied direkt zu Anfang seiner Arbeit die internationalen Rech-nungslegungsstandards in IFRS umzubenennen und numerisch neu zu beginnen, wobei die bis dahin unter dem Namen IAS veröffentlichten Standards weiterhin ihre volle Gültigkeit behalten sollten 5 . Da diese beiden Begriffe allerdings das gleiche bezeichnendie Rechnungslegungsstandards des IASB - werden sie in dieser Arbeit synonym ver-wandt.
Es gibt allerdings keine direkte Berechtigung durch nationale Gesetzgeber, die die IAS/ IFRS direkt in nationales Recht umwandelt 6 , allerdings wird eine Übernahme in nationales Recht deshalb angestrebt, um eines der Hauptziele der IAS/ IFRS zu erreichendie internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen auf Basis eines „true and fair
1 Quelle: Entnommen aus: o.V.: http://www.ifm-bonn.org/ „Mittelstand - Definition und Schlüsselzah-
len“, o. S., abgerufen am 09.01.2005
2 Vgl. o.V.: http://www.ifm-bonn.org/ „Mittelstand - Definition und Schlüsselzahlen“, o. S., abgerufen
am 09.01.2005
3 Vgl. Tanski, J., Internationale Rechnungslegungsstandards, 2002, S. 1
4 Vgl. Arendt, U./ Ditges, J., Kompakt- Training, 2004, S. 16- 17
5 Vgl. Mandler, U., Der deutsche Mittelstand, 2004, S. 25
6 Vgl. Krosse, M., Internationale Rechnungslegung, 2004, S. 4
A EINLEITUNG SEITE 3
view“. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, indem eine Konvergenz der nationalen Standards mit den IAS/ IFRS stattfindet 1 .
Innerhalb der IAS/ IFRS- Abschlüsse ist die Informationsfunktion von entscheidender Bedeutung 2 . Das beinhaltet, dass die Gewinnung und Weitergabe entscheidungsrelevanter Informationen an verschiedene Anspruchsgruppen (siehe hierzu Kapitel BIV) die vorrangige Aufgabe und Zielsetzung der IAS/ IFRS ist. Dies solle durch eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Cashflows erfolgen 3 .
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die IAS/ IFRS die internationale Harmonisierung der Rechnungslegung und die Bereitstellung von Informationen zum Ziel hat 4 .
II Problemstellung und Hintergrund
Der deutsche Mittelstand unterliegt zurzeit auf Grund vieler neuer Regelungen einem hohen Anpassungsdruck. Eine dieser neuen Vorschriften sind die IAS/ IFRS, welche für eine Reihe von Unternehmen verbindlichen Charakter besitzen. Da aber eine Vielzahl von - gerade mittelständischen - Unternehmen aber noch nicht verpflichtet sind die internationalen Rechnungslegungsstandards anzuwenden, stellt sich die Frage nach der Konsequenz für den Großteil der Unternehmen.
Diese Untersuchung beschäftigt sich anhand ausgewählter Themenbereiche mit den Herausforderungen und Chancen, die mit einer Umstellung auf IAS/ IFRS verbunden sind. Dabei soll im Rahmen dieser Arbeit geklärt werden, ob für die mittelständischen Unternehmen eine Umstellung grundsätzlich sinnvoll ist oder eher abgelehnt werden sollte. Auch stellt sich die Frage nach dem möglichen Zeitpunkt einer Umstellung und den möglichen zukünftigen Trends, die mit den internationalen Harmonisierungsbestrebungen zusammenhängen. Abschließend ist zu untersuchen, welche Konsequenzen diese neuen Vorschriften für den deutschen Mittelstand haben.
1 Vgl. Braun, S, Internationale Rechnungslegungsstandards, 2002, S. 3
2 Vgl. Gräfer, H./ Sorgenfrei, C, Rechnungslegung, 2004, S. 4
3 Vgl. Heno, R., Jahresabschluss, 2004, S. 17
4 Vgl. Tanski, J., Internationale Rechnungslegungsstandards, 2002, S. 1- 2
A EINLEITUNG SEITE 4
III Gang der Untersuchung
Um die Herausforderung und Chance einer Umstellung auf IAS/ IFRS untersuchen zu können, ist es notwendig die Rahmenbedingung für eine Umstellung zu verstehen. Dabei wird im Rahmen der Untersuchung erst einmal die Entstehung der zu Grunde liegenden Standards dargestellt und im nächsten Schritt die Rechtsgrundlage für die nationale Gesetzgebung erläutert. Um die an Adressaten der neuen Rechnungslegungsmethoden und deren Ansprüche sowie die Motive, die zu einer Umstellung führen, nachvollziehen zu können werden diesen die Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Situation vorangestellt.
Auf Grund der dargestellten Motive werden dann anhand ausgewählter Problemfelder die Anforderungen und Auswirkungen einer Umstellung analysiert. Dabei steht im Vor-dergrund der Betrachtung jene Konsequenzen, die sich für externe Anspruchsgruppen und die Unternehmen selber ergeben und wie diese innerhalb einer Kosten- Nutzen-Analyse zu bewerten sind. Dabei sind die Problemfelder so strukturiert, dass die ersten drei vordergründig innerhalb des Unternehmens Chancen und Herausforderungen analysieren und diese dann mit einer möglichen Außenwirkung in Verbindung gebracht werden. Dabei bauen die Inhalte aufeinander auf und sind eng miteinander inhaltlich verknüpft. Die beiden letzten Schwerpunkte untersuchen die Hoffnungen und potentiellen Erwartungen, die von Unternehmensseite an externe Anspruchsgruppen gestellt werden. Abgeschlossen wird die Betrachtung mit einer kritischen Würdigung, Zusam- menfassung und einem Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen.
B DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE UMSTELLUNG S EITE 5
B DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE UMSTELLUNG
I Rechtliche Rahmenbedingung - die IAS/ IFRS
Die IAS/ IFRS werden durch ein Normierungsverfahren (Due Process), welches rund drei Jahre dauert, entwickelt und durch das IASB veröffentlicht. Im Rahmen des recht komplexen Entwicklungs- und Entscheidungsprozesses können am Jahresabschluss interessierte Gruppen wie z.B. Aufsichtsbehörden, Finanzanalysten und Unternehmen durch ihre Meinungsäußerung Einfluss auf den Standard nehmen 1 . Die IAS/ IFRS sind aber nur ein Teil des Regelungswerkes des IASB, denn neben den Standards gibt es noch Interpretationen, die für die Unternehmen verpflichtend sind. Darüber hinaus gehören noch das Vorwort zu den IAS/ IFRS (Preface), das Rahmenkonzept (Framework) und der Leitfaden zur Anwendung (Implementation Guidance) zu dem Werk, wobei diese keinen zwingenden Charakter haben. Diese drei Bestandteile befassen sich mit grundsätzlichen Fragestellungen und stellen eine Unterstützung für die Aufstellung von Abschlüssen dar 2 . Dagegen sind die Interpretationen als Leitlinien für die Auslegung eines Standards zu sehen. Diese werden immer dann vom International Financial Reporting Interpretations Committee (vormals vom Standing Interpretations Committee) erarbeitet, wenn ein Sachverhalt in einem Standard nicht klar geregelt ist oder einen konkreten Einzelfall offen lässt 3 .
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Interpretationen vor den Standards vor dem Rahmenkonzept vor dem Vorwort gelten 4 .
Da es aber, wie in Kapitel AI2 erwähnt keine Berechtigung durch nationale Gesetzgeber gibt, die die IAS/ IFRS direkt in nationales Recht umwandelt, sind diese nicht als nationale Rechnungslegungsgrundsätze zu verstehen. Sie sind deshalb darauf ausgerichtet, über die Schaffung eines konsistenten Rechnungslegungssystems die Möglichkeit zu bieten, in nationale oder multinationale Rechnungslegungssysteme übernommen zu werden. Um diese Übernahme zu erleichtern, wurden u. a. eine Reihe von Wahlrechten implementiert 5 .
1 Vgl. Keller, G./ Thielemann, F., Bilanzen International, 2004, S. 176- 177
2 Vgl. Arendt, U./ Ditges, J., Kompakt- Training, 2004, S. 19- 20
3 Vgl. Haunerdinger, M./ Probst, H., Internationale Rechnungslegung, 2004, S. 24
4 Vgl. Haunerdinger, M./ Probst, H., Internationale Rechnungslegung, 2004, S. 28
5 Vgl. Krosse, M., Internationale Rechnungslegung, 2004, S. 4
Arbeit zitieren:
Dipl. Kaufmann (FH) Malte Kemp, 2005, Herausforderungen und Chancen der IAS/ IFRS für den deutschen Mittelstand, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
IFRS für kleinere und mittlere Unternehmen- Pro und Contra
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 17 Seiten
Herausforderungen und Chancen der IAS/IFRS für den Mittelstand
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 33 Seiten
IAS/IFRS für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Praktikumsbericht / -arbeit, 26 Seiten
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Kommunikation von Nachhaltigkeitskonzepten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 18 Seiten
IFRS für kleine und mittlere Unternehmen
Der Standardentwurf des IASB -...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 102 Seiten
Open Innovation - Innovationsprozess der nächsten Generation?
Eine Bestandsaufnahme
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 62 Seiten
Erfolgsbeteiligung als ein System der materiellen Mitarbeiterbeteiligu...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 31 Seiten
Marketing Campaign for Barilla
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Referat (Ausarbeitung), 20 Seiten
Wachstumsstrategien mittelständischer Unternehmen im Zeichen des globa...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 90 Seiten
Non Performing Loans - Verkauf und Handel von Problemkrediten in Deuts...
BWL - Investition und Finanzierung
Bachelorarbeit, 78 Seiten
Der Umstellungsprozess von HGB auf IAS/IFRS und seine Auswirkungen auf...
Diplomarbeit, 133 Seiten
Airbus versus Boeing - Strategic Management Report
BWL - Unternehmensforschung, Operations Research
Wissenschaftliche Studie, 85 Seiten
Das IASB-Projekt International Financial Reporting Standards for '...
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Diplomarbeit, 125 Seiten
Probleme und Lösungsansätze im Branding-Prozess
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 24 Seiten
Malte Kemp's Text Herausforderungen und Chancen der IAS/ IFRS für den deutschen Mittelstand ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Malte Kemp hat den Text Herausforderungen und Chancen der IAS/ IFRS für den deutschen Mittelstand veröffentlicht
Malte Kemp hat einen neuen Text hochgeladen
Immaterielle Güter in der Rechnungslegung nach HGB, IAS/IFRS und US-GA...
Aktuelle Rechtslage und neue W...
Sascha Dawo, Karlheinz Küting, Claus-Peter Weber
Rechnungslegung von Treasury-Instrumenten nach IAS/IFRS und HGB
Ein Umsetzungsleitfaden mit Fa...
Knut Henkel, Roland Eller, Markus Heinrich, René Perrot, Markus Reif
Die Bilanzierung von kundenspezifischen Entwicklungen nach IAS/IFRS
am Beispiel der Zulieferindust...
Matthias Ferneschild
Bilanzpolitische Instrumentarien zur Beeinflussung eines Abschlusses n...
Möglichkeiten und Grenzen des ...
Thilo Grabo
Internationale Rechnungslegungsstandards - IAS/IFRS. Studienausgabe
Grundlagen und Grundsätze - Bi...
Alfred Wagenhofer
0 Kommentare