SEITE I
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 1
1.1 Hintergrund zu den Baseler Regelungen 1
1.2 Die Zeitliche Entwicklung von Basel II. 3
2 Die Umsetzung der ersten Säule durch die Betrachtung der Ratingverfahren 4
2.1 Grundlagen 4
2.2 Arten des Rating 4
2.2.1 Der Standardansatz 5
2.2.2 Die internen Ansätze (IRB) 6
2.3 Umsetzung des Ratings bei den Sparkassen 7
3 Auswirkungen im Mittelstand. 9
3.1 Worauf ein Betrieb achten muss 9
3.2 Möglichkeiten der Bilanzpolitik 9
3.2.1 Allgemeine Maßnahmen 10
3.2.2 Leasing 12
4 Was muss eine Bank noch zusätzlich beachten 15
5 Zusammenfassung und kritische Würdigung 16
6 Literaturverzeichnis 17
SEITE II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1:Die Struktur von Basel II.
Abbildung 2: Die Ratingklassen im DSGV Standartrating
Abbildung 3: Welche Finanzierungsinstrumente künftig wichtiger werden mit der
Skala : 0 (unwichtig) bis 6 (sehr wichtig)
Abbildung 4: Unterscheidung zwischen Operate- und Finance- Leasing
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Englisch Deutsch EAD Exporsure at Default Erwartetet Höhe einer Forderung zum Zeitpunkt eines Ausfalls i.d.R. in der Regel International Accounting Internationale Rechnungslegungs-IAS Standard vorschriften IRB Internal Ratings- Based Interner Ratingansatz Approach LGD Loss given Default Verlust bei Ausfall M Maturity Restlaufzeit Nr. Nummer o.V. ohne Verfasserangabe PD Probability of Default Ausfallwahrscheinlichkeit vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
1 EINLEITUNG SEITE1
1 EINLEITUNG
Keine Regelung oder Gesetzesänderung hat die Finanzwelt in den letzten Jahren so geprägt, beeinflusst und zu Diskussionen angeregt, wie der neue Entwurf zur Eigenmittelhinterlegung des Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht. Dieser Akkord hat zum Ziel die Finanzwirtschaft nachhaltig zu sichern, wobei er dieses mit drei Ansätzen erreichen will (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1:Die Struktur von Basel II 1
Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Facharbeit liegt auf den Mindestkapitalanforderungen und den damit verbunden Vorgaben und Wirkungen insbesondere bezogen auf den Mittelstand in Deutschland.
1.1 Hintergrund zu den Baseler Regelungen
Kreditinstitute verfolgen im Grundaufbau zwei einfache Ziele: Erstens nehmen sie Einlagen von Gläubigern auf, um diese dann zweitens an Kreditnehmer, z.B. Unternehmen, wieder auszuleihen. Wird ein Kreditnehmer illiquide und kann seinen Kredit nicht mehr begleichen, belastet das die Bank. Bei einer Häufung könnte dies im Extremfall dazu führen, dass die Bank auf Grund dieser Verluste zusammenbricht, wodurch die Einlagen der Sparer gefährdet wären.
1 Siehe auch Deutsch Bundesbank, 2001, Seite 17
1 EINLEITUNG SEITE2
Um dies zu verhindern und Stabilität an den Finanzmärkten zu sichern, haben die Aufsichtsbehörden der G 10 Staaten 1988, unter der Leitung der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, einheitliche Richtlinien für die Eigenkapitalausstattung der international tätigen Banken erlassen. Diese vorgeschriebene Eigenkapitalausstattung dient als Puffer für die Verluste, die durch den Ausfall von Forderungen entstehen können 2 .
Die Richtlinien sind einfach gehalten und sehen vor, dass jeder Kredit mit 8 Prozent des Kreditvolumens durch Eigenkapital zu hinterlegen ist (Solvabilitätskoeffizient). Zusätzlich erfolgt eine Gewichtung dieses Faktors, entsprechend des Kreditrisikos eines Kreditnehmers (Adressenrisiko), welche unterteilt sind in die Kategorien Unternehmen, Banken, Staat und sonstige, sowie nach ihrer Besicherung. So werden die einzelnen Positionen bei der Ermittlung der gewichteten Risikoaktiva nur zu bestimmten Prozentsätzen berücksichtigt z.B. Forderungen an die öffentliche Hand mit 0 Prozent, an Kreditinstitute mit 20 Prozent und durch ein erstrangiges Grundpfandrecht gesicherte Darlehen mit 50 Prozent 3 .
Da die maximale Ausleihung eines Kreditinstitutes auf das 12,5 fache (Kehrwert von 8 Prozent) seines Eigenkapitals beschränkt ist, aber das Risiko nur geringfügig differenziert wird, besteht die Schwäche der Regelung darin, dass die knappe Ressource Eigenkapital nicht der effizientesten Verwendung zugeführt werden kann. Die Kredite an Kreditnehmer mit guter Bonität müssen genauso hinterlegt werden wie solche, die an fast illiquide Kunden vergeben werden. Eine an den tatsächlichen ökonomischen Risiken ausgerichtete Bewertung gibt es in dieser Regelung nicht. 4 Diese Thematik wurde nun durch die Überarbeitung der Regelungen (Basel II) aufgegriffen. So steht neben dem Hauptanliegen der ausreichenden Eigenkapitalversorgung aus Basel I, nun zusätzlich die Berücksichtigung der unterschiedlichen Risiken der verschiedenen Bankgeschäfte im Vordergrund. 5
2 Vgl. Fehr, 2000, Seite 49
3 Vgl. Ettmann, Wolf, Wurm, 2002, S. 137
4 Vgl. Fehr, Seite 49
5 Vgl. Fehr, Psotta, Welter, 2004, Seite 13
Arbeit zitieren:
Dipl. Kaufmann (FH) Malte Kemp, 2004, Die Mindestkapitalanforderungen nach Basel II und die Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand, München, GRIN Verlag GmbH
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