-I-
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis -II-
I. Ausgangssituation -1-
II. Grundlegende Begrifflichkeiten -2-
A. IT- Projekt -2-
B. Projektmanagement -2-
C. Risikomanagement -3-
D. Vom magischen Dreieck zum erweiterten magischen Fünfeck -4-
III. Schwachstellen von IT- Projekten und ihre Abmilderung -6-
A. Projektinhalt -6-
B. Qualität und Effektivität -9-
C. Projektlaufzeit und Projektaufwand -9-
D. Methoden und Tools -11-
E. Kosten. -12-
F. Beteiligte -15-
a. Beteiligte: Lenkungsausschuss und Projektleiter -15-
b. Beteiligte: Projektteam, Benutzermanagement und
Endbenutzer -17-
IV. Schlussbetrachtung -22-
Literaturverzeichnis -III-
Selbst ändigkeitserklärung -IV-
-II-
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Erweitertes magisches Fünfeck. -5-
Abb. 2: Standish Group Untersuchung................................................................... -18-
I. Ausgangssituation
“Der Kampf um Erfolg und Misserfolg gehört tatsächlich zum Alltag der meisten IT-Projekte. Je nach Land und Lage liegen die Scheiterquoten bei 50 bis 80 Prozent”. Dies prognostizieren die Autoren Dr. Elisabeth Schwarz-Mehrens und Frits Fliers in ihrem Artikel unter http://www.gulp.de, dem Portal für IT- Projekte. Die oben genannten Zahlen stammen vor allem aus Studien des angelsächsischen Sprachraums, wo Projektarbeit am weitesten verbreitet ist und Projektmanagementsysteme die längste Tradition haben. Hierbei beziehen sich die Autoren auf bekannte Consultingunternehmen. Nach Untersuchungen der Standish Group scheiterten in den USA 72 Prozent der IT- Projekte im Jahr 2000, mit abnehmender Tendenz bei Großunternehmen.
“Im deutschsprachigen Raum fehlen durchweg die harten Zahlen”, fahren die Autoren fort. So werden bei einer Untersuchung von Cap Gemini mit der Universität Trier zwar keine konkreten Scheiterquoten preisgegeben, jedoch gaben zwei Drittel der Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatz von € 1,02 Mrd., bei denen eBusiness- Projekte untersucht wurden, an, dass die Projekte weder zur Senkung der Kosten noch zur Steigerung des Unternehmenserfolges beitragen würden. 1 Aber gerade im Bereich eBusiness ist die Ernüchterung noch radikaler. So erreichten nach einer Studie im August 2000 von Mummert & Partner 75 Prozent der Projekte nicht das geplante Ziel. 2
Dabei haben die hohen Scheiterquoten nach Ansicht der Autoren durchaus noch Steigerungspotential. Als Beispiel werden die immer kürzeren Lebenszyklen von Software genannt. Waren Zyklen von 3 bis 4 Jahren bis in die 90er Jahre die Regel, sind es heute eher Zyklen von 2 Jahren. Beispielsweise wurde das Betriebssystem Windows 2000, das als Servicepack 2 nach Ansicht gewerblicher Nutzer noch nicht in einer ausgereiften Version vorlag, bereits nach 2 Jahren von Windows XP abgelöst. Diese Kurzlebigkeit, die Unternehmen teilweise schon vor ihren Produkten ‘aussterben’ lässt, ist ein gravierendes Merkmal der New Economy und lässt zwangsläufig für IT-
1 vgl.Schwarz-Mehrens, E./ Fliers, F. (2001), [Teil 1], S.1
2 vgl. Ronzheimer, M. (2002), S.1
Projekte viele Flops erwarten. 1
Die nachfolgende Arbeit soll die Ursachen für das Scheitern von IT- Projekten aufzeigen und typische Schwachstellen anhand des erweiterten magischen Fünfecks untersuchen. Nach dieser Schilderung der Ausgangssituation werden im zweiten Kapitel die grundlegenden Begriffe geklärt. Darauf aufbauend werden im dritten Kapitel typische Risiken von IT- Projekten veranschaulicht. Es wird beschrieben, wie sie erkannt und nach ihrem Eintreten abgemildert werden können. Abschließend erfolgt die Schlussbetrachtung der Verfasserin.
II. Grundlegende Begrifflichkeiten
A. IT- Projekt
IT- Projekte definieren sich durch Leistung, Zeit und Geld. Sie sind gekennzeichnet durch ihre Einmaligkeit und damit verbundener Innovation. In der Leistungsbeschreibung oder Spezifikation wird ein Ergebnis vordefiniert, das in einem bestimmten Zeitrahmen und mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen durchgeführt werden soll. 2 Daraus ergibt sich nahezu zwangsläufig, dass Risiken (Probleme) zu einem Projekt dazu gehören 3 . Projekte sind das Mittel, um technischen und organisatorischen Wandel zu realisieren. 4 Die Erfüllung des Projekts wird meist durch die Gründung einer projektspezifischen Organisation erreicht. 5 Ziel eines jeden Projekts ist es, die vom Auftraggeber gewünschten Resultate (Zielvorgaben) mit den vorgesehenen Ressourcen innerhalb der vorgegebenen Zeit in der geforderten Qualität zu erreichen. Wurde dies realisiert spricht man von Projekterfolg. 6
1 vgl. Schwarz-Mehrens, E./ Fliers, F. (2001), [Teil 1], S.1
2 vgl. ebd., S.2
3 vgl. Etzel, H.-J./ Heilmann, H./ Richter, R. (2000), S.3
4 Schelle, H. (1999), S.13
5 vgl. DIN Begriffsnorm 69901 ziteirt nach: Schelle, H. (1999), S.11
6 vgl. Jenny, B. (1998), S.520
B. Projektmanagement
Das Projektmanagement ist ein “umfassendes Führungskonzept” 1 , welches für die erfolgreiche Bewältigung von Projekten eingesetzt werden soll. Es dient zur Planung, Überwachung und Steuerung des Projektverlaufs und ist zentrale Stelle des Projekts. 2 Unter der Projektplanung versteht man die Planung der Aktivitäten, der Termine, der Ressourcen und der Kosten des Projekts. Die Projektsteuerung umfasst die permanente Projektkontrolle und die Festlegung und Durchführung der Maßnahmen, die bei einer Abweichung zwischen den Soll- und Ist- Ergebnissen zu ergreifen sind. Bei der Projektabschlusskontrolle wird der gesamte Projektverlauf bewertet, um für zukünftige Projekte Erfahrungen zu sammeln. 3
Das Projektmanagement hat auch die Aufgabe eine Risikoabschätzung zu erstellen, die offene und neue Risiken für den Projekterfolg analysiert. 4
C. Risikomanagement
In der Ausgangssituation wurde exemplarisch dargestellt, welche Scheiterquoten bei IT- Projekten erreicht wurden und mit welchen Scheiterquoten weiterhin zu rechnen ist. Ebenso wie ein Projekt von bestimmten Faktoren positiv beeinflusst werden kann, gibt es auch Faktoren, die den Projekterfolg verhindern bzw. gefährden können. Komplexe Projekte enthalten eine Vielzahl unbekannter Risiken, die den Projekterfolg in irgendeiner Form gefährden können. 5 Gemäß Lehner wird unter Projektrisiko die Höhe des Schadens verstanden, den ein Unternehmen erleidet, wenn die Projektziele nicht erreicht werden. 6 Demnach stellt ein Risiko ein potenzielles Problem und Risikomanagement ein kontinuierlicher und dynamischer Prozess dar. 7 Je weiter ein Projekt fortgeschritten ist, desto wahrscheinlicher wird der Eintritt von Risiken. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Ursachen für die meisten
1 vgl. Schelle, H. (1999), S.11
2 vgl. Projekthandbuch (2002), [Projektmanagement], S.1
3 vgl. Heilmann, H. (2001), S.28; Heilmann, H. (2001), S.40
4 vgl. Projekthandbuch (2002), [Projektmanagement], S.1
5 vgl. Jenny. B. (1998), S.88
6 vgl. ebd., S.521 zitiert nach: Lehner (1991)
7 vgl. Modulo3 GmbH (2001), S.1
Risiken in der Startphase der Projekte zu finden sind 1 und deshalb hier die besondere Aufmerksamkeit des Projektleiters erforderlich ist. Proaktives Risikomanagement bedeutet, dass man über einen festgelegten Risikomanagementprozess verfügt, der wiederholt und auf die Ursachen der Risiken angewendet werden kann. 2 Dieser Prozess, die sog. Risikoanalyse, umfasst Entscheidungen und Maßnahmen, die kontinuierlich bewerten, welche Risiken, in welcher Wahrscheinlichkeit eintreffen. Sie ermittelt, bei welchen Risiken Maßnahmen erforderlich sind und legt fest, welche Strategien zur Begrenzung dieser Risiken eingesetzt werden sollten. 3
Deshalb ist eine Risikoanalyse nicht nur beim Start eines Projektes sinnvoll, sondern auch zur Risikoüberprüfung während des gesamten Projektzyklus, 4 d.h. die Projektrisiken werden einer Neubewertung unterzogen.
Bei der Risikoanalyse werden zunächst die möglichen Risiken identifiziert, die auf ein Projekt einwirken können. Der zweite Schritt ist die Beschreibung der Ursachen, die zu den jeweiligen Risiken führen. Nach der Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit einer bestimmten Risikosituation erfolgt die Risikoplanung. Zu dieser Planung gehören die Erarbeitung von Maßnahmen zur Abmilderung oder Verhinderung einzelner Risiken, die Priorisierung dieser Maßnahmen und die Erstellung eines Risikomanagementplans. 5 Diese ermittelten Risiken stellen die Schwachstellen und Scheiterfaktoren von IT-Projekten dar und müssen kritisch untersucht werden, damit der Projekterfolg gesichert werden kann. Nachfolgend sollen typische Schwachstellen von IT- Projekten aufgezeigt werden, die den Projekterfolg gefährden. Um diese Schwachstellen, die ein potenzielles Risiko darstellen, abzumildern oder sogar zu verhindern, werden sog. Erfolgsfaktoren eingesetzt.
Jenny versteht unter Erfolgsfaktoren in einem Projekt, “die Voraussetzungen, die wesentlich zur Erreichung der wünschbaren Zustände gemäß Erfolgsermittlungskriterien beitragen. ” 6
1 vgl. Neumann, R./Bredemeier, K. (1996), S. 125/126
2 vgl. Modulo3 GmbH (2001), S.1
3 vgl. ebd., S.1
4 vgl. Jenny, B. (1998), S.505
5 vgl. ebd., S.506
6 Jenny, B. (1998), S. 85
D. Vom magischen Dreieck zum erweiterten magischen Fünfeck
Bei der Definition von IT- Projekten wurde erkannt, dass sie durch Leistung, Zeit und Geld bestimmt werden. Diese drei Einflussfaktoren lassen sich mit den Knoten des magischen Dreiecks gleichsetzen. Die Kanten des magischen Dreiecks verdeutlichen die gegenseitige Beeinflussung. 1 D.h. wenn an einem Knoten etwas verändert wird hat das Auswirkungen auf alle anderen Knoten. Nehmen wir beispielsweise an, dass die Projektlaufzeit verkürzt wird. Wenn kein Qualitätsverlust auftreten soll hat diese Aktion zur Folge, dass der Mitarbeitereinsatz steigt. Eine erhöhte Mitarbeiterzahl führt nun zwangsläufig zu höheren Projektkosten.
Wird das magische Dreieck um die Knoten Methoden/ Tools und Mitarbeiter erweitert, erhält man das magischen Fünfeck. Das erweiterte magische Fünfeck verdeutlicht die Spezialisierung der Beteiligten in Projektleitung, Projektteammitarbeiter, Benutzermanagement und Endbenutzer:
Diese Spezialisierung ist sinnvoll, da so bei der Analyse der Schwachstellen des Projekts alle Projektbeteiligten gesondert betrachtet werden können.
1 vgl. Etzel, H.-J./ Heilmann, H./ Richter, R. (2000), S.19
Arbeit zitieren:
Sabrina Zeiler, 2002, IT-Projekte- Schwachstellen, ihre Vermeidung und Abmilderung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Projektmanagement - Management von Zeit, Ressourcen und Kosten im Rahm...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 65 Seiten
Das Six Sigma-Konzept - Wegweiser für ein neues Qualitätsmanagement?
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 59 Seiten
Moralerziehung im Ökonomieunterricht - Dilemma-Szenarien als Methode d...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Seminararbeit, 26 Seiten
Wirtschaftlichkeitsanalysen in IT-Projekten - Methoden, Verfahren, Wer...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 30 Seiten
Die Dilemma-Methode Kohlbergs und ihre Anwendung in der Praxis
Hausarbeit, 19 Seiten
Organisation und Methoden der Durchführung von Einführungsprojekten in...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Hausarbeit, 33 Seiten
Requirements Engineering - Begriffe und Prozesse des Requirements Engi...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Studienarbeit, 28 Seiten
Ziel und Inhalt von Leitbildern
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 26 Seiten
Sabrina Zeiler hat den Text IT-Projekte- Schwachstellen, ihre Vermeidung und Abmilderung veröffentlicht
Sabrina Zeiler hat einen neuen Text hochgeladen
Projektmanagement für IT-Projekte
IT-Berufe Lehr-/Fachbuch
Arndt Beiderwieden, Elvira Pürling
Projektmanagement für technische Projekte
Ein prozessorientierter Leitfa...
Roland Felkai, Arndt Beiderwieden
Zwarte Indianen En Hun Symbolen Het Magisch-
V Neckebrouck
Kommunikationskompetenz in interkulturellen Projekten - Kommunikations...
Oliver Augustin, Steffen Rietz
0 Kommentare