Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School Pedagogics

Integration von behinderten Kindern in der Grundschule

Title: Integration von behinderten Kindern in der Grundschule

Examination Thesis , 2000 , 114 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ulrike Wachtendorf (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit dient der Dokumentation und Reflexion eines langwierigen und vielschichtigen Prozesses um die Öffnung der Grundschulen für behinderte Kinder. Es wird sowohl theoretisch diskutiert als auch auf konkrete und praktische Integrationsmerkmale verwiesen.
Der Leitgedanke besteht also darin, einen Einblick in die Historie des Förderschulwesens zu geben, um die gegenwärtige Diskussion und die aktuellen Intergrationsbestrebungen besser erfassen zu können.
Des Weiteren sollen die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den gemeinsamen Unterricht sowie die Grenzen und Notwendigkeiten für Interation aufgzeigt und näher erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSERLÄUTERUNGEN

2.1 Zu dem Begriff Integration

2.1.1 selektive und totale Integration

2.1.2 zielgleiche und zieldifferente Integration

2.2 Zu dem Begriff Behinderung

2.3 Zusammenfassung

3. HISTORISCHER RÜCKBLICK

3.1 Erste Erziehungsversuche behinderter Kinder bis zur Gründung der ersten Hilfsschulen

3.2 Sonderpädagogik und Faschismus

3.3 Die Entwicklungen in Sonderpädagogik nach zweiten Weltkrieg

3.4 Entwicklung der Integrationsdiskussion

3.5 Zusammenfassung

4. GEGENWÄRTIGE SITUATION

4.1 Zu den allgemeinen Zielen und Begründungen für Integration bzw. Nichtaussonderung

4.2 Zum aktuellen Stand der Integration am Beispiel eines Bundeslandes

4.2.1 Zum aktuellen Stand der Integration am Beispiel Niedersachsen

4.2.2 Lernen unter einem Dach – Niedersachsen macht Schule

4.3 Bildungspolitische und administrative Aspekte der Integration

4.3.1 Die Notwendigkeit einer Grundschulreform für die schulische Integration Behinderter

4.3.2 Die rechtliche Situation der nichtaussondernden Beschulung und die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes

4.3.3 Die Sichtweise der politischen Parteien

4.4 Zusammenfassung

5. INTEGRATION KONKRET: SCHULISCHE RAHMNBEDINGUNGEN

5.1 Zur personellen Struktur in Integrationsklassen

5.1.2 Teamarbeit im integrativen Unterricht

5.2 Zur räumlichen Organisation

5.3 Zu den konzeptionellen Bedingungen eines integrativen Unterrichts

5.3.1 Innere Differenzierung

5.3.2 Projektarbeit

5.3.4 Wochen- und Tagesplanarbeit

5.3.5 Freie Arbeit

5.4 Zusammenfassung

6. KINDER IN INTEGRATIONSKLASSEN

6.1 Zusammensetzung von Integrationsklassen

6.2 Gemeinsames Leben und Lernen

6.3 Förderung der sozialen Integration

6.4 Schülerverhalten in Integrationsklassen

6.5 Zusammenfassung

7. ELTERARBEIT – ELTERNMITARBEIT

7.1 Elterninitiativen

7.2 Integration aus Sicht der Eltern

7.3 Zusammenfassung

8. KROTIK AN DER SCHULISCHEN UND GESELLSCHAFTLICHEN INTEGRATION

8.1 Möglichkeiten der schulischen Integration

8.2 Grenzen der schulischen Integration

8.3 Notwendigkeiten der schulischen und gesellschaftlichen Integration

8.4 Zusammenfassung

9. THESENARTIGE ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Prozess der Integration behinderter Kinder in die Grundschule unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, aktueller bildungspolitischer Rahmenbedingungen und der konkreten Gestaltung des gemeinsamen Unterrichts. Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der schulischen Integration aufzuzeigen sowie die Notwendigkeit einer pädagogischen Reform zu begründen, um behinderten Kindern Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

  • Historische Entwicklung des Sonderschulwesens und deren Einfluss auf aktuelle Integrationsbemühungen.
  • Analyse der bildungspolitischen und administrativen Situation in Niedersachsen ("Lernen unter einem Dach").
  • Pädagogische Rahmenbedingungen wie Innere Differenzierung, Teamarbeit und offene Unterrichtskonzepte.
  • Die Rolle der Elternarbeit und Elterninitiativen bei der Durchsetzung integrativer Beschulung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der schulischen und gesellschaftlichen Integration.

Auszug aus dem Buch

5.3.1 Innere Differenzierung

Innere Differenzierung, wie sie als Forderung für die Grundschule schon seit 1920 besteht, ist für FEUSER/MEYER nicht nur eine Möglichkeit der Individualisierung, sondern ein Unterrichtsprinzip schlechthin. Es gibt für sie im integrativen Unterricht keine Alternative (vgl. 1987, S.84).

„Innere Differenzierung oder ‚Ungleichzeitigkeit‘ gehören damit zu dem ersten grundlegenden Prinzip offenen Unterrichts“ (LÜSCHEN 1994, S.141). Durch Wochen- und Tagespläne (vgl. Kap.5.3.3) z.B., in denen die von den Schülerinnen und Schülern zu erledigenden Aufgaben stehen, können Zeitpunkt und Zeitrahmen der Arbeit eigenverantwortlich gewählt werden.

Einleitend soll ein Beispiel zur ‚Inneren Differenzierung und integrativer Unterricht‘ von PODLESCH/ SCHINNEN demonstriert werden:

Die Klasse bestand im 1. Schuljahr aus 10 Regelschülern, zwei Jungen mit ‚hochgradiger‘ bzw. an ‚Taubheit grenzender Schwerhörigkeit‘ und Sprachentwicklungsverzögerungen, einem Jungen mit ausgeprägter Hypermotorik und Lernschwierigkeiten, zwei Jungen mit mehrfachen Behinderungen (Lern- und Körperbehinderung, Verhaltensstörung). Die gemeinsame Lernebene, auf der wir allen Kindern trotz ihrer unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gerecht werden konnten, war die Handlungsebene. Sie bildet die Basis der Kommunikation. Die Bandbreite des intellektuellen Niveaus der Schüler verlangt darüber hinaus differenzierte Lernangebote.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der kontroversen Diskussion um die Integration behinderter Kinder und der Zielsetzung der Arbeit zur Reflexion dieses langwierigen Prozesses.

2. BEGRIFFSERLÄUTERUNGEN: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe Integration und Behinderung im Kontext der gemeinsamen Erziehung.

3. HISTORISCHER RÜCKBLICK: Aufarbeitung der Geschichte des Sonderschulwesens von den ersten Erziehungsversuchen bis zu den Anfängen der Integrationsbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg.

4. GEGENWÄRTIGE SITUATION: Analyse der aktuellen bildungspolitischen Lage, der Rechtsgrundlagen und der Implementierung integrativer Konzepte am Beispiel Niedersachsens.

5. INTEGRATION KONKRET: SCHULISCHE RAHMNBEDINGUNGEN: Beschreibung notwendiger struktureller, personeller und räumlicher Anpassungen in Regelschulen für den gemeinsamen Unterricht.

6. KINDER IN INTEGRATIONSKLASSEN: Untersuchung der sozialen Bedürfnisse, der Interaktionen zwischen behinderten und nichtbehinderten Kindern sowie der Auswirkungen auf das Schülerverhalten.

7. ELTERARBEIT – ELTERNMITARBEIT: Erörterung der zentralen Rolle von Elterninitiativen und der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule bei der Realisierung integrativer Bildung.

8. KROTIK AN DER SCHULISCHEN UND GESELLSCHAFTLICHEN INTEGRATION: Kritische Reflexion der Möglichkeiten und systembedingten Grenzen bei der Umsetzung der schulischen Integration.

9. THESENARTIGE ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Thesen als Fazit der wichtigsten Untersuchungsergebnisse.

Schlüsselwörter

Integration, Sonderpädagogik, Grundschule, Inklusion, Behinderung, Innere Differenzierung, Elternarbeit, zieldifferenter Unterricht, schulische Rahmenbedingungen, soziale Integration, gemeinsames Leben und Lernen, Schulentwicklung, Förderzentrum, Niedersachsen, Bildungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration behinderter Kinder in Grundschulen, wobei historische, rechtliche und pädagogische Aspekte beleuchtet werden.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Sonderschulwesens, die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland, die notwendige Umgestaltung des Grundschulunterrichts sowie die Bedeutung der Elternmitarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Notwendigkeiten für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern aufzuzeigen und einen Einblick in die Praxis der Integrationsklassen zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine pädagogische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Schulversuchen und bildungspolitischen Rahmenplänen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gegenwärtigen Situation, konkrete schulische Rahmenbedingungen, das soziale Miteinander in Integrationsklassen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Integrationsgrenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Integration, Sonderpädagogik, Grundschule, Inklusion, Innere Differenzierung und Elternarbeit.

Was versteht man unter dem in Niedersachsen verwendeten Konzept „Lernen unter einem Dach“?

Es bezeichnet die Bemühungen, sonderpädagogische Angebote in die allgemeine Grundschule zu verlagern, um durch kooperative und integrative Ansätze eine wohnortnahe Förderung zu gewährleisten.

Warum ist die „Innere Differenzierung“ für Integrationsklassen so wichtig?

Sie ermöglicht es, auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen von Kindern in einer heterogenen Gruppe einzugehen, indem Lernangebote individualisiert und nicht starre Rahmenpläne als einzige Richtschnur genutzt werden.

Excerpt out of 114 pages  - scroll top

Details

Title
Integration von behinderten Kindern in der Grundschule
College
University of Lüneburg  (Institut für Pädagogik)
Grade
1
Author
Ulrike Wachtendorf (Author)
Publication Year
2000
Pages
114
Catalog Number
V5727
ISBN (eBook)
9783638135238
ISBN (Book)
9783638716956
Language
German
Tags
Integration Kindern Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Wachtendorf (Author), 2000, Integration von behinderten Kindern in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5727
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  114  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint