Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Formelverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
1.1 Problemstellung. 1
1.2 Aufbau der Seminararbeit. 2
2 Distributionsnetze 2
2.1 Definition. 2
2.2 Struktur. 2
2.3 Kennzahlen. 3
3 Bestandsmanagement 5
3.1 Definition. 5
3.2 Bedarfsermittlung 6
3.3 Aufgaben 7
3.4 Bestandsarten 7
3.5 Lagerhaltung. 8
3.6 Gründe für Lagerbestände. 8
3.7 Funktionen von Lagerbeständen 9
3.8 Kosten 10
4 Bestandsmanagement in Distributionsnetzen. 11
4.1 Funktion und Einsatzmöglichkeiten 11
4.2 Mehrstufige Distributionsstrukturen 12
4.3 Optimaler Lagerbestand 13
4.4 Zentralisierungsgrad. 14
4.5 Prognoseunsicherheiten 15
4.6 Hindernisse und Grenzen 15
5 Schlussbetrachtung. 15
6 Ausblick 16
7 Literaturverzeichnis IV
Seminar zur Materialwirtschaft und Logistik David Pieper
Abbildungsverzeichnis
Abb.: 1 Lieferbereitschaftsgrad als Optimierungsproblem...................................................................... 13
Formelverzeichnis
Formel 1: Gesamtkapitalrendite ............................................................................................................... 1 Formel 2: Servicegrad.............................................................................................................................. 3 Formel 3: Reichweite. .............................................................................................................................. 3 Formel 4: Fehllieferungs- und Verzugsquote. .......................................................................................... 4 Formel 5: Lieferflexibilität. ........................................................................................................................ 4 Formel 6: Lagerauslastungsgrad.............................................................................................................. 4 Formel 7: Anteil der Bestände am Umsatz............................................................................................... 5 Formel 8: Anteil der Logistikkosten am Umsatz. ...................................................................................... 5
Seminar zur Materialwirtschaft und Logistik David Pieper
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Aufgrund der wachsenden Konkurrenz im In- und Ausland und durch die Globalisierung gewinnen Kostensenkungspotentiale in Unternehmen zunehmend an Bedeutung, um im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Ein spezielles Gebiet zur Minderung der Kosten liegt darin, Bestände in Distributionsnetzen besser auf die Bedürfnisse der Nachfrage abzustimmen. Ziel ist die Verringerung überhöhter Lagervorräte. Zu hohe Bestände binden Kapital, dass für mögliche Investitionen fehlt. Dem Unternehmen wird dadurch Liquidität entzogen. Da die Finanzierung der Bestände zumeist durch Fremdkapital erfolgt, muss Kapitalverzinsung geleistet werden, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. 1 Die zusätzlichen finanziellen Belastungen durch Lagerkapazität, Transportmittel oder Arbeitskräfte, die aus überhöhten Beständen resultieren, beeinflussen das Unternehmensergebnis negativ. 2 Die in den letzten Jahren zu beobachtenden immer kurzfristigeren Produktlebenszyklen stellen ein zusätzliches Risiko für überhöhte Beständen dar, weil sich durch die Marktveränderungen nur noch Verkaufspreise deutlich unterhalb des Einstandspreises erzielen lassen. Ein typischer Indikator zur Berechnung des Unternehmenserfolgs ist die Kapitalrendite bzw. der Return on Investment, kurz ROI gemäß Formel 1. Darin geht die Kapitalbindung durch Lagervorräte in den „Kapitaleinsatz“ ein und beeinflusst somit den Divisor. Dieser kann durch eine Bestandsabsenkung entscheidend verbessert werden. Bei gleich bleibendem EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) steigt demzufolge die Gesamtkapitalrendite. 3
Der Zusammenhang von „Kapitaleinsatz“ und „Gesamtkapitalrendite“ veranschaulicht die Bedeutung des Bestandsmanagements. Durch die Optimierung der Bestände in einem Distributionsnetz lässt sich das Unternehmensergebnis und damit der „ROI“ deutlich verbessern.
Dieses Einsparpotenzial ist am ehesten bei anonymen Produkten in Distributionsnetzen vorhanden. Die Ungewissheit der Nachfrage und die damit verbundene Sorge, in zu vielen Fällen nicht lieferfähig zu sein sind Hauptursache dafür, überhöhte Warenmengen zu produzieren und vorrätig zu halten.
1 Vgl. HARTMANN 1999, S. 18-19.
2 Vgl. MICHLER 1992, S. 19. 3 Vgl. Skript KOVAC, SS 2005, S. 71. 4 Vgl. Skript KOVAC, SS 2005, S. 71.
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Demgegenüber werden auftragsgebundene Produkte nur auf Bestellung produziert und bedürfen keines ausgeklügelten Verteilungsmechanismus.
1.2 Aufbau der Seminararbeit
Die Erschließung des Themas macht es notwendig, zunächst die Begrifflichkeiten getrennt voneinander darzustellen. Die Hausarbeit wird daher kurz auf die Definition, Bedeutung und Funktion von Distributionsnetzen eingehen sowie im Anschluss eine separate Betrachtung des Bestandsmanagements vornehmen. Nach Darstellung beider Einzelthemen findet die Verschmelzung unter dem Abschnitt „Bestandsmanagement in Distributionsnetzwerken“ statt. Nach den „Hindernissen und Grenzen“ erfolgt eine „Schlussbetrachtung“ mit anschließendem „Ausblick“.
2 Distributionsnetze
2.1 Definition
Distribution bedeutet in der Betriebswirtschaftslehre die Verteilung von Waren. 5 Distributionsnetze haben die Aufgabe, die in einem oder mehreren Werken hergestellten Produkte an eine größere Anzahl von Zentral-, Regional- und/oder Auslieferungslager und schließlich an den Kunden zu verteilen. Ein Distributionsnetz soll somit die Übermittlung von Endprodukten eines Herstellerwerkes bis zum Kunden möglichst optimal bewerkstelligen. Die Übermittlung besteht aus Transport, Lagerung und Handhabungsvorgängen. 6 In Deutschland kann die Anzahl branchenabhängig zwischen 500 und 5000 Abnahmeorten differieren. 7
2.2 Struktur
Distributionsnetze bestehen aus Produktionsstandorten, Zentrallagern, ggf. Regionallagern, Auslieferungslagern und Kunden. Der Nachschub erfolgt über einen oder mehrere Produktionsstandorte. Schwerpunktaufgabe des Zentrallagers ist das Sammeln und die Lagerung aller produzierten Güter zur nachfolgenden Verteilung auf weitere Standorte nach gebietsspezifischen Gesichtspunkten. Entsprechend der räumlichen Verteilung kann die Einrichtung von Regionallagern dienlich sein, die eventuell ein speziell für die Nachfrage zugeschnittenes Produkt vorhalten.
5 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Distribution
6 Vgl. WAHL 1999, S. 12. 7 Vgl. ARNOLD/et al. 2002, S. A1-14.
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2.3 Kennzahlen
Um mögliche Optimierungspotentiale herauszufinden ist es zunächst wichtig, Aussagen über die Leistungsfähigkeit eines bestehenden Distributionsnetzes zu gewinnen. Hierzu eignen sich verschiedene Kennzahlen. Betriebsintern sind für diese Sollwerte festzulegen. Die bedeutendsten Kennzahlen werden nachfolgend erläutert. Servicegrad
Der Servicegrad setzt den Wert der ausgelieferten Ware ins Verhältnis mit dem gesamten Bestellwert der Aufträge. Er gibt also Auskunft darüber, wie viele der Aufträge vollständig zum festgelegten Termin (nicht zu früh, nicht zu spät) an den Kunden ausgeliefert werden konnten. 8 Die Kennziffer sollte demnach möglichst nahe bei 100% liegen.
Die Kennziffer hat den Vorteil, dass sie einfach erstellt werden kann. Nachteilig ist, dass keine Differenzierung der Aufträge nach Höhe oder Struktur erfolgt. Das bedeutet, dass eine kleine Menge mit großem Warenwert in gleicher Weise Berücksichtigung findet, wie eine große Menge mit kleinem Warenwert. So kann es beispielsweise sein, dass in einer Periode Aufträge mit geringem Warenwert ausgeliefert werden, von den Fehlmengen aber eine sehr große Kundenanzahl betroffen ist. 9
Reichweite
Eine ebenfalls hohe Bedeutung hat die Reichweitenkennzahl. Mit ihr lässt sich die Anzahl der Perioden bestimmen, für die der Lagerbestandswert bei durchschnittlichem Verbrauchswert ausreicht. Durch deren Kenntnis lassen sich die Bestände optimieren, um die Versorgung der Märkte sicherzustellen. Die durch überhöhte Lagerhaltung verursachten Kosten können durch Abbau reduziert werden.
Fehllieferungs- und Verzugsquote
Die Qualität der Distribution lässt sich am besten mit der Kennzahl der Fehllieferungs- und Verzugsquote bestimmen. Hierunter fallen auch die Lieferunzuverlässigkeiten von Lieferanten. Für
8 Vgl. WILDEMANN 1997, S. 235.
9 Vgl. WILDEMANN 1997, S. 236. 10 Vgl. WILDEMANN 1997, S. 235. 11 Vgl. WILDEMANN 1997, S. 236.
Arbeit zitieren:
David Pieper, 2006, Bestandsmanagement in Distributionsnetzen, München, GRIN Verlag GmbH
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Methoden und Verfahren der Bestandsoptimierung innerhalb des Supply Ch...
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