Der Aufstand des Spartakus
von Christian Schulz
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 2
I. Der Verlauf des Aufstandes 3
II. Die Zielsetzungen der Aufständischen 8
III. Die Probleme der Quellen
IV. Schlußbetrachtung
V. Quellen- und Literaturangaben
I. Einleitung
Die Geschichte Roms, speziell die der späten römischen Republik, bietet zahlreiche Beispiele für Verschwörungen und Erhebungen von Sklaven gegen die römischen Sklavenhalter. Die wohl bekanntesten in der Reihe dieser Revolten waren ohne Zweifel die beiden sizilischen Aufstände und der Aufstand des Spartakus.
Waren jedoch die Ursachen der Ausbrüche in allen drei Fällen recht ähnlich, nämlich in der schlechten Behandlung und der Ungerechtigkeit der Sklavenhalter gegenüber ihren Sklaven begründet, so variierten die Zielsetzungen, war die Freiheit erst einmal erreicht, später doch recht beträchtlich von einander.
Eunus und Salvius nutzten ihre neugewonnene Freiheit um zusammen mit ihren Anhängern Sizilien unter ihre Kontrolle zu bringen und Königsherrschaften hellenistischer Prägung zu errichten. Beide führten auf diese Weise lediglich eine Umkehrung der herrschenden Verhältnisse herbei: Sklaven treten an die Stelle ihrer Herren und machen im Gegenzug diese zu ihren Dienern. Die Institution der Sklaverei selbst tasteten sie in ihrem Kern nicht an. Ihre Ziele sind recht klar zu definieren, nämlich auf solche Weise Rache an den Sklavenhaltern zu nehmen.
Die Ziele des Spartakus und seiner Anhänger hingegen sind nicht so deutlich zu umreißen. Einen Teil der Aufständischen dürfte ebenfalls Rachegelüste motiviert haben, dies aber war nicht alles, wie sich im Laufe dieses Textes zeigen wird.
Im ersten Teil werden zuerst einmal die Ereignisse der Revolte aufgezeigt, so wie sie sich uns bei der Betrachtung der Quellen darstellen. Der Leser soll auf diese Weise einen Eindruck erhalten, was in jenen Tagen geschah bzw. was die antiken Autoren für relevant hielten, der Nachwelt zu tradieren.
Der folgende Abschnitt wird die Fragen nach den Zielen der Gefolgsleute des Spartakus untersuchen: Worin lagen die Ziele überhaupt? Wie weit harmonisierten die Pläne bei Spartakus und anderen Rebellenführern, gab es Differenzen? An dieser Stelle soll auch untersucht werden, auf welche Art diese Pläne in die Tat umgesetzt wurden.
Anschließend folgt ein Überblick über die Quellenlage, dessen Aufgabe es ist, Probleme bei der Arbeit mit den Texten der verschiedenen antiken Autoren heraus zu stellen. Auch soll ermittelt werden ob es Differenzen zwischen den Berichten der Quellen gibt und worin die Ursachen dafür liegen könnten.
Den Schluß bildet das Abschlußkapitel, in dessen Rahmen die Erkenntnisse der vorherigen Teile zu einem möglichst schlüssigen Ergebnis zusammengefügt werden.
II. Der Verlauf des Aufstandes
Die Erhebung des Spartakus begann im Jahre 73 v. Chr. in der campanischen Stadt Capua. Dort, in der Schule des Lentulus, wurden Sklaven zu Gladiatoren ausgebildet, die in vielen Städten der römischen Republik zur Belustigung der Leute gegen einander kämpften. In diesem Jahr also brachen ca. 70 Gladiatoren aus, bewaffnet mit Messern und Bratspießen aus der Küche. Zuflucht fanden sie zuerst auf dem Vesuv, von wo aus sie Überfälle auf nahegelegene Dörfer und Gehöfte unternahmen. Durch eine gerechte Verteilung der Beute hatten die Aufständischen in der Folgezeit einen immer größeren Zulauf an Freiwilligen, unter denen sich auch Bauern von den Feldern befanden.
[...]
Arbeit zitieren:
Magister Artium Christian E. Schulz, 1999, Der Aufstand des Spartakus, München, GRIN Verlag GmbH
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