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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 3
2. Darstellung der Studien 4
2.1 Dollar, David Kraay, Aart:
„Growth is Good for the Poor“, (2002) 4
2.2 Gundlach, Erich et al : „Education Is Good for the Poor:
A Note on Dollar and Kraay“, (2002) 7
2.3 Dollar, David: „Globalization,
Poverty and Inequality since 1980“, (2004) 9
2.4 Ravallion, Martin: „Pro-Poor Growth: A Primer“, (2004) 11
3. Politik zur Reduzierung von Armut und Einkommensungleichheit 13
4. Schluss 19
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1. Einführung
Armut ist ein Thema, welches die gesellschaftlichen, religiösen und politischen Gruppen zu wirtschaftskritischen Überlegungen motiviert. Die Armut auf der Erde ist aber nicht nur ein Thema einiger Regionen, in der so genannten Dritten Welt, sondern auch in den Schwellenländer und reichen Industrieländern. Die Diskussion über Wirtschaft, Wachstum, Globalisierung und Armut wird in allen Teilen der Welt betrieben. Nun kommt es in allen Teilen der Erde zu unterschiedlichen Einschätzungen dieser Punkte. Werden in den Industrieländern die Institutionen der Globalisierung negativ beleuchtet, so werden sie in den Entwicklungsländern mit ganz anderen Augen angesehen. Sind in den reicheren Ländern die Antiglobalisierungsgegner im Vormarsch um weitere Unterstützung der Bevölkerung, so können in vielen Entwicklungsländern die Menschen diesen Auffassungen nicht zustimmen (Dollar, 2004). Die Frage ist nun: Wie wirkt Wachstum auf Armut?
In diesem Aufsatz soll behandelt werden, wie Wachstum und andere volkswirtschaftliche und politische Maßnahmen Armut verringern und wie die Einkommensverteilung zugunsten der Armen verändert werden kann. Diese Frage soll erörtert werden, an Hand von vier Artikeln aus der umfangreichen Literatur der Wachstumsforschung. Die Forschungsprojekte sollen in diesem Aufsatz mit ihrer Methode dargestellt werden und dann auf ihre Ergebnisse bei der Armutsreduzierung ausgewertet werden.
Der erste Artikel von David Dollar und Aart Kraay, „Growth is Good for the Poor“ (2002), behandelt die Auswirkungen von Wachstum auf die verschiedenen Einkommensschichten und kommt zu dem Ergebnis, dass Wachstum die Armen genauso begünstigt, wie alle anderen
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Einkommensschichten. Der zweite Artikel von Erich Gundlach, Pablo de Navarro und Natascha Weisert, „Education Is Good for the Poor: A Note on Dollar and Kraay“ (2002), beleuchtet einen Punkt der im ersten Artikel als nicht bedeutend für die Armen betrachtet wird. Es wird die fördernde Wirkung von Bildung für die Armen untersucht, mit dem Ergebnis, dass der Anteil der Armen an der Einkommensverteilung durch Bildung vergrößert werden kann. Der dritte Artikel von David Dollar, „Globalization, Poverty and Inequality since 1980“ (2004), behandelt die Auswirkungen von Globalisierung auf das Einkommen der Armen und die Einkommensverteilung. Dollar kommt zu dem Ergebnis, dass die Öffnung der Märkte den Armen direkt durch Einkommenssteigerungen hilft. Im letzten Artikel von Martin Ravallion, „Pro-Poor Growth: A Primer“ (2004), wird untersucht was Pro-Poor Growth ist und wie es gemessen und gefördert werden kann. Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass Wachstum durchaus Pro-Poor Growth sein kann, und dass es viele Möglichkeiten für die Politik gibt um dieses zu fördern.
Der Aufsatz geht nun im zweiten Kapitel auf die Darstellung der Studien ein, um im dritten Kapitel die Ergebnisse und Faktoren, welche die Armut reduzieren sind, zu beleuchten.
2. Darstellung der Studien
2.1 Dollar, David; Kraay, Aart: „Growth is Good for the Poor“, (2002)
Der Aufsatz von Dollar und Kraay aus dem Jahr 2002, behandelt die Frage, wie sich Wachstum auf die verschiedenen Einkommensschichten, insbesondere auf die Armen, auswirkt. Dollar and Kraay gehen in ihrem Aufsatz auf zwei
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verschiedene Aspekte ein, zum Einen untersuchen sie die Auswirkungen des Wachstums auf das Einkommen der Armen, zum Anderen des Wachstums auf die Einkommensverteilung. Zu diesem Zweck stellen sie die These, dass durch Wachstum das Einkommen der Armen äquivalent zum Einkommen des Durchschnitts steigt, in den Vordergrund. Diese These prüfen sie im Weiteren durch empirische Analysen (Dollar und Kraay, 2002).
Um diese Analysen durchführen zu können, müssen sie zum einen Armut definieren, zum anderen Quellen für das Durchschnittseinkommen, das Einkommen der Armen und die Einkommensverteilung nutzen. Dollar und Kraay definieren Armut als unterstes Fünftel der Einkommensverteilung innerhalb eines Staates. Das Durchschnittseinkommen innerhalb eines Staates beziehen sie aus den Penn World Tables, das Einkommen der Armen erstellen sie aus einer Sammlung von repräsentativen Haushaltsbefragungen (Dollar und Kraay, 2002). Für die Einkommensverteilung nutzen sie vier verschiedene Quellen. Dies sind die UN-WIDER World Income Inequality Database, Deininger und Squire High Quality Sample, World Bank Poverty Monitoring Website und weitere Beobachtungen von Lundberg und Squire. Um diese vier Quellen zusammenzuführen setzten sie einen Filter, welcher zum Einen die in der Messung zu stark vertretenen Staaten ausdünnt und zum Anderen die Messungen der verschiedenen Staaten untereinander vergleichbar macht, ein (Dollar und Kraay, 2002).
Um die Veränderung des Einkommens der Armen im Verhältnis zu der Veränderung des Gesamteinkommens zu schätzen, erstellen sie eine Schätzgleichung, in welcher als erklärende Variablen das
Durchschnittseinkommen sowie die Kontrollvariable X genutzt werden. Diese Kontrollvariable können sowohl politische Maßnahmen, als auch Institutionen
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sein. Von Interesse in dieser Gleichung sind die zwei, die Steigung anzeigenden Parameter der erklärenden Variablen. Zum einen α 1 , welches die Elastizität des Einkommens der Armen, in Bezug auf das Durchschnittseinkommen, darstellt, zum anderen α 2 , welches den Einfluss anderer Faktoren auf das Einkommen der Armen darstellt (Dollar und Kraay, 2002). Diese Schätzung kann aber aufgrund mehrerer Faktoren verzerrt werden. Die Quellen können einfache Messfehler beinhalten. Die erklärende Variable und die zu erklärende Variable können doppelt miteinander korrelieren, aber es können auch wichtige Faktoren unabsichtlich weggelassen worden sein. Diese Probleme, als auch das Problem länderspezifische Informationen und Zeitreihen zu kombinieren, lösen Dollar und Kraay durch das Einführen eines Schätzsystems. Das Schätzen unter verschiedenen Gesichtspunkten führt dann immer zu dem Ergebnis, dass die oben genannte These nicht zurückgewiesen werden kann (Dollar und Kraay, 2002).
Nachdem sie festgestellt haben, dass Wachstum für alle Einkommensschichten gleichgut ist, versuchen sie nun festzustellen, ob verschiedene Maßnahmen und Institutionen stärkeren Einfluss auf das Einkommen des untersten Fünftel haben. Dies wird mit den Faktoren Inflation, Staatskonsum, Verhältnis von Import und Export zum Bruttoinlandsprodukt, finanzielle Entwicklung und die Stärke von Eigentumsrechten durchgeführt. Diese fünf Faktoren haben einen positiven oder negativen Effekt, welcher sich nicht wahrnehmbar in der Nähe von Null bewegt (Dollar und Kraay, 2002). Um nun den Verteilungseffekt dieser fünf Faktoren zu überprüfen, wird nun die sekundäre Bildung eingeführt. Hier kann nun erkannt werden, dass eine hohe Inflation und hoher Staatskonsum nicht nur einen negativen Effekt auf das Wachstum, sondern auch auf die Einkommensverteilung hat. Demgegenüber wirken sich das Verhältnis von Import und Export zum Bruttoinlandsprodukt und eine größere
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Thomas Wiesemann, 2005, Growth and Poverty, Munich, GRIN Publishing GmbH
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