I
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis. II
1. Einleitung 1
2.1 Der Ratingbegriff 1
2.2 Der Rating Markt 2
2.3 Die Ratingsymbolik 3
2.4 Ratingarten. 4
2.4.1 Externes und bankinternes Rating 4
2.4.2 Emissionsrating und Emittentenrating. 5
2.4.3 Solicited und Unsolicited Rating 5
2.4.4 Debt Rating und Equity Rating. 6
3. Rating Verfahren und Rating Kriterien. 6
3.1 Rating Verfahren 6
3.1.1 Vorbereitungsphase 6
3.1.2 Analysegespräch. 7
3.1.3 Präsentation der Rating Ergebnisse 7
3.1.4 Pflege und Überwachung des Ratings 7
3.2 Rating Kriterien. 8
3.2.1 Quantitative Kriterien 8
3.2.2 Qualitative Kriterien 9
4. Bedeutung externer Ratings 10
4.1. Kapitalmärkte. 10
4.1.1. Regulatorische Funktionen externer Ratings 10
4.1.2 Steigerung der Transparenz 11
4.2 Bedeutung für Unternehmen 12
4.2.1 interne Nutzenpotentiale. 12
4.2.2 externe Nutzenpotentiale 13
4.2.2.1 Verbesserung der Finanzierungskonditionen. 13
4.2.2.2 Erhöhung der Kreditwürdigkeit. 13
4.2.2.3 Rating als Kommunikations- und Informationsinstrument. 14
5. Fazit. 14
Anhang 1 III
Literaturverzeichnis V
1
1. Einleitung
Sie sind für viele die großen Unbekannten im globalen Geldgeschäft und ohne sie läuft heute kaum noch etwas. Die Rede ist von Ratingagenturen wie Fitch, Moody´s und Standard & Poor´s (S&P´s). Egal ob ein einzelnes Finanzprodukt oder eine ganze Bank, ob ein Milliardenkredit oder die Umweltaktivität eines Unternehmens, alles und jenes wird mittlerweile von solchen Analystenfirmen bewertet. Inzwischen entscheidet deren Rating maßgeblich über den geschäftlichen Erfolg von ganzen Konzernen.
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst der Ratingbegriff und der bestehende Ratingmarkt in Deutschland näher erläutert werden. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Ratingarten kurz beschrieben und von einander abgrenzt. Im Anschluss folgt die Beschreibung des Ratingverfahrens und er wichtigsten Ratingkriterien. Da die Ratingagenturen, unter anderem aus wettbewerbsgründen, ein großes Geheimnis aus den von ihnen angewandten Ratingverfahren und -Kriterien machen, sollen diese Punkte eher allgemein beschrieben werden. Mit Ausnahme der qualitativen Kriterien, diese werden in Anlehnung an die Ratingagentur S&P´s erläutert. Im vorletzten Kapitel soll noch die Bedeutung des externen Ratings für die Unternehmen und den Kapitalmarkt untersucht werden. Im Rahmen dieser Ausführungen wird bei der Bedeutung für Unternehmen zuwischen internen und externen Nutzenpotentialen unterschieden.
Den Abschluss bildet ein Fazit, in dessen Verlauf die kritische Auseinandersetzung mit der Thematik des externen Ratings nicht fehlen darf.
2.1 Der Ratingbegriff
Der Begriff „Rating“ leitet sich aus dem englischen Wort „to rate“ ab und bedeutet unter anderem „bewerten“. Dabei steht Rating zu einen für das Bewertungsverfahren (Rating Prozess) und zum anderen für das Ergebnis der Bewertung. 1 In der zahlreichen Literatur zum Thema Rating existiert keine einheitliche Definition des Begriffs. Die genaue Beschreibung ist abhängig von den unterschiedlichen Ratingarten und - objekten. In der Literatur tauchen Begriffe wie „Credit Rating“ oder auch „Bilanzrating“ und „Unternehmensrating“ auf. Im Wesentlichen handelt es sich um einen Beurteilungs- beziehungsweise Abschätzungsvorgang. 2 Da in der vorliegenden Arbeit explizit auf das Thema externes Rating eingegangen wird, soll die folgende Definition den Begriff externes Rating verdeutlichen. „Externe Ratings stellen öffentlich verbreitete Einschätzungen von speziellen Ratingagenturen über die zukünftige Fähigkeit eines Emittenten dar, Zahlungen von Zins und
1 Vgl. Seidel, U.M./u.a. (2003), S.17.
2 Vgl. Schneck, O./Morgenthaler, P./Yesilhark, M. (2003), S.3.
2
Tilgung einer von ihm begebenen Anleihe termingrecht und vollständig zu erfüllen.“ 3 Wie aus der Definition hervorgeht werden externe Ratings von speziellen Ratingagenturen vergeben. Aus diesem Grund soll im folgenden der Rating Markt beschrieben werden.
2.2 Der Rating Markt
Der Rating Markt ist dadurch gekennzeichnet das es wenige Anbieter und unvollständigen Wettbewerb gibt. Somit weist der Markt oligopolistische Strukturen auf. Allerdings ist in der jüngsten Vergangenheit, auf Grund der Nachfragesteigerung nach Ratings und deren Bedeutungszuwachs, ein Anstieg der Ratinganbieter zu verzeichnen. Dennoch wird der Markt von drei US - amerikanischen Unternehmen dominiert: Moody´s Investors Service (Moody´s), Standard & Poors (S&P´s) und Fitch Ratings. Alle drei Unternehmen bieten einen anleihe- und brachenübergreifenden Ratingservice an und operieren international. Die in jüngster Zeit gegründeten kleiner Agenturen sich in der Regel stärker spezialisiert und stellen somit noch keine echte Konkurrenz für die marktführenden Unternehmen dar. Da der Marktanteil der Agentur Fitch Ratings bei weitem nicht an die Marktanteile der Branchenführer heranreicht, kann sogar von einem Duopol der Unternehmen S&P´s und Moody´s gesprochen werden. 4 Die folgende Tabelle1 soll dies weiter verdeutlichen.
Ein weiterer interessanter Punkt bei der Analyse des Ratingmarktes ist, dass in Deutschland erst 54 Industrieunternehmen 5 von einer der drei großen Ratingagenturen geratet worden ist. Es handelt sich dabei im wesentlichen um Unternehmen, die eine externe Fremdkapitalfinanzierung am Kapitalmarkt beispielsweise in Form von Unternehmensanleihen durchgeführt haben. Da Unternehmesanleihen erst ab einem Emissionsvolumen von ca. 100 Mio. € sinnvoll sind, handelt es sich um börsennotierte Konzerne wie BASF, RWE oder Volkswagen.
3 Vgl. Behr, P./Güttler, A. (2004), S.74.
4 Vgl. Gras, I. (2003), S.15.
5 Stand Ende Juli 2003
3
Auf der anderen Seite erhalten die meisten Unternehmen die einen Bankkredit beantragen ein internes Rating von ihrer Bank. Somit ist die Zahl internes Rating 6 weit aus größer, da viele Unternehmen mehrere Bank- und Kreditbeziehungen unterhalten.
Vor diesem Hintergrund kann die volkswirtschaftliche Bedeutung interner Ratings gar nicht hoch eingeschätzt werden, auch wenn Anzahl und Bedeutung externer Ratings in Zukunft sicher weiter zunehmen wird. 7
2.3 Die Ratingsymbolik
Das Ratingsymbol stellt in Form von Buchstaben und/oder Zahlen ein Urteil darüber dar, wie wahrscheinlich es aufgrund von bisher gesammelten Erfahrungen ist, dass ein Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann. Im Rahmen des Ratings werden quantitative und qualitative Faktoren 8 berücksichtigt. Für die Bewertung werden diese Faktoren gewichtet, verknüpft und zu einer abschließenden Kennzahl verdichtet. Die Einstufung des Unternehmens in eine Ratingklasse stellt somit dessen potentielle Ausfallwahrscheinlichkeit dar. Aufgrund der marktbeherrschenden Stellung der Agenturen Moody´s und S&P´s sollen lediglich deren Ratingskalen beschrieben werden. Wie aus Abbildung 1 ersichtlich wird, verwenden die beiden Agenturen Buchstabenkombinationen für die Beschreibung der Ratingklassen.
Beide Ratingskalen beginnen mit dem so genannten „Triple A“. Sie stellt die höchste Bonität mit der geringsten Ausfallwahrscheinlichkeit dar. Steigt das Ausfallrisiko der Unternehmen, so erfolgt eine Abstufung bis zu den Buchstaben D bzw. C. Um innerhalb der einzelnen Ratingklassen weiter
6 Siehe dazu 2.4.1
7 Vgl. Behr, P./Güttler, A. (2004), S.113.
8 vgl dazu 3.2 und 3.3
Arbeit zitieren:
Diplom-Betriebswirt Timo Werner, 2005, Rating Agenturen - Ihre Arbeitsweise und ihre Bedeutung für Finanzmärkte und Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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