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II
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Abbildung 1: Quantitative Kapazität einer Potentialfaktorkombination.
Abbildung 2: Qualitative Kapazität einer Potentialfaktorkombination
Abbildung 3: Beispiel einer Fließfertigung
Abbildung 4: Beispiel einer Werkstattfertigung.
Abbildung 5: Beispiel eines flexiblen Fertigungssystems (FFS)
1
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Die Ermittlung von Kapazitäten einzelner Potentialfaktoren, Arbeitssysteme und ganzer Betriebsbereiche ist für die Fertigung von entscheidender Bedeutung, da hiervon im wesentlichen die zu erzielende Outputmenge abhängt, die in einer Periode produziert werden kann. Dieses hat dann wieder Auswirkungen auf die Kosten bzw. die Kostenstruktur der Fertigung. Kapazitätsbeschränkungen von Potentialfaktoren sind das Ergebnis ihrer individuellen Eigenschaften 1 . Die Kapazität lässt sich im wesentlichen in zwei Komponenten, eine qualitative und eine quantitative, unterteilen. Weiterhin gibt es verschiedene Möglichkeiten die Kapazität zu variieren bzw. optimal zu nutzen, indem Anpassungsmaßnahmen, wie z.B. eine Intensitätsvariation oder eine Größenvariation, durchgeführt werden.
Im folgenden sollen nun die verschieden Kapazitäten und Anpassungsmöglichkeiten, sowie deren mögliche Ermittlung, genauer erläutert werden.
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Qualitative Kapazitäten sind gekennzeichnet durch die „von dem Potentialfaktor realisierbare(n) Produktionsvorgangsarten 2 “. Sie beschreibt also die Art und die Güte der Leistung in Bezug auf
• die Dimension der Erzeugnisse,
• der Genauigkeitstoleranzen und
• der Tragfähigkeit 3 ,
wie z.B. die Möglichkeit nur zu bohren, nur zu schrauben oder zu bohren und zu schrauben. Sollte die qualitative Kapazität nicht optimal beansprucht werden, so stellt dies keine optimale (wirtschaftliche) Produktion dar 4 .
1 Vgl. Steffen, R. (1997), S. 38
2 Steffen, R. (1997), S. 40
3 Vgl. Corsten, H. (2000), S. 13
4 Vgl. Schierenbeck, H. (2000), S. 203f
2
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Die quantitative Kapazität lässt sich in drei wesentliche Einflussgrößen unterteilen:
a) maximale Produktionsgeschwindigkeit,
b) maximal mögliche Anzahl Erzeugnisteile je Produktionsvorgang und
c) maximal verfügbare Einsatzzeit im Planungszeitraum 5 .
Die maximale Produktionsgeschwindigkeit ergibt sich aus der Anzahl möglicher Fertigungsvorgänge in einer bestimmten Zeit. Die Geschwindigkeit ist bei Maschinen auf ein technisch bedingtes Maximum, sowie auf ein ebenfalls technisch bedingtes Minimum begrenzt. Bei menschlicher Arbeit ist die Geschwindigkeit auf ein arbeitswissenschaftlich vertretbares Niveau begrenzt.
Mit der maximal möglichen Anzahl der Erzeugnisteile je Produktionsvorgang ist die Outputmenge je Vorgang gemeint. Eine Presse kann z.B. drei Bleche auf einmal pressen, so dass bei einem Produktionsvorgang drei Outputeinheiten erzeugt werden. Ebenso relevant kann das Fassungsvermögen eines Potentialfaktors sein, wenn der zu verarbeitende Stoff z.B. flüssig ist.
Bei der maximal verfügbaren Einsatzzeit im Planungszeitraum spielt vor allem der zulässige Maximalbetrieb pro Periode, der sich z.B. aus ökologischen Gesichtspunkten ergibt, eine Rolle, aber auch die verfügbare Einsatzzeit des Potentialfaktors, welche sich aus dem gesamten möglichen Einsatzzeitraum abzüglich der Wartungs- und Instandhaltungszeit ergibt. Die Begrenzung bei menschlicher Arbeit ergibt sich vor allem aus rechtlichen Rahmenbedingungen, wie der geregelten Arbeitszeit mit Pausenregelungen 6 .
Des weiteren gibt es noch die Form der quantitativen Anpassung. Hierunter versteht man eine Variation der Anzahl von Potentialfaktoren. „Wesentlich ist, das es sich dabei um Potentialfaktoren mit identischen Eigenschaften wie Produktionsgeschwindigkeit, Verbrauchsbedarf und damit verbundenen Kosten handelt 7 “.
Ein Spezialfall der quantitativen Anpassung ist die selektive Anpassung. Hiervon wird gesprochen, wenn die Potentialfaktoren zwar funktionsgleich, aber mit teilweise unterschiedlichen
5 Vgl. Steffen, R. (1997), S. 39
6 Vgl. ebenda
7 Steffen, R. (1997), S. 94
Arbeit zitieren:
Dennis Huchzermeier, 2002, Ermittlung von Kapazitäten für Potentialfaktoren, Arbeitssysteme und Betriebsbereiche, München, GRIN Verlag GmbH
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