Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Antike asiatische Kunst und Moderne in direkter Nachbarschaft 3
2.1 Khmerskulptur 4
2.2 Bedeutung von Khmerkunst 5
2.3 Farbraumkörper von Gotthard Graubner 6
3 Konzept der Museums Insel in Hombroich 8
4 Problematik der Kombination moderner Kunst mit Antiker 10
5 Literatur 11
6 Internetseiten 11
7 Bildnachweis 13
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1 Einleitung
Die Stiftung Insel Hombroich in Neuss-Holzheim ist ein Ensemble von Freilicht-Kunstmuseen unter dem Motto "Kunst parallel zur Natur". Die Stiftung umfasst das Museum Insel Hombroich, das Kirkeby-Feld und die Raketenstation als einen einzigartigen Kulturraum und alle künstlerischen Aktivitäten, die sich von hier aus entwickeln. Die Verbindung "Kunst und Natur" berücksichtigt allerdings nicht nur die moderene, zeitgenössische Kunst, sondern integriert auch die Antike. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die asiatische Kunstrichtung gelenkt. Diese Ausarbeitung soll sowohl einen Einblick bezüglich der Kombinationsmöglichkeit von antiker asiatischer und moderner Kunst als auch des Museumskonzeptes der Stiftung Insel Hombroich bieten. Für die Darstellungsmöglichkeit unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen wurden hier Beispiele antiker Khmerskulpturen und Werke Gotthard Graubners gewählt, die sich "in direkter Nachbarschaft" befinden.
2 Antike asiatische Kunst und Moderne in direkter Nachbarschaft
In einem Pavillon, der sich in dem Park der Museums Insel befindet, sind Kunstwerke des Künstlers Gotthard Graubner und antike Khmerstatuen in direkter Nachbarschaft untergebracht.
Drei mittig in einem Raum auf Sockeln stehende Skulpturen scheinen den Besucher auf Bildnisse dieses Künstlers hinzulenken (Abb.1). Ein großes blaues „Kissen“ wird von zwei Roten rechts und links flankiert. Diese Hängung erinnert unweigerlich an ein Diptychon und strahlt etwas Meditatives und Sakrales aus. Unterstützt wird dieser Eindruck auf der rechten Seite durch einen im Lotussitz meditierenden chinesischen Buddha.
Auffällig ist, dass diese Werke nicht nur mit den Farben rot oder blau gemalt worden sind, sondern sich diese mit anderen Komplementärfarben vermischen. Doch die Farben sind nicht nur einfach auf das Gewebe aufgetragen worden, viel mehr scheinen sie wie wolkenförmige Gebilde darin zu schweben. An einigen Stellen wirkt die Farbe kräftig und stark verdichtet, an einer anderen ist sie wässrig bzw. sehr hell oder vermischt sich mit einem anderen Farbton.
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Aber was für eine Verbindung besteht zu den Khmerskulpturen und den Gebilden von Gotthard Graubner? Exemplarisch soll daher im Folgenden eine Statue näher betrachtet werden.
2.1 Khmerskulptur
Bei dem zu untersuchenden Beispiel handelt es sich um eine weibliche Rundplastik mit erheblichen Beschädigungen. Unterschenkel, Füße, Arme und der Kopf sind nicht mehr erhalten. Ob die Oberfläche Bemalung oder Vergoldungen aufwies, kann nicht festgestellt werden.
Die weibliche Figur ist lediglich in einen langen Wickelrock gehüllt. Dieser scheint aus einem plissierten Stoff zu bestehen. Feine Falten umspielen die Beine. Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass sich der Stoff locker, aber auch gleichzeitig eng an ihre Beine schmiegt. Des Weiteren ist auffällig, dass Accessoires nur leicht in die Oberfläche des Materials eingearbeitet worden sind. Die Falten bestehen lediglich aus dünnen, senkrechten Linien. Eine Schärpe, die um ihre Hüfte geschwungen ist, ist ebenfalls nur durch eine schmal eingearbeitete Kontur gekennzeichnet. Lediglich der Knoten ihres Wickelrockes, der sich schwungvoll in einer Volutenform unterhalb des Bauchnabels abhebt, sticht durch seine stark herausgearbeitete Plastizität hervor. Die Position dieses Ornamentes lenkt den Blick des Betrachters automatisch auf den Oberköper der Frauenstatue. Auffällig ist auch hier, dass vollkommen auf Schmuck und Verzierungen verzichtet wird. Die Figur wirkt durch ihre weiblichen Attribute. Die Taille ist schmal und ihr konkaver Schwung geht im fließenden Übergang zu der Hüfte und den Oberschenkeln über. Ähnliches gilt auch für ihre Brüste, welche sich straff und jungendlich in runden Formen abheben. Obwohl es sich bei der Plastik um eine „reglose“ Standfigur handelt, strahlt sie Lebendigkeit aus. Die Oberfläche des Oberköpers wirkt wie eine menschliche Haut. Dieser Effekt wird durch die glättende Bearbeitung erreicht, wodurch eine lebendige und natürlich Ausstrahlung erzielt wird. Die Unterordnung der Accessoires betont diese Natürlichkeit noch.
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Quote paper:
Britta Heidel, 2006, Museumsinsel Hombroich, Kombination antiker mit moderner Kunst, Munich, GRIN Publishing GmbH
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