Inhalt
1. Vorwort. 3
2. Theoretische Grundlagen zur Werbung. 5
2.1. Definition „Werbung“ 5
2.2. Gestalt der Sprache der Werbung. 6
3. Werbung im Deutschunterricht. 11
3.1. Rahmenplan Primarstufe. 12
3.2. Rahmenplan Sekundarstufe I. 13
3.3. Rahmenplan Sekundarstufe II. 13
3.4. Unterrichtsvorschläge. 15
3.4.1. Primarstufe. 15
3.4.2. Sekundarstufe I. 16
3.4.3. Sekundarstufe II. 17
4. Fazit. 18
5. Literaturverzeichnis. 19
Anhang. I
2
1. Vorwort
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Sprachreflexion von Werbetexten im gegenwärtigen Deutschunterricht“. In der Werbung wird angestrebt, möglichst viele
Verbraucher von dem Nutzen oder dem Vorteil eines Produktes zu überzeugen und zum Kauf zu animieren. Einen großen Beitrag dazu leistet die Sprache der Werbung. Sie nutzt sprachliche Effekte, um die Aufmerksamkeit des Lesers bzw. Hörers zu gewinnen. Dazu werden beispielsweise sprachliche Mittel aus dem Bereich Rhetorik eingesetzt, die den Verbraucher
ansprechen sollen. „Die Texte der Werbung sind somit bewusst auf den Effekt hin konzipiert“ (Nusser 1975, 78). Werbetexte müssen „kurz, jedem verständlich und leicht einprägsam sein“ (Nusser 1975, 78). Dieses wird häufig mithilfe der
rhetorischen Mittel erreicht. Ruth Römer ist der Auffassung, dass die Sprache das Hauptmedium der Werbung sei (Vgl. Römer 1973, 24). Wichtig sind natürlich auch Aspekte der Gestaltung (Bilder, Farben etc.), dennoch ist die Sprache und die damit verbundene Botschaft in der Werbung am bedeutsamsten. Werbung ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres wirtschaftlichen Systems und unseres Alltags (Vgl. Janich 2001, 10). Jeder von uns ist täglich mit
Werbebotschaften konfrontiert, ob im Radio, auf der Straße (Werbeplakate) oder durch das Fernsehen. Die visuellen und auditiven Eindrücke sind vielfältig und Werbestrategien werden oft unbewusst wahrgenommen. Werbetexte bleiben unreflektiert. SchülerInnen glauben oftmals den
Versprechungen der Werbung (Prestigegewinn, Verheißung von Glück, Erfolg, Sicherheit etc.). Daher muss die Schule bzw. der Deutschunterricht im Speziellen die Analysefähigkeit der SchülerInnen zum verantwortlichen Umgang mit Medien (Werbung) entwickeln.
3
Die Arbeit geht zu Beginn auf theoretische Aspekte der Werbung ein. Danach wird aufgezeigt, inwieweit Werbung ein Bestandteil im Rahmenplan ist, bevor konkrete
Unterrichtsbeispiele dargestellt werden. Es werden dabei alle Schulstufen (Primarstufe, Sek. I, Sek. II) berücksichtigt.
4
2. Theoretische Grundlagen der Werbung
2.1. Definition von Werbung
„Werbung ist die bewusste und planmäßige Beeinflussung von Personen mit dem Ziel, ein bestimmtes Verhalten zu
erreichen“(http://www.4teachers.de/). In unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft, in der Angebot und Nachfrage eine wichtige Steuerungsfunktion für die Lebensgestaltung des Einzelnen haben, ist Werbung mittlerweile zu einem festen Bestandteil und in weiten Teilen bereits unsere Kultur geworden (Vgl. Janich 2001, 10). Neben dem Bild ist die Sprache (besonders in
Printmedien) das entscheidende Mittel zur Gestaltung von Werbebotschaften. Häufig wird in diesem Zusammenhang der Begriff „Werbesprache“ gebraucht. Die Sprache der Werbung
„ist jedoch keine Sondersprache im eigentlichen Sinne,
zweckgerichtete
konzipierte Sonderform der sprachlichen Verwendung, die
naturgemäß eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, aber
dennoch auf das Engste mit der Alltagssprache verwoben
ist“ (Baumgart 1992, 34).
Die Sprache der Werbung bedient sich oftmals auch anderen Varietäten wie dem Dialekt, der Fachsprache oder der Sprache der Jugend. Sie greift Tendenzen aus der Alltagssprache auf, beeinflusst diese aber auch umgekehrt, in dem sie neuen Wortschatz und Redewendungen liefert, die sich dann
beispielsweise als „Trendsprüche“ wieder finden (Vgl. Janich 2001, 36):
z.B. „Nicht immer, aber immer öfter“ (Clausthaler)
2.2. Gestalt der Sprache der Werbung
„ Die Werbebotschaft soll verstanden werden und so auf
die Einstellung des Rezipienten einwirken, dass ein
Produktimage aufgebaut und verfestigt wird bzw. eine
Kaufabsicht entsteht. Diese Kaufabsicht soll so
ausgeprägt sein dass sie tatsächlich zur Handlung und am
besten zur Handlungswiederholung führt, [...]“ (Vgl.
Janich 2001, 85).
Um die Aufmerksamkeit der potenziellen Käufer auf eine bestimmte Werbung zu wecken, ist es notwendig, dass die betreffende Werbung ausdrücklich wahrgenommen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Sprache der Werbung persuasiv 1 gestaltet, d.h., das Ziel der Werbung ist es, den
potenziellen Käufer zu überreden bzw. zu überzeugen. Dies geschieht durch verschiedene Methoden: den Satzbau, die Wortwahl, Wortspielen, rhetorische Figuren oder auch Anglizismen. Im folgenden werden nun die wichtigsten
Kernbegriffe und rhetorischen Figuren dargestellt. 2
Besonderheiten bei der Wortwahl sind:
• häufiges Auftreten von Adjektiven
• Einsatz von Superlativen
• Wortneuschöpfungen und Wortzusammensetzungen
Besonderheiten im Satzbau sind:
• oft unvollständige Sätze
• viele Hauptsätze, selten Nebensätze
• oft schlagwortartiger Satzbau
• appellative Sätze, Fragesätze
1 Der Begriff der Persuasion (Überredung/Überzeugung) ist abgeleitet aus der Rhetorik (in der Antike
entwickelte Redekunst).
2 Darüber hinaus gibt es weitere Gestaltungsmethoden, die im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht alle
aufgezeigt werden können.
6
Arbeit zitieren:
Monique Schwertfeger, 2006, Sprachreflexive Potenzen von Werbetexten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtsstunde: Der Werbung auf der Spur
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 13 Seiten
Rhetorische Analyse der "Yes we can" Rede von Barack Obama
New Hampshire Primary Speech a...
Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
Seminararbeit, 22 Seiten
Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt bei Berger/Luckmann
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hausarbeit, 13 Seiten
Interferenzen von Mündlichkeit und Schriftlichkeit - Gibt es einen Her...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Essay: Friedrich Schillers ‚Maria Stuart’ im Literaturunterricht
Vorschläge und Überlegungen zu...
Essay, 18 Seiten
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Joseph von Eichendorff, "Die Sehnsucht": Sehnsucht und kein ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Kreuzzüge - ein historischer Abriss
Eine Darstellung von Gründen, ...
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Kommunikation: Erklärungsansätze und Modelle
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Mündlichkeit und Schriftlichkeit im mittelalterlichen Literaturbetrieb
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Medienkompetenz und Deutschunterricht
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Glossar zu den Bereichen Semiotik und Semantik
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Hausarbeit, 11 Seiten
Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung der Werbesprache
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Hausarbeit, 20 Seiten
Mit einem Unterrichtsbeispiel ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 20 Seiten
Monique Schwertfeger's Text Sprachreflexive Potenzen von Werbetexten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Monique Schwertfeger hat den Text Sprachreflexive Potenzen von Werbetexten veröffentlicht
Monique Schwertfeger hat einen neuen Text hochgeladen
Studien zu einer Philosophie d...
Edith Stein, Hans Rainer Sepp
Ganz Mann! Ganz fit - das Beckenboden -Training für mehr Potenz und Ko...
Sonja Söder, Grace Dorey
0 Kommentare