Inhalt
1. Die Vätergeschichten Seite 3
1.1. Einführung Seite 3
1.2. Zur Konzeption Seite 3
2. Die Abrahamgeschichte – Genesis 11, 27 – 25 Seite 4
2.1. Zum Aufbau Seite 4
2.2. Zur Entstehung Seite 5
2.3. Zum Inhalt Seite 6
2.4. Textsorten Seite 15
3. Theologische Schwerpunkte Seite 16
3.1. Gottes Bund mit Abraham Seite 16
3.2. Zur Bestimmung des Volkes Gottes Seite 17
3.3. Warum erwählte Gott gerade Abraham? Seite 17
3.4. Abraham als „Vater des Glaubens“ Seite 18
4. Besonderheiten Seite 18
5. Zusammenfassung Seite 19
Literatur Seite 21
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1. Die Vätergeschichten
1.1. Einführung
Die Vätergeschichten bilden den zweiten großen Teil des Buches Genesis. Sie erzählen von den Ahnen des israelischen Volkes und dabei werden die elementaren Grundlagen menschlicher Gemeinschaft stark thematisiert. So stehen vor allem das Eltern- Kind- Verhältnis in der Abraham- Erzählung, das Geschwister- Verhältnis in der Jakob- Esau- Erzählung und die Familie im Allgemeinen in der Joseph- Erzählung im Vordergrund.
Aber obwohl es eine Familiengeschichte über drei Generationen ist, ist die theologische Seite immer von Bedeutung. Denn die Geschlechterfolge und das Miteinander sind immer abhängig vom Handeln und Reden Gottes. Durch sein Wirken wird die Familie begründet und bewahrt.
1.2. Zur Konzeption
Wie bereits in der Einführung genannt, handelt es sich bei den Vätergeschichten um eine Familiengeschichte über drei Generationen. Dabei steht im Gegensatz zu heutigen Familienbiographien nicht das Individuum, sondern die Geschlechterfolge im Vordergrund. Allein durch das Erzählen gibt es zwischen den Vätern eine Verbindung. Die drei familiären Grundverhältnisse werden auch in drei Teilen erzählt:
• Die Abrahamgeschichte (12-25) beschäftigt sich vor allem mit den elementaren Geschehnissen. Es geht aber auch oft um Leben und Tod.
• In der Jakob- Esau- Erzählung (26 – 36) geht es um Institutionen, die über die Familie hinausgehen. Im Weiteren werden Besitzregelungen, Bundschluss, Rechtspraktiken, heilige Orte und heilige Handlungen thematisiert.
• Und schließlich erfahren wir in der Joseph- Erzählung (37 – 50) über die Begegnung zwischen der Familie und dem Königtum.
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Zusammenfassend kann man sagen, dass es innerhalb der Vätergeschichten eine Entwicklung von der Familie über die Stämme bis hin zum Staat und Königtum gibt.
2. Die Abrahamgeschichte Genesis (11,27 – 32) 12 – 25
2.1. Zum Aufbau 1
11,27 – 32 Nachkommen Terachs, sein Auszug 12, 1 – 5 Gebot des Auszugs Abrahams und Verheißung 12, 6 – 9 Wanderung Abrahams und Altarbau 13, 1 – 13 Wanderung Abrahams, Trennung von Lot 13, 14 – 18 Verheißung von Land und Nachkommen 14, 1 – 24 Kampf der Könige. Abraham und Melchisedek 14, 1 – 11 Der Feldzugbericht 14, 12 – 17.21 – 24 Die Befreiungserzählung 14, 18 – 20 Abraham und Melchisedek 15, 1 – 6 Verheißung an Abraham 15, 7 – 21 Verheißung an Abraham mit Zeichen 16, 1 – 16 Hagar. Geburt Ismaels 17, 1 – 27 Bund mit Abraham 17, 1 – 3a Einleitung 17, 3b – 21 3b–8 und 15–21 Gottesrede, Verheißung; 9-14 Gebot 17, 23 – 27 Beschneidung 18, 1 – 16a Besuch der drei Männer. Sohnesverheißung 18, 16b – 33 Abrahams Frage zur Vernichtung Sodoms 19, 1 – 29 Untergang Sodoms und Lots Errettung 19, 1 – 11 Besuch der Boten bei Lot. Der Überfall 19, 12 – 22 Rettung aus Sodom 19, 23 – 26 Gottesgericht über Sodom 19, 27 – 29 Abraham sieht auf die Zerstörung 19, 30 – 38 Lots Töchter. Moab und Ammon
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20, 1 – 18 Abraham und Abimelek 21, 1 – 7 Geburt Isaaks 21, 8 – 21 Vertreibung und Rettung Hagars und ihres Kindes 21, 22 – 34 Brunnenstreit und Vertrag mit Abimelek 22, 1 – 19 Abrahams Opfer 22, 20 – 24 Nachkommen Nahors 23, 1 – 20 Saras Tod und Erwerb der Grabstätte 24, 1 – 67 Brautwerbung um Rebekka 24, 1 – 9 Auftrag Abrahams an seinen Verwalter 24, 10 – 21 Ankunft und Begegnung mit Rebekka 24, 22 – 49 Aufnahme und Ausführung des Auftrages 24, 50 – 61 Gewährung und Abreise 24, 62 – 67 Rückkehr. Issak führt Rebekka heim 25, 1 – 18 Abschluß der Abrahamgeschichte 25, 1 – 6 Die Söhne der Ketura 25, 7 – 10 Abrahams Tod und Begräbnis 25, 11 Gott segnet Isaak. Sein Wohnort 25, 12 – 18 Nachkommen Ismaels
2.2. Zur Entstehung
Ursprünglich lagen dem Verfasser der Abrahamgeschichte jahwistische und priesterschriftliche Erzählungen vor, die anschließend zusammengefügt wurden.
Man kann davon ausgehen, dass Einleitung und Schluss Grundstein für weitere Ergänzungen waren. Für diese Ergänzungen waren weitere mdl. Überlieferungen nötig. Dadurch ist es schwierig diese einem Verfasser oder einer Textquelle zuzuordnen. Vielmehr ist eine Einteilung fast nur auf Basis der Textsorten (siehe 2.4.) möglich:
• Verheißungstexte – entweder als Zusatz oder selbständiger Text wie bei 16,10.12; 13,14 – 17; 22,15 – 18; 15,1 – 6; 15,7 – 21; 17
• theologisch geprägte Geschichten wie bei 18,18b – 33; 20,1 – 18; 22; 24
• Erzählungen mit verschiedenen Motiven wie bei 14
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Ebenso wichtig sind die unterschiedlichen Ziele oder auch Motive von J und P. Während bei J vor allem Abraham al Vater Israel steht, setzt P den Schwerpunkt auf den Bund zwischen Abraham und Gott.
2.3. Zum Inhalt
a) 11,27 – 32: Nachkommen Terachs, sein Auszug
Dieser erste einführende Abschnitt ist in die Genealogie (V27b – 30) und das Itinerar V31a gegliedert. Umrahmt wird das ganze von den Versen 27a und 32.
Inhaltlich geht es um die Vorstellung der Familie Abrahams und ihrer Abstammung. Durch die fehlende Beteiligung Gottes am Aufbruch von Ur und später von Harran, wird die heidnische Welt und die heidnische Religion der Vorfahren Abrahams dargestellt. Ein zentrales Thema ist neben der Familienvorstellung die Kinderlosigkeit Saras, die so in gewisser Weise Basis für das folgende Geschehen ist.
Innerhalb des Textes sind J und P gleichermaßen beteiligt und eine Unterscheidung ist hier nicht möglich.
b) 12,1 – 9: Gebot des Auszuges und Verheißungen, Wanderung und Altarbau
Dieser Abschnitt ist die eigentliche Einleitung der Abrahamgeschichte. Durch die besondere Ausgestaltung der Verheißung entsteht so einerseits ein Übergang von der Ur- zur Vätergeschichte, andererseits ist es eine Voraussage bzgl. der Geschichte Israels.
Zunächst wird die Genealogie mit V4b – 5 fortgesetzt. Lot wird hier als Vorbereitung auf die Erzählung in 13, 5 – 13 genannt. Auch hier findet man neben J noch P, und diesmal ist auch eine Unterscheidung beider Quellen möglich.
Die Verheißungen werden hier ausgesprochen bzgl. dem Segen (12,3), dem Land (12,7) und den Nachkommen (12, 2a)
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Konstanze Herzberg, 2000, Die Rolle Abrahams in den Vätergeschichten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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