Die vorliegende Arbeit stellt die historische Entwicklung des Aufsatzunterrichts/Verfassen von Texten im Unterricht dar, wobei im Besonderen auf das kreative Schreiben als ein aktueller methodischer Ansatz eingegangen wird. Es werden alle historischen Formen bezüglich ihres Maßes an Kreativität gewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Historische Entwicklung des Aufsatzes
2. das kreative Schreiben
3. Vergleich aller Aufsatzarten bezüglich ihrer Kreativität
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Aufsatzunterrichts und analysiert verschiedene methodische Ansätze im Hinblick auf deren Potential zur Förderung von Kreativität bei Schülern.
- Historische Betrachtung des gebundenen Aufsatzes
- Konzept des freien Schreibens
- Stilbildende und funktionale Ansätze im Aufsatzunterricht
- Definition und Grundprinzipien des kreativen Schreibens
- Vergleichende Analyse der Kreativitätsförderung in verschiedenen Schreibkonzepten
Auszug aus dem Buch
Das kreative Schreiben
Kreatives Schreiben fördert den persönlichen Ausdruck, die Entfaltung der Phantasie sowie das Einbringen der ganzen Person. Ein grundlegendes Charakteristikum ist die bewusst gestaltete Inszenierung von Schreibsituationen. Es wird, im Gegensatz zum freien Schreiben, nicht davon ausgegangen, dass die Schülerinnen und Schüler eine Idee für den zu schreibenden Text entwickeln. Es werden von z.B. von der Lehrkraft gezielte Verfahren eingesetzt, die die Imaginationskraft und Ausdrucksstärke entfalten sollen. Hierbei ist es den Lehrkräften freigestellt, bewusst verschiedene Verfahren und unterschiedliche Medien wie Bild und Musik, zu kombinieren, um bei den Schülerinnen und Schülern eine Schreibsituation zu provozieren. Der Schreiber lässt sich auf die Textproduktion ein, ohne den planenden Prozessen Vorrang zu geben. Demzufolge nimmt auch die Korrektur und Überarbeitung eine untergeordnete Rolle ein. „Der Lernprozess stellt sich vielmehr dadurch ein, dass aufeinander aufbauende Schreibanregungen in einer durchdachten methodischen Folge eingesetzt werden“.
Beim kreativen Schreiben müssen drei Grundprinzipien eingehalten werden: Irritation, Expression und Imagination. Mit Irritation ist gemeint, dass die Kinder eingeschliffene Vorstellungsmuster durchbrechen und bewusst mit Hindernissen arbeiten. Das Prinzip der Expression beschreibt das Schreiben als Suchbewegung sowie den Ausdruck der eigenen Subjektivität. Die Ausgestaltung des Textes durch die eigene Phantasie und das Entstehen von etwas „Neuem“ erklärt sich durch den Begriff Imagination.
Das kreative Schreiben soll den Kindern dabei helfen, ihre Kreativität sowie ihr Selbst- und Fremdverstehen zu fördern und sie zum Schreiben zu motivieren. Es wird deutlich, dass das kreatives Schreiben ein Schreiben zum Selbstausdruck, zur Selbsterfahrung und zur ästhetischen Wirklichkeitsverarbeitung ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Historische Entwicklung des Aufsatzes: Dieses Kapitel zeichnet den Weg vom streng reglementierten, gebundenen Aufsatz des frühen 20. Jahrhunderts hin zu reformpädagogisch geprägten Ansätzen nach.
2. das kreative Schreiben: Hier wird das Konzept des kreativen Schreibens als methodischer Ansatz definiert, der die Entfaltung von Phantasie und persönlichem Ausdruck in den Mittelpunkt stellt.
3. Vergleich aller Aufsatzarten bezüglich ihrer Kreativität: Das abschließende Kapitel setzt die verschiedenen vorgestellten Schreibmodelle in Bezug zueinander und bewertet sie anhand ihres kreativen Potenzials für die Schüler.
Schlüsselwörter
Aufsatzunterricht, kreatives Schreiben, freies Schreiben, gebundener Aufsatz, stilbildender Aufsatz, funktionaler Aufsatz, Schreibdidaktik, Reformpädagogik, Subjektivität, Ausdruck, Imagination, Expression, Irritation, Schreibanregung, Sprachproduktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des Aufsatzunterrichts und untersucht, wie verschiedene methodische Ansätze die Kreativität von Schülern beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen gebundenem, freiem, stilbildendem und funktionalem Aufsatzunterricht sowie die Definition des kreativen Schreibens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, verschiedene historische Formen des Schreibunterrichts auf ihre Fähigkeit hin zu analysieren, kreative Prozesse und den persönlichen Ausdruck bei Schülern zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine didaktische Analyse, die auf Literaturrecherche und dem Vergleich unterschiedlicher pädagogischer Konzepte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert nacheinander die verschiedenen Modelle des Aufsatzunterrichts, von den strengen Regeln des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zu modernen, schülerorientierten Ansätzen des kreativen Schreibens.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kreatives Schreiben, freies Schreiben, Subjektivität, Schreibdidaktik und die Unterscheidung von Erlebnissprache gegenüber Sach- und Zwecksprache.
Wie unterscheidet sich der gebundene vom freien Aufsatz?
Der gebundene Aufsatz fokussierte auf die Reproduktion vorgegebener Muster und strenge Regeln, während der freie Aufsatz das Kind als Individuum wahrnahm und den Fokus auf das innere Erleben legte.
Was sind die drei Grundprinzipien des kreativen Schreibens?
Die drei Prinzipien sind Irritation (Durchbrechen von Mustern), Expression (Ausdruck der Subjektivität) und Imagination (Gestaltung durch Phantasie).
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- Monique Schwertfeger (Author), 2006, Historische Entwicklung des Aufsatzunterrichts und das kreative Schreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58615