INHALTSVERZEICHNIS
1 Definitionsphase Billigfluggesellschaften 3
1.1 Einführung in das Thema Billigfluggesellschaften 3
1.1.1 Definition und Entstehung 3
1.1.2 Das Billigflugkonzept ( No Frills -Konzept) 4
1.1.3 Fallbeispiel Ryanair 5
1.1.4 Fallbeispiele mit negativer Entwicklung 5
1.2 Problemdefinition 6
1.3 Erhebungsziele 8
1.4 Abgrenzung der Zielgruppen 9
2 Designphase 10
2.1 Designphase Allgemein 10
2.1.1 Auswahl der Informationsquellen 10
2.1.1.1 Kosten-Nutzen-Analyse 10
2.1.1.2 Primär- und Sekundärstudie 11
2.1.2 Aufbau des Forschungsdesign 12
2.1.2.1 Definition der Zielgruppe 12
2.1.2.2 Festlegung der Erhebungsmethode 12
2.1.2.3 Die Gestaltung des Fragebogens 13
2.1.2.4 Bestimmung der Erhebungseinheit 14
2.2 Designphase Billigfluggesellschaften 16
3 Feldphase 22
3.1 Feldphase Allgemein 22
3.2 Feldphase Billigfluggesellschaften 23
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4 Analysephase 24
4.1 Analysephase Allgemein 24
4.1.1 Deskriptive Statistik 24
4.1.1.1 Univariate Verfahren 24
4.1.1.2 Bivariate Verfahren 27
4.1.1.3 Multivariate Verfahren 28
4.1.2 Induktive Statistik 28
4.2 Analysephase Billigfluggesellschaften 29
4.2.1 Deskriptive Analyse 29
4.2.1.1 Univariate Analyse 29
4.2.1.2 Bivariate Analyse 40
4.2.2 Nebenergebnisse 42
5 Umsetzungsphase 43
6 Anhang 46
6.1 Quellen 46
6.2 Fragebogen Billigfluggesellschaften 47
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1 Definitionsphase Billigfluggesellschaften
1.1 Einführung in das Thema Billigfluggesellschaften
1.1.1 Definition und Entstehung
Das Wort "Billigfluggesellschaft" fand erst im Jahr 2004 den Weg in den deut- schen Duden.
In der 23. Auflage wird das Wort folgendermaßen erklärt: „Eine Fluggesellschaft, die Flüge zu sehr niedrigen Preisen anbietet“. Der Duden unterscheidet dabei zwischen dem korrekten Ausdruck "Billigflugli- nie" und dem umgangssprachlichen Begriff "Billigflieger".
Das Modell der Billigfluggesellschaften stammt jedoch aus den USA und wurde bereits schon im Jahr 1971 von der Southwest Airlines ins Leben gerufen.
Es gibt Billigairlines die einen Flug von Frankfurt nach Mailand hin und zurück schon ab 19,99€ an bieten.
Diese günstigen Preise scheinen unlogisch zu klingen, vor allem wenn man an die stetig steigenden Erdölpreise und generell anfallende Kosten, wie z.B. Per- sonalkosten, Instandhaltungskosten, sämtliche Gebühren für Flughäfen, etc. denkt.
Der Preis eines vergleichbarer Fluges mit einer herkömmlichen Fluggesellschaft liegt dagegen bei rund 199 €.
Die daraus resultierende Frage ist, unter welchen Voraussetzungen diese Billi- gairlines eine solche Preispolitik überhaupt betreiben können. Das Hauptunterscheidungsmerkmal und der Hauptgrund dieser günstigen An- gebote beruht auf dem sogenannten "No frills"-Konzept.
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1.1.2 Das Billigflugkonzept ("No Frills"-Konzept)
Die Billigairlines verfolgen allesamt das sogenannte "No frills"-Konzept, um ihre Preispolitik durchsetzen zu können.
Dieses Konzept zeigt folgende Gemeinsamkeiten auf:
• es gibt nur eine Passagierklasse
• niedrige Freigepäckmengen sind ohne Aufgeld zugelassen
• nur ein Flugzeugtyp im Einsatz (z.B. Boeing 737)
• intensivere Flottennutzung (daily utilisation)
• kurze Bodenstandzeiten (i.d.R. ca. 25 min)
• nur Direktflüge, keine Transferflüge
• es werden i.d.R. preiswertere Sekundärflughäfen angeflogen (z.B. Frankfurt-Hahn)
• Personal an Board entspricht den gesetzlichen Mindestbestimmungen
• nur Direktvertrieb (über das Internet), dadurch keine Provisionen für Reisebüros
• geringe Anzahl an Beschäftigten im Verwaltungsbereich
• nur bestimmtes Kontingent an Billigpreisen, i.d.R. nur bei frühzeitiger Buchung (ca. 4-6 Monate im Voraus)
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1.1.3 Fallbeispiel Ryanair
Das Unternehmen Ryanair wurde 1985 vom irischen Unternehmer Dr. Tony Ryan gegründet und es übernahm das Modell des Billigflugkonzeptes im Jahr 1991, und seit dem Jahr 1995 expandiert Ryanair europaweit. Die Passagierzahl ist alleine im Jahr 2005 auf 2006 von 27 Mio. auf 35 Mio. Passagieren gestiegen.
Ryanair ist zurzeit die größte Billigfluggesellschaft in Europa und mittlerweile sogar auf Platz 3 aller europäischen Fluggesellschaften aufgestiegen.. Ryanair ist dabei die Billigfluggesellschaft in Europa, die am konsequentesten das "No frills"-Konzept durchsetzt.
Seit Ryanair im Februar 2002 nur 100 km von Frankfurt am Main entfernt mit Frankfurt-Hahn eine Basis eröffnet hat und im Herbst 2002 mit Germanwings und HLX zwei deutsche Billigfluggesellschaften vom Flughafen Köln-Bonn ge- startet sind, boomen die Billigflieger auch in Deutschland.
Trotz dieser positiven Entwicklung dieses Fallbeispieles, werden aber grund- sätzlich in dieser Branche starke Wachstumsstagnationen prognostiziert. (näheres darüber in Kapitel 1.2.4 und 1.3)
1.1.4 Fallbeispiele mit negativer Entwicklung
Immer wieder gibt es Fälle von neuen Billigfluggesellschaften, die nur kurze Zeit flogen und nach wenigen Monaten, teilweise sogar schon nach wenigen Tagen den Betrieb einstellen mussten In Deutschland war der bekannteste Fall der Konkurs von BerlinJet. Diese Gesellschaft verkaufte im September 2002 erstmals Flüge für 9 € inklusi- ve Steuern, die jedoch nie durchgeführt wurden, da es angeblich Probleme mit der Partnergesellschaft Iberia gab.
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Am 10. Februar 2003 startete BerlinJet erstmals mit MD Airlines, musste jedoch die Flüge aus finanziellen Gründen bereits am 20. Februar 2003 wieder aufge- ben. Aufgrund der anschließenden Insolvenz des Unternehmens wurden die Kosten für die bereits gebuchten, jedoch nicht stattgefundenen Flüge, nicht er- stattet.
Europaweit gibt es noch weitere Fälle die ähnliche Schicksale erlitten haben, wie z.B das irische Unternehmen JetGreen Airways, welches im Mai 2004 nach nur einer Woche den Flugbetrieb wieder einstellen musste. Die Gesellschaft bot für ihre Flüge von Dublin in die spanischen Zielorte Málaga und Alicante Ein- stiegspreise von nur 1 € inklusive Steuern und Gebühren an. Die 40.000 ge- buchten Tickets konnten nicht zurück erstattet werden und nach Medienberich- ten saßen mehr als 400 Fluggäste am 12. Mai 2004 in den spanischen Zielorten fest.
Weitere Konkurse von Billigfluggesellschaften sind z.B.
V- Bird, Volareweb.com und einige mehr auf die hier nicht noch mal speziell eingegangen wird.
1.2 Problemdefinition
Aus den im vorherigen Kapitel erläuterten Beispielen ergibt sich folgende Prob- lemdefinition:
Die derzeitige Marktsituation deutet trotz stetig zunehmender Passagierzahlen auf eine Sättigung hin. Dies lässt sich anhand der Tatsache erkennen, dass auf dem europäischen Markt kaum noch Neugründungen zu verzeichnen sind. Tat- sächlich ist die Zahl dieser Fluggesellschaft sogar abnehmend. Aufgrund von Fusionen der größeren Anbieter in den letzten Jahren wurden die Kleineren aus dem Markt verdrängt.
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Als Beispiele für die Konsolidierung im Billigfliegermarkt können die oben aufge- führten Insolvenzen in Kapitel 1.1.4 genannt werden.
Ein Beispiel für die Fusion ist die Gesellschaft Easyjet und Go, aus der sich im Oktober 2002 die neue größere Easyjet entwickelte.
Weiterhin zeigt der die Gesellschaft Lufthansa ihr Interesse bzw. ihr Bestreben in diesem Marktsegment, indem die sich mit einem 25%igem Anteil an Euro- wings, die Konzernmutter der deutschen Billigfluggesellschaft Germanwings, beteiligt hat, um am Billigflugmarkt mitwirken zu können.
Auch die TUI AG ist zusammen mit Germania seit Dezember 2004 am Billig- flugmarkt präsent.
Diese Beispiele zeigen die extreme Wettbewerbsintensität auf diesem Markt und erklären auch die geschilderte Entwicklung im Billigflugsektor.
Dieser Trend der Fusionen und Verdrängungen wird sich mit aller Wahrschein- lichkeit nach fortsetzen und zusätzlich gehen mittlerweile Unternehmensberater davon aus, dass das Wachstum in dieser Branche bis 2010 nur noch ca. 13% pro Jahr betragen wird.
Man hat dagegen in den letzten Jahren davor noch Wachstumszuwächse von bis zu 50% erreichen können.
Ebenso wird propagiert, dass auf Dauer nur drei oder vier grosse Billigflugge- sellschaften diesen Machtkampf überleben werden.
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1.3 Erhebungsziele
Aus der vorher erläuterten Problemdefinition haben wir als Hauptproblem die prognostizierte Wachstumsstagnation festgelegt.
Aufgrund des sogenannten No Frills - Konzptes, welches das Hauptunterschei- dungsmerkmal zu herkömmlichen Airlines ist und sich daraus die weit aus günstigeren Flugpreise der Billigfluggesellschaften erklären lassen, haben wir als wichtigste zu ermittelnde Messgrösse die Service-Einstellung des (potentiel- len) Kunden definiert.
Daraus leiten sich folgende weitere Erhebungsziele ab:
Unserer Studie soll sich allgemein mit dem Servicebedürfnis des Konsumenten hinsichtlich Billigairlines befassen.
Weiterhin soll die Studie die Wichtigkeit sämtlicher Serviceaspekte in der Luft- fahrt, nach dem Empfinden der Verbraucher, erkunden. Hierbei soll ferner indi- rekt die Frage aufgegriffen werden, was Service in der Luftfahrt überhaupt be- deutet.
es ist die Bereitschaft des Serviceverzicht der Konsumenten hinsichtlich des hieraus entstehenden monetären Vorteils zu untersuchen, und zugleich ist zu ermitteln, wie hoch diese Preisersparnis sein müsste, damit ein Flug mit einer Billigairline, vor einem Flug mit einer herkömmlichen Linienfluggesellschaft, vorgezogen wird.
Abschließend soll die Studie hinterfragen, wie das Produkt von bereits beste- henden Kunden und von potentiellen Kunden wahrgenommen wird. In Anleh- nung hierzu soll der Vergleich mit herkömmlichen Airlines herangezogen wer- den.
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Was wird also bevorzugt bei Kunden, die bereits Erfahrungen mit Lowcost airli- nes gemacht haben, bzw. bei potentiellen Kunden. Gibt es eventuelle Abnei- gungen und, oder Abweichungen?
1.4 Abgrenzung der Zielgruppen
Bei der Abgrenzung unserer Zielgruppe gibt es hinsichtlich des Alters, Ge- schlecht und weiteren demographischen Merkmalen keinen Einschränkungsbe- reich, da unabhängig von diesen Merkmalen Potential bestehen kann. Einziges Abgrenzungsmerkmal für die Bestimmung der Zielgruppe sollte sich direkt auf das Potential des Befragten beziehen. Dieses Potential resultiert aus der Tatsa- che, ob er das Flugzeug überhaupt als Reisemittel benutzt.
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Arbeit zitieren:
Daniel Klein, 2006, Billigfluggesellschaften, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Das Geschäftssystem Low Cost-Carrier
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 23 Seiten
Chancen und Risiken von No-Frills Airlines und deren Auswirkungen auf ...
Hausarbeit, 35 Seiten
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