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Inhalt
EINLEITUNG 1
DILTHEYS GRUNDLEGUNG DER HISTORISCHEN GEISTESWISSENSCHAFTEN AUS DEM
LEBEN 2
DIE ENTGEGENSETZUNG VON NATUR- UND GEISTESWISSENSCHAFTEN 2
HERMENEUTIK: ERLEBEN AUSDRUCK VERSTEHEN.................................................................................................3
DIE ZEITLICHKEIT UND DIE UNERFASSBARKEIT DES LEBENS 5
NIETZSCHES WISSENSCHAFTSKRITIK 7
DIE GEGENÜBERSTELLUNG VON HISTORIE UND LEBEN UND DIE DREI ARTEN DER GESCHICHTSBETRACHTUNG 7
NIETZSCHES ARGUMENTE GEGEN DIE GESCHICHTSWISSENSCHAFT 9
WISSENSCHAFT ALS WILLEN ZUR MACHT 10
GEMEINSAMKEITEN UND DIFFERENZEN IN NIETZSCHES UND DILTHEYS AUFFASSUNG 12
HISTORISIERUNG DES WISSENS 12
UNTERSCHIEDLICHE LEBENSBEGRIFFE 13
OBJEKTIVITÄTSBEGRÜNDUNGEN IN SIMMELS GESCHICHTSPHILOSOPHIE 14
HABERMAS AUSEINANDERSETZUNG MIT DILTHEY UND NIETZSCHE 18
REFLEXION ALS ERKENNTNISGRUNDLAGE 20
LITERATUR........................................................................................................................................................23
1
Einleitung
”Warum dürfte die Welt, die uns etwas angeht -, nicht eine Fiktion sein? ” 1
Die transzendentalphilosophische Frage, wie Objektivität zustande kommt und worauf sie be- ruht, hat die Philosophie seit Kant intensiv beschäftigt. Dabei verfolgte Kants Philosophie einen erkenntniskritischen Ansatz: Mit welcher Berechtigung können wir Aussagen über die Wirklich- keit machen? Wo liegen die Grenzen des Erkenntnisvermögens? Kant versuchte vor allem durch eine begriffliche Analyse des Bewusstseins Antworten auf diese Fragen zu finden.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als parallel zur Hochindustrialisierung in Deutschland die Na- tur- und Ingenieurwissenschaften immer mehr an Bedeutung gewannen, schienen diese Fragen zunächst nicht mehr besonders interessant. Warum sollte man sich über die Grundlagen der ei- genen Aussagen über die Wirklichkeit Gedanken machen, wenn sie sich in der technisch- naturwissenschaftlichen Praxis bewährten? Die Frage, inwiefern die Welt durch unser Bewusst- sein konstituiert sei und ob es ein "Ding an sich" gebe, erschien auf einmal als metaphysisches Problem der Vergangenheit, bei dem sich die moderne, positivistische Wissenschaft nicht lange aufhalten, sondern lieber gleich vom Gegebenen ausgehen wollte. Mit dieser Wende verlor über eine rein intellektuelle Auseinandersetzung hinaus auch die Philosophie als Wissenschaft gegen- über den empirischen Wissenschaften an Bedeutung.
Dilthey und Nietzsche nahmen beide gegenüber diesen Entwicklungen die erkenntniskritische Fragestellung wieder auf. Anders als Kant gingen sie jedoch bei der Beantwortung der Frage nicht mehr auf die Strukturen des Bewusstseins im einzelnen Subjekt zurück, sondern auf das "Leben", das sie als Grundlage aller Erkenntnis sahen. 2 Was mit diesem Rückgang auf das Leben, der beiden die Einordnung in die "Lebensphilosophie" einbrachte 3 , gemeint ist, und was daraus für das Verständnis von Wissenschaft und Objektivität folgt, ist die Fragestellung dieser Hausar- beit.
Auch wenn Diltheys und Nietzsches philosophische Ausgangssituation gewisse Gemeinsamkei- ten aufwies 4 , scheinen sich ihre Antworten sehr deutlich von einander zu unterscheiden. Das wird besonders deutlich, wenn man ihr Verhältnis zur Historie und zum Historismus vergleicht: Dil- they stellte sich selbst ausdrücklich in die Tradition des Historismus und wurde zu einem Be-
1 Nietzsche, Friedrich: Jenseits von Gut und Böse, in, ders., Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe, hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, Berlin/New York 2 1988, Bd. 5, S. 54. Im Folgenden nenne ich nur noch den Titel sowie Band und Seitenzahl in der Kritischen Studienausgabe (KSA) 2 So erkennt Stegmaier in Diltheys Lebensbegriff einen "kritischen Begriff" im Sinne von Kant. Stegmaier, Werner: Philosophie der Fluktuanz. Dilthey und Nietzsche, Göttingen 1992, S. 167.
3 Ebd., S. 25f.
4 Bemerkenswert sind darüber hinaus die biographischen Gemeinsamkeiten der beiden Pastorensöhne, die ein inte- ressantes Licht auf die Geistesgeschichte des späten 19. Jahrhunderts werfen. Vgl. ebd., S. 22f.
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gründer der historisch arbeitenden, modernen Geisteswissenschaften, während Nietzsche gerade für seine Historismus-Kritik bekannt ist. Nietzsche spielt das Leben gegen die Geschichtswissen- schaft aus, während Dilthey sie aus dem Leben neu zu rechtfertigen versucht, so könnte man in einem ersten Versuch das Verhältnis von Wissenschaft und Leben bei den beiden Philosophen charakterisieren.
Um der Klarheit der Argumentation willen werde ich zunächst die wichtigsten Ideen der beiden Philosophen zum Verhältnis von Wissenschaft und Leben getrennt darstellen, wobei ich mich auf eine problemorientierte Interpretation weniger Texte beschränken werde. Aus der Gegenüber- stellung der beiden Philosophen wird sich dann ein bestimmtes systematisches Problem ergeben: In welchem Sinne kann die Wissenschaft, die von Dilthey und Nietzsche in unterschiedlicher Weise in ihrem Lebenszusammenhang gesehen wird, für sich Objektivität beanspruchen? Ver- schiedene Ansätze zur Lösung dieser Frage sollen am Ende der Arbeit thematisiert werden. Da- bei werde ich zunächst eine zeitgenössische Antwort auf das Problem, nämlich Simmels Ge- schichtsphilosophie, behandeln und dann auf die von Jürgen Habermas formulierte grundsätzli- che Kritik an Dilthey und Nietzsche eingehen.
Diltheys Grundlegung der historischen
Geisteswissenschaften aus dem Leben
Die Entgegensetzung von Natur- und Geisteswissenschaften
Diltheys philosophisches Projekt im ”Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissen- schaften” ist eine erkenntnistheoretische Fundierung der historischen Geisteswissenschaften nach dem Vorbild von Kants Erkenntniskritik, wie auch schon die Wendung von der ”Kritik der his- torischen Vernunft” deutlich macht, die Dilthey hin und wieder verwendet. 5 Dilthey entwickelt seine wissenschaftstheoretische Konzeption der Geisteswissenschaften in Abgrenzung von den Methoden der Naturwissenschaften: Während die Naturwissenschaften die Natur dauernd durch hinzugedachte Gesetze, Modelle und Konstruktionen ergänzen müssten, um sie zu erklären, ver- suchten die Geisteswissenschaften, die Geschichte gerade durch einen Rückgang auf diejenigen Lebensvorgänge zu verstehen, aus denen sie hervorgegangen ist und die in ihr selbst enthalten sind. 6
5 Zum Beispiel in Dilthey, Wilhelm: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, Frankfurt
1981, S. 235.
6 Ebd., S. 142. Vgl. auch das gesamte Kapitel über die "Verschiedenheit des Aufbaus in den Natur- und Geisteswis-
senschaften".
3
Dieser Rückgang auf die hinter der geschichtlichen Wirklichkeit stehenden Lebensprozesse ist für Dilthey nicht eine auf die Wissenschaft begrenzte Methode, sondern ein Vorgang, der jedem Menschen aus dem eigenen Leben vertraut ist. Auch die Geisteswissenschaften sind insofern selber Teil des Lebens, das sie zu verstehen versuchen: "Leben erfasst hier Leben" 7 könnte ihr Motto lauten. In den Geisteswissenschaften reflektiert sich also das Leben permanent selbst. Der “Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften” ist ein Versuch, diesen Reflexi- onsprozess genauer zu beschreiben und als Grundlage einer eigenständigen Kategorie von Wis- senschaften zu etablieren. Dabei macht Dilthey die Grundthese von der Fundierung der Geistes- wissenschaften im Leben in unterschiedlichen Argumentationsschritten plausibel. Zunächst erläu- tert er die Besonderheiten des verstehenden Zugangs der Geisteswissenschaften zur Wirklichkeit, um diese dann auf die zeitliche Struktur des Lebens zurückzuführen.
Hermeneutik: Erleben, Ausdruck, Verstehen
Verstehen bedeutet für Dilthey vor allem ein Schließen von einem Äußeren, Sinnlichen auf ein Inneres, den Sinnen Entzogenes, von einer "Lebensäußerung" auf ein "Geistiges". 8 Ein Kunst- werk zu verstehen heißt zum Beispiel, aus dem äußerlichen, sinnlich erfahrbaren Stoff auf die Intentionen und Gefühle des Künstlers zu schließen. Auch im Alltagsleben fassen wir permanent Sinneseindrücke als Ausdruck eines inneren Zustandes anderer Individuen auf, etwa wenn wir eine bestimmte Geste als “Trauer” oder “Zorn” deuten. In ähnlicher Weise lassen sich auch ge- sellschaftliche Einrichtungen, zum Beispiel in Gestalt von Institutionen, als objektivierter Aus- druck vergangener Lebensvorgänge erfassen, als ”objektiver Geist”, wie Dilthey unter Aufnahme von Hegels Begriff formuliert 9 : So lässt sich zum Beispiel eine Verfassung als Ergebnis politi- scher Machtverhältnisse zu einer bestimmten Zeit interpretieren.
Doch in welcher Beziehung stehen Äußeres und Inneres, Ausdruck und Deutung im Verstehen? Offenbar handelt es sich nicht um ein eindeutiges Kausalverhältnis: Das Verstehen geht nicht einfach von einer Wirkung auf eine Ursache. 10 Stattdessen spricht Dilthey an unterschiedlichen Stellen von einem ”Ausdruck” des Inneren in einem Äußeren. In diesem Gedanken spiegelt sich eine lange Tradition der deutschen Philosophie seit dem späten 18. Jahrhundert wider. 11 Verstehen wird nach Dilthey dadurch möglich, dass wir diese Ausdrücke durch eigene Erlebnisse, nicht durch Gesetze oder Modelle wie bei Naturobjekten, erschließen. Nur indem wir unsere
8 Z.B. ebd., S. 95 9 Ebd., S. 256.
10 Ebd., S. 255.
11 Zur Bedeutung des Ausdrucks-Gedankens in der idealistischen und romantischen Philosophie vgl. Taylor, Charles: Hegel, Frankfurt 1993, S. 28ff.
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eigenen inneren Erlebnisse zugrundelegen, können wir Äußerungen anderer verstehen. 12 Umge- kehrt werden für uns unsere Erlebnisse erst dadurch voll verständlich, dass wir sie in den Objek- tivationen der Gesellschaft, zum Beispiel in der Sprache oder in kulturell geprägten Symbolen, ausdrücken: "Das Verstehen setzt ein Erleben voraus, und das Erlebnis wird erst zu einer Le- benserfahrung dadurch, dass das Verstehen aus der Enge und Subjektivität des Erlebens hinaus- führt in die Region des Ganzen und Allgemeinen." 13 Dieser wechselseitige Zusammenhang zeigt sich auf einer höheren Ebene auch im Urteilen. Einerseits ist das Urteil im Gegebenen fundiert und muss immer wieder aus diesem bestätigt werden können, andererseits expliziert das Urteil erst das, was im Gegebenen nur implizit enthalten ist. 14 Auch wenn allerdings zwischen Erleben und Verstehen, zwischen unmittelbarer subjektiver Ge- gebenheit und vermittelten Objektivationen, ein notwendiger Zusammenhang besteht, so lässt sich doch das eine nie vollkommen durch das andere ausschöpfen. Verstehen ist nicht einfach ein Reproduzieren des ursprünglichen Erlebnisses oder ein vollständiges Nachempfinden. Ein Er- lebnis kann nie vollkommen auf den Begriff gebracht und insofern auch immer nur unvollständig verstanden werden, denn es ist nicht auf andere Formen von Erfahrung reduzierbar: ”Sein Da- sein [das des Erlebnisses, M.D.] ist für mich ununterschieden von dem, was in ihm für mich da ist.” 15 Ein besonders einleuchtendes Beispiel für diesen Zusammenhang sind Erfahrungen, die an den eigenen Körper geknüpft sind: So kann man zwar über die eigenen Schmerzen reden, aber was diese in diesem Augenblick in einem selber sind, bleibt unvermittelbar.
Insofern kann ich zwar ein Erlebnis objektivieren, etwa in der Sprache oder in einem Gemälde, aber in dieser Objektivierung erscheint es unvermeidlich anders als bei seinem ursprünglichen Auftreten. Daher entsteht durch das Verstehen, das bei den Objektivationen früherer Erlebnisse ansetzt, immer etwas Neues: Die objektivierten, fremden Erlebnisse werden nie ganz zu eige- nen. 16 Jedes Verstehen ist insofern immer eine produktive Deutung, ein ”intellektueller Prozess von höchster Anstrengung, der doch nie ganz realisiert werden kann.” 17 In der dauernden Erfah- rung dieser Unangemessenheit bestätigt sich die Differenz zwischen mir und den anderen, und dadurch meine Individualität, immer wieder aufs Neue. Gerade in diesem Gedanken von der
12
Dilthey, Aufbau, a.a.O., S. 264.
13 Ebd., S. 173.
14 Ebd., S. 150.
15 Ebd., S. 168.
16 Ebd., S. 277.
17 Ebd., S. 280. Interessanterweise scheint Dilthey diese Einsicht aber schwergefallen zu sein. So misst er an anderer Stelle gerade der Kunst eine Sonderstellung zu. Die Werke großer Künstler lösten sich von ihren Schöpfern, seien nicht nur einfach Ausdruck ihrer Lebensbedingungen, sondern dort träte man in ”ein Gebiet, wo alle Täuschung endet” (Ebd., S. 254).
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Unausweichlichkeit des Missverstehens (im Sinne des anders Verstehens) liegt eine große Nähe zu Nietzsche, der deswegen bemerkte, es sei für ihn beleidigend, verstanden zu werden. 18
Die Zeitlichkeit und die Unerfassbarkeit des Lebens
Diltheys Vorstellungen von der Rolle des Verstehens in unserem Zugang zur Wirklichkeit hängen wesentlich mit seinem Verständnis von Zeit und Zeitlichkeit zusammen, die auch spätere Philo- sophen, vor allem Heidegger, beeinflusst haben. 19 Zeitlichkeit ist für Dilthey denn auch die ”erste kategoriale Bestimmung” des Lebens. 20 Damit ist keineswegs nur gemeint, dass das Leben ein in der Zeit ablaufender Vorgang ist, sondern Leben und Zeit sind überhaupt nicht getrennt vonein- ander zu erfassen; sie sind zwei Begriffe für den gleichen Zusammenhang. 21 Dilthey wendet sich deswegen ausdrücklich gegen eine Übertragung der naturwissenschaftlichen "Idealität der Zeit", in der ein Vorgang und seine zeitliche Struktur gedanklich voneinander getrennt sind, auf die Geisteswissenschaften. Im Leben gebe es kein "schattenhaftes Reich der Zeitlosigkeit", das erst in einem gedanklich getrennten Schritt einer zeitlichen Struktur untergeordnet werden könnte 22 ; vielmehr sei unsere Wirklichkeit selbst uns nur in unterschiedlichen zeitlichen Modi, etwa der Erwartung oder der Erinnerung, gegeben: ”So bestimmt dies Erlebnis der Zeit nach allen Rich- tungen den Gehalt unseres Lebens.” 23 Die Zeit ist für Dilthey wiederum nicht ein von außen an das Leben herangetragener Gliede- rungsbegriff, sondern Grundelement dieses Lebens selbst. Deswegen existiert eine historische Sichtweise der Wirklichkeit nicht nur als Ergebnis wissenschaftlicher Betrachtung, sondern auch als alltäglicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses: Jeder von uns sieht sich selbst als Pro- dukt einer bestimmten Lebensgeschichte und stellt sich permanent verschiedene zukünftige Le- bensverläufe vor Augen. In der Autobiographie ist damit ”das Geschäft historischer Darstellung schon durch das Leben selber halb getan." 24 Eine Vorstellung vom Verlauf des eigenen Lebens und von der eigenen Vergangenheit zu haben, ergibt sich auch ohne ausdrückliche Reflexion aus dem Leben selbst.
Gerade aufgrund dieser ursprünglichen Zeitlichkeit des Lebens ist es nicht möglich, Zeit unab- hängig vom Leben zu beobachten. Eine solche Sichtweise brächte den dauernden Lebensfluss zum Erstarren und nähme ihm damit gerade die ihm wesentliche Veränderlichkeit: "Was wir er-
18 Stegmaier, Philosophie der Fluktuanz, a.a.O., S. 283 und S. 348.
19 Vgl. Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Frankfurt 1977 (=Band 2 der Gesamtausgabe), S. 428ff. Speziell zur Aus- einandersetzung mit Dilthey vgl. S. 525f.
20 Dilthey, Aufbau, a.a.O., S. 237. Gerade an dieser Stelle ist der Einfluss auf Heideggers Ideen zur Bedeutung der Zeitlichkeit in der Interpretation des Daseins unübersehbar. Vgl. Heidegger, Sein und Zeit, a.a.O., S. 438f. 21 Dilthey, Aufbau, a.a.O., S. 237.
22 Ebd., S. 238.
23 Ebd.
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Moritz Deutschmann, 2006, Das Verhältnis von Wissenschaft und Leben bei Nietzsche und Dilthey, Munich, GRIN Publishing GmbH
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