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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2.Grundlagen................................................................................................. 3 3
2.1 Definition eines Wechselkurssystems 3
2.2 Devisenmarkt und Wechselkurs 3
3. Grundsätzliche Unterscheidung von Wechselkurssystemen 4
3.1 Wechselkurssystem flexibler Wechselkurse 4
3.2 Währungssystem fester Wechselkurse 5
4. Analyse flexibler und fester Wechselkurse 5
4.1 Auswirkungen von geldpolitischen Maßnahmen 5
4.1.1 Geldpolitik bei flexiblem Wechselkurs 5
4.1.2 Geldpolitik bei festem Wechselkurs 6
4.2 Inflations- und Konjukturübertragungen 7
4.2.1 Inflations- und Konjunkturübertragung bei flexiblem Wechselkurs 7
4.2.2 Inflations- und Konjunkturübertragungen bei festem Wechselkurs 8
4.3 Wechselkursschwankungen Risiken und Kosten 9
4.4 Abwertungswettlauf und Abwertungsinflationsspirale bei flexiblem
Wechselkurs 10
4.5 Die Gefahr spekulativer Attacken im System fester Wechselkurse 10
5. Mischsysteme 11
5.1 Managed Floating 11
5.2 Bandbreitenfixierung mit Stufenflexibilität: Bretton Woods 12
5.3 Das Currency Board 14
6. Fazit 15
7. Literaturverzeichnis 17
8. Inernetquellenverzeichnis 17
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1. Einleitung
Währungs- und Wechselkursprobleme stehen häufig in der öffentlichen Dis- kussion. Unter den Ökonomen herrschen unterschiedliche Meinungen be- züglich der Vorteilhaftigkeit verschiedener Wechselkurssysteme. Diese Ar- beit analysiert zunächst Grundformen flexibler und fester Wechselkursyste- me sowie deren Vor- und Nachteile, bevor konkret die Mischsysteme „Mana- ged Flaoting“, die „Bandbreitenfixierung mit Stufenflexibilität“ im Bretton- Woods-System und das „Currency Board“ insbesondere im Zusammenhang mit der Argentinienkrise beschrieben werden.
2.Grundlagen
2.1 Definition eines Wechselkurssystems
Als ein Wechselkurssystem versteht man eine internationale Vereinbarung, die Wechselkursbildung der beteiligten Währungen nach einheitlichen Prinzi- pien zu gestalten. Grundformen bilden die Systeme vollständig freier und fes- ter Wechselkurse. 1
2.2 Devisenmarkt und Wechselkurs
Unter Devisen versteht man im Allgemeinen auf fremde Währungen lauten- des Geschäftsbankengeld. Devisen werden auf dem Devisenmarkt gehan- delt. 2 „Der nominale Wechselkurs ist der relative Preis der Währungen zweier Länder“. 3 Dieser lässt sich auf zwei verschiedene Arten ausdrücken. Eine Variante stellt die Preisnotierung dar. Hier wird der Preis der Auslandswäh- rung in Inlandswährung ausgedrückt, weshalb dieser Kurs auch als Preis- wechselkurs oder Devisenkurs bezeichnet wird. Die andere Variante stellt die Mengennotierung bzw. der Mengenwechselkurs dar, bei der der Wechsel- kurs dadurch ausgedrückt wird, dass man die Menge von Auslandswährung
1
Vgl. http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_12.pdf
2
Vgl. Issing (1996), S.138.
3 Mankiw (2003), S.152.
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angibt, die für eine inländische Währungseinheit zu zahlen ist. Preis- und Mengennotierung stehen also im umgekehrten Verhältnis zueinander. 4
3. Grundsätzliche Unterscheidung von Wechselkurssystemen
3.1 Wechselkurssystem flexibler Wechselkurse
In Währungssystemen flexibler Wechselkurse bestimmen allein Angebot und Nachfrage den Preis zwischen zwei Währungen. 5 Die Kursbildung erfolgt oh- ne Mitwirkung der Zentralbank, oder einer anderen dafür eingerichteten staatlichen Institution, nach den Bedingungen von Angebot und Nachfrage bildet. 6 Der aus dem Zusammentreffen der Angebots- und Nachfragekurve am Devisenmarkt sich bildende Wechselkurs (wk) wird als Gleichgewichts- wechselkurs bezeichnet. 7 Die Devisenkursbildung zwischen dem Dollar und dem Euro erfolgt z. B. nach diesem Prinzip.“ 8 Erhöht sich die Nachfrage nach US-$ so verschiebt sich die Nachfragekurve von (1) nach (2). Bei einem Wechselkurs wk werden nun entsprechend mehr Dollar nachgefragt (Punkt W). Da aber nur eine Dollarmenge entsprechend Punkt Q angeboten wird, findet aufgrund des Nachfrageüberhangs ein Ansteigen des Wechselkurses auf wk’ statt (Punkt R). Der Dollar wertet auf, der Euro wertet ab, Angebot und Nachfrage in diesem Punkt sind ausgeglichen. 9
Abbildung 1: Funktionsweise flexibler Wechselkurse
[Vgl. http://www.uni-tuebingen.de/uni/wwa/download/macro/LehrbriefWechselkursJuli04.pdf ]
5 Vgl. Weeber (2002), S.114.
6 Vgl. Issing (1996), S. 138.
7 Vgl. Wienert (2001), S.226.
8 Vgl. http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_w.php 9 Vgl. http://www.uni-tuebingen.de/uni/wwa/download/macro/LehrbriefWechselkursJuli04.pdf
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3.2 Währungssystem fester Wechselkurse
In Systemen fester Wechselkurse haben Angebots- und Nachfragekonstella- tionen auf dem Devisenmarkt keinen Einfluss auf den Wechselkurs, da die- ser auf einem bestimmten Niveau verharrt. 10 Eine staatliche Stelle, die Zent- ralbank, garantiert einen bestimmten Umtauschkurs der nationalen Währung zum Gold, einer Leitwährung oder einem Währungskorb. 11 Die Notenbank hat dabei die Aufgabe zu intervenieren, sobald sich der Kurs am Markt von der festgelegten Parität zu entfernen droht. 12 Steigt die Nachfrage nach der eigenen Währung, muss die Zentralbank diese auf dem Devisenmarkt ver- kaufen und im Gegenzug die Reservewährung kaufen. Bei Nichteingreifen entsteht ein Nachfrageüberhang, der Außenwert der Währung steigt an. Demzufolge muss die Zentralbank bei einem Angebotsüberhang die eigene Währung ankaufen und Devisenreserven in den Markt geben. Reicht der Be- stand an Devisenreserven nicht aus, so kann der festgelegte Paritätskurs nicht aufrechterhalten werden. 13
4. Analyse flexibler und fester Wechselkurse
4.1 Auswirkungen von geldpolitischen Maßnahmen
4.1.1 Geldpolitik bei flexiblem Wechselkurs
Eine restriktive Geldpolitik induziert einen Anstieg des Inlandszinses, was c.p. zu einem Nettokapitalimport führt, da das Ausland die Nachfrage nach inländischer Währung erhöht. Der Wechselkurs sinkt, die inländische Wäh- rung wertet auf, was zusätzliche Importe und verringerte Exporte bewirkt. Die Leistungsbilanz wird passiv, das Volkseinkommen geht zurück.
Wirkungsweisen einer expansiven Geldpolitik verlaufen retrograd. Der An- stieg der Geldmenge führt zu einer Zinssenkung im Inland, welche wiederum einen Nettokapitalexport induziert. Da die Notenbank nicht interveniert steigt der Wechselkurs. Der Abwertung der inländischen Währung folgt eine Erhö-
11 Vgl. Weeber (2002), S.115.
12 Vgl. Issing (1996), S.234.
13 Vgl. Weeber (2002), S.115.
Quote paper:
Fabian Henkel, 2006, Wechselkurssysteme - eine kritische Analyse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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