Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Begriffsdefinition 1
3 HipHop History 2
3.1 USA. 2
3.2 Germany 3
4 Die HipHop-Szene 3
4.1 Szenen-Profil. 4
4.1.1 Stil 4
4.1.2 Graffiti (Writing) 5
4.1.3 DJing 5
4.1.4 MCing und Rap 6
4.1.5 Breakdance (B-Boying) 6
4.2 Wettbewerb (Competition) 7
5 Die HipHop-Jugend. 7
5.1 Der Szenen-Kern 8
5.2 Die Szenen-Interessierten. 9
5.2.1 Lebenseinstellung. 9
6 Motivation und Auswirkungen der Szene auf die Jugend. 10
6.1 Motivationsgründe 10
6.2 Auswirkungen 11
7 Schlussbemerkung. 14
8 Quellen 15
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1 Einleitung
HipHop ist angesagter denn je. In Amerika ist HipHop-Musik ein Riesengeschäft. Die Alben der HipHopper verkaufen sich millionenfach und können sich oft wochenlang in den Top Ten der US-Charts halten. 1 Das wirkt sich natürlich auch in Deutschland aus: Der deutsche HipHop-Markt boomt. Deutsche Rapper erstürmen fast wöchentlich mit neuen Songs und Alben die deutschen Charts. In letzter Zeit findet man überwiegend Songs aus der HipHop - Szene in den „Top Ten“ und nicht selten auf dem ersten Platz.
Dieses Phänomen wird nicht zuletzt auf eine immer größere Beliebtheit in der Jugendszene zurückgeführt. HipHop als Jugendkultur ist zurzeit „voll fett am Start“, wie es in HipHop-Jargon heißen würde. Wie sich dies auf die Jugend auswirkt und wieso dieser Musikstil auf immer mehr Sympathie bei den deutschen Jugendlichen stößt, möchte ich im Folgenden erforschen.
2 Begriffsdefinition
HipHop! Was soll das sein? „Hip Hop ist eine kulturelle Bewegung, die ihre Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos New York Citys der 1970er Jahre hat und sich mittlerweile zu einer weltweiten Subkultur der urbanen Jugend entwickelt hat.“ 2 HipHop ist nicht synonym mit Rap-Musik zu verwenden. HipHop ist der Oberbegriff für einen umfassenderen kulturellen Komplex. 3 Dieser kulturelle Komplex setzt sich aus vier Elementen zusammen: MCing (Rap), DJing, Graffiti sowie Breakdance - auf diese vier Elemente werde ich später genauer eingehen - und umfasst das gesamte kulturelle Umfeld wie spezifische Mode, Stil, Einstellungen und Ideologien. 4
Doch wie kam es zu den vier Elementen dieser Kultur und zum HipHop selbst? Um den Zusammenhang dieser vier Elemente zu verstehen, muss der geschichtliche Hintergrund der HipHop-Kultur durchleuchtet werden.
1 vgl. S.M.U.D.O in Deese u.a. 1996, S. 66
2 zit. aus: www.biologie.de
3 vgl. Kottmann 2002, S. 1
4 vgl. www.biologie.de
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3 HipHop History
Der HipHop hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einer der einflussreichsten und auch kommerziell erfolgreichsten Musikerscheinungen der Welt entwickelt. Anfangs war sie die Musik einer sozial schwachen Gesellschaftsschicht, heute ist sie Weltmusik.
3.1 USA
Wir befinden uns in den Vereinigten Staaten, New York, Mitte der 70er Jahren. In den schwarzen Vierteln Brooklyn, Harlem, aber vor allem in der Bronx, herrschen unzumutbare Zustände. Drogen, Kriminalität und Gewalt zwischen verschiedenen Gangs gehören zum Alltagsbild. 5 Durch eine verfehlte Modernisierungspolitik werden die Stadtviertel zerstört und sind total heruntergekommen. Jeder der es sich leisten konnte, ist bereits in eine bessere Gegend gezogen. Es sind nur sozial schwache Familien, vor allem schwarze und hispanische Bewohner geblieben. Es entsteht eine von der Mehrheitsgesellschaft der Weißen abgeschlossene und heruntergekommene Ghettowelt. Leerstehende Fabriken, dreckige Straßen und Hinterhöfe sowie ein zunehmender Zerfall wirken mehr als trostlos auf die Ghettobewohner. 6
In dieser Weise von der Mehrheitskultur isoliert, entwickeln die afroamerikanischen Ghettobewohner eigene Formen der kulturellen Organisation. Es finden die ersten Block Partys statt - illegale, meist spontan organisierte Partys, die in alten Fabrikgebäuden oder unter freiem Himmel in den Parks und Straßen der Bronx stattfinden. Diese Block Partys gelten als der Anfang der HipHop-Bewegung 7 , weil sich hier die vier Elemente (DJing, MCing, Graffiti und Breakdance) der HipHop-Kultur vereint haben. Den Schwarzen aus der Bronx ging es vornehmlich darum, in ihrer HipHop-Kultur auf die Missstände und ihre Lebenssituation aufmerksam zu machen und diese zu verarbeiten. 8
5 vgl. Biedert 1999, S. 37
6 vgl. Häfner 2003, S. 56
7 vgl. www.biologie.de
8 vgl. Christiansen 2001, S. 2
07201 - HipHop Kiddys Seite: 3
Doch HipHop wurde schnell von den Massenmedien entdeckt und immer mehr vermarktet. Nun waren es nicht nur die Afroamerikaner aus den Ghettos, die diese Kultur zelebrierten, sondern auch Weiße, die meist aus guten Lebensverhältnissen kamen. 9 Zum neuen Anlaufpunkt der HipHopper wurde immer öfters "die großstädtische Diskothek, in der die ersten Rapper zur Musik aus Drummachines und Synthesizern spontane Texte reimten und das tanzende Publikum anfeuerten oder mit kleinen Nachrichten aus der Szene versorgten." 10
3.2 Germany
Wie viele andere Importprodukte wie z.B. Cola, Pepsi oder der Hamburger, kann der HipHop ebenfalls als eine Art Importprodukt gesehen werden. Nachdem sich die HipHop-Szene in den USA etabliert hatte, gelangte sie nach Europa und somit auch nach Deutschland. Nun war es jedoch schwierig für die in Deutschland Lebenden, sich mit dem geschichtlichen Hintergrund der HipHop-Szene zu identifizieren. Schließlich fand die HipHop-Szene vor allem in der Mittelschicht Gehör, die wissentlich nicht unbedingt aus benachteiligten, afroamerikanischen
Ghettobewohnern besteht. Hinzu kam noch, dass viele die Texte nicht wirklich verstanden oder nicht viel damit anfangen konnten. Der HipHop-Boom in Deutschland blieb somit vorerst aus. Die US-Superstars dieser Szene hatten (bis Ende der 90er Jahre) in Deutschland nicht einmal ansatzweise so viel Erfolg wie in den USA. 11 Von einem HipHop-Boom konnte erst Ende des Jahrhunderts gesprochen werden. HipHop und somit auch Rapmusik wurde als ein cooler, neuer Sound entdeckt und diente nun Vielen als eine weitere Form der Unterhaltung. Musik ist jedoch mehr als nur Sound oder Unterhaltung.
4 Die HipHop-Szene
Für Leute zwischen zwölf und 25 ist Musik neben Sport das, wofür sie am meisten Interesse aufbringen. 12 „Die Musik, die man hört, hängt mit der eigenen Persönlichkeit zusammen, mit der persönlichen Geschichte, der Position in der
9 vgl. Christiansen 2001, S. 2
10 zit aus: Baacke 1998, S. 83
11 vgl. S.M.U.D.O in Deese u.a. 1996, S. 68 ff
12 vgl. Khazaleh 2000
Arbeit zitieren:
Karl-Heinz Konnerth, 2005, Hip Hop Kiddys - Die Jugendkultur der HipHop-Szene, München, GRIN Verlag GmbH
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