II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis.......................................................................................................... II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit 1
2. Grundtypen des Alterssicherungssystems 1
2.1 Das Generationenmodell 1
2.2 Das Umlageverfahren. 3
2.3 Das Kapitaldeckungsverfahren. 4
2.4 Weitere Organisationsformen. 5
2.5 Einflussfaktoren auf die Rentenpolitik. 5
2.5.1 Der Beitragssatz 5
2.5.2 Das Rentenniveau. 6
3. Die drei Säulen der deutschen Altersvorsorge 7
3.1 Die gesetzliche Rentenversicherung 7
3.2 Die betriebliche Rentenversicherung 8
3.3 Die private Vorsorge 9
4. Problemfelder der GRV 9
4.1 Der demographische Wandel 9
4.2 Der soziale Wandel 12
4.3 Der wirtschaftliche Wandel. 12
5. Optionen zur Überwindung der Probleme und Fazit. 14
Anhang VI
Literaturverzeichnis. XVII
Verzeichnis der Gesetze und Rechtsverordnungen XX
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Umlageverfahren.
Abbildung 2 Kapitaldeckungsverfahren.
Abbildung 3 Lebenserwartung bei der Geburt
Abbildung 4 Bevölkerungspyramide 1950.
Abbildung 5 Bevölkerungspyramide 2001.
Abbildung 6 Bevölkerungspyramide 2050
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Entwicklung der Geburten- und Sterbezahlen in Deutschland ...................... IX Tabelle 2 Bevölkerungsentwicklung 2000 - 2050 ......................................................... XI Tabelle 3 Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in Deutschland.................................... XII Tabelle 4 Erwerbspersonen vs. Erwerbstätige .............................................................. XII Tabelle 5 Erwerbstätige nach Altersgruppen ...............................................................XIII Tabelle 6 Ausgaben und Beitragssätze der GRV ..........................................................XV Tabelle 7 Entwicklung des Rentenniveaus.................................................................. XVI
1
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
Ist die Rente sicher? Diese Frage beantwortete Norbert Blüm vor ca. 20 Jahren im Bundestag positiv. Dass jedoch große Probleme auf das deutsche Rentensystem zukommen würden, war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt. So geht die Entwicklung der Bevölkerungszusammensetzung in der Bundesrepublik Deutschland und die damit verbundene Problematik des deutschen Alterssicherungssystems bereits auf die 1970er Jahre zurück. Gab es in den 1960ern noch einen stetigen Anstieg der Geburtenzahlen in Deutschland, drehte sich dieser Trend in dem darauffolgenden Jahrzehnt. Gleichzeitig steigt seit dieser Zeit die Lebenserwartung von Männern und Frauen kontinuierlich an. 1 Diese zwei wesentlichen und eventuell auch noch andere Schwachstellen des umlagefinanzierten Alterssicherungssystems in Deutschland gilt es innerhalb dieser Arbeit aufzudecken und zu analysieren. Dazu werden zunächst im zweiten Teil der Ausarbeitung die theoretischen Grundlagen des deutschen Rentenversicherungssystems dargestellt. Im dritten Kapitel wird dann auf das aktuelle System der Altersvorsorge in Deutschland eingegangen. Im darauffolgenden Kapitel wird die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung mit ihren Problemen im Vordergrund der Betrachtung stehen. Die Möglichkeiten der Gestaltung eines Alterssicherungssystems zur Überwindung der beschriebenen Probleme sind Thema des fünften Kapitels.
2. Grundtypen des Alterssicherungssystems
Bevor im dritten Kapitel auf die eigentlichen Problemfelder und Schwächen des deutschen Rentenversicherungssystems eingegangen wird, werden im folgenden Abschnitt grundlegende Voraussetzungen zur Problemlösung vermittelt. Dazu werden zum einen Formen und Typen der Altersvorsorge dargestellt und zum anderen themenrelevante Einflussfaktoren näher erläutert.
2.1 Das Generationenmodell
Aufgrund der Komplexität der realen Welt greift man in der Wissenschaft häufig auf Modelle zurück, welche die Welt in vereinfachter Form darstellen sollen, um sie besser analytisch betrachten zu können. Das Modell überlappender Generationen ist beispiels-
1 Siehe Breyer, F. (1990), S.11.
2
weise im Fall der Alterssicherungsanalyse ein hilfreiches Mittel zur Bearbeitung des vorliegenden Problems.
Grundsätzlich kann der Lebenszyklus eines Menschen in drei Perioden unterteilt werden: Kindheit (erste Periode), Erwerbsphase (zweite Periode), Ruhestandsphase (dritte Periode). 2 Innerhalb dieses Modells ist jedoch nur die Phase des Erwerbs sowie die Rentenphase relevant, wobei Periode t die Erwerbsphase und Periode t+1 die Ruhe-standsphase eines Individuums darstellen. Da für das Problem der Altersvorsorge nur die Erwerbstätigen und Rentner eine Rolle spielen sollen, wird der Konsum der Kinder nicht separat, sondern als jener der Eltern erfasst. 3 Da in jeder Periode t N t Erwerbstätige und N 1 Rentner existieren und gleichzeitig in jeder Periode Individuen aktiv wer-
− t
den 4 bzw. sterben, zeigt sich intuitiv eine Überlappung der Generationen. 5 Daraus ergibt sich eine Wachstumsrate der Aktiven n t sowie eine Wachstumsrate der Lohnsätze g t in Periode t, wobei:
n t =
ven gibt also an, um wie viel größer die Anzahl der in Periode t geborenen Aktiven gegenüber der Anzahl der in t-1 geborenen Aktiven ist. Die Wachstumsrate der Lohnsätze spiegelt analog die Entwicklung der Entlohnung zwischen den jeweiligen Perioden wider, wobei hier w t dem Bruttoeinkommen eines jeden Individuums im Jahr t entspricht. Dieser Aspekt ist insofern für die Betrachtung der Alterssicherung relevant, da sich bei Einführung einer kollektiven Alterssicherung der Lohn w t um den vom Rentenversicherungssystem abhängigen Beitragssatz mindert. In Kapitel 2.2 und 2.3 sollen deshalb mit dem Umlage- bzw. Kapitaldeckungsverfahren die Finanzierungsformen der Rentenversicherungssysteme dargestellt werden, die für das Thema dieser Arbeit von Bedeutung sind. 6
2 Vgl. Breyer, F. (1990), S. 2.
3 Vgl. Windhövel, K. (2003), S. 6.
4 Aktiv ist hier gleichzusetzen mit erwerbstätig, d.h. es findet ein Übergang von der ersten Periode „Kind-
heit“ zur zweiten Periode „Erwerbsphase“ statt.
5 Siehe Homburg, S. (1988), S. 16.
6 Siehe Windhövel, K. (2003), S. 7.
3
2.2 Das Umlageverfahren
Sowohl beim Umlageverfahren als auch beim Kapitaldeckungsverfahren als Finanzie-rungsformen der Alterssicherung existiert eine Rentenanstalt, die sämtliche Rentenbeiträge in sich vereint und diese Einnahmen dann abhängig vom jeweiligen Rentensystem an die entsprechenden Individuen verteilt. 7 Das grundsätzliche Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Umlageverfahren und dem Kapitaldeckungsverfahren ist die zeitliche Divergenz zwischen den Rentenbeiträgen (Einzahlung) und den Leistungen (Auszahlung), wobei das Umlageverfahren wie folgt funktioniert:
Sämtliche Rentenleistungen, die ein nicht mehr Erwerbstätiger in einer Periode t erhält, werden durch Beitragszahlungen der Aktivengeneration in Periode t finanziert. Es finden demnach Finanzströme von der erwerbstätigen Generation zur Rentnergeneration statt. So zahlt beispielsweise ein in Periode t lebender Erwerbstätiger einen Beitrag zur Alterssicherung an einen ebenfalls in Periode t lebenden Rentner. Dieser Rentner hat dagegen seinen Beitrag zur Alterssicherung bereits in Periode t-1 geleistet, da er in dieser Periode als Erwerbstätiger Rentenbeiträge an die Ruheständler dieser Zeit gezahlt hat. Gleiches gilt analog für die aktive Generation in Periode t, welche in t+1 als Rentner von den Beiträgen der dann aktiven Generation profitieren wird. 8 Die Finanzierungsströme innerhalb einer jeden Periode sind in Abbildung 1 veranschaulicht. Hier wird deutlich, dass die Einzahlungen E t und die Auszahlungen A t innerhalb derselben Periode die gleiche Höhe haben, wobei E t = N t *w t *b t und A t = N 1 t *d t
−
sind. Die Einnahmen sind demnach abhängig von der Anzahl der Erwerbstätigen N t , dem durchschnittlichen Lohneinkommen w t sowie dem Beitragssatz zur Rentenversicherung b t . Die Ausgaben innerhalb einer Periode t sind dagegen das Produkt aus Anzahl der Ruheständler sowie ihrer durchschnittlichen Pro-Kopf-Rente. Die Tatsache, dass die Einnahmen innerhalb einer Periode t den Ausgaben in dieser Periode entsprechen, also E t = A t ist, wird auch als „Grundgleichung des Umlageverfahrens“ bezeichnet und stellt das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zum Kapitaldeckungsverfahren dar.
Bei Betrachtung der oben genannten Grundgleichung sowie durch das Einbeziehen der in Kapitel 2.1 beschriebenen Wachstumsrate der Erwerbstätigen ergibt sich gesetzmäßig
7 Vgl. Breyer, F. (1990), S. 4 f.
8 Siehe Windhövel, K. (2003), S. 8 f.
Arbeit zitieren:
Silvio Börmck, 2006, Die Altersvorsorge in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Konfrontative Pädagogik - Grundlagen und Realisierung in der Jugendhil...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 29 Seiten
Konfrontation im Anti-Aggressivitäts-Training: Zur gegenwärtigen Kriti...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Wissenschaftlicher Aufsatz, 20 Seiten
Anti-Aggressivitäts-Training im Jugendvollzug - Möglichkeiten und Gren...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 33 Seiten
Die Probleme der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung - Ist die G...
Soziologie - Wirtschaft und Industrie
Hausarbeit, 25 Seiten
Wie stabil ist das System der gesetzlichen Rentenversicherung nach den...
Diplomarbeit, 86 Seiten
Die Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen...
Wird durch den morbiditätsorie...
Diplomarbeit, 101 Seiten
Methoden zur Zusammenarbeit mit Klienten bei Zwangskontakten in sozial...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 71 Seiten
Kroatien als Beitrittskandidat für die EU
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Seminararbeit, 37 Seiten
Die Reform des deutschen Rentenversicherungssystems
VWL - Makroökonomie, allgemein
Examensarbeit, 72 Seiten
Einbringung in eine Kapitalgesellschaft im UmwStG
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 39 Seiten
Die Förderung der Berufsorientierung als Aufgabe der Hauptschule
Eine vergleichende Untersuchun...
Examensarbeit, 148 Seiten
Der Risikostrukturausgleich - Funktion und Berechnungen
Referat (Ausarbeitung), 19 Seiten
Die Systeme der Sozialversicherung: Rente
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit, 26 Seiten
Warum ist die gesetzliche Rente nicht mehr zukunftssicher?
Politik - Didaktik, politische Bildung
Hausarbeit, 21 Seiten
Juvenile Boot Camps - Wie sinnvoll und erfolgreich sind Juvenile Boot ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Seminararbeit, 22 Seiten
Silvio Börmck hat den Text Die Altersvorsorge in Deutschland veröffentlicht
Silvio Börmck hat einen neuen Text hochgeladen
Private Altersvorsorge: Betriebsrentenrecht und individuelle Vorsorge
Eine Gesamtschau des Betriebsr...
Markus Roth
Individuelle und kollektive Freiheit im Arbeitsrecht
Gedächtnisschrift für Ulrich Z...
Thomas Dieterich, Martine Le Friant, Luca Nogler, Katsutoshi Kezuka, Heide Pfarr
Lesekompetenz, Unser Planetens...
Ingrun Behnke, Angelika Boehm-Hilden
DIFFÉRENCES INDIVIDUELLES COGNITIVES ET APPRENTISSAGE DES L2
L'influence des différences in...
Tatiana Carapet
Rationalität im Prozess kultureller Evolution
Ratinoalitätsunterstellungen a...
Hansjörg Siegenthaler
Deutschland Supertouring 1 : 400 000. Autoatlas
Touristische Informationen. Ci...
Deutschland Supertouring 1
0 Kommentare