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Inhaltsverzeichnis:
Seite
1. Fußball als Medienspektakel. 3
2. Methodenerläuterung 4
3. Befragung und Interviewtechnik 5
4. Die Fußballveranstaltung als Fest 8
4.1 Der rituell-festive Charakter von Fußball-Veranstaltungen 8
4.2 Bedeutungsaufladung von Spielern 10
5. Bedeutungsaufladung in der Gegenwart 12
6. Literaturverzeichnis 13
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Festforschung: Kulturelle Aspekte der Fußballveranstaltung als Massenereignis - Methodenerläuterung: Befragung / Interview
1. Fußball als Medienspektakel
Sich mit Fußball in wissenschaftlicher Form auseinanderzusetzen, ist -wie schon Hermann Bausinger erkannte 1 - nicht immer leicht. Schließlich ist dieser Sport für viele eine Freizeitbeschäftigung, bei der man wissenschaftliche Theorien und Arbeiten weder erwartet noch ernst nimmt. Dennoch haben sich seitdem einige Volkskundler und Wissenschaftler anderer Disziplinen an das Phänomen Fußball gewagt. Schließlich handelt es sich um einen Sport mit einer langen und bewegten Geschichte, der wie kein anderer die Massen begeistert und dessen Spiele inzwischen zu Veranstaltungen mit festen Bräuchen und Sitten geworden sind. Auch wenn man sich noch um die ursprüngliche Herkunft des Fußballs im Unklaren ist 2 , so steht doch außer Frage, dass er in seiner heutigen Form durch Frankreich und v.a. durch England geprägt und weiterentwickelt wurde. 3 Bereits 1863 wurde Fußball (noch in einer Mischung mit Rugby) in den public schools gespielt.
Nachdem diese Bildungsinstitutionen eine Vereinheitlichung der Regeln forderten, wurde das Regelwerk durch die `Football Association´ (FA) festgesetzt. Schon 1871 gab es ein Ligasystem mit einem von der FA gestifteten Pokal. 4 „Bereits ab Mitte der 1880er Jahre kristallisierten sich aufgrund eines größeren Zuschauerzuspruches kommerzielle Strukturen heraus, die in die 1888 gegründete Profiliga mündeten.“ 5 Durch Studenten, Lehrer und Touristen gelangte Fußball schließlich auch nach Deutschland, wo um 1878 in Hannover der erste Fußballverein gegründet wurde. 1900 wurde außerdem der deutsche Fußballbund gegründet, der inzwischen etwa 20 000 Vereine und über 130 000 Mannschaften umfasst. 6 Spätestens die Gründung der Bundesliga im Jahre 1963 sorgte dann dafür, dass der Fußball auch in Deutschland zum Volkssport Nummer eins wurde und so zu einem Medienspektakel der Gegenwart werden konnte.
1 Vgl. Bausinger 1999, S. 36f
2 vgl. Müller 2002, S.48f
3 vgl. Müller 2002, S. 51
4 vgl. Eggers 2002, S. 68
5 Eggers 2002, S. 68
6 vgl. Bausinger 1999, S. 37
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2. Methodenerläuterung
Überall in unserem Alltag werden Daten der empirischen Sozialforschung verwendet. Vor allem Meinungsumfragen, Leseranalysen oder Befragungen zu bestimmten Produkten werden zu Zwecken der Marktforschung betrieben. Um diesen Themenbereich näher erläutern zu können, sind zunächst einige Definitionen der verwendeten Bezeichnungen nötig. Laut Atteslander versteht man unter empirischer Sozialforschung „die systematische Erfassung und Deutung sozialer Tatbestände“, 7 wobei empirisch erfahrungsgemäß bedeutet. Systematisch heisst, dass „die Erfahrung der Umwelt nach Regeln zu geschehen hat“ 8 und Tatbestand kann z.B. das beobachtbare menschliche Verhalten sein. 9
Die oben genannten Analysemöglichkeiten zählen zu den Methoden der empirischen Sozialforschung. Darunter „verstehen wir die geregelte und nachvollziehbare Anwendung von Erfassungsinstrumenten wie Befragung, Beobachtung (oder) Inhaltsanalyse.“ 10 Im Folgenden soll besonders auf die Befragung und das Interview eingegangen werden. Durch diese wie auch andere Methoden entstehen soziale Daten. „Unter sozialen Daten im engeren Sinne verstehen wir systematisch erhobene Aspekte gesellschaftlicher Wirklichkeit.“ 11 Diese möglichst objektiv erfassten Daten (z.B. die Aussagen einer Befragung) müssen anschließend ausgewertet werden. Probleme entstehen dabei vor allem durch eine verkürzte und stichpunktartige Darstellung der Ergebnisse. Oftmals wird nur eine beeindruckende Zahl genannt, die aber alleine wenig aussagekräftig ist, da beispielsweise die Fragestellung, die Art der Befragten und die restlichen Daten unerwähnt bleiben. Aus diesem Grund ist stets ein Missbrauch und die Verfälschung solcher Daten möglich. 12
Dieses Problem war auch in den in Punkt 4.2 durchgeführten Befragungen erkennbar. Jedoch wurde vom Fragensteller z.B. auf eine ausgewogene Auswahl von weiblichen und männlichen Befragten geachtet, so dass bei dieser Stichprobenbefragung zumindest eine gewisse Repräsentativität gegeben ist.
7 Atteslander 1995, S.11
8 Atteslander 1995, S. 11
9 vgl. Atteslander 1995, S. 12
10 Atteslander 1995, S. 13
11 Atteslander 1995, S. 23
12 vgl. Atteslander 1995, S. 24f
Arbeit zitieren:
Diplom-Germanist / -Journalist Martin Siegordner, 2003, Festforschung: Kulturelle Aspekte der Fußballveranstaltung als Massenereignis, München, GRIN Verlag GmbH
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