Inhalt
Sachanalyse S 3
Didaktische Analyse S 4
a ) Unterrichtsgegenstand S 4
b ) Medieneinsatz S 5
Methodische Analyse S 5
Lernziele S 8
Verlaufsplan S 8
Literatur S 10
Anhang – Arbeitsaufträge S 11
2 NA
Sachanalyse
Mittelalterliche Burgen stellten die Herrschaftssitze der Ritter und Adligen dar. Sie waren verteidigungsfähige Bauten, die den Schutz der Adligen vor Angriffen benachbarter Herrscher oder umherziehender marodierender Banden gewährleisten sollten. Deshalb bevorzugte man als Bauplatz für die Burgen Stellen, die sich für die Verteidigung des umliegenden Landes, der Handelswege, Wasserstraßen oder Grenzen besonders gut eigneten. Die natürlichen Gegebenheiten waren dabei von besonderer Bedeutung. Die Burg sollte nach Möglichkeit nur eine Angriffseite aufweisen und der Zugang sollte lediglich für einen Reiter Platz lassen. Die Wege legte man so an, dass mögliche Angreifer mit dem Waffenarm zur Burg gewandt ritten und deshalb ohne Deckung blieben. Je nach Lage der Burg unterscheidet man heute zwischen Felsenburgen, Wasserburgen und Gipfelburgen.
Aufgebaut waren Burgen folgendermaßen: sie bestanden aus einer Burgmauer, die an mehreren Stellen durch Türme verstärkt war, um eine bessere Verteidigung zu ermöglichen. Entlang der Mauer befanden sich Zinnen und Schießscharten oder Pechnasen, durch die man den Feind beobachten und Steine, brennbares Material (wie Pech und Teer) oder andere Gegenstände hinab werfen konnte, um die Angreifer zurückzudrängen.
Am Haupttor befand sich die Zugbrücke, die, wenn sie hochgezogen war, die Burg nach außen hin vor unerwünschten Eindringlingen schützte. Zwischen Burgtor und Hauptburg befand sich die Vorburg. Hier war alles zu finden, was die Bewohner oder auch die Besucher, zu denen auch Gesinde und Bauern zählten, zum täglichen Leben benötigten. Der Bergfried war der höchste Turm in einer Burg. Die Eingangstür befand sich aus Sicherheitsgründen im ersten Stock. Man gelangte dorthin über eine Einstiegsleiter, die bei Gefahr hochgezogen oder zerstört wurde. Im Innern des Turmes befand sich ein weiträumiger Saal. Durch eine Öffnung in der Decke gelangte man in die oberen Etagen. Zwei weitere Stockwerke lagen unterirdisch, in denen der Brunnenschacht, die Vorratsräume und eine Sickergrube für Fäkalien waren. Der Bergfried diente als letzte Zuflucht bei einem Angriff. Das eigentliche Wohnhaus des Burgherrn war der Palas. Ein großer Saal bildete das Kernstück des Wohnhauses und diente als Versammlungsraum und Sitzungssaal. Die Kemenate war oft der einzige Raum der Burg, der beheizt wurde.
3
Mittelalterliche Architektur hatte immer einen hohen Symbolgehalt. Aus diesem Grund dienten Burgen nicht nur als Lebensraum, sondern waren auch Statussymbole und Machtzeichen. Sie boten durch ihren Aufbau aber auch realen und psychologischen Schutz, zumindest vor kleineren marodierenden Banden, wilden Tieren und Kriegsknechten feindlicher Nachbarn.
Unterrichtsgegenstand
In der nordhessischen Region sind einige Burgen bzw. Burgruinen zu finden, die viele Schülerinnen und Schülern bereits gesehen oder mit ihren Eltern besucht haben könnten. Es ist also zu vermuten, dass zumindest ein Teil einer Klasse bereits einmal mit Burgen als Spuren der Vergangenheit in Kontakt gekommen ist und darauf aufbauend ein Interesse für diese Zeugnisse der Vergangenheit entwickelt hat.
Die genannten Berührungspunkte spiegeln jedoch nur unzureichend wieder, was das Leben auf einer mittelalterlichen Burg ausmachte. Mit der geplanten Unterrichtseinheit möchte ich das oft nur unstrukturiert vorhandene Wissen über das Leben auf einer Burg um eine fachliche, fundierte Basis erweitern und damit sicher vorhandenen Interesse über das Leben in vergangenen Zeiten fördern.
4
Quote paper:
Doreen Fricke, 2005, Unterrichtsstunde: Das Leben auf der Burg (mit Einsatz der CD Rom "Löwenzahn 3" - 4. / 5. Klasse), Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Unterrichtsstunde: Kindheit auf der mittelalterlichen Burg
Ein Entwurf für geschichtsbezo...
Lesson Plan, 18 Pages
Kriterien für den Umgang mit geschichtlichen Darstellungen
Project Report, 8 Pages
Unterrichtsstunde: Der Ritter und sein Schild (4. Klasse)
Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)
Lesson Plan, 15 Pages
Historisches Lernen im Sachunterricht
Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)
Termpaper, 17 Pages
Pippi Langstrumpf - eine didaktische Analyse
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Historischer Sachunterricht in der Schule
Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)
Termpaper, 22 Pages
Diskussion, Podiumsdiskussion und Debatte im Politikunterricht
Politics - Didactics, Political Education
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Montessori-Pädagogik in der Hauptschule - Eine analytische und kritisc...
Examination Thesis, 80 Pages
Mit einem Unterrichtsbeispiel ...
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Termpaper, 20 Pages
Rollentheorie und Erving Goffman
Sociology - Classics and Theoretical Directions
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Durchführung und Evaluation des Lernentwicklungsportfolio - Ein Beitra...
Examination Thesis, 35 Pages
Unterrichtsstunde, 1. Klasse: Wir finden heraus, wie viele Möglichkeit...
Mathematics For Pre-University Students
Lesson Plan, 18 Pages
Moderner Tanz - Einführung in den Tanz - Hip teens don't wear blue...
Sport - Sport Pedagogy, Didactics
Lesson Plan, 20 Pages
Bewegung und Konzentrationsförderung durch Bewegung bei Kindern im Gru...
Examination Thesis, 121 Pages
Grundzüge der Befreiungspädagogik Paulo Freire
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Die UN-Konvention zum Schutze der Rechte von Menschen mit Behinderung
Nur schöne Worte oder auch Per...
Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Scholarly Essay, 24 Pages
Doreen Fricke has published the text Unterrichtsstunde: Das Leben auf der Burg (mit Einsatz der CD Rom "Löwenzahn 3" - 4. / 5. Klasse)
Doreen Fricke has uploaded a new text
0 comments