Inhaltsverzeichnis Seite I
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 1
1.1. Ziel und Aufbau der Arbeit 1
1.2. Begriffliche Abgrenzungen 1
2. Historische Entwicklung 2
3. Aktuelle Situation 3
3.1. Allgemeines. 3
3.2. Kurzfristige Entwicklung. 3
3.3. Qualifikatorische Unterschiede 4
3.4. Aktive Arbeitsmarktpolitik 4
4. Aussichten. 5
5. Fazit 5
Anhang
Literaturverzeichnis
Einleitung Seite 1
1. Einleitung
1.1. Ziel und Aufbau der Arbeit
In dieser Ausarbeitung wird die Entwicklung und aktuelle Arbeitsmarktlage der neuen Bundesländer dargestellt sowie eine Prognose über den weiteren Verlauf gegeben. Die Hausarbeit besteht aus fünf Kapiteln. Zu Beginn werden die wichtigsten Begriffe erläutert. In Kapitel zwei schließt sich ein historischer Überblick an. Anschließend beschäftigt sich Kapitel drei mit der aktuellen Arbeitsmarktlage. Abschließend folgen eine Prognose und ein Fazit in Kapitel vier und fünf.
1.2. Begriffliche Abgrenzungen
Nachfolgend wird erklärt, wie die arbeitsmarktanalytischen Begriffe in dieser Arbeit genutzt werden.
Unter Arbeitslosen werden Arbeitssuchende erfasst, die registriert und arbeitsfähig sind, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, weniger als 15 Stunden pro Woche beschäftigt sind und nicht durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ausgenommen sind. Die im folgenden verwendete Arbeitslosenquote ergibt sich durch Bezug der registrierten Arbeitslosen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen. 1 Die stille Reserve (nicht Erwerbspersonen) setzt sich aus zwei Gruppen zusammen. Stille Reserve im engeren Sinne (passive Reserve) bezeichnet diejenigen Personen, die bei hochkonjunktureller Lage voraussichtlich auf den Arbeitsmarkt drängen würden. 2 Die Stille Reserve in Maßnahmen (aktive Reserve) umfasst alle Personen, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (sekundärer Arbeitsmarkt) befinden. 3 Der Sachverständigenrat benutzt zusätzlich den weiteren Begriff der verdeckten Arbeitslosigkeit. Darin sind subventioniert Beschäftigte sowie nicht erwerbstätige Teilnehmer an Maßnahmen zur Entlastung des Arbeitsangebotes enthalten. 4
1 Vgl. Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.), Arbeitsmarkt in Zahlen, Jahreszahlen und Zeitreihen 2000,
Nürnberg 2001 (im folgenden zitiert als: „BfA, Arbeitsmarkt 2000“), Seite IV.
2 Vgl. Emmerich, K., Fuchs, J., Hoffmann, E., Schnur, P., Thon, M., Walwei, U., Zika, G., Signalisiert die
aktuelle Besserung am Arbeitsmarkt bereits die Trendwende?, in: Institut für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.), IAB Werkstattbericht (Ausgabe Nr. 5, 10.4.2001),
Nürnberg 2001 (im folgenden zitiert als: „Emmerich, K., Besserung am Arbeitsmarkt?“) S. 4.
3 Vgl. Bach, H-U., Koch, S., Kohler, H., Magvas, E., Pusse, L., Spitznagel, E., Der Arbeitsmarkt im Jahr
2001, in: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.), IAB
Kurzbericht (Ausgabe Nr. 1, 14.2.2001), Nürnberg 2001 (im folgenden zitiert als: „Bach, H-U.,
Arbeitsmarkt im Jahr 2001“), S. 9.
4 Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Hrsg.), Chancen
auf einen höheren Wachstumspfad - Jahresgutachten 2000 / 2001, Berlin 2000 (im folgenden zitiert als:
„Sachverständigenrat, Jahresgutachten 00/01“), S. 80f.
Historische Entwicklung Seite 2
2. Historische Entwicklung
Aufgrund der Wiedervereinigung im Jahre 1991 und dem damit verbundenen Systemwechsel gingen in Ostdeutschland schlagartig rund eindrittel aller Arbeitsplätze verloren. Die Zahl der Arbeitslosen stieg 1992 auf rund 1,2 Mio. Personen an. Hinzu kamen weitere 1,2 Mio. Personen, die der stillen Reserve zugerechnet werden können. 5 Zu begründen ist dieser drastische Anstieg der Arbeitslosigkeit unter anderem mit der Entwertung des Kapitalstocks und dem Verlust traditioneller Absatzmärkte. 6 Im Zeitraum von 1992 bis 1995 pendelte die Arbeitslosenquote zwischen 15 und 16%. 7 In dieser Zeit trat insbesondere eine expansive Tariflohnpolitik hinzu, die Lohnanstiege weit über dem Produktivitätsanstieg zur Folge hatte. 8 Im gleichen Zeitraum ging die verdeckte Arbeitslosigkeit um rund 600.000 Personen zurück. Dies ist vor allem auf den starken Rückgang der Kurzarbeit sowie Altersübergangs- und Vorruhestandsgeld-Empfänger zurückzuführen. 9 1996 und 1997 gab es nochmals einen Sprung bei den Arbeitslosenzahlen, der zu großen Teilen durch die weitere Rückführung der aktiven Arbeitsmarkpolitik begründet ist. 10 Seitdem hat sich die Arbeitslosenquote zwischen 18,5 und 19,5% eingependelt. 11 Die konjunkturell bessere Lage der letzten Jahre hatte keine Auswirkungen auf die ostdeutschen Arbeitslosenzahlen.
Bei sektoraler Betrachtung des Arbeitsmarktes ergibt sich ein sehr wechselndes Bild. Zu Beginn der neunziger Jahre gingen die Erwerbstätigenzahlen im Primär- und Sekundärsektor stark zurück. Eine Ausnahme bildete das Baugewerbe, dort entstanden, wie im tertiären Sektor, zusätzliche Arbeitsplätze. 12 Seit Mitte der neunziger Jahre befindet sich das Baugewerbe in einer Krise. Die Erwerbstätigenzahlen sind bis heute rückläufig. Das verarbeitende Gewerbe entwickelte sich hingegen im gleichen Zeitraum mit steigender Erwerbstätigenzahl positiv. 13
5 Vgl. Emmerich, K., Besserung am Arbeitsmarkt?, S. 5.
6 Vgl. Sachverständigenrat, Jahresgutachten 00/01, S. 125.
7 Vgl. Anhang 1.
8 Vgl. Sachverständigenrat, Jahresgutachten 00/01, S. 125 und Anhang 2.
9 Vgl. Sachverständigenrat, Jahresgutachten 00/01, S. 81.
10 Vgl. Bach, H-U., Arbeitsmarkt im Jahr 2001, S. 9 und Anhang 1.
11 Vgl. BfA, Arbeitsmarkt 2000, Tabelle 33 und Anhang 1.
12 Vgl. Emmerich, K., Besserung am Arbeitsmarkt?, S. 7.
13 Vgl. Sachverständigenrat, Jahresgutachten 00/01, S. 124f.
Arbeit zitieren:
Tobias Riefe, 2001, Arbeitsmarktlage 2000/2001 - Neue Bundesländer, München, GRIN Verlag GmbH
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