Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Computer Science - Internet, New Technologies

Elektronisches Geld

Title: Elektronisches Geld

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 35 Pages

Autor:in: Diplom-Wirtschaftsinformatiker Christoph Treude (Author)

Computer Science - Internet, New Technologies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Aufgrund der starken Zunahme von Geschäften im Internet wird nach Möglichkeiten gesucht, auch die Bezahlvorgänge kostengünstig per Internet durchzuführen. Die momentan meist verwendeten Verfahren Kreditkarte, Lastschrift und Rechnung weisen diverse Nachteile auf, insbesondere die fehlende Anonymität ist ein Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer Methoden der Zahlungsabwicklung. Elektronisches Geld stellt in diesem Bereich eine innovative Alternative dar, die versucht, die Eigenschaften von herkömmlichem Bargeld auf Softwarebasis in elektronischen Münzen nachzubilden. Obwohl viel versprechende Ansätze existieren, wurden die ersten Prototypen von den potentiellen Nutzern nicht in hinreichendem Ausmaß angenommen. Die Gründe für diese mangelnde Akzeptanz, die eine breite Einführung bislang verhindert, sind oft trivial und erweisen sich bei genauer Betrachtung als wenig stichhaltig, vor allem, wenn man sie gegen die Nachteile der gegenwärtig vornehmlich eingesetzten Verfahren aufrechnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung

2.1 Zahlungssysteme im Internet

2.2 Abgrenzung von elektronischem Geld

2.3 Motivationen für elektronisches Geld

3 Anforderungen

3.1 Anonymität

3.2 Kopierschutz

3.3 Anforderungen potentieller Händler

3.4 Weitere Anforderungen

4 Verfahren

4.1 NetCash

4.2 eCash

5 Akzeptanz

5.1 Aktuelle Situation

5.2 Fallbeispiel zur Akzeptanz

5.3 Bewertung der Situation

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen von elektronischem Geld als innovative Zahlungsmethode im Internet. Ziel der Analyse ist es, technische Lösungsansätze für Anforderungen wie Anonymität und Kopierschutz aufzuzeigen und die Gründe für die bislang mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz zu ergründen.

  • Analyse aktueller Online-Zahlungssysteme und deren Defizite
  • Technische Grundlagen von Anonymität und Kopierschutz (z.B. blinde Signaturen)
  • Vergleichende Untersuchung von Verfahren wie NetCash und eCash
  • Empirische Einordnung der Akzeptanzproblematik durch Nutzerumfragen
  • Bewertung von Strategien zur Steigerung der Verbreitung von elektronischem Geld

Auszug aus dem Buch

Lösung

Elektronisches Geld besteht im Wesentlichen aus Münzen (repräsentiert durch eindeutige Bitfolgen), die zum Bezahlen vom Kunden an den Händler verschickt werden. Diese Münzen müssen eindeutig sein, um Kopierschutz zu gewährleisten bzw. Kopien zumindest erkennen zu können (vgl. Abschnitt 3.2). Der Kunde erhält elektronische Münzen, indem er bei einer Bank oder einer ähnlichen Institution herkömmliches Geld in Münzen umwandeln lässt. Dabei bekommen die von der Bank geprägten Münzen eindeutige Nummern und werden mit einer digitalen Signatur versehen, mit der ihre Echtheit nachgewiesen wird.

Führt die Bank Buch darüber, wer welche Münze im Tausch gegen herkömmliches Geld erhalten hat und von wem diese Münze anschließend wieder eingetauscht wurde, so ist sie in der Lage, den Weg der Münze nachzuvollziehen und auf diese Weise Kundenprofile zu erstellen.

Der Kryptograph David Chaum hat mit den so genannten blinden Signaturen eine Lösung für das oben beschriebene Problem entwickelt (vgl. [8]). Blinde Signaturen stellen eine Ausprägung digitaler Signaturen dar. Zum besseren Verständnis werden sie meist anhand der Analogie von Briefumschlägen erklärt, dies soll auch hier im Folgenden geschehen.

In der Ausgangssituation schreibt der Kunde eine zufällig gewählte Seriennummer auf ein Blatt Papier und steckt es zusammen mit einem Blatt Durchschlagpapier in einen Briefumschlag. Dieser Umschlag wird der Bank zugesendet mit der Anweisung, auf das enthaltene Papier einen bestimmten Wert, z.B. 5 €, zu prägen sowie es zu signieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der mangelnden Anonymität beim Online-Bezahlen ein und definiert elektronisches Geld als softwarebasierte Alternative zu herkömmlichem Bargeld.

2 Abgrenzung: Dieses Kapitel kategorisiert bestehende Zahlungssysteme im Internet nach dem Zahlungszeitpunkt und erarbeitet eine präzise Definition von elektronischem Geld.

3 Anforderungen: Hier werden technische und funktionale Kriterien wie Anonymität, Kopierschutz, Beweisbarkeit und Skalierbarkeit definiert, die ein erfolgreiches elektronisches Zahlungssystem erfüllen muss.

4 Verfahren: Dieses Kapitel stellt mit NetCash und eCash zwei spezifische Verfahren vor, analysiert deren Funktionsweisen sowie deren Vor- und Nachteile.

5 Akzeptanz: Diese Sektion untersucht die Gründe für die mangelnde Nutzerakzeptanz, analysiert Trends und beleuchtet das Scheitern des eCash-Pilotprojekts der Deutschen Bank 24.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die technologischen Defizite und das Akzeptanzproblem zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung elektronischen Geldes.

Schlüsselwörter

Elektronisches Geld, Anonymität, Blinde Signaturen, Kopierschutz, NetCash, eCash, Micropayments, Zahlungsabwicklung, Internet-Zahlungssysteme, Kryptographie, Skalierbarkeit, Nutzerakzeptanz, Datensicherheit, RSA-Algorithmus, Digitale Münzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den technologischen Konzepten und den Akzeptanzproblemen von elektronischem Geld als digitalem, anonymem Zahlungsmittel im Internet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind kryptographische Verfahren für anonymes Bezahlen, Mechanismen gegen Double Spending (Kopierschutz) sowie eine umfassende Analyse der Marktakzeptanz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Status quo der Systeme zu analysieren, technische Lösungen für bestehende Schwachstellen aufzuzeigen und zu untersuchen, warum sich elektronisches Geld bisher nicht durchsetzen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Untersuchung kryptographischer Algorithmen und der Auswertung empirischer Umfragedaten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Anforderungsanalysen, die detaillierte Vorstellung der NetCash- und eCash-Verfahren sowie eine kritische Bewertung der Akzeptanzsituation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind elektronisches Geld, Anonymität, blinde Signaturen, Micropayments und Benutzerakzeptanz.

Warum spielt Anonymität bei der Entwicklung eine so große Rolle?

Die fehlende Anonymität bei gängigen Verfahren wie Kreditkartenzahlungen ermöglicht die unerwünschte Erstellung umfassender Kundenprofile, was als wesentliche Schwäche des aktuellen E-Commerce identifiziert wird.

Welche Rolle spielte die Deutsche Bank 24 in dieser Arbeit?

Die Deutsche Bank 24 dient als Fallbeispiel für ein gescheitertes Pilotprojekt, anhand dessen verdeutlicht wird, dass technische Funktionalität allein nicht ausreicht, um eine breite Marktakzeptanz zu erreichen.

Was ist der größte Stolperstein für den Erfolg von elektronischem Geld?

Neben technischen Problemen wie Skalierbarkeit und Komplexität der Bedienung ist vor allem die mangelnde gesellschaftliche Nachfrage und die starke Konkurrenz durch etablierte, wenn auch weniger anonyme Zahlungsmethoden der entscheidende Hinderungsgrund.

Excerpt out of 35 pages  - scroll top

Details

Title
Elektronisches Geld
College
University of Siegen  (Betriebssysteme und verteilte Systeme)
Course
Seminar Informatik und Gesellschaft
Author
Diplom-Wirtschaftsinformatiker Christoph Treude (Author)
Publication Year
2005
Pages
35
Catalog Number
V59312
ISBN (eBook)
9783638532914
ISBN (Book)
9783638666596
Language
German
Tags
Elektronisches Geld Seminar Informatik Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Wirtschaftsinformatiker Christoph Treude (Author), 2005, Elektronisches Geld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59312
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint