Gliederung
1 Einleitung 2
2 Theorie 3
2.1 Horizontale Differenzierung 3
2.1.1 Prozedurale Ebene. 3
2.1.2 Thematische Ebene 4
2.2 Vertikale Differenzierung 5
2.2.1 Einliniensystem 6
2.2.2 Mehrliniensystem 6
2.2.3 Stab-Linien-Organisation. 7
2.2.4 Matrix-Organisation 7
2.3 Perspektiverweiterung durch Globalisierung 7
2.4 Personalorganisation 8
3 Financial Times Deutschland. 10
3.1 Ziel: Aktualität und Qualität verbinden 10
3.2 Dezentrale Aufteilung - Zentrale Produktion 10
3.3 Ressorts und Teams. 12
4 Abkürzungsverzeichnis 15
5 Abbildungsverzeichnis 16
6 Literaturverzeichnis. 17
1
1 Einleitung
„Redaktionen und ihre Mitarbeiter brauchen (..) feste Strukturen, Ablauf-und Entscheidungsprogramme, mit denen sie die Herausforderungen der journalistischen Bearbeitung von komplexen Themen in kurzen Zeiträumen und mit begrenzten Bordmitteln bewältigen können. Nur mit Hilfe gewisser organisatorischer Strukturen lässt sich journalistische Qualität über Kontinuität etablieren und lassen sich Probleme am Punkt ihrer Entstehung angehen.“ 1
Dieses Zitat von Miriam Meckel war einer der Leitgedanken beim erstellen dieser Arbeit. Es beschreibt die das Mindestmaß an Organisation und Strukturiertheit die jeder erfolgreichen und langfristigen journalistischen Tätigkeit zugrunde liegt. Die Neugründung der Financial Times Deutschland und ihre Ersterscheinung am 21. Februar 2000 ist mit Ausnahme der Tageszeitung die erste Neugründung auf dem Zeitungsmarkt, seit der Nachkriegszeit. 2 Sie stellt einen idealtypischen Ansatz für den Aufbau eines Redaktionsmanagements dar, da dieses von Grund auf in die Redaktion und das Unternehmen „Financial Times Deutschland“ implementiert wurde. Nachfolgend wird in zwei Inhaltlichen Blöcken zuerst ein theoretischer Rahmen aufgespannt der den Praktischen Teil in sich aufnimmt und ihm Halt gibt.
1) Meckel (1999), S. 60
2) Vgl. Keese (2003), S. 95
2
2 Theorie
2.1 Horizontale Differenzierung
In der Literatur werden zwei mögliche Organisationsformen erläutert, die Amerikanische und die Kontinentaleuropäische. Diese lassen sich wiederum in die prozedurale und die thematische Ebene differenzieren. 3
2.1.1 Prozedurale Ebene
In Deutschland herrscht die Kontinentaleuropäische Organisationsform vor. Diese zeichnet sich auf der prozedualen Ebene dadurch aus, dass ein Redakteur oder Journalist alle Produktionsstufen von der Planung über die Recherche bis hin zur Präsentationen durchläuft. 4 Abbildung 1 zeigt den genauen Zusammenhang für diese zentralisierte redaktionelle Arbeitsorganisation.
Abbildung 1, Zentralisierte redaktionelle Arbeitsorganisation. Quelle: Meckel (1999), S. 71
Im Gegensatz dazu gibt es in den USA eine Dezentralisierung der redaktionellen Arbeitsorganisation. 5
3) Vgl. Meckel (1999), S. 70
4) Vgl. Ebd.
5) Vgl. Ebd.
3
Das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal ist hier die Einteilung in Editors und Reporters. Editors haben eine planende und koordinierende, eine mehr auf Management ausgerichtete Funktion während Reporters die kreative journalistische Arbeit verrichten. 6 Abbildung 2 verdeutlicht diesen Zusammenhang nochmals.
Abbildung 2, Dezentralisierte redaktionelle Arbeitsorganisation. Quelle: Meckel (1999), S. 71
2.1.2 Thematische Ebene
Auf der thematischen Ebene bestehen bei beiden Organisationsformen weniger große Unterschiede. Die Komplexität und die große Bandbreite der Themen bedingt eine Spezialisierung der Redakteure auf einen Bereich oder besser: ein Ressort. 7 Zeitungen sind deshalb in klassische Ressorts 8 unterteilt. Innerhalb der Ressorts können sich wiederum inhaltliche Schwerpunkte bilden. 9 Problematisch an Ressorts sind Themenbereiche deren Ressort sich nicht eindeutig einem der klassischen Ressorts zuordnen lassen. 10 Beispiele hierfür sind Wissenschaft und Technik, Medien, Ökologie und Medizin. Diese Themenbereiche durchdringen die klassischen Ressorts und sind nicht eindeutig zuordenbar. Medizin kann dem Wirtschafts- aber auch Politikressort zugeordnet werden, abhängig davon ob die Berichterstattung über ein Wirtschaftsthema 11 oder eine
6) Vgl. Ebd.
7) Vgl. Ebd., S. 73
8) Politik, Wirtschaft, Feuilleton, Sport
9) Vgl. Meckel (1999), S. 73
10) Vgl. Weichler (2003), S.131
11) Die Fusion des Pharma-Unternehmens Bayer mit Schering
4
Arbeit zitieren:
Stefan Zeidler, 2006, Innovative redaktionelle Organisationsformen. Das Beispiel FTD, München, GRIN Verlag GmbH
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