Die Ostasienkrise I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Literaturverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Der Internationale Währungsfonds 1
2.1. Was ist der IWF? 1
2.2. Der IWF und die Ostasienkrise 3
3. Die Ostasienkrise 4
3.1. Der Begriff der Krise 4
3.2. Ostasienkrise vor der Krise 5
3.3. Ausbruch und Verlauf der Krise 6
3.4. Ursachen der Krise 8
3.5. Folgen der Ostasienkrise 9
4. Ausblick 15
Die Ostasienkrise II
Literaturverzeichnis
Brunnhuber, S. / Klimenta, H.: Wie wir wirtschaften werden, Frankfurt/Wien 2003 Dieter, H.: Die Asienkrise, Ursachen, Konsequenzen und die Rolle des Internationalen Währungsfonds, Metropolis-Verlag 1998 Huffschmid, J.: Politische Ökonomie der Finanzmärkte, 2. Auflage, Hamburg 2002 Pressemittelungen UNIC/117, 16.September 1998, Finanzkrise in Fernost Stiglitz, J.: Die Schatten der Globalisierung, 3. Auflage, München 2004 Stiglitz, J.: Volkswirtschaftslehre, 2. Auflage, Oldenburg 1999
Internetquellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/IWF
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbank
http://www.unifr.ch/spc/UF/01decembre/finanz.html
http://www.wildcat-www.de/zirkular/44/z44krise.htm
http://web.worldbank.org/WBSITE/EXTERNAL/NEWS/0,,contentMDK:20046007~ena bleDHL:TRUE~isCURL:Y~menuPK:34464~pagePK:64003015~piPK:64003012~theS itePK:4607,00.html
1. Einleitung
Mit dem Begriff der Ostasienkrise ist die Finanz- und Wirtschaftskrise in Ostasien gemeint, die im Juli 1997 in Thailand mit dem Verfall der Währung begann und sich anschließend auf dessen Nachbarstaaten auszuweiten begann. Ostasien - das sind im wesentlichen die Volksrepublik China, Japan, Vietnam, Indonesien, Malaysia, Thailand sowie Nord- und Südkorea - war bis dahin von einem enormen Wirtschaftswachstum geprägt; drei Jahrzehnte lang waren in ostasiatischen Ländern weitaus weniger Konjunkturabschwünge zu verzeichnen als in irgendeinem der entwickelten Industrieländer. Eine Kombination aus hohen Sparquoten, öffentlichen Investitionen ins Bildungswesen und einer staatlichen Industriepolitik ließen die Weltbank vom „Wirtschaftswunder in Ostasien“ sprechen. Gefolgt von einer Finanzkrise wurde aus der Währungs- eine regelrechte Wirtschaftskrise, welche die Region - allerdings in sehr unterschiedlichem Maße - und teilweise die ganze Welt erschütterte. Unter dem Titel „Die Schatten der Globalisierung“ des gleichnamigen Buches von Joseph Stiglitz versucht dieser Aufsatz, neben den Ursachen der Ostasienkrise deren Verlauf und vor allem die Folgen in wirtschaftlicher Hinsicht aufzuzeigen. Zuvor wird kurz auf die Institution des IWF eingegangen, der eine nicht unerhebliche Rolle beim Ausbruch der Krise gespielt hat. Der Aufsatz endet mit einem kurzen Ausblick.
2. Der Internationale Währungsfonds
2.1. Was ist der IWF?
Es gibt auf der ganzen Welt nur drei größere Institutionen, deren Handlungsrahmen sich weit über nationale sowie internationale Fragen hinaus bis hin zu globalen Themen bewegt. Dazu zählt der Internationale Währungsfonds IWF, die Weltbank sowie seit einigen Jahren die Welthandelsorganisation WHO. Davon soll uns hier in erster Linie der IWF interessieren.
Der Internationale Währungsfonds als eine durch Sonderinteressen der Vereinigten Staaten geleitete Institution mit Sitz in Washington D.C. wurde am 22. Juli 1944 ge- gründet und nahm im Mai 1946 seine Arbeit auf. Die Brücke zur Weltbank wurde auf
einer Konferenz in Bretton Woods im Jahr der Gründung geschlagen, als Staaten von der ganzen Welt übereinkamen, sich für den Wiederaufbau des Weltwirtschaftssystems nach dem Zweiten Weltkrieg einzusetzen. Von daher zählt die Weltbank auch als eine Art Schwesterorganisation des IWF.
Dem Fonds gehören zum jetzigen Zeitpunkt 184 Staaten auf der ganzen Welt an, deren Stimmrechte sich nach ihrem jeweiligen Kapitalanteil richten. Jedes Land bekommt dabei eine Quote zugeteilt, nach der sich wiederum die Einzahlungsverpflichtungen, die Ziehungsrechte sowie die jeweiligen Stimmrechte im IWF richten. Zu seinen Aufgaben und Zielen hat sich der IWF gesetzt, die internationale Zusammenarbeit in währungspolitischen Angelegenheiten zu fördern, den Welthandel auszuweiten, Wechselkurse zu stabilisieren, Kredite zu vergeben, die Geldpolitik zu überwachen und bei Bedarf Technische Hilfe zu leisten. Zu erreichen versucht der Fonds diese Ziele u. a. mittels sog. Strukturanpassungsprogramme, welche bspw. die Kürzung von Staatsausgaben, die Liberalisierung des Bankenwesens, die Privatisierung öffentlicher Einrichtungen, eine niedrige Inflation und / oder die Steigerung der Exporte zum Ziel haben können.
Die andere Seite der Medaille sieht in etwa so aus: als die Preise für Rohstoffe nach dem Korea-Krieg in die Höhe schnellten, mehrten sich entsprechende Zahlungsbilanzkrisen in einigen der Mitgliedstaaten. Die USA, die über ein Veto-Recht im IWF verfüg(t)en, führten damals die sog. „Konditionalität“ ein, nach der von nun an das Recht auf einen Kredit vom IWF an die Erfüllung bestimmter Bedingungen (bspw. die Abschaffung von Handelsschranken, die Liberalisierung des Finanzmarktes o. ä.) geknüpft wurde. Unter dem „Washington Konsensus“ werden im Allgemeinen alle Maßnahmen verstanden, die der IWF den antragstellenden Regierungen abverlangt. Die Kreditnehmer des IWF waren einst sowohl Entwicklungsländer als auch Industrieländer; heute sind es nur noch die Entwicklungsländer (s. u. a. http://de.wikipedia.org/wiki/IWF).
Am Rande sei an dieser Stelle kurz auf den institutionellen Rahmen sowie den Aufgabenbereich der Weltbank eingegangen. Die Weltbank setzt sich zusammen aus verschiedenen Institutionen, welche der interessierte Leser unter
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. Alexander Hesse, 2006, Die Ostasienkrise, München, GRIN Verlag GmbH
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