INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
A. EINLEITUNG. 1
B. WOCHENPLANUNTERRICHT IN DER PRIMARSTUFE. 4
I. Was ist ein Wochenplan? 4
II. Ziele des Wochenplanunterrichtes 5
C. ENTWICKLUNG EINES EIGENEN WOCHENPLAN-KONZEPTES ZUR FÖRDERUNG
DER SELBSTÄNDIGKEIT DER KINDER DER KLASSE 1 6
I. Voraussetzungen der Kinder im Hinblick auf das Vorhaben und die Zielsetzung. 6
II. Selbständigkeit als Zielsetzung des Wochenplan-Konzeptes 7
III. Aufbau des Wochenplanes 9
1. Formaler Aufbau des Wochenplanes. 9
2. Inhaltlicher Aufbau des Wochenplanes 11
IV. Organisation des Wochenplanunterrichtes 13
1. Räumliche Voraussetzungen und Materialien. 13
2. Zeit. 14
3. Regeln im Wochenplanunterricht 15
V. Die Rolle der Lehrerin 16
D. DURCHFÜHRUNG DES ENTWICKELTEN WOCHENPLAN-KONZEPTES 17
I. Die schrittweise Einführung. 17
1. Verlauf der Einführung. 17
2. Reflexion 19
II. Die ersten Wochenpläne 21
1. Verlauf des Wochenplanunterrichtes. 21
2. Reflexion 22
E. REFLEXION DES DURCHGEFÜHRTEN WOCHENPLAN-KONZEPTES - INWIEWEIT
WURDE EINE FÖRDERUNG DER SELBSTÄNDIGKEIT ERREICHT? 24
I. Gezielte Beobachtungen. 24
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II. Aussagen der Kinder..........................................................................................................27 III. Schlußbetrachtung ............................................................................................................28
LITERATURVERZEICHNIS .......................................................................................................30
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A. EINLEITUNG
Im Mittelpunkt aller pädagogischer Überlegungen und Anstrengungen steht das einzelne Kind mit seinen individuellen Besonderheiten, Interessen und Fähigkeiten. 1 Die Richtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen besagen deshalb, dass die Grundschule ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag nur dann erfüllt, “wenn sie ihre Schülerinnen und Schüler als Kinder ernst nimmt und ihre jeweiligen Lebensbedingungen berücksichtigt. Sie darf für die Kinder nicht allein Unterrichtsstätte, sondern muß zugleich Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum sein” 2 . Dementsprechend sind in der pädagogischen Diskussion immer wieder Ziele wie Selbständigkeit, Selbststeuerung und die Mit- und Eigenverantwortung der Kinder für die Grundschule formuliert worden. 3 Analog dazu fordern auch die Richtlinien einen differenzierten Unterricht, welcher “das bewußte, selbständige Lernen und Handeln jedes einzelnen Kindes” 4 fördert und die Kinder dazu befähigt, “ihren Lernprozeß weitgehend selbständig zu planen und zu gestalten” 5 . In der Klasse 1 der GGS X, in welcher ich seit Schuljahresbeginn sechs Stunden Sachunterricht und Sprache sowohl unter Anleitung als auch bedarfsdeckend unterrichte, haben die Klassenlehrerin Frau S. und ich auf verschiedene Weise versucht, diese pädagogischen Postulate zu berücksichtigen. Sowohl die tägliche freie Arbeit, Gruppen- und Partnerarbeit als auch das regelmäßige Arbeiten an Stationen sollten den Kindern von Anfang an die Möglichkeit bieten, die grundlegenden Ziele entsprechend ihren individuellen Lern- und Arbeitsvoraussetzungen, ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Selbstkonzepten selbständig zu erreichen. Diese Versuche, den eigenen Unterricht “zu öffnen” 6 , können jedoch nur als erster Schritt angesehen werden Es ist zwingend erforderlich, sie durch weitere Unterrichtsformen, welche den Kindern kontinuierlich Raum für selbständiges Lernen und für eigenverantwortliches Handeln überlassen, zu erweitern und auszubauen. Zwar gelingt es einigen Kindern der Klasse 1 während der Bearbeitung eines Stationenbetriebes bereits zunehmend, ihre Arbeitszeit selbst einzuteilen, die Reihenfolge von Arbeiten selbst zu bestimmen und mit verschiedenen Partnern zu kooperieren. Allerdings fällt es vielen Kindern in anderen Bereichen des Unterrichts noch sehr schwer,
1 Vgl. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Kinder lernen selbständig, 1989, S. 7.
2 Kultusministerium für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Richtlinien für die Grundschule in NRW, 1985, S. 10.
3 Vgl. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Kinder lernen selbständig, 1989, S. 7; Huschke/Mangelsdorf,
Wochenplanunterricht, 1995, S. 14; ebenso Grunwald, Öffnung von Unterricht, 1999, S. 1.
4 Kultusministerium für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Richtlinien für die Grundschule in NRW, 1985, S. 14.
5 Kultusministerium für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Richtlinien für die Grundschule in NRW, 1985, S. 14.
6 Die wissenschaftliche Auseinandersetzung um Begriff, Zielsetzung und Inhalte des offenen Unterrichts hat eine
lange Tradition und verweist auf zahlreiche Theoriehintergründe. Inzwischen zeichnet sich nach einer fast zwan-
zigjährigen Auseinandersetzung eine weitreichende Übereinstimmung im Bereich der Definition ab. Offener Un-
terricht ist demzufolge ein “Sammelbegriff für unterschiedliche Reformansätze in vielfältigen Formen inhaltli-
cher, methodischer und organisatorischer Öffnung mit dem Ziel eines veränderten Umgangs mit dem Kind auf
der Grundlage eines veränderten Lernbegriffes” (Wallrabenstein, Offener Unterricht, S. 200).
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aktiv und selbständig an einen Lerngegenstand heranzutreten, diesen gegebenenfalls aus einem Angebot auszuwählen, allein bzw. mit einem Partner oder in einer Gruppe zu bearbeiten und eigenständig die Arbeitsergebnisse zu kontrollieren. Langfristig sollten die Kinder zudem dazu befähigt werden, aus der in unserer Klasse noch stark vertretenen Position des passiven Empfängers zu “schlüpfen”, die Organisation ihres Lernprozesses viel stärker und bewußter mitzubestimmen und Eigeninitiative zur aktiven Ausgestaltung des Unterrichts zu entwickeln. Dies ist den Kindern selbstverständlich nur dann möglich, wenn der Unterricht konzeptionell entsprechend gestaltet und nicht nur eine “organisatorisch-methodische” 7 , sondern auch eine “didaktisch-inhaltliche” 8 Öffnung durchgeführt wird.
Demzufolge ist es zwingend erforderlich, weitere Handlungsfelder zu schaffen, um die im Ansatz bereits vorhandenen positiven Verhaltensweisen - insbesondere die Selbständigkeit der Kinder - kontinuierlich zu trainieren und zu erweitern. Die Erziehung zur Selbständigkeit ist nämlich besonders im Hinblick auf die veränderten Lebensbedingungen der Kinder, welche nur wenige Möglichkeiten für aktives, selbständiges und verantwortliches Handeln bieten, unerläßlich geworden. So werden Selbständigkeit und Initiative der Kinder beispielsweise durch Außensteuerung - Fernsehen, zweckbestimmte, vorstrukturierte Spiele, institutionalisierte Freizeitstark eingeschränkt. Verkehrsreiche Straßen, eine verbaute Umwelt und normierte Spielgelegenheiten entziehen den Kindern zudem die Möglichkeit zu fantasievollem, eingenständigem Spiel und ermöglichen nur wenige entdeckende und selbständige Erfahrungen. 9 Vor diesem Hintergrund entschloß ich mich, die Arbeit mit dem Wochenplan als neues Konzept in den Unterricht der Klasse 1 zu integrieren. Dieser soll - wie die einschlägige Literatur zum Topos behauptet 10 - in besonderer Weise prädestiniert sein, die passenden Rahmenbedingungen für ein selbständiges Lernen zu schaffen, indem er die Kinder dazu befähigt, kontinuierliches, selbständiges Arbeiten in kleinen Schritten zu lernen 11 . Der Hinweis in den Richtlinien, dass der Wochenplan für die Kinder besonders geeignet sei, “ihren Lernprozess weitgehend selbständig zu planen und zu gestalten” 12 , hat mich in meiner Wahl bestärkt. In der vorliegenden Arbeit werde ich mich dementsprechend mit dem Topos Wochenplan - im folgenden abgekürzt WP - intensiv befassen und ein eigenes, auf die individuellen Bedürfnisse
7 Brügelmann, 25 Jahre “Öffnung des Unterrichts”, in: Die Grundschulzeitschrift, 1997, Heft 105, S. 10.
8 Brügelmann, 25 Jahre “Öffnung des Unterrichts”, in: Die Grundschulzeitschrift, 1997, Heft 105, S. 10.
9 Vgl. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Kinder lernen selbständig, 1989, S. 7 f. sowie Lichten-
stein-Rother/Röbe, Grundschule, 1982, S. 209.
10 Vgl. bspw. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Kinder lernen selbständig, 1989, S. 9 f.; Husch-
ke/Mangelsdorf, Wochenplanunterricht, 1995, S. 11 f. sowie Strote, Das Wochenplanbuch, 1999, S. 22 f.
11 Vgl. Strote, Wochenplan-Unterricht, in: Kohls (Hrsg.), Grundbegriffe der Erziehung, 1994, S. 307.
12 Kultusministerium für Schule und Weiterbildung (Hrsg.), Richtlinien für die Grundschule in NRW, 1985, S. 14.
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und Voraussetzungen unserer Klasse abgestimmtes Wochenplan-Konzept entwickeln, durchführen und im Hinblick auf das primär damit verbundene Ziel Selbständigkeit reflektieren. Für die Planung, Durchführung und Reflexion des Wochenplanunterrichtes - im folgenden abgekürzt WPU - und hinsichtlich der damit verbundenen Zielsetzung werden folgende Lehrerqualifikationen benötigt: Innovieren (vgl. Einleitung), Organisieren (vgl. Kapitel C.), Erziehen (vgl. Kapitel D.), Unterrichten (vgl. Kapitel D.) und Reflektieren (vgl. Kapitel E.).
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B. WOCHENPLANUNTERRICHT IN DER PRIMARSTUFE
Wochenplanunterricht - ein Schlagwort, welches spätestens seit dem Ende der 70er Jahre in der grundschulpädagogischen Landschaft in aller Munde ist. 13 Überall dort, wo offene Lernformen diskutiert werden, kommt “fast zwangsläufig auch die Idee des Wochenplans” 14 ins Spiel. Doch welche Inhalte und Zielsetzungen verbergen sich hinter dem Terminus Wochenplan, der in der Literatur als ein Konzept des “offenen Unterrichts” definiert wird? Eine Frage, die vor der Entwicklung und Durchführung eines eigenen Wochenplan-Konzeptes dringender Klärung bedarf. Im folgenden werde ich deshalb zunächst - nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der einschlägigen Literatur zum Topos - sowohl den Gegenstand Wochenplan kurz definieren, als auch die damit vielfach verknüpften Ziele kurz erläutern.
I. Was ist ein Wochenplan?
Ein Wochenplan ist ein Konzept der Unterrichtsorganisation 15 und bezieht sich auf Ideen und Methoden internationaler Reformpädagogen wie Montessori, Freinet und Parkhurst. Die Arbeit nach dem WP ist der Pädagogik vom Kinde aus, der kommunikativen Didaktik und einem dynamischen Begabungsbegriff verpflichtet. 16 Der WPU geht dabei von der Erkenntnis aus, dass “nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleichen Aufgaben bewältigen und die gleichen Lernschritte gehen können” 17 . Aus diesem Grund erhalten die Kinder zu Beginn eines Zeitraumes (zumeist eine Woche) einen schriftlichen Plan, der Aufgaben verschiedenen Typs aus unterschiedlichen Inhaltsbereichen enthält. Diese erarbeiten die Kinder in den dafür vorgesehenen Unterrichtsstunden und tragen erledigte Aufgaben - nach eigener selbständiger Kontrolle - in ihren WP ein (vgl. dazu auch Kapitel C. III). 18
In der pädagogischen Landschaft existieren jedoch ganz verschiedene Formen des WP. Diese reichen von einem geschlossenen Konzept, in dem ausschließlich die Lehrkraft selbst die Aufgaben festlegt, bis hin zu einem völlig offenen Konzept, in dem die Wahl der Aufgaben und Aktivitäten völlig selbständig von den Kindern getroffen wird. 19
13 Vgl. Vaupel, Das Wochenplanbuch für die Sekundarstufe, 1996, S. 16.
14 Vaupel, Das Wochenplanbuch für die Sekundarstufe, 1996, S. 16.
15 Vgl. Strote, Wochenplan-Unterricht, in: Kohls (Hrsg.), Grundbegriffe der Erziehung, 1994, S. 307.
16 Vgl. Strote, Wochenplan-Unterricht, in: Kohls (Hrsg.), Grundbegriffe der Erziehung, 1994, S. 309.
17 Mangelsdorf/Claussen, Wochenplan-Unterricht, in: Praxis Grundschule, 1989, Heft 2, S. 6.
18 Vgl. Huschke/Mangelsdorf, Wochenplanunterricht, 1995, S. 11.
19 Vgl. Claussen, Wochenplan- und Freiarbeit, 1993, S. 78; ebenso Mangelsdorf/Claussen, Wochenplan-
Unterricht, in: Praxis Grundschule, 1989, Heft 2, S. 34 f.
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II. Ziele des Wochenplanunterrichtes
Die Hervorhebung des WP als “empfehlenswerte Organisationsform” 20 des offenen Unterrichts und seine Kennzeichnung als “Instrument selbständigen Lernens” 21 mit der Möglichkeit zur Differenzierung und Individualisierung läßt vermuten, dass der WP durch spezifische Zieldimensionen zu charakterisieren wäre.
Diese Aussage läßt sich bestätigen, bedarf jedoch einer kurzen Erläuterung. Auf der einen Seite werden in der Literatur “typische” Zielsetzungen formuliert, welche an die WP-Arbeit geknüpft werden. Dies sind beispielsweise die Förderung der Selbständigkeit und Selbsttätigkeit, des sozialen Lernens und der Autonomie, der Selbsteinschätzung und der Entscheidungsfähigkeit, der Handlungsfähigkeit und der Verantwortlichkeit. 22 Auf der anderen Seite ist jedoch die Zielerreichung nicht automatisch durch die Arbeit mit dem WP gewährleistet. So vergleicht Claussen den WP eher mit einem “leeren Rahmen” 23 , der nicht “a priori ein Nachweis guten Unterrichts” 24 sei. Die Realisierung der Ziele setzt demnach einen von der/dem Lehrenden methodisch und inhaltlich entsprechend sinnvoll organisierten und aufbereiteten WPU zwingend voraus.
20 Meier/Mayer-Behrens, Freie Arbeit - Wochenplan, in: Die Grundschulzeitschrift, 1988, Heft 17, S. 25.
21 Claussen, Unterrichten mit Wochenplänen, 1997, S. 138.
22 Vgl. Huschke, Grundlagen des Wochenplanunterrichts, 1996, S. 22 f. sowie Huschke/Mangelsdorf, Wochen-
planunterricht, 1995, S. 11 f.
23 Claussen, Unterrichten mit Wochenplänen, 1997, S. 140.
24 Claussen, Unterrichten mit Wochenplänen, 1997, S. 140.
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C. ENTWICKLUNG EINES EIGENEN WOCHENPLAN-KONZEPTES ZUR FÖRDERUNG DER
SELBSTÄNDIGKEIT DER KINDER DER KLASSE 1
Nach diesem kurzen allgemeinen Exkurs in den Wochenplanunterricht gilt es nun, den “leeren Rahmen” mit sinnvollen Inhalten, Arbeitsformen etc. zu füllen und im Hinblick auf das in der Einleitung formulierte erkenntnisleitende Interesse und die damit verbundene Zielsetzung ein eigenes individuelles Wochenplan-Konzept zu entwickeln.
Ausgangspunkt der Konzeptentwicklung sind die individuellen Voraussetzungen der Kinder, welche deshalb als erstes aufgezeigt und durchleuchtet werden. Analog dazu wird des weiteren sowohl die mit dem Vorhaben verbundene Zielsetzung näher erläutert, als auch verschiedene Aspekte wie der Aufbau des Wochenplanes und die Organisation des Wochenplanunterrichtes, deren exakte Planung das Gelingen des Vorhabens bedingen, ausführlich thematisiert. Zudem wird die Rolle der Lehrerin, welche entsprechend dem Konzept und der damit verbundenen Zielsetzung definiert werden muß, näher erörtert.
I. Voraussetzungen der Kinder im Hinblick auf das Vorhaben und die Zielsetzung
Die Klasse 1 der GGS X setzt sich aus 21 Kindern (9 Mädchen und 12 Jungen) zusammen. Eine positive Arbeitshaltung, Kooperationsbereitschaft und Kameradschaftlichkeit prägen die Lernsituation.
Die Bearbeitung verschiedener Aufgaben nach einem vorgegebenen Plan ist den Kindern dieser Lerngruppe ansatzweise bekannt. An einzelnen Unterrichtsvormittagen bearbeiteten sie verschiedene kurze (Pflicht-) Aufgaben, welche zuvor schriftlich von der Klassenlehrerin an der Tafel fixiert worden waren, in “eigner Regie”, d.h. sie legten die Reihenfolge selbst fest. Diese Bearbeitungsphasen fanden jedoch nur sehr unregelmäßig an wenigen Vormittagen des Schuljahres statt, so dass eine grundlegende, schrittweise Einführung des WP (vgl. C. V. 1.) dennoch unbedingt erforderlich ist.
Verschiedene Arbeitsformen wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, welche für den WPU benötigt werden, sind bereits während des Schuljahres eingeführt und kontinuierlich geübt worden. Den meisten Kindern fällt es leicht, mit anderen zu kooperieren und friedlich zusammenzuarbeiten. In einzelnen Fällen - insbesondere bei P. - kommt es während der Zusammenarbeit noch zu Konflikten. Die eigenständige Nutzung verschiedener sich in der Klasse an einem festen Platz befindenden Materialien (Computer, Spiele etc.) und Arbeitsplätze (Computerecke, Leseteppich etc.) wurde während des Schuljahres kontinuierlich angebahnt und geübt. Einige Kinder, vor-
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Andrea Dorscheid, 2000, Welche Möglichkeiten bietet mein Wochenplan-Konzept, die Kinder der Klasse 1 einer GGS in ihrer Selbständigkeit zu fördern?, München, GRIN Verlag GmbH
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