GEOGRAPHISCHE INFORMATIONSSYSTEME IN DESTINATIONEN
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. VII
TABELLENVERZEICHNIS VIII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VII
1. PROBLEMATI,K ABGRENZUNG UND METHODIK DER ARBEIT. 1
1.1 PROBLEMATIK. 1
1.2 ZIELSETZUNG. 1
1.3 ABGRENZUNG VON UNTERSUCHUNGSTHEMA, -RAUM UND -ZIELGRUPPE 2
1.4 AUFBAU UND METHODIK DER ARBEIT 3
2. TOURISMUS ALS INFORMATIONSGESCHÄFT 7
2.1 BEDEUTUNG DER INFORMATION IM TOURISMUS. 7
2.1.1 Aus Sicht des Gastes 7
2.1.2 Aus Sicht der Tourismusorganisationen. 8
2.2 INFORMATIONSSYSTEME IM TOURISMUS 9
2.2.1 Touristische Informations- und Kommunikationssysteme (TIKS) 10
2.2.2 Management Informationssysteme (MIS) 11
2.2.3 Geographische Informationssysteme (GIS) 12
2.2.3.1 Die Prozesse und Aufgaben eines Geographischen Informationssystems 14
2.2.3.2 Die Komponenten eines Geographischen Informationssystems. 16
3. TOURISMUS ALS NETZWERKGESCHÄFT. 20
3.1 DIE TOURISMUSORGANISATION: DEFINITION, AUFGABEN UND FUNKTIONEN 20
3.2 DIE DESTINATION: DEFINITION UND NEUE WERTENETZE 22
3.3 NETZEFFEKTE, KERNKOMPETENZEN UND NEUE GESCHÄFTSMODELLE 24
4. GI-TECHNOLOGIEN IN DESTINATIONEN 26
4.1 WEB MAPPING 26
4.1.1 Entwicklung und Definition 27
4.1.2 Typisierung und Technologie 28
4.1.3 Einsatzmöglichkeiten in Destinationen. 31
- II -
GEOGRAPHISCHE INFORMATIONSSYSTEME IN DESTINATIONEN
INHALTSVERZEICHNIS
4.2 LOCATION BASED SERVICES 32
4.2.1 Entwicklung und Definition 32
4.2.2 Typisierung und Technologie 34
4.2.3 Einsatzmöglichkeiten in Destinationen. 36
4.3 BUSINESS MAPPING 37
4.3.1 Entwicklung und Definition 37
4.3.2 Typisierung und Technologie 39
4.3.3 Einsatzmöglichkeiten in Destinationen. 40
5. ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN ARBEIT 41
5.1 EINSATZ DER TECHNOLOGIEN IN TOURISMUSORGANISATIONEN 42
5.1.1 Web Mapping. 42
5.1.2 Location Based Services 44
5.1.3 Business Mapping. 46
5.1.4 Thematische Differenzierung. 49
5.1.4.1 Räumliche Unterschiede. 51
5.1.4.2 Finanzielle Ausstattung der Tourismusorganisationen 55
5.1.4.3 Geschäftsfelder der Tourismusorganisationen. 56
5.1.4.4 Gewerbliche Übernachtungen in den Regionen 58
5.2 HEMMNISSE IN TOURISMUSORGANISATIONEN 60
5.2.1 Web Mapping. 60
5.2.2 Location Based Services 62
5.2.3 Business Mapping. 64
5.2.4 Thematische Differenzierung. 65
5.2.4.1 Räumliche Unterschiede. 65
5.2.4.2 Personelle Ausstattung der Tourismusorganisation. 69
5.3 POTENZIALE DER TECHNOLOGIEN IN TOURISMUSORGANISATIONEN 74
5.3.1 Web Mapping. 74
5.3.2 Location Based Services 76
5.3.3 Business Mapping. 79
5.3.4 Thematische Differenzierung. 82
5.3.4.1 Räumliche Unterschiede. 82
5.3.4.2 Ausbildungsabschluss und Zugehörigkeitsdauer der Entscheider 85
5.3.4.3 Rechtsform der Tourismusorganisation 88
5.4 GEGENÜBERSTELLUNG DER EMPIRISCHEN ERGEBNISSE. 92
- III -
GEOGRAPHISCHE INFORMATIONSSYSTEME IN DESTINATIONEN
INHALTSVERZEICHNIS
6. BEST PRACTICES FÜR GI-TECHNOLOGIEN 94
6.1 WEB MAPPING IN OSTTIROL (ÖSTERREICH) 94
6.2 WEB MAPPING- UND LBS-SYSTEM REGEO 96
6.3 BUSINESS MAPPING IN GRAUBÜNDEN (SCHWEIZ) 98
7. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR TOURISMUSORGANISATIONEN. 100
7.1 VORAUSSETZUNGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DEN EINSATZ VON GISEN IN
TOURISMUSORGANISATIONEN. 100
7.1.1 Technologische Rahmenbedingungen 100
7.1.2 Interne Rahmenbedingungen in den Organisationen 102
7.1.3 Politische Rahmenbedingungen 104
7.2 DIE GIS-EINFÜHRUNG IM ÜBERBLICK 106
7.3 DIE AUFWAND-NUTZE-NANALYSE 107
7.4 FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR GEOGRAPHISCHE INFORMATIONSSYSTEME. 110
7.4.1 Projektfinanzierung durch Sponsoring. 110
7.4.2 Projektfinanzierung durch Landes-, Bundes-, und EU-Mittel. 111
7.4.3 Projektfinanzierung durch Registrierungsgebühren 112
7.4.4 Projektfinanzierung direkt durch Dienstleistungen. 112
7.4.5 Kooperationen und Netzwerke. 113
7.5 DER SCHLÜSSELFAKTOR INNOVATION 115
7.6 DESTINATIONSBILDUNG ALS LOGISCHE SCHLUSSFOLGERUNG 116
8. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE UND AUSBLICK 119
LITERATURVERZEICHNIS XI
ANHANG XXIII
ANHANG I: PROFIL DER BEFRAGTEN ORGANISATIONEN XXIII
ANHANG II: TEIL-STANDARDISIERTER FRAGEBOGEN. XXV
ANHANG III: LEITFADEN DER PROBLEMZENTRIERTEN EXPERTENINTERVIEWS XXXIV
- IV -
GEOGRAPHISCHE INFORMATIONSSYSTEME IN DESTINATIONEN
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Aufbau und Methodik der Arbeit
Abbildung 2: Daten und Informationen als Grundlage fundierter Entscheidungen
Abbildung 3: Komponenten und Prozesse eines Geographischen Informationssystems
Abbildung 4: Aufgaben und Funktionen der Tourismusorganisationen
Abbildung 5: Von der Dienstleistungskette zum Dienstleistungsnetz
Abbildung 6: GIS-Software-Lösungen für das Business Mapping
Abbildung 7: Prozentualer Rücklauf differenziert nach Ländern.
Abbildung 8: Einsatz von Web Mapping auf der Homepage der TO
Abbildung 9: Relevanz von Web Mapping in den TOs
Abbildung 10: Einsatz von Location Based Services in den TOs
Abbildung 11: Relevanz von Location Based Services in den TOs.
Abbildung 12: Einsatz von Karten im Business Mapping.
Abbildung 13: Einsatz konventioneller und digitaler Karten
Abbildung 14: Relevanz von Business Mapping
Abbildung 15: Prozentualer Einsatz nach Ländern
Abbildung 16: Einsatz der Kartentypen nach Ländern.
Abbildung 17: Assoziationsmaß Lambda.
Abbildung 18: Chi-Quadrat-Test und Cramers V
Abbildung 19: Prozentualer Einsatz nach Jahresbudget.
Abbildung 20: Prozentualer Einsatz nach Geschäftsfeldern
Abbildung 21: Prozentualer Einsatz nach gewerblichen Übernachtungen.
Abbildung 22: Hemmnisse nach Kartentypen.
Abbildung 23: Hemmnisse für Web Mapping in den TOs.
Abbildung 24: Hemmnisse in den TOs für Web Mapping.
Abbildung 25: Hemmnisse nach LBS-Dienstleistungen
Abbildung 26: Einsatzhemmnisse für Location Based Services
Abbildung 27: Hemmnisse in den TOs für LBS
Abbildung 28: Hemmnisse für den Einsatz digitaler Karten in den TOs
Abbildung 29: Hemmnisse in den TOs für Business Mapping
Abbildung 30: Hemmnisse Web Mapping nach Ländern
Abbildung 31: Hemmnisse LBS nach Ländern
Abbildung 32: Hemmnisse Business Mapping nach Ländern.
Abbildung 33: Hemmnisse nach Ländern
Abbildung 34: Hemmnisse Web Mapping nach Mitarbeiterzahl
Abbildung 35: Hemmnisse Location Based Services nach Mitarbeiterzahl
- VII -
GEOGRAPHISCHE INFORMATIONSSYSTEME IN DESTINATIONEN
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 36: Hemmnisse Business Mapping nach Mitarbeiterzahl
Abbildung 37: Hemmnisse nach Mitarbeiterzahl
Abbildung 38: Mittelfristiger Einsatz von neuen Web Mapping-Systemen
Abbildung 39: Priorität der Kartentypen
Abbildung 40: Einsatzpotenzial (P) der Kartentypen.
Abbildung 41: Einsatzpotenzial des Web Mappings.
Abbildung 42: Mittelfristiger Einsatz von neuen Location Based Services.
Abbildung 43: Priorität der LBS-Dienstleistungen
Abbildung 44: Einsatzpotenzial (P) der LBS-Dienstleistungen
Abbildung 45: Funktionen, die mobile Dienste beinhalten sollten
Abbildung 46: Einsatzpotenzial von LBS
Abbildung 47: Mittelfristiger Einsatz neuer Computerprogramme zur Kartenauswertung
und Kartenansicht
Abbildung 48: Mittelfristig neuer digitaler Karteneinsatz nach Managementbereichen und -
analysen
Abbildung 49: Priorität der Managementbereiche und -analysen
Abbildung 50: Einsatzpotenzial (P) nach Managementbereichen und -analysen.
Abbildung 51: Einsatzpotenzial des Business Mappings
Abbildung 52: Mittelfristiger Einsatz der Technologien nach Ländern.
Abbildung 53: Mittelfristiger Einsatz der Kartentypen nach Ländern
Abbildung 54: Mittelfristiger Einsatz der LBS-Dienstleistungen nach Ländern
Abbildung 55: Potenziale der Technologien nach Ländern
Abbildung 56: Mittelfristiger Einsatz der Technologien nach Ausbildungsabschluss.
Abbildung 57: Potenziale der Technologien nach Ausbildungsabschluss
Abbildung 58: Mittelfristiger Einsatz der Technologien nach Rechtsform.
Abbildung 59: Mittelfristiger Einsatz der Kartentypen nach Rechtsform.
Abbildung 60: Potenziale der Technologien nach Rechtsform
Abbildung 61: Mittelwerte der Relevanz der Technologien
Abbildung 62: Mittelwerte des Einsatzpotenzials und der Hemmnisse
Abbildung 63: Die GIS-Einführung im Überblick
Abbildung 64: Aufwand-Nutzen-Komponenten eines GIS-Projekts
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Die Nutzen-Komponenten der GISe nach GI-Technologien.
- VIII -
▪ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ▪
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
CERN = Conseil europeén pour la Recherche Nucléaire
CRS = Computer-Reservierungs-Systeme
DIS = Destinationsinformationssysteme
DSL = Digital Subscriber Line
DSS = Decision Support System
EIS = Executive Information Systeme
etc. = et cetera
▪ ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ▪
WMS = Web Map Server oder Web Map Service Implementation Specification (OGC)
WWW = World Wide Web
1. PROBLEMATIK, ABGRENZUNG UND METHODIK DER ARBEIT
1.1 PROBLEMATIK
technologien sowie die fortschreitende Globalisierung setzen Tourismusorganisationen unter Handlungsdruck, eröffnen ihnen aber auch neue Chancen. Die Märkte rücken durch Informationstechnologien und die erhöhte Mobilität der Bevölkerung (neue Verkehrstechnologien, verbilligte Flugreisen) immer näher zusammen (vgl. ULLMANN
2000, S. 61ff.). Parallel dazu änderte sich das Konsumentenverhalten des Gastes vom passiven zum aktiven Marktteilnehmer. Er ist unter anderem weniger loyal, ändert oft seine Präferenzen, verlangt besseren Service, stärker auf ihn zugeschnittene („individualisierte“) Angebote und bessere Informationen über das Zielgebiet seiner Reise. Dem stehen geschichtlich gewachsene, sich meist an politischen Grenzen orientierende
Mapping, Location Based Services und Business Mapping im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen.
1.2 ZIELSETZUNG
Berücksichtigung von Geographischen Informationssystemen aufzuzeigen - beinhaltet mehrere Forschungsaspekte.
In der Arbeit werden
Informationssystemen in regionalen Tourismusorganisationen dargestellt und erläutert,
1.3 ABGRENZUNG VON UNTERSUCHUNGSTHEMA, -RAUM UND -ZIELGRUPPE
Die thematische Abgrenzung und der Untersuchungsgegenstand erschließen sich aus den soeben aufgeführten Zielsetzungen. Die Analyse des Einsatzes wird den Ist-Zustand der Technologien in Tourismusorganisationen umfassend abbilden. Sie soll sich zudem, gleichermaßen wie bei den Einschätzungen der Hemmnisse und Potenziale der Technologien, nicht auf die Geographischen Informationssysteme im klassischen Sinn beschränken. Detailliert werden die verschiedenen Technologien in den jeweiligen Abschnitten von Kapitel 4 abgegrenzt.
übereinstimmt. Sie wurden im Rahmen der Arbeit nicht befragt, da sie einen eigenen Untersuchungsgegenstand und somit eine eigene Arbeit darstellen würde. Daneben ist die
1.4 AUFBAU UND METHODIK DER ARBEIT
1 Theoretisch wären auch andere Zugänge denkbar, die ebenso die Relevanz der Thematik aus wissenschaftlicher Sicht aufzeigen würden. Diese werden nicht explizit aufgeführt, jedoch kontextabhängig in die Arbeit integriert.
Experteninterviews (face-to-face & telefonisch) mit Herstellern und Weisungsbefugten in Tourismusorganisationen wurde gewählt, da sie einen Kompromiss zwischen leitfadenorientierten und narrativen Gesprächsformen
3 Gewählt wurde die Methode des „Zwei-Phasen-Pretesting“, wobei bei Organisationen der lokalen Ebene nur die erste Phase, d.h. die Verwendung kognitiver Techniken zur gezielten Überprüfung von Antwortreaktionen, der
inhaltlichen und begrifflichen Abklärung von Aspekten und Begriffen, angewandt wurde. Regionale TOs hingegen
waren alleiniges Untersuchungsobjekt beider, auch der zweite Phase, des klassischen Standard-Pretests
(Zufallsstichprobe) zur Identifizierung von Problemen im Ablauf der Befragung.
4 Expertenzitate werden in kursive Anführungszeichen gesetzt und mit den jeweiligen Buchstaben gekennzeichnet. Die Experten wurden über die fehlende Anonymität dieser Methode informiert. Alle Experten erklärten sich
daraufhin trotzdem einverstanden mit der Aufzeichnung und Integration ihrer Interviews in die Arbeit.
5 Im Befragungszeitraum wurden 85 Besuche (Visits) auf der Homepage registriert (Zufallsbesuche wurden durch Entfernung der Adresse aus Suchmaschinen-Indizes ausgeschlossen).
▪TOURISMUS ALS INFORMATIONSGESCHÄFT ▪
2. TOURISMUS ALS INFORMATIONSGESCHÄFT
2.1 BEDEUTUNG DER INFORMATION IM TOURISMUS
2.1.1 Aus Sicht des Gastes
6 Weiterführende Informationen liefern SCHERTLER 1994, S. 9-42 oder SHELDON 1997, S. 1-14.
7 Die Kunden haben laut STEINECKE die früheren Rollen als konsistente, hybride und multioptionale Konsumenten abgelegt und sind auf dem Weg zum unberechenbaren Hyperkonsumenten: anspruchsvoll und preisbewusst,
erlebnishungrig und umweltbewusst, verwöhnt und smart, flexibel und individualistisch, marktorientiert und
eklektizisitsch, materalisitsch und sinnsuchend. (vgl. STEINECKE 2000, S. 85).
▪ TOURISMUS ALS INFORMATIONSGESCHÄFT ▪
2.1.2 Aus Sicht der Tourismusorganisationen
Abbildung 2: Daten und Informationen als Grundlage fundierter Entscheidungen
2.2 INFORMATIONSSYSTEME IM TOURISMUS
8 Eine digitale Karte ist eine „maschinenlesbare Repräsentation eines räumlichen Phänomens in einer Form, die den Werten ihrer Attribute erlaubt, gespeichert, manipuliert und von einem Computersystem ausgegeben zu werden“
(BILL & ZEHNER 2001, S. 65).
9 Eine thematische Karte gibt raumbezogene Themen oder Fachaussagen unterschiedlichster Art wieder, ohne als Abbildung der Erdoberfläche verstanden werden zu müssen. Aufgabe thematischer Karten ist es, „ausgewählte
Zahlen von Erscheinungen oder Erscheinungsreigen in räumlicher Verbreitung übersichtlich kartographisch
darzustellen, quantitativ und qualitativ ausgewertet, meist durch Denkprozesse erschlossene Gehalte geographisch
bedeutsamer Erscheinungen bei gleichzeitiger Sichtbarmachung räumlicher Beziehungen wiederzugeben“ (BILL &
ZEHNER 2001, S. 244).
2.2.1 Touristische Informations- und Kommunikationssysteme (TIKS)
in Innsbruck bietet seit 1995 Lösungen für Informationssysteme für Touristen vor allem im Internet. Mittlerweile zählt Tiscover zu den Top-Reisewebseiten und hat sich in Europa als eine der erfolgreichsten Marken im Tourismus etabliert. Auf www.tiscover.com vereinen sich große Informationstiefe und vielfältige Buchungsmöglichkeit zu einer Urlaubsplattform mit entsprechendem Inhalt (Content) zu den Regionen, Orten, Städten und buchbaren Unterkünften. Zusatzinformationen wie Wetter, Veranstaltungen, Live-Cams etc. komplettieren das Angebot des touristischen Informationssystems. Seit 1.1.2005 können alle wesentlichen Inhalte der Tiscover-Homepage in angepasstem Layout auch über ein mobiles Endgerät (alle Handys der neuen Generation, PDAs) abgerufen werden. Zudem besteht die Möglichkeit des Zugriffs über Informationsterminals, die den Gästen in
10 Weiterführende Informationen liefert zum Beispiel WERTHNER & KLEIN 1999 oder STEINBACH 2003, S. 194ff.
2.2.2 Management Informationssysteme (MIS)
zwei Bedeutungen belegt. Zum einen wird unter MIS die Gesamtheit aller
11 GLUCHOWSKI et al. z.B. systematisieren MISe in Kategorien mit verschiedenen Einsatzschwerpunkten und Zielgruppen sowie unterschiedlicher Flexibilität und Aktualität der Informationen: klassische Management
Informationssysteme (MIS), Decision Support Systeme (DSS), Executive Information Systeme (EIS) und
Analytische Informationssysteme (AIS) (vgl. GLUCHOWSKI et al. 1997, S. 20ff).
Darstellung der Ergebnisse der Abfragen in Karten bzw. eine Verortung der Ergebnisse ist mit dem TourMIS direkt allerdings nicht möglich. Dies wäre in Geographischen
2.2.3 Geographische Informationssysteme (GIS)
12 Partner und Sponsoren sind unter anderem die European Travel Commission (ETC), der Europäische Städtetourismusverband (ECT), alle Landestourismusorganisationen Österreichs und das österreichische
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
13 In diesem Kontext soll nicht verschwiegen werden, dass einige Autoren wie z.B. SCHÜSSLER die Modellierung als eigenen fünften Prozess ausgliedern (vgl. SCHÜSSLER 2000, S. 43). In dieser Arbeit wird die Modellierung in den
Prozess Analyse integriert, da der Aufgabe Modellierungen im touristischen Bereich im Vergleich zu den anderen
Prozessen eine eher untergeordnete Rolle zukommt.
2.2.3.1 Die Prozesse und Aufgaben eines Geographischen Informationssystems
14 Die Forschungsschwerpunkte der vier Prozesse ergaben sich nach Sichtung der aktuellen Literatur sowie nach der Auflistung des Lehrstuhls Kartographie der Universität Bonn (vgl. Geoinformation.net 2003, S. 4f).
15 Interoperabilität bezeichnet „die Möglichkeit, verschiedenartige Daten in einen einzelnen Arbeitsablauf zu integrieren. Dies setzt voraus, dass Syntax und Semantik der Daten dem Anwender in einheitlicher Form zur
Verfügung gestellt werden“ (BILL & ZEHNER 2001, S. 141).
16 Geodaten sind „Daten über Gegenstände, Geländeformen und Infrastrukturen an der Erdoberfläche, wobei als wesentliches Element ein Raumbezug vorliegen muss. (…) Geodaten lassen sich über den Raumbezug verknüpfen,
woraus insbesondere unter Nutzung von GIS-Funktionalitäten wieder neue Informationen abgeleitet werden können“
(BILL & ZEHNER 2001, S. 106).
17 Eine Geodateninfrastruktur ist eine aus technischen, organisatorischen und rechtlichen Regelungen bestehende Bündelung von Geoinformationsressourcen, in der Anbieter von Geodatendiensten mit Nachfragern solcher Dienste
kooperieren (GREVE 2002, S. 124).
18 In einem Geodatenwarenhaus werden „analog zur elektronischen Bestellung im klassischen Versandhandel (…) für jedermann analoge und digitale Karten angeboten. (…) Das Geodatenwarenhaus stellt hierzu die Dateninfrastruktur
bereit. Die Daten im Geodatenwarenhaus sind nach einheitlichen Regeln zu strukturieren, können aber durchaus über
verschiedene Datenbanken verteilt sein (BILL & ZEHNER 2001, S. 108f).
Analyse
• Abfrageräume für Geometrie- und Sachdaten und
• Integration von wissensbasierten Systemen.
Präsentation
19 Vektordaten sind geometrische Daten, die üblicherweise aus Punkten, Verbindungen zwischen Punkten (Linien, Geraden und Kurven) und geschlossenen Linienpolygonen (Flächen) bestehen.
20 Rasterdaten sind spalten- und zeilenweise in einzelne Bildpunkte bzw. -zellen eingeteilte, geometrische Daten. Sie gelten im Vergleich zu Vektordaten als "dumme" Daten, da keine Objekte mit logischen Verbindungen existieren.
Gängige Formate für Daten im Rasterformat sind zum Beispiel .tif, .jpg, .gif.
• Generalisierung hinsichtlich verschiedener Aggregationsstufen und
2.2.3.2 Die Komponenten eines Geographischen Informationssystems
über diese Komponenten gegeben werden. 21
Hardware
21 Bei Recherchen lassen sich viele Artikel und Monographien zu den Komponenten im Allgemeinen und aber auch zu einzelnen Projekten im Speziellen finden. Der Herbert Wichmann Verlag (Heidelberg) verlegt das Gros dieser
deutschsprachigen Fachliteratur.
22 Der GIS-Report gibt eine Marktübersicht über den deutschsprachigen GIS-Markt. Die Softwareübersicht in dieser Initiative der Hochschule Anhalt (FH) ist aufgrund der mittlerweile hohen Bedeutung dieses Berichts mit 800
Produkten und 150 Softwareanbietern relativ komplett. Der GIS-Report hat den Anspruch, eine vollständige und
vergleichende Übersicht über das Angebot an GIS-Programmen, digitalen Karten und über GIS-Dienstleistungs- zu liefern. Der aktuelle GIS-Report ist sowohl in gebundener Form als auch im Internet als kostenloser
Download unter dem Link: www.gis-report.de erhältlich.
23 GIS-Viewer: Standalone-GIS-Programm zur visuellen Darstellung von GIS-Daten und / oder Kartenbildern. Nur einfache Darstellungsanpassungen werden durch das Desktop-GIS unterstützt.
24 Internet-GIS oder Web-GIS: GIS-Programm für Client-Server GIS-Anwendung, die mit einem Web-Browser als Benutzer-Frontend über Internet-Protokolle auf einen Applikationsserver zugreift.
25 Zum Vergleich die jährlichen prozentualen Steigerungsraten der zusätzlich aufgeführten Kategorien: Professional GIS (11 %), Desktop-GIS (4 %), Mobile GIS (9 %) und Geodatenbank-Server (38 %).
26 Desktop-GIS: GIS-Programm mit interaktiver graphischer Benutzeroberfläche und reduzierter GIS-Funktionalität, vorwiegend zur Visualisierung von GIS-Daten oder nur für spezielle Anwendungen gedacht, teilweise auch nur zur
Verarbeitung lokaler Datenbestände konzipiert.
27 Professional GIS: Unter Professional GIS werden GIS-Programme mit voller GIS-Funktionalität verstanden.
28 Mobile GIS: Für den mobilen Einsatz auf einem mobilen Engeräten entwickelte GIS-Software.
29 Geodatenbank-Server: Verwaltet Geoobjekte in einem System und stellt Geooperatoren über eine dokumentierte und von Anwendungsentwicklern nutzbare Schnittstelle zur Verfügung.
30 Ein Layer ist eine nutzbare bzw. sinnvolle Unterteilung eines Datensatzes, die allgemein Elemente eines bestimmten Themas enthält. Die Unterteilungen werden bezogen auf ein gemeinsames Koordinatensystem und
ermöglichen so die Analyse und Integration quer durch die unterschiedlichen Ebenen. Dies sorgt für eine logische,
themenbezogene Trennung von kartierten Informationen und ist somit die Basis für das Ebenenprinzip (vgl. BILL &
ZEHNER 2001, S. 164).
31 Weiterführende Informationen liefern zum Beispiel ANGST & SCHNEIDER 2004, EBERT 2004, BUHMANN & WIESEL 2004, BUNDESAMT FÜR KARTOGRAPHIE UND GEODÄSIE 2005a und WICKEL 2004.
3. TOURISMUS ALS NETZWERKGESCHÄFT
3.1 DIE TOURISMUSORGANISATION: DEFINITION, AUFGABEN UND FUNKTIONEN
32 In der Literatur finden sich verschiedene Möglichkeiten der Einteilung der Ebenen. MAY zum Beispiel gliedert in drei Ebenen für Deutschland: Bundes-, Landes- und Regionale bzw. Örtliche Ebene (vgl. MAY 2003, S.397ff).
BIEGER nennt auch drei Ebenen, jedoch unterteilt er die Ebenen in Ort, Region und Land (vgl. BIEGER 1997, S.91).
ULLMANN hingegen differenziert für die Betrachtung Österreichs und Deutschlands in vier Ebenen: Örtliche Ebene,
Regionale Ebene, Landesebene und Nationale Ebene (vgl. ULLMANN 2000, S.30ff). In dieser Arbeit wird auch von
der Einteilung in vier Ebenen im deutschsprachigen Raum ausgegangen.
33 Eine Übersicht liefert BIEGER 1997.
die Repräsentation von Raumwirklichkeiten von Nöten, sondern die Vermittlung von
34 Ein virtueller Tourismusraum definiert sich über „die touristische Infrastruktur als konstitutives Merkmal. (…); Raumeigenschaften, die gemeinhin mit dem virtualisierenden Raum verbunden werden, sind nicht mehr vorhanden;
Spezifikationen (Wohlfühlen), also Medien, die den von Eigenschaften entleerten Raum wieder anreichern, sind für
die virtuelle Realisierung unabdingbar und Nutzenvorteile, die sich durch den Wegfall von Raumeigenschaften
ergeben“(WÖHLER 2004, S. 241).
3.2 DIE DESTINATION: DEFINITION UND NEUE WERTENETZE
Nicht mehr der einzelne Leistungserbringer, sondern das Leistungspaket der Destination steht im Vordergrund. „Auch im Tourismus bewegen wir uns damit von der Denkweise einer Value Chain immer mehr in Richtung eines Value-Net“ (BIEGER & JÄGER 2001, S. 136). Diesen Weg von der linearen Dienstleistungskette hin zum Dienstleistungsnetzwerk
35 Die Frage, ob tatsächliches Reisen durch virtuelles Reisen im Internet oder Cyberspace ersetzt werden kann, ist umstritten. Eine weiterführende Diskussion dieser Problematik führt zum Beispiel KREISEL 2003.
Arbeit zitieren:
Dipl. Geograph Florian Bauhuber, 2006, Geographische Informationssysteme in Destinationen - Web Mapping, Location Based Services und Business Mapping - Einsatz, Hemmnisse und Potenziale in regionalen Tourismusorganisationen im deutschsprachigen Raum, München, GRIN Verlag GmbH
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