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Aufhebungsverträge in kritischer Sicht

Titel: Aufhebungsverträge in kritischer Sicht

Hausarbeit , 2002 , 43 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Susan Kulf (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entscheidung, ein Arbeitsverhältnis aufzulösen, "löst nicht nur Fragen im Hinblick auf die Art und Weise der Beendigung aus" , sondern es "erfordert auch eine ordnungsgemäße Abwicklung" der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Die Trennung von einem Arbeitnehmer erfolgt in der Praxis meistens durch eine Kündigung des Arbeitgebers, wobei auch der Arbeitnehmer das Recht hat, selbst zu kündigen. Bei den Kündigungen unterscheidet man die ordentliche, gem. §§ 620 Abs. 2 - 625 BGB und die außerordentliche Kündigung, gem. § 626 BGB. Unter anderem kann ein Arbeitsverhältnis auch durch Fristablauf bei einem befristeten Arbeitsvertrag sowie durch den Tod des Arbeitsnehmers zum Ende kommen. Eine weitere und in der Praxis sehr bedeutende Beendigungsmöglichkeit ist der Aufhebungsvertrag (siehe Anhang 01). Denn genauso wie ein Arbeitsverhältnis durch Abschluss eines Arbeitsvertrages jederzeit begründet werden kann, ist auch die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses angesichts der Vertragsautonomie möglich.

Vor allem die Großunternehmen, wie beispielsweise die Deutsche Bahn - Unternehmen, die an Beschäftigungsbündnisse der Gewerkschaften gebunden sind - nutzen Aufhebungsverträge, um Arbeitsverhältnisse mit Mitarbeitern zu beenden. Spezielle Regelungen der Gewerkschaften zum Schutz der Arbeitnehmer beinhalten das Verbot betriebsbedingter Kündigungen der Unternehmen, die dem Beschäftigungsbündnis angehören, für einen festgelegten Zeitraum. Um jedoch in dieser Zeit trotzdem Personal aus betriebsbedingten Gründen weiterhin abbauen zu können, werden Aufhebungsverträge mit den Arbeitnehmern abgeschlossen, die zur Beendigung der Arbeitsverhältnisse führen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Definition Aufhebungsvertrag

3. Form des Aufhebungsvertrages

4. Inhalt des Aufhebungsvertrages

4.1. Fort- bzw. Nachzahlung der Arbeitsvergütung

4.2. Urlaubsabgeltung

4.3. Freistellung des Mitarbeiters bis zum Ablauf der Kündigungsfrist

4.4. Abfindungsvereinbarung

4.5. Vererbung des Abfindungsanspruchs im Todesfall

4.6. Aufrechnung

4.7. Darlehen

4.8. Erledigungsklausel

4.9. Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

4.10. Zurückbehaltungsrecht

4.11. Verschwiegenheitspflicht

4.12. Salvatorische Klausel

5. Vorteilhafte Auswirkungen des Aufhebungsvertrages für den Arbeitgeber

5.1. Anhörung Betriebsrat

5.2. Bedenkzeit

5.3. Fristeinhaltung

5.4. Aufklärungspflicht des Arbeitgebers

6. Negative Begleiterscheinungen des Aufhebungsvertrages für den Arbeitgeber

6.1. Vernichtung des Aufhebungsvertrages bei widerrechtlicher Drohung

6.2. Zahlung von Abfindungen

6.3. Erstattungspflicht von Arbeitslosengeld bei älteren Arbeitnehmern

7. Der Aufhebungsvertrag aus positiver Sicht des Arbeitnehmers

7.1. Möglichkeit des schnellen Wechsels des Arbeitsplatzes

7.2. Umgehen einer außerordentlichen bzw. verhaltensbedingten Kündigung

7.3. Prozess vor dem Arbeitsgericht entfällt

7.4. Zahlung einer Abfindung

8. Nachteilige Folgen des Aufhebungsvertrages für den Arbeitnehmer

8.1. Kündigungsrechtliche Konsequenzen

8.2. Sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen

8.2.1. Das Ruhen des Arbeitslosengeldes

8.2.2. Sperrzeit

8.3. Steuerrechtliche Konsequenzen

9. Beseitigungsmöglichkeiten des Aufhebungsvertrages

9.1. Anfechtung

9.2. Widerrufsrecht

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der rechtlichen und praktischen Analyse von Aufhebungsverträgen im Arbeitsrecht. Das primäre Ziel ist es, die beiderseitigen Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile sowie Risiken kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen und Definition des Aufhebungsvertrages
  • Inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten und Klauseln
  • Vorteile und Risiken für den Arbeitgeber
  • Positive Aspekte und nachteilige Folgen für den Arbeitnehmer
  • Beseitigungsmöglichkeiten durch Anfechtung oder Widerruf

Auszug aus dem Buch

4.4 Abfindungsvereinbarung

Um einen Kündigungsrechtsstreit aus dem Wege zu gehen, vereinbart der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer meist auf freiwilliger Basis die Zahlung einer Abfindung als Ausgleich für den Verlust seines Arbeitsplatzes. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften ob und wie viel Abfindung bei Abschluss eines Aufhebungsvertrages vereinbart werden muss. Allerdings hat sich in der Praxis eine "Abfindung in Höhe eines halben bis ganzen Bruttomonatsgehalts" durchgesetzt. Entscheidend ist dabei aber auch, "ob eine Kündigung rechtswirksam wäre oder nicht".

Neben der Abfindungshöhe wird meistens auch die Fälligkeit der Abfindungszahlung im Aufhebungsvertrag geregelt. Erfolgt dies nicht, dann entsteht der Anspruch auf Abfindung zum vereinbarten Beendigungstermin.

Abfindungsvereinbarungen sind Bruttobeträge und demzufolge einkommensteuerpflichtig, wenn bestimmte Freibeträge überschritten werden. Das heißt eventuell anfallende Steuern haben in jedem Fall die Arbeitnehmer zu tragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführende Betrachtung der Beendigungsmöglichkeiten von Arbeitsverhältnissen mit Fokus auf die Bedeutung des Aufhebungsvertrages.

2. Definition Aufhebungsvertrag: Erläuterung des Aufhebungsvertrages als einvernehmliche Beendigungsform eigener Art.

3. Form des Aufhebungsvertrages: Darstellung der zwingenden gesetzlichen Schriftformerfordernis.

4. Inhalt des Aufhebungsvertrages: Analyse der wesentlichen Regelungspunkte wie Vergütung, Urlaub, Abfindungen und Klauseln.

5. Vorteilhafte Auswirkungen des Aufhebungsvertrages für den Arbeitgeber: Erörterung der Vorteile wie Zeitersparnis und Flexibilität.

6. Negative Begleiterscheinungen des Aufhebungsvertrages für den Arbeitgeber: Aufzeigen von Risiken wie Anfechtbarkeit oder Erstattungspflichten.

7. Der Aufhebungsvertrag aus positiver Sicht des Arbeitnehmers: Analyse der Chancen wie schneller Stellenwechsel und Vermeidung von Kündigungsgrundlagen.

8. Nachteilige Folgen des Aufhebungsvertrages für den Arbeitnehmer: Untersuchung von Risiken im Bereich Sozialversicherungs- und Kündigungsschutzrecht.

9. Beseitigungsmöglichkeiten des Aufhebungsvertrages: Darstellung der Optionen der Anfechtung und des Widerrufs.

10. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der gegenseitigen Abwägung bei Abschluss eines Aufhebungsvertrages.

Schlüsselwörter

Aufhebungsvertrag, Arbeitsrecht, Abfindung, Kündigungsschutz, Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Arbeitslosengeld, Sperrzeit, Schriftform, Erledigungsklausel, Anfechtung, Wettbewerbsverbot, Sozialversicherung, Steuerrecht, Arbeitgeberinteressen, Arbeitnehmerinteressen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Aufhebungsvertrag als Instrument zur einvernehmlichen Beendigung von Arbeitsverhältnissen aus rechtlicher und praktischer Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Es werden neben den rechtlichen Grundlagen insbesondere die inhaltliche Gestaltung des Vertrages, die Vor- und Nachteile für beide Vertragsparteien sowie steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine kritische Analyse der Auswirkungen und Risiken von Aufhebungsverträgen, um eine fundierte Vorbereitung für beide Seiten zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender arbeitsrechtlicher Standards, Gesetze und praktischer Formulierungsbeispiele.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die detaillierte inhaltliche Gestaltung, die betriebswirtschaftlichen Vorteile für Arbeitgeber sowie die sozio-ökonomischen Auswirkungen auf Arbeitnehmer.

Wodurch zeichnet sich die Arbeit aus?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von juristischen Erläuterungen mit konkreten Praxishinweisen und Formulierungsbeispielen aus.

Welches Problem kann bei der Urlaubsabgeltung auftreten?

Eine Urlaubsabgeltung kann zu einem Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs führen, was durch geschickte vertragliche Gestaltung, etwa durch eine Vertragsverlängerung, vermieden werden kann.

Warum ist die Anwesenheit eines Betriebsratsmitglieds ratsam?

Ein Betriebsratsmitglied kann als neutrale Instanz vermitteln und bei späteren Streitigkeiten, etwa bei Anfechtung wegen Drohung oder Täuschung, als Zeuge fungieren.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aufhebungsverträge in kritischer Sicht
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (Wirtschaft)
Veranstaltung
Personalwirtschaft und Berufliche Bildung
Note
2,3
Autor
Susan Kulf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
43
Katalognummer
V5966
ISBN (eBook)
9783638136716
ISBN (Buch)
9783656630784
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufhebungsverträge Sicht Personalwirtschaft Berufliche Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susan Kulf (Autor:in), 2002, Aufhebungsverträge in kritischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5966
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Leseprobe aus  43  Seiten
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