Inhalt
I. Einleitung 2
II. Hauptteil 3
2.1 Sebastian Brant 3
2.2 Beschreibung des Holzschnittes 4
2.3 Versuch einer Deutung des Holzschnittes 6
2.4 Kapitel IV - Original 7
2.5 Kapitel IV - Übersetzung 9
2.6 Brants Meinung zur Narrenkleidung im Kapitel IV 10
2.7 Mode der Renaissance und Reformation 12
2.7.1 Die Entfunktionalisierung der Kleidung 12
III. Schluss 14
Abbildungsverzeichnis 15
Literaturverzeichnis 15
1
I Einleitung
In dieser Hausarbeit setze ich mich mit dem Thema der Mode um 1500 sowie insbesondere der Mode in Sebastian Brants „Narrenschiff“ auseinander. Speziell beziehen sich meine Erarbeitungen auf das Kapitel IV aus Sebastian Brants „Narrenschiff“. In diesem Kapitel („Von Neuerungen“/“Von neuen Moden“) wird deutlich, welch einen großen Einfluss das Thema Kleidung auf die Gesellschaft hatte.
An einigen Stellen entsteht der Eindruck, es könnte sich - abgesehen von der Sprache - auch um ein Dokument aus dem ausgehenden 20. Jahrhundert handeln. So erinnert zum Beispiel der Satz „Mit schändlich kurz geschnittnen Röcken, die kaum den Nabel mehr bedecken!“ stark an die Diskussion an deutschen Schulen über die knappe - bauchfreie - Bekleidung junger Mädchen, die damit die Erregung der Mitschüler und der (männlichen) Lehrer provozierten.
Wie jedoch sah die Diskussion um angemessene Bekleidung um 1500 aus? Wichtig und besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Kirche im 16. Jahrhundert im Mittelpunkt aller Interessen steht 1 . Dies beeinflusst das Denken und Handeln der Menschen stark und ist daher ein wichtiger Faktor dafür, in welchem Maße Kritik an Neuerungen geübt wurde.
1 Boehn, Max: Die Mode. Menschen und Moden im 16. Jahrhundert. Band II. München 1964. S. 1 f.
2
II Hauptteil
2.1 Sebastian Brant
Sebastian Brant (um 1457 bis 1521) war Dichter und Jurist. Der Verteter des Humanismus wurde bekannt durch die Verssatire Das Narren Schyff (1494). Brant wurde um das Jahr 1457 in Straßburg geboren, studierte an der Universität von Basel und lehrte dort seit 1489 römisches und kanonisches Recht. 1500 übersiedelte er zurück nach Straßburg, wo er 1503 Stadtschreiber wurde. Im Dienst Maximilians I. war er kaiserlicher Rat und Beisitzer des kaiserlichen Hofgerichts. In dieser Eigenschaft schrieb er zahlreiche juristische Abhandlungen, verfasste Flugschriften, Moralsatiren und satirische Gedichte in lateinischer Sprache.
Berühmt wurde Brant durch sein satirisch-typologisches Vers-„Gedicht” Das Narren Schyff, einem der außergewöhnlichsten und beliebtesten Bücher seiner Zeit. Es erzählt von einem Schiff voller Menschen, die auf der Suche nach einem Paradies für Narren sind und wegen ihres fehlgeleiteten Verhaltens sterben müssen. Jede Figur verkörpert eine Torheit oder ein Laster wie Ehebruch, Gefräßigkeit und Gotteslästerung. Das Buch ist vor allem eine scharfe Anklage der Dummheit, Bosheit und Gottlosigkeit der Vertreter mittelalterlicher Stände und Berufe: „Den narren spiegel ich diß nenn / In dem ein yeder narr sich kenn”. Als solches wurde es von Erasmus von Rotterdam hochgeschätzt. Brant starb am 10. Mai 1521 in Straßburg. 2
2 Vgl. Brockhaus Enzyklopädie 2000.
3
2.2 Beschreibung des Holzschnittes
Zu jedem Kapitel ist passend zum Inhalt ein Holzschnitt abgebildet, der die Hauptaussage bzw die Moral des jeweiligen Kapitels zusammenfasst und bildlich darstellt. Abgesehen von einigen wenigen Abweichungen sind die Holzschnitte tatsächlich immer auf das darauf folgende Kapitel ausgerichtet. Das vierte Kapitel beinhaltet folgenden Holzschnitt:
Abb. 1
4
Arbeit zitieren:
Petra Brumshagen, 2006, Mode um 1500 und im "Narrenschiff", München, GRIN Verlag GmbH
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