1) Einleitung
Nachdem C. Brüning das Thema Führung anhand von Führungstheorien betrachtet hat, welche jedoch einen eher globalen Charakter haben, stelle ich nun einige neue Führungsmethoden dar. Dabei hat sich herausgestellt, daß es von der von mir verwandten, eindimensionalen Führungstheorie bis hin zu den eher konkreten Führungsmethoden ein großer Schritt ist.
Als eines der Hauptprobleme hat sich dabei erwiesen, dass im Zusammenhang mit Führungskonzepten und -systemen eine große begriffliche Vielfalt herrscht, die mit deutlichen Abgrenzungsmängeln der einzelnen Begriffe einhergeht.
Deshalb definiere ich die in meinem schriftlichen Teil verwendeten Begriffe zunächst. Dabei beschreibe ich auch den Schritt von dem von mir ausgewählten eindimensionalen Führungsmodell (Likerts System 4) hin zu den neuen Führungsmethoden.
Meine Forschungsfrage lautet: Was sind die zentralen Unterschiede des Harzburger Modells (HM) als einem Vertreter der alten Führungsstile mit alten Führungsmethoden und dem Modell des Mitarbeitergesprächs sowie 3 weiteren Ansätzen als Vertretern der neuen Führungsstile mit neuen Führungsmethoden?
Aus Platz- und Vergleichbarkeitsgründen beschränke ich mich bei den Führungsmethoden jedoch auf die Führungstätigkeiten Personalentwicklung und Zielsetzungen/vereinbarungen. Außerdem widme ich mich kurz dem Thema Motivation.
Für meine Arbeit wichtig ist dann zunächst einmal zu klären, was den Unterschied zwischen “altem“ und “neuem“ Wesen der Führungstätigkeit ausmacht. Außerdem beschreibe ich dazu Likerts System 4, sowie seine theoretische Einbindung in meine Forschungsfrage.
Dann bringe ich einen kleinen Geschichtsexkurs, um die Unterschiede zwischen Likerts System 1 und dem von mir in Likerts System 2 eingestuften HM zu verdeutlichen. Zudem soll dadurch eine grobe zeitgeschichtliche Orientierung für den deutschen Sprachraum hergestellt werden.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
1.1) Begriffsdefinitionen
1.1.1) Theorien des Führens
1.1.2) Führungsstil
1.1.3) Führungsmodelle
1.1.4) Führungstätigkeiten
1.1.5) Führungsmethoden
1.1.6) Mitarbeitergespräche
2) Hauptteil. Darstellung der theoretischen Ansätze
2.1) Likerts System 4
2.2) Geschichtlicher Hintergrund des System 1
2.3) Das Harzburger Modell (HM)
2.3.1) Pflichten des Vorgesetzten
2.3.2) Pflichten des Mitarbeiters
2.3.3) Die Mitarbeiterbesprechung und das Mitarbeitergespräch im HM
2.4) Das “Modell des Mitarbeitergesprächs“
2.5) Das Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräch (M-V-G)
2.6) Leitfaden zur Kooperation im Unternehmen (Heinrich Fromm)
2.7) Das Mitarbeitergespräch als zentrales Führungsinstrument:
3) Vergleich der Ansätze unter der Fragestellung
3.1) Personalförderung/-entwicklung:
3.2) Zielsetzung:
3.3) Motivation:
4) Schluß: (Resümee, Ausblick):
5) Literaturverzeichnis:
6) Anhang:
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert und vergleicht das Harzburger Modell (HM) als Vertreter klassischer Führungsansätze mit modernen Führungsmethoden, wie dem Modell des Mitarbeitergesprächs. Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede hinsichtlich der Entscheidungsbeteiligung, Personalförderung und Zielvereinbarung herauszuarbeiten, um ein Verständnis für den Wandel von autoritären zu kooperativen Führungsstilen zu schaffen.
- Vergleich von “alten” (System 1/2) und “neuen” (System 4) Führungsstilen
- Analyse des Harzburger Modells und dessen Delegationsprinzipien
- Untersuchung moderner Mitarbeitergesprächskonzepte und Feedbackmethoden
- Evaluation der Personalförderung und Personalentwicklung in verschiedenen Modellen
- Betrachtung von Zielsetzungs- und Zielvereinbarungsprozessen im Unternehmen
- Analyse der Rolle von Motivation und Arbeitszufriedenheit in modernen Führungskontexten
Auszug aus dem Buch
2.4) Das “Modell des Mitarbeitergesprächs“
Diese Modell wurde 1974 von Walther Leonhard entwickelt.
Das Konzept des “Mitarbeitergesprächs“ umfaßt unter der Zielsetzung, Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit als komplementäre Faktoren beruflicher Tätigkeit zu entwickeln, mehrere Aspekte: den Aspekt der Zielsetzung, den Aspekt der Beziehungsentwicklung und den Aspekt der Rollenklärung.
„Zusammenfassend kommt es beim “Mitarbeitergespräch“ darauf an, die Anforderungen, die im Rahmen der Unternehmensziele und der entsprechenden Ziele des Vorgesetzten an die Stelle des Mitarbeiters gerichtet werden, gemeinsam in angemessene Arbeitsziele umzusetzen und die Vorteile, die der Vorgesetzte und der Mitarbeiter voneinander bzw. aneinander haben, offen zu legen und abzustimmen, um dadurch eine von beiden Gesprächspartnern akzeptierte Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen.“ (Schuler et al 1991, 93)
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einleitung: Die Einleitung definiert grundlegende Begriffe, stellt die Forschungsfrage und grenzt die untersuchten Führungsmethoden ein.
2) Hauptteil. Darstellung der theoretischen Ansätze: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, beginnend bei Likerts System 4, und stellt das Harzburger Modell sowie verschiedene moderne Mitarbeitergesprächsmodelle detailliert vor.
3) Vergleich der Ansätze unter der Fragestellung: Hier erfolgt der direkte Vergleich der Ansätze hinsichtlich Personalförderung, Zielsetzung und Motivation, wobei Unterschiede in der Partizipation und dem Mitarbeiterverständnis beleuchtet werden.
4) Schluß: (Resümee, Ausblick): Das Fazit kritisiert die mechanische Deutung im Harzburger Modell und bewertet die Praxistauglichkeit moderner Ansätze sowie die Zukunft der Führung.
Schlüsselwörter
Führungsmethoden, Harzburger Modell, Mitarbeitergespräch, Personalförderung, Zielvereinbarung, Führungstheorie, Motivation, Delegation, Management, Unternehmensführung, System 4, Feedback, Kooperation, Personalentwicklung, Führungsstil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel von Führungsmethoden, wobei sie insbesondere den Unterschied zwischen klassischen autoritären Modellen wie dem Harzburger Modell und modernen kooperativen Ansätzen beleuchtet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentral sind die Bereiche Personalentwicklung, die Gestaltung von Mitarbeitergesprächen, Zielsetzungsverfahren und die psychologischen Aspekte von Motivation und Entscheidungsbeteiligung im Führungsalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem Harzburger Modell und modernen Modellen (wie dem Mitarbeitergespräch) analytisch darzustellen, um zu verstehen, wie Mitarbeiter heute in Entscheidungsprozesse integriert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, in der verschiedene Führungsmodelle und -konzepte anhand definierter Kriterien (Personalentwicklung, Zielsetzung, Motivation) miteinander verglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der ausgewählten Führungsmodelle, angefangen bei Likerts System 4 bis hin zu konkreten Ansätzen von Fromm sowie Hofbauer & Winkler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Führungsmethoden, Delegation von Verantwortung, Mitarbeitergespräch und partizipative Führung geprägt.
Wie unterscheidet sich das Harzburger Modell von moderneren Ansätzen hinsichtlich der Partizipation?
Im Harzburger Modell erfolgt die Zielvorgabe streng von oben nach unten, während modernere Ansätze (wie das Modell von Hofbauer & Winkler) explizit Rückkopplungsmechanismen von den Mitarbeitern vorsehen.
Warum wird Feedback in der Arbeit als so wichtig erachtet?
Feedback wird als entscheidendes Führungsinstrument hervorgehoben, da es die Selbstwahrnehmung des Mitarbeiters fördert und einen offeneren Umgang sowie ein gegenseitiges Verständnis ermöglicht, anstatt den Mitarbeiter nur zu „erziehen“.
- Quote paper
- Kolja Karl (Author), 2000, Führung - Neue Führungsmethoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5972