Inhaltsverzeichnis
Einleitung
K önig Artus und seine höfische Gesellschaft
Erec
Bedeutung der Artusgesellschaft für die Lektüre
Fazit
Literaturverzeichnis
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Einleitung
In dieser Hausarbeit werde ich mich damit befassen, die Darstellung und die Bedeutung der Gesellschaft am Artushof anhand des deutschen Artusromans „Erec“, von Hartmann von Aue darzustellen. Dabei gehe ich wie folgt vor:
Zunächst werde ich auf den sagenumwobenen König Artus eingehen, dessen Existenz ungeklärt und noch nicht bewiesen ist, dem trotzdem in dieser Zeit, in der Hartmann die Übersetzung von Chretien de Troyes angefertigt hat, immer noch eine große Bedeutung innerhalb der europäischen Gesellschaft zukommt. Dabei werde ich auf seine literarische Idealisierung und seine Wertemaxime eingehen, die ihm nachgesagt werden und mit der sich auch sein Hof maßgeblich identifiziert.
Dann werde ich zu dem Titelhelden Erec kommen, welcher als Teilnehmer in der Artusgesellschaft in einen schwierigen Konflikt kommt, aus dem er nur durch das „artursche“ Wertebewusstsein, verbunden mit seinem „êre“-Gewinn auf seinen Aventuiren und seiner Weiterentwicklung wieder herauskommt. Spricht man über Erec, dann ist seine „Weggefährtin“ und Ehefrau Enite sehr wichtig, sie begleitet Erec auf diesen Aventuiren und macht als Einzige in dem Erec-Roman eine ähnliche Entwicklung durch wie ihr Ehemann Erec.
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Als Kontrast wird die Beschreibung einzelner Aventuiren dienen, die nicht den an dem Artushof gepflegten Vorstellungen von Ritterehre und Minne entspricht, sondern in einer „anderen Welt“ mit anderen Wertevorstellungen stattfinden. Dort wird Erec das harte Leben kennen lernen, in dem er auf sämtliche Charaktere von Rittertypen trifft: „der herunter gekommene Edelmann 1 ; der wegelagernde Raubritter 2 ; der Ritter als buhlerische Verführer 3 usw.“ 4 , vielleicht trifft er dort aber auch einfach nur auf die harte Realität. Zum Schluss werde ich dann noch einmal auf die Bedeutung der Artusgesellschaft für die Lektüre eingehen und meine Arbeit dann mit einem kleinen Fazit abschließen.
König Artus und seine höfische Gesellschaft
König Artus wird schon zu Beginn des „Erecs“ von Hartmann von Aue stark idealisiert. Er wird uns beschrieben als ein ungewöhnlicher König, der auch einen ganz besonderen Hof besitzt. So inszeniert König Artus zum Beispiel am Anfang des „Erecs“ eine Hirschjagd. Neben der religiösen Bedeutung, ehrt Artus zum anderen auch seine Vorfahren, welche diese traditionelle Hirschjagd in das Leben gerufen haben. Zugleich fördert er aber auch durch die vielen Feste die Geselligkeit am Hofe und zeigt so seine soziale Stellung und Verantwortung. Eine wesentliche Eigenschaft König Artus als „primus inter pares“ (Erster unter Gleichen), aber machtpolitisch eher schwachen Herrschers besteht in seiner „milte“(Freigebigkeit) 5 . Auf ihn geht so auch die legendäre Tafelrunde zurück, welche genutzt wird, „um Rangstreitigkeiten zu vermeiden“ 6 . Hier wird ein Königsbild erzeugt, welches für die damalige Zeit schon sehr fortschrittlich und somit wahrscheinlich auch Ausdruck einer „Wunschwelt“ 7 höfischer Gesellschaft war.
1 Hartmann von Aue: Erec. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung. 23. Auflage. Frankfurt a. M. V. 270 ff.
2 Ebda. V. 3116 ff.
3 Ebda. V. 3668
4 Ehrismann, Dr. Gustav: Geschichte der deutschen Literatur bis zum Ausgang des Mittelalters. München
MCMXXVII S. 171
5 Köhler, Erich: Ideal und Wirklichkeit in der höfischen Epik. Studien zur Form der frühen Artus- und
Graldichtung. Tübingen 2002
6 http://de.wikipedia.org/wiki/Artus (26.03.06)
7 Walz, Herbert: Die deutsche Literatur im Mittelalter. Geschichte und Dokumentation. München 1976
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Arbeit zitieren:
David Haamel, 2006, Darstellung und Bedeutung der Artusgesellschaft in Hartmanns "Erec", München, GRIN Verlag GmbH
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Chretien de Troyes in Prose: The Burgundian Erec and Cliges
Joan Tasker Grimbert, Carol J. Chase
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