Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
I
1. Prolog
1
2. Charisma -
Begriff der Personalentwicklung?
2.1. etymologische Annäherung 1
2.2. theologische Begrifflichkeit 2
2.3. soziologische Annäherung:
charismatische Herrschaft
nach Max Weber 3
2.4. psychologische Grundlagen 4
2.5. System und Wirkung:
organisationale Bezüge 5
2.6. Vorschlag eines Charisma-Begriffs
der Personalentwicklung 6
3. Charisma und Führung in der lernenden
Organisation
3.1. Begriffe 8
3.1.1. Führung
3.1.2. lernende Organisation
3.2. Ansprüche der lernenden
Organisation an ihre Führung 8
3.2.1. Bedürfnisse der Mitarbeiter
3.2.2. Schlüsselqualifikationen
der Führenden
3.3. emotionale Führung 9
3.4. charismatische Führung 11
3.4.1. Begriffsvorschläge
- 2 -
3.5. Ergebnis 13 4. Methoden der Entwicklung und Organisierung charismatischer Eigenschaften 14 5. Zusammenfassung 16
Literaturverzeichnis
- 3 -
Abkürzungsverzeichnis
aA andere Auffassung aE am Ende aaO am (zuvor) angegebenen Ort Aufl. Auflage Bed. Bedeutung bzw. beziehungsweise ders. derselbe Di Dissertation f folgende Seite ff fortfolgende Seiten FK Führungskraft HA Hausarbeit Hrsg. Herausgeber i. F. im Folgenden i. S. im Sinne LO Lernende Organisation MA Mitarbeiter m. E. meines Erachtens mwN mit weiteren Nachweisen o oben O Organisation o. b. oben benannten OE Organisationsentwicklung Orig. Original PE Personalentwicklung Übers. Übersetzung
Übers. d. Verf. Übersetzung durch Verfasser u.a. unter anderem u. a. und andere zit. zitiert
- 4 -
1. Prolog
Diese Arbeit stellt sich dem Anspruch, eine Arbeitsbegrifflichkeit des Charismas für die PE vorzuschlagen, von dieser ausgehend die Bedeutung charismatischer Fähigkeiten für Führung in der LO aufzuzeigen und schließlich einen Ausblick auf die der PE zwecks Ermöglichung derartiger Fähigkeiten zur Verfügung stehenden Methoden anzubieten.
Der verarbeitete Stoff schien zeitweise uferlos, trotz Bedenken blieb der Anspruch, allen drei der o. b. Komplexe nachzugehen. Allerdings musste es hinsichtlich der Methoden bei einem kursorischen Aufriss bleiben, um Geduld und Aufmerksamkeit der Korrektur nicht restlos überzustrapazieren.
Den Leserinnen und Lesern 3 wünsche ich Spaß, Freude und Anregungen aus der Lektüre. Mir wünsche ich, ihre Neugier zu wecken und so einen kleinen Beitrag zur Entmystifizierung und konstruktiven Nutzung des Phänomens Charismas zu leisten.
2. Charisma - Begriff der Personalentwicklung?
2.1. etymologische Annäherung
Charis ist nach der altgriechischen Mythologie der Name der Göttin der Anmut 4 . Diesem den Wortstamm entnehmend bezeichnet der Begriff „Charisma“ im heutigen Alltagsgebrauch die „besondere Ausstrahlungskraft eines Menschen“ 5 , „besondere Ausstrahlungskraft einer Persönlichkeit“ 6 , „besondere Ausstrahlung“ 7 bzw. die „außergewöhnliche Ausstrahlungskraft einer politischen Führungsgestalt,
1 zit. nach Goleman 2004 S. 112
2 i. F.: „Dalai Lama“
3 Dem deutschen Sprachgebrauch folgend und wegen der besseren Lesbarkeit wird in dieser HA von „MA“ etc. gesprochen. Selbstverständlich sind damit jedoch auch Mitarbeiterinnen etc. gemeint.
4 Duden 5; Lasko S. 11
5 Duden 5 aaO
6 Hübner S. 133
7 Kluge S. 168
- 1 -
eines Künstlers usw.“ 8 . Der englische Sprachkreis scheint eine praktischere und pragmatischere Bedeutung für „charisma“ in der Alltagssprache gefunden zu haben. Es wird verwendet als „attribute of awesome and almost magical power and capacity ascribed by followers to the person and personality of extraordinarily magnetic leaders. (…)” 9 bzw. beschreibt „an extraordinary power in a person, group, cause etc. wich takes hold of popular imagination, wins popular support etc.” 10 . Das Auftreten von Charisma wird aus meiner Sicht so bereits als kontextuell, auf der Beziehungsebene handelnder Personen angesiedelt betrachtet und - im Gegensatz zum wohl heute noch wirksamen deutschsprachigen Alltagsgebrauch - weniger als objektive Größe verstanden.
2.2. theologische Begrifflichkeit
Der christliche griechische Begriff „Charisma“ bedeutet zum einen „`Amtsgnade, die durch Handauflegen vermittelt wird´ …, daneben aber auch `besondere Gnadengaben´.“ 11 , prägnant zusammengefasst als „göttliche Gnadengabe, Berufung“ 12 . Er wird auf die Ausführungen des Paulus im Neuen Testament, insbesondere im „Brief an die Römer“, zurückgeführt 13 und beschreibt „die durch den Geist Gottes bewirkten Gaben und Befähigungen des Christen in der Gemeinde“ 14 bzw. „a special spiritual gift bestowed temporarily by the Holy Spirit on a group or an individual for the general good of church“ 15 . Paulus war es danach „… daran gelegen, dass es durch die Mitteilung gewisser … geistlicher Gnadengabe zur Stärkung der Christen in Rom kommen möge.“ 16 Dabei zählt er beispielhaft unterschiedliche Charismen auf „…, die, jedes an seinem Platz, dem Gemeinwohl zu dienen haben.“ 17 So wird „jeder einzelne Christ … als Glied der Gemeinde angesprochen, der er
8 Paul S. 201
9 Encyclopaedia Britannica S. 103 - Beschreibung einer erstaunlichen und fast magisch anmutenden Macht und Kraft, die Person und Persönlichkeit eines besonders anziehenden Führers von dessen Anhängern zugeschrieben wird (Übers. d. Verf.)
10 Cayne S. 165 - die besondere Kraft einer Person, Gruppe, Sache usw., welche die öffentliche Meinung fesselt, öffentliche Unterstützung generiert usw. (Übers. d. Verf.)
11 Kluge ebenda
12 Hübner ebenda
13 Paul ebenda
14 Duden 5 ebenda
15 Cayne ebenda - eine spezielle spirituelle Gabe, die vorübergehend vom Heiligen Geist einer Gruppe oder einem Individuum verliehen, dem Wohle der Kirche dient (Übers. d. Verf.)
16 Lohse S. 73 f
17 aaO S. 339
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Arbeit zitieren:
Ass. iur., M.A: Peter Wasem, 2006, Charisma: Fluch oder Segen für die lernende Organisation?, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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