Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 4
2 Physisch geographische Gegebenheiten. 4
2.1 Die Gezeiten. 4
2.2 Die Wellen. 6
2.3 Meeresspiegelschwankungen. 8
2.4 Zerstörungsprozesse. 9
2.5 Aufbauvorgänge. 10
3 Küstenformen. 10
3.1 Ästuare, Fjorde, Rias. 10
3.1.1 Ästuare. 10
3.1.2 Fjorde. 11
3.1.3 Rias. 12
3.2 Sandstrände und Dünen. 12
3.3 Salzmarschen. 13
3.4 Steilküsten (Kliffs) 14
3.5 Ausgleichsküste. 15
4 Nutzungspotential der Küsten. 16
4.1 Frankreich. 16
4.1.1 Die Fischerei in Frankreich. 18
4.1.2 Der Fremdenverkehr in Frankreich. 19
4.2 Großbritannien. 20
4.2.1 Die Fischerei in Großbritannien. 20
4.2.2 Der Fremdenverkehr in Großbritannien. 21
5 Küstenschutz. 21
5.1 Lokaler Küstenschutz. 22
5.2 Europäischer Küstenschutz. 23
5.2.1 Probleme im Küstenraum. 23
5.2.2 Lösungsansätze. 24
6 Fazit. 24
Literaturverzeichnis , Internetadressen. 25
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Springtidenhub an den Küsten der Erde.
Abb. 2 Die Bewegung von Wellen (a)
Abb. 3 Die Bewegung von Wellen (b)
Abb. 4 Die Meeresspiegelschwankungen der letzten 240.000 Jahre.
Abb. 5 Fjord, umgeben von steilen Felswänden.
Abb. 6 Riaküste.
Abb. 7 Die Düne von Pilat (110m)
Abb. 8 Große Salzmarschflächen hinter dem Küstenriff von Scolt Head
Island in Norfolk, England.
Abb. 9 Steilküste von Blanc- Nez (Pas- de- Calais, Frankreich)
Abb.10 Küstenparalleler Transport ausgelöst durch die Zickzackbewegung
Von Schwall und Sog.
Abb. 11 Entstehung eines Strandsees und die Begradigung der Uferlinie.
Abb. 12 Die Landschaftsräume Frankreichs.
Abb. 13 Die Oberflächenformen Frankreichs.
Abb. 14 Austernproduktion an der französischen Küste.
Abb. 15 Miesmuschelproduktion.
Abb. 16 Fremdenverkehr in Frankreich.
Abb. 17 West Bay, Situation im Jahr 1860.
Abb. 18 West Bay, Situation im Jahr 1900.
Abb. 19 West Bay, Situation im Jahr 1967.
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 Kliffabtrag an verschiedenen Küsten Englands.
Tab. 2 Fischerei in Großbritannien.
Tab. 3 Fremdenverkehr in Großbritannien.
Tab. 4 Tankerhavarien seit 1967.
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1 Einleitung
Die Küste gilt als das weltweit am weitesten verbreitete Landschaftselement der Erde. Die gesamte Küstenlinie der Erde beläuft sich auf 286.300 km wobei die Küstenlinien der Inseln, die ebenfalls noch mal 220.000 km betragen in dieser Zahl noch nicht berücksichtigt sind. (Goudie 2002)
Valentin definiert die Küste, als das „Gebiet zwischen der obersten (...) landwärtigen und untersten seewärtigen Brandungswirkung“. Es gibt allerdings sehr viele Definitionen, die den Küstenbereich räumlich weiter definieren und zwar bis zu dem Punkt, an dem das Salzwasser auch durch das so genannte Salzwasserspray keinen Einfluss mehr auf die Vegetation und Morphologie des angrenzenden Landes hat. Ich möchte in dieser Hausarbeit von einem noch weiter gefassten Küstenbegriff ausgehen, um so das Nutzungspotential der Küsten durch den Tourismus und die Fischereiwirtschaft erfassen zu können. (Kelletat 1989) Die Küsten der Welt sind ein stark beanspruchter Lebensraum. Weltweit lebt ca. 2/3 der gesamten Bevölkerung an Küsten oder in deren unmittelbarer Nähe. Durch die zunehmende Besiedelung und die stetig wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Küstenraumes kommt es aber auch zu ökologischen Problemen. In dieser Hausarbeit sollen nun explizit die Atlantikküsten von Frankreich und der britischen Inseln unter dem Gesichtspunkt deren Nutzung betrachtet werden. Hierbei wird vor allem auf die intensive Nutzung durch den Fremdenverkehr und die Fischerei eingegangen. Es sollen des Weiteren Probleme aufgezeigt werden, die durch die intensive Nutzung der Atlantikküsten entstehen können. (Goudie 2002) 2 Physische geographische Gegebenheiten
Um das Nutzungspotential der Küsten verstehen zu können werde ich nun einen Einblick geben, wie die einzelnen Küstenformen entstehen und welchen Prozessen diese ausgesetzt sind.
2.1 Die Gezeiten
Die Gezeiten sind regelmäßige Bewegungen des Meerwassers ausgelöst durch die Anziehungskraft des Mondes und der Sonne. Auf der mond- zugewandten Seite der Erde sowie auf der gegenüberliegenden Seite kommt es zu Flutbergen. Aufgrund der Erdrotation kommt es zweimal am Tag zu Ebbe und Flut kommt. Durch die Entfernung der Sonne zur Erde wirkt sich die Masse der Sonne nur fast halb so stark auf die Gezeiten aus wie die des Mondes. Die Sonnengezeiten wiederholen sich zyklisch alle 24 Stunden. Stehen die Erde, der Mond und die Sonne in einer Linie, so verstärken sich die Anziehungskräfte des Mondes und
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der Sonne wodurch die Gezeitenwirkung dementsprechend zunimmt. Man spricht dann bei den hohen Tiden von Springtiden und bei den niedrigen Tiden von Nipptiden. Diese Nipptiden entstehen, wenn die Sonne und der Mond in Bezug auf die Erde im rechten Winkel zueinander stehen. (Goudie 2002)
Die Gezeiten haben entscheidenden Einfluss auf die Formung der Küsten. Durch sie wird der Höhenbereich bestimmt, in dem die Wellen wirksam sein können. Außerdem entstehen durch die Gezeiten die Gezeitenströme, die für die Erosion und den Transport von Material verantwortlich sind. Diese Gezeitenströme entstehen bei der Kanalisierung der Gezeitenwelle in einer Meerenge. Es können sich starke Strömungen bilden, die dann wiederum auf die Küste morphologisch einwirken.
Die Gezeiten sind auf der Welt stark unterschiedlich ausgeprägt. In einigen Meeresarmen betragen die Gezeitenunterschiede bis zu 10 Metern und örtlich auch mehr. An Küsten des offenen Meeres sind die Gezeiten dagegen oft weniger stark ausgeprägt. In geschlossenen Meeren wie zum Beispiel dem schwarzen Meer sind die Höhenunterschiede zwischen Hoch-und Niedrigwasser fast nicht wahrnehmbar. (Goudie 2002, Kelletat 1989) Am Beispiel von Großbritannien lässt sich die Komplexität der Gezeiten sehr gut verdeutlichen. Die Gezeitenwelle passiert zunächst die westliche Küsten, schwingt dann um den nördlichen Teils Großbritanniens (Schottland) herum in die Nordsee und verläuft dann nach Süden weiter. Die Corioliskraft bewirkt, dass an der Küste von England und Wales die Flut ca. doppelt so hoch ist wie auf der gegenüberliegenden irischen Seite. Durch die Ablenkung nach rechts durch die Corioliskraft sind auch die höheren französischen gegenüber den niedrigeren englischen Gezeitenunterschiede in der Kanalküsten erklärbar. (Goudie 2002) Die folgende Abbildung 1 gibt einen Überblick über die die Verteilung des Tidenhubs an den Küsten der Erde. Es ist zu erkennen, dass an geschützten Meeresteilen wie zum Beispiel dem Mittelmeer und in Randmeeren der Tidenhub meist sehr gering ist. Die gleiche Situation findet man an den arktischen Küsten vor. Küsten die an den offenen Ozean grenzen sind meist von einem Tidenhub von einem bis fünf Meter geprägt. Einen Tidenhub von über fünf Metern findet man nur vereinzelt. In der Karte sind diese Küstenabschnitte mit den absoluten Werten nochmals hervorgehoben. Es handelt sich hierbei um Fundy Bay in Kanada, die Bretagne und die südlichen britischen Inseln. An diesen Küsten kann der Unterschied zwischen Niedrig-und Hochwasser mehr als 14 Meter betragen. (Kelletat 1989)
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Abb. 1: Springtidenhub an den Küsten der Erde
Quelle: Kelletat 1989
Allerdings bleibt festzuhalten, dass nicht die Gezeiten, sondern die Wellenbewegung der wichtigste Vorgang der Küstenformung darstellt.
2.2 Die Wellen
Die Wellen liefern den größten Teil des Energieinputs in das Strandsystem. Der Energielieferant der Wellen ist der Wind. Die Wellenlänge beschreibt die horizontale Distanz zwischen zwei Wellenkämmen oder zwei Wellentälern, die Zeit, die dazwischen vergeht heißt Wellenperiode. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Welle fortbewegt wird Fortpflanzungsgeschwindigkeit genannt. Diese Geschwindigkeit kann bis zu 120 km/h betragen.
Die Welle setzt sich nach ihrer Entstehung als Dünung über das Meer fort. Es handelt sich bei Wellen nicht um einen Wasser-, sondern um einen Energietransport. Die Wasserteilchen verfolgen dabei eine Kreisbahn. Die Abbildung 2 zeigt, wie sich die Wasserteilchen in einer Welle verhalten. Es ist zu sehen, dass mit zunehmender Tiefe die Größe der Kreisbahnen abnimmt. Jedes Teilchen bleibt auf seiner Bahn ungefähr am selben Ort, während sich die Welle weiterbewegt
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Abb. 2: Die Bewegung von Wellen (a)
Quelle: Goudie 2002
Die folgende Abbildung 3 verdeutlicht, wie sich der Charakter der Wellen in Küstennähe ändert. Durch die abnehmende Tiefe werden die Kreisbahnen der Wasserteilchen elliptisch. Am Boden bewegen sie sich nur noch hin und her. Die zunehmende Reibung bewirkt, dass sich die Welle in seichterem Wasser verlangsamt. Abb. 3 Die Bewegung der Wellen (b)
Quelle: Goudie 2002
Die Höhe der Wellenkämme nimmt zu. Dort, wo die Wassertiefe ungefähr gleich der Wellenhöhe ist, bricht die Welle in Richtung des Strandes. Dabei findet ein Wassertransport auf den Strand zu statt. Durch diesen können mitgeführte Sedimente akkumuliert aber auch Sediment vom Strand erodiert werden.
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Arbeit zitieren:
Daniel Kipper, 2006, Küstenformen und ihr Nutzungspotential - Küsten von England, Schottland, Irland und Westfrankreich, München, GRIN Verlag GmbH
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