Aktuelle Probleme der Flughäfen Seite 2 von 19
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA 3
2. UMWELTPROBLEME. 3
2.1 SCHADSTOFFEMISSIONEN 4
2.1.1 Kohlenstoffdioxid (CO2) 5
2.1.2 Wasserdampf (H2O) 5
2.1.3 Stickoxid (NO2) 5
2.1.4 Schwefeldioxid (S02) 6
2.1. 5 Kohlenmonoxid (CO) 6
2.1.6 Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (UH)C 6
2.1.7 Kohlenstoff (Ruß) 7
2.2 FUEL DUMPING 7
2.3 LÄRMPROBLEME. 7
2.4 VERBESSERUNGSMAßNAHMEN 8
2.4.1 Lärmschutzmaßnahmen 9
2.4.2 Umweltpolitische Maßnahmen. 10
3. ABGELTUNGSPROBLEME 12
4. SICHERHEITSPROBLEME. 12
5. KAPAZITÄTS- UND ERWEITERUNGSPROBLEME. 13
5.1 START UND LANDEBAHNSYSTEME. 13
5.2 VORFELDER UND BETRIEBSFLÄCHEN 13
5.3 TERMINALS. 14
5.4 VERBESSERUNGSMAßNAHMEN 14
5.4.1 Verbessertes Landeverfahren. 14
5.4.2 Fortschritte im Flugzeugbau. 15
6. SLOTPROBLEMATIK 15
6.1 SLOT-POOL. 16
6.2 VORRANGREGELUNG. 16
6.3 ÜBERTRAGBARKEIT. 16
6.4 FLUGPLANKOORDINATOR 17
7. FAZIT. 17
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Verbrennungsprodukte 4
Abbildung 2: Entwicklung des äquivalenten Dauerschallpegels 8
Abbildung 3: HALS Verfahren 15
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1. Einführung in das Thema
In der heutigen Zeit gewinnt das Thema Mobilität ständig an Bedeutung. Immer mehr Menschen reisen aus beruflichen oder privaten Gründen in immer weiter entfernte Gebiete. War es vor einigen Jahrzehnten noch nahezu undenkbar, innerhalb eines Tages beispielsweise von Europa nach Amerika und zurück zu reisen, so stellt dies heutzutage kein Problem mehr dar. Diese ständige Steigerung der Nachfrage nach Mobilität führt zu einer kontinuierlich anwachsenden Verkehrsnachfrage. 1 Darüber hinaus werden immer kürzere Flugzeiten und Direktanflüge seitens der Kunden gefordert. 2 Dieser Trend wird durch die Veränderung der Produktions- und Vertriebsstrukturen noch verstärkt. Die Beschaffung von Zuliefer- und Produktionsteilen erfolgt genau wie der Absatz der fertigen Produkte mehr und mehr global. Das Verlegen von Produktionsteilen in das meist kostengünstigere Ausland sowie der Trend, mehr und mehr Güter Just-in-time oder Just-in-case liefern zu lassen, sollten an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Diese Seminararbeit soll die aktuellen Probleme der Flughäfen aufzeigen, und wie sie versuchen diese zu lösen.
2. Umweltprobleme
Der Hersteller, der alle Teile aus der Region bezieht und seine Produkte dort auch vertreibt stirbt langsam aus. Mit diesen neuen Herausforderungen gewinnt auch das Thema Umwelt beziehungsweise Umweltschutz verstärkt an Bedeutung.
Jedes Transportmittel ist aus Sicht der Umwelt problematisch, die Unterschiede zwischen den einzelnen Transportmitteln sind jedoch erheblich. Der Flugverkehr stellt hier das größte Problem dar. Dies ist nicht erst seit der Kenntnis des Ozonlochs und des Treibhauseffekts bekannt. Viel mehr geht es hier um die Themen Schadstoff-Emissionen, Lärmentwicklung und Landschafts- und Ressourcenverbrauch. Im Folgenden soll auf diese vier Problemfelder des Luftverkehrs im Detail eingegangen werden. 3
1 Vgl. Maurer, Luftverkehrsmanagement, 3. überarbeitete u. erweiterte Auflage, 2003, S. 23
2 Vgl. RTL II „Technik Extrem“ Sendung vom 24.10.04
3 Vgl. Maurer , Luftverkehrsmanagement, 3. überarbeitete u. erweiterte Auflage, 2003 S. 23f
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2.1 Schadstoffemissionen
Die Probleme im Bereich der Schadstoffemissionen liegen in der Natur des Flugverkehrs. Ein Flugzeug bewegt sich durch das Verbrennen von Kerosin in den Triebwerken von einem Punkt zum anderen. Dieser Treibstoff wird ähnlich wie Benzin durch die Destillation von Mineralöl gewonnen. Durch diese Verbrennung entstehen verschiedene Neben- und Abfallprodukte, die in die Atmosphäre abgegeben werden.
Der Verbrauch von Kerosin nimmt dabei immer größere Ausmaße an. Jahr für Jahr werden mehr als 200 Millionen Tonnen für den Flugverkehr verbraucht. Dies entspricht ca. 5 Prozent der weltweiten Gesamtproduktion.
Der Trend geht dabei eher von einem Mehrverbrauch als von einer Einsparung aus und dies obwohl die modernen Flugzeuge immer weniger Kerosin verbrauchen. Wie bereits erwähnt entstehen durch den Flugverkehr verschiedene chemische Verbindungen, die aus den Triebwerken ausgestoßen werden. 4
Diese Verbindungen unterstützen den Treibhauseffekt. Dabei erwärmt sich die Erdatmosphäre vergleichbar mit der Situation in einem Treibhaus. Das natürliche Gleichgewicht gerät allerdings zunehmend außer Kontrolle, da der Mensch mehr und mehr bewusst oder unbewusst darauf Einfluss nimmt. 5
Normalerweise entstehen die Treibhausgase auf natürliche Weise. Durch Flugzeuge werden sie aber vermehrt produziert. Die wichtigsten dieser Nebenprodukte sind:
Abbildung 1: Verbrennungsprodukte 6
2.1.1 Kohlenstoffdioxid (CO2)
4 vgl. Sterzenbach, Luftverkehr, 3. Auflage, 2003, S. 104f
5 vgl. http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/klima/ozonschicht_2004.pdf 31.10.04
6 vgl. http://www.adv-net.org/de/gfx/um_emissionen.php 26.10.04
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2.1.1 Kohlenstoffdioxid (CO2)
Bei diesem Stoff handelt es sich um eine Verbindung, die auch in der Natur vorkommt. Beispielsweise wird er bei der Atmung des Menschen freigesetzt und entsteht bei der Zersetzung von Biomasse. Auch bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Benzin oder Kerosin wird er freigesetzt. Das CO2 ist trotz seiner natürlichen Entstehung ein hochgradig die Umwelt belastendes Gas, das auch maßgeblich an der Entstehung des Treibhauseffektes beteiligt ist. Bedenkt man, dass es sich erst nach rund einhundert Jahren vollständig zersetzt, so wird deutlich, dass dieser Punkt von maßgeblicher Bedeutung ist. Bei der Verbrennung von einer Tonne Kerosin entstehen knapp über drei Tonnen CO2. Dennoch verursacht der Luftverkehr nur 2,5 Prozent der weltweiten CO2 Emissionen.
2.1.2 Wasserdampf (H2O)
Der Wasserdampf ist die sichtbarste Form der Umweltprobleme im Luftverkehr. Liegen bestimmte meteorologische Voraussetzungen vor, so entsteht aus dem ausgestoßenen Wasser ein Kondensstreifen. Dieser Kondensstreifen beeinflusst die Wärmerückstrahlung in den Weltraum. Bei dem Wasserdampf handelt es sich um nichts anderes, als „normales“ Wasser. Es entsteht ebenso wie das CO2 als Nebenprodukt der Verbrennung von Kerosin. Man geht davon aus, dass dieser Wasserdampf ebenfalls an der Entstehung des Treibhauseffektes beteiligt ist. Ein endgültiger Nachweis ist allerdings noch nicht erbracht worden. Aus diesem Grund wird in dieser Seminararbeit nicht näher auf dieses Thema eingegangen.
2.1.3 Stickoxid (NO2)
Stickoxide können den Ozongehalt der Atmosphäre beeinflussen, da sie als Katalysator tätig werden, und somit Ozon abbauen. Dadurch reduziert sich die schützende Ozonschicht, so dass die schädlichen Sonnenstrahlen ungefiltert auf die Erde dringen können. Unter dem Begriff Stickoxide fasst man die beiden chemischen Einzelverbindungen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) zusammen. Diese Gase entstehen unter anderem bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Die Stickoxide entstehen bei der Verbrennung als Verbindung zwischen dem Stickstoff in der Luft und dem darin enthaltenen Sauerstoff. 7 Je höher dabei die Verbrennungstemperatur liegt, desto mehr Stickoxide bilden sich. Bei jeder Tonne Kerosin die verbrannt wird, entstehen zwischen sechs und sechzehn Gramm Stickoxide pro Kilogramm Treibstoff. 8
7 vgl. http://www.der-gruene-faden.de/text/text710.html, 24.10.2004
8 vgl. http://www.umweltdaten.de/verkehr/emiflug.pdf, 20.10.2004
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2.1.4 Schwefeldioxid (S02)
Schwefeldioxid ist ein farbloses Gas, das bei der Verbrennung von Kerosin entsteht und das beim Menschen die Atemwege reizt. Das Schwefeldioxid wird durch den Verbrennungsprozess zu schwefliger Säure umgewandelt. Verbindet es sich mit Wasser, so entsteht der so genannte Saure Regen. Wenn es sich mit Staub verbindet, dann entsteht der bekannte Smog, der sich wie eine Dunstglocke über die Städte legt. Die Auswirkung dieses Phänomens ist eine der Hauptursachen für das weltweit zu beobachtende Waldsterben. 9 Darüber hinaus wird die Bildung von Aerosol gefördert. Dieser Stoff streut das Sonnenlicht und kühlt somit die Stratosphäre.
2.1. 5 Kohlenmonoxid (CO)
Bei Kohlenmonoxid handelt es sich um ein Gas, das sowohl farb- als auch geruchlos ist. Es ist zwar brennbar, allerdings nur sehr schlecht wasserlöslich. Es wird maßgeblich bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt. 10
Den größten Beitrag zu den CO-Emissionen liefert der Kraftverkehr, doch auch der Flugverkehr ist in erheblichem Maße am weltweiten Aufkommen beteiligt. Die Entstehung ist keineswegs konstant. So steigen die Emissionen beim Start und bei der Landung stark an, beim Flug in Reisehöhe nehmen sie enorm ab. Das Kohlenmonoxid wird in der Luft nur sehr langsam zu Kohlendioxid oxidiert; die dazu notwendige Reaktion wird durch Ultra- Violette- Strahlung und Wärme begünstigt.
2.1.6 Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (UHC)
Unter dem Begriff UHC wird eine Mischung von verschiedenen Kohlenwasserstoffen verstanden. Das Gemisch entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Je nach Flugzeugtyp und verwendeten Triebwerken schwankt der Wert der freigesetzten unverbrannten Kohlenwasserstoffe zwischen 43 und 3.034 Gramm. In Bodennähe können die UHC zu der Bildung von Smog führen.
9 vgl. http://www.der-gruene-faden.de/text/text680.html, 24..10.2004
10 vgl. http://www.hlug.de/medien/luft/komponenten/kohlenmonoxid/co.htm ,16.10.2004
Arbeit zitieren:
Anke Riederich, 2004, Aktuelle Probleme der Flughäfen , München, GRIN Verlag GmbH
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