Inhaltsverzeichnis:
ABBILDUNGS UND TABELLENVERZEICHNIS 2
1. EINLEITUNG 3
2. LAGE UND NATURRÄUMLICHE GLIEDERUNG 4
3. HISTORISCH KULTURELLER HINTERGRUND 6
4. WIRTSCHAFT 13
4.1 PRIMÄRER SEKTOR 14
4.2 SEKUNDÄRER SEKTOR 16
4.3 TERTIÄRER SEKTOR 20
4. FAZIT 24
5. LITERATURVERZEICHNIS 25
Abbildungs und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1 Karten von Schottland 4
Abbildung 2 Flagge von Schottland 8
Abbildung 3 Flagge der schottischen Könige (links) 8
Abbildung 4 Wappen der schottischen Könige (rechts) 8
Abbildung 5 Tartan 9
Abbildung 6 Bilder von den Highland Games 11
Abbildung 7 Crofting in Schottland 2003 15
Abbildung 8 Das Silicon Glen 18
Abbildung 9 Ölplattform Forties 19
Abbildung 10 Sir Walter Scott Rob Roy 1818 (links) 21
Abbildung 11 Rob Roy Kinofilm 1995 (rechts) 21
Abbildung 12 Ursprungsländer der internationalen Ankünfte 1998 in
Schottland 23
Tabelle 1 Arbeitslosigkeit in Schottland UK und Deutschland in den
Jahren 1995 1997 1998 und 2005 in 14
Tabelle 2 Touristische Situation in Schottland 1988 1993 1998 22
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1. Einleitung
Schottland ein Kulturraum in Großbritannien. Früher war Schottland ein Land am Rande Europas, dass für viele Besucher exotisch wie irgend- eine sehr viel weiter entfernt liegende Ecke der Welt war (ARENDS 2001, S. 1). Mit Schottland brachte man das Wasser, den Whisky, die Männer in Röcken, der eigenartige Klang des Dudelsacks und das im tiefen See lebende Monster Nessie in Verbindung. Zum Glück haben sich die Ansichten geändert. In den letzten Jahren wurde sehr viel über Schottland geschrieben und berichtet, so dass sich das Interesse der Bevölkerung, aber auch das Interesse der Wirtschaft verstärkte. Heute hat sich, trotz der peripheren Lage in Europa, ein positiver Trend vor allem im Tourismus und in der Elektronikindustrie entwickelt. Die Schotten werden von den Touristen als warmherzig, gastfreundlich und freizügig betitelt, wobei sie nie gerne als Briten oder Engländer angese- hen werden, sondern „Schotten sind, egal ob in den Highlands oder den Lowlands, Schotten gegebenenfalls noch Briten, jedoch nie Engländer“ (ARENDS 2001, S. 6). Dabei wird die kulturelle und staatliche Eigen- ständigkeit in der Bevölkerung groß geschrieben.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Kulturraum Schottland in Großbritannien. Die Ergebnisse dieser Arbeit beruhen auf Informatio- nen, die per Literaturrecherche aus Monographien, Sammelwerken, Internet und Fachzeitschriften gewonnen werden konnten. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll es zunächst kurz um die Lage sowie die natur- räumliche Gliederung in Schottland gehen. Des Weiteren werden dann die historisch-kulturellen Hintergründe der Schotten gedeutet. Anschlie- ßend folgt das Hauptthema der Arbeit, die schottische Wirtschaft. Was ist das besondere Geheimnis der Schotten? Warum nimmt die schotti- sche Wirtschaft in Europa einen verhältnismäßig hohen Rang ein? Am Ende der Arbeit werden in einem gesonderten Kapitel noch einmal alle Ergebnisse zusammengefasst.
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Schottland formt gemeinsam mit England, Wales und Nordirland das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Dabei bildet Schottland den nördlichen Teil der Insel Großbritannien und bedeckt etwa ein Drittel (31,9 %) der Fläche (SDI 2005). Schottland besteht aus dem Festland und rund 670 Inseln, wovon 130 bewohnt werden (FALK & LEHMANN 1998, S. 13). Mit einer Fläche von 78.132 km 2 , davon
73.217 km 2 Festland, ist Schottland vergleichbar mit den Bundesland
Bayern (SDI 2005). Es teilt sich in drei geografische Regionen auf: die Highlands und die Islands im Norden, die Lowlands im Zentrum und die Southern Uplands im Süden.
Die Highlands und Islands umschließt das gesamte Gebiet nördlich der „Highland Boundary Fault“ inklusive der Hebriden im Nordwesten und den Orkney- und Shetland-Inseln. Bei den Inselgruppen unterscheidet man zwischen den Inneren und Äußeren Hebriden, die nordwestlich der schottischen Küste liegen, sowie die Orkney- und Shetland-Inseln im Nordosten. Die Highlands und Islands nehmen über die Hälfte der ge- samten Landfläche von Schottland ein.
Eine besondere Region in den Highlands ist der wohl bekannteste See in Schottland, das Loch Ness, mit einer maximalen Tiefe von 300 m (FALK & LEHMANN 1998, S. 13). Wie uns allen bekannt ist, soll nach Angaben von Augenzeugen ein Dinosaurier mit dem Namen „Nessie“ dort leben. Die Attraktion soll die Touristen animieren zum See zu kommen, um mit eigenen Augen das Monster zu sehen.
Der Central Lowlands besteht aus einem von Südwest nach Nordost verlaufenden 200 km langen und 65 km breiten Grabenbruch. Die Low- lands werden auch aufgrund ihrer dichten Besiedlung und hohen An- siedlung von Wirtschaftsunternehmen als „Central Belt“ (zentraler Gür- tel) Mittelschottlands bezeichnet (ARENDS 2001, S. 7). Mit einge- schlossen im Central Belt befinden sich unter anderem die beiden Großstädte Edinburgh und Glasgow. Es leben 80 %, das sind
5.062.011 Menschen der schottischen Bevölkerung in Mittelschottland
(SDI 2005).
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Südlich des Central Belt liegen die Southern Uplands, die auch als süd- schottisches Bergland bezeichnet werden. Die Region ist mit einzelnen Gebirgsgruppen durchsetzt, die eine Höhe von ca. 600 bis 800 m ü. NN liegen (ULSAMER 1991, S.199).
3. Historisch – kultureller Hintergrund
Nach dem ständigen Konflikten mit dem mächtigen Nachbarn England und den damit verbundenen Willen zur Erhaltung ihrer Unabhängigkeit, war die schottische Bevölkerung nach 1707 auf dem Papier zu einem Teil Großbritanniens geworden (SCHNEIDER 2000, S.24). Im Denken und Handeln blieb die Bevölkerung daher in erster Linie Schotten und waren nie bereit, sich als Briten zu bezeichnen. Sie wollten und wollen auch nie, dass sie als Engländer durchgehen. Schotten sind Schotten und wollen es immer bleiben. Begründet wird diese Einstellung der schottischen Einwohner durch ihre zentralen Identität stiftenden gesell- schaftlichen Besonderheiten, ihre Religion, ihre nationalen Institutionen und ihre Sprache (SCHNEIDER 2000, S. 24).
Im Jahre 1707 war der schottischen presbyterianischen Kirche, auf der Basis der calvinistischen Lehre, die Unabhängigkeit von der anglikani- scher Kirche Englands garantiert worden. Der Unterschied zur anglika- nischen Kirche ist dabei die freie demokratische Verfassung sowie das Fehlen eines Bischofsamtes (ARENDS 2001, S. 24). Damit konnte die tiefe Verwurzelung zum schottischen Volke beibehalten werden. Noch heute zählt diese Glaubensgruppe 752.000 Anhänger (ENCARTA 2005).
Ein weiterer Nachweis sind die vielen nationalen Institutionen. Das ei- gene Rechtssystem, ebenso wie das eigene Schul- und Universitäts- system, die eigenständige Kommunalverwaltung und das eigene Bank- wesen sind wichtige identitätsstärkende nationale Institutionen (STURM
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1991, S. 177). Der Besitz einer eigenen gültigen Währung neben dem britischen Pfund zeigt wiederum die Sonderstellung in Großbritannien. All diese Eigenheiten führten dazu, dass im Jahre 1999 aufgrund des Referendums sich ein eigenes schottisches Parlament gründete (SDI 2005). Es wurde, wie oben schon aufgezählt, eine Übertragung admi- nistrativer Unabhängigkeiten in den Bereichen der Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Justiz und der eigenen Staatskirche vollzogen (SDI 2005).
Als ein anderes gesellschaftliches Merkmal in Schottland soll die Spra- che genannt werden. Sie hat bei weitem nicht den nationalen Stellen- wert wie z.B. in Wales. In Schottland wurde seit dem 18. Jahrhundert „Englisch“ als Amtsprache eingeführt (ARENDS 2001, S. 19). Bis zu diesem Zeitpunkt war „Gälisch“ die Sprache der Schotten. Heute wird in den dünn besiedelten Regionen des Nordwestens und auf den Inseln zum Teil noch gälisch gesprochen und versucht sie wiederzubeleben. Maßnahmen zur Wiederbelebung der Sprache ist zum einem der „Gä- lisch-Unterricht“ in den Schulen ; zum anderen versucht die schottische Regierung, mit Hilfe von Zeitungen sowie Sendungen im Fernsehen die Zweisprachigkeit anzustreben, um damit die gälische Sprache und auf diese Weise die verbundene Kultur zu unterstützten (ARENDS 2001, S. 19).
Schottland hat es aber trotzdem, wie oben schon erwähnt, geschafft, auch ohne eigene lebendige Sprache zu einer nationalen Identität zu finden. Symbolisch steht für dieses Zusammengehörigkeitsgefühl unter anderem die schottische Flagge sowie die weiteren Verbundenheiten mit dem Dudelsack, dem Kilt, den Highland Games, den Clans und dem Whisky.
Die schottische Flagge besteht aus einem weißem Andreaskreuz auf blauem Grund, die auch als „The Saltire“ bezeichnet wird. Sie stützt sich auf die Legende des heiligen Andreas, der ein Bruder des heiligen Petrus war und im 11. Jahrhundert zum offiziellen Schutzengel der schottischen Kirche ernannt wurde (SCHNEIDER 2000, S. 26).
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Nicole Lamour, 2005, Schottland - ein Kulturraum im Großbritannien, Munich, GRIN Publishing GmbH
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