Inhaltsverzeichnis
NETWARE VERSUS WINDOWS NT SERVER 4
Microsoft ’s Zero Administration Kit 5
EINE EINFÜHRUNG IN NOVELL Z.E.N. WORKS 7
REGISTRIEREN EINER WORKSTATION. 8
DEREGISTRIEREN EINER WORKSTATION. 11
POLICY PACKAGE OBJEKTE 12
WinNT Workstation Package 12
NT Computer Printer 13
NT Computer System Policies. 13
NT Novell Client Configuration 13
NT RAS Configuration 13
Restrict Login. 13
WinNT User Package. 14
Dynamic Local User 14
NT Desktop Preferences. 15
NT User Printer 15
NT User System Policies 16
Workstation Import Policy 16
SOFTWAREVERTEILUNG ÜBER DAS NETZWERK 16
Erstellen von Schedule-Aktionen. 16
Novell Application Launcher (NAL) 17
Erstellen eines Application Object Templates (AOT) 21
Erstellen eines Application Objects (AO) 26
Konfiguration des Application Objects (AO) 28
Allgemeine Einstellungen 28
Festlegen der Mindestanforderungen der Arbeitsstation. 28
Angaben über die Art der Verteilung und Boot - Optionen 30
Hinzuf ügen von Anwendern für die Softwareverteilung 30
Rechte an Dateien und Verzeichnissen vergeben. 31
Mappen von Laufwerken 31
Festlegen von Zeitbeschränkungen 32
Nachrichten bei Programmbeendigung. 33
UMSETZUNG IM RZ ILMENA.U 34
Analyse des Ist-Zustandes 34
Nachteile der bestehenden Konfiguration. 34
Ziele einer Umstellung auf Z.E.N. works 35
Vorschlag der Umstellung 35
2
Anforderungen des RZ 36
Realisierung 37
Vorbereitung 37
SW -Verteilung 37
Konfiguration der Policy Packages. 38
ANHANG. 39
Benutzerverwaltung mit dem NetWare Administrator 39
Anlegen eines neuen Benutzers 39
Zugriffsrechte auf Dateien und Verzeichnisse 40
Literaturquellen 41
Online - Quellen 42
3
NetWare™ versus Windows™ NT Server
Angesichts der Machtposition Microsoft‘s erscheint es sinnvoll, sich Gedanken über die zukünftige Entwicklung im LAN-OS 1 Markt zu machen. Neue Technologien in der Computerindustrie bedeuten hohe Investitionen für Organisationen in die Ausbildung bzw. Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter neben hohen Kosten für die Soft- und Hardware. Trends dieser Entwicklung müssen frühzeitig erkannt und in Strategien umgesetzt werden. Es steht also zu klären, ob Novell seine Führerschaft nicht in den nächsten Jahren an Microsoft verliert. Dies würde bedeuten, daß eine Mitarbeiterfortbildung und Umstellung auf Novell Z.E.N. works™ nicht lohnenswert ist.
Novell NetWare™, einst als schneller Druck- und Dateiserver konzipiert, weist heute hervorragende Eigenschaften zum Netzwerkmanagement auf. In dem vergangenen Jahrzehnt bildeten sich viele Unternehmen, die heute Software für Novell NetWare™ entwickeln. Techniker erlernten den Umgang mit NetWare™ LANs. Daraus bildete sich ein eigener Industriezweig, der heute präsent ist. Auch in Zukunft ist mit einen regen Support für NetWare™ zu rechnen.
Die Vorteile von Windows™ NT sind nicht von der Hand zu weisen. Windows™ NT Server wurde als „Application“ Server entwickelt. Der Griff zum Hersteller, der alles aus einer Hand bietet, liegt nahe. Es wäre leicht anzunehmen, Windows™ NT Arbeitsstationen würden mit NT Servern besser zusammenarbeiten. NetWare™ Server laufen aber sehr stabil und es spricht nichts gegen ein Modell mit NetWare™ Servern und NT Arbeitsstationen. Auch eine Integration bzw. Migration beider Systeme ist möglich 2 .
1 LAN - Local Area Network, OS - Operating System.
2 Siehe hierzu [2], S. 66 ff.
4
Microsoft’s Zero Administration Kit
Dem LAN Administrationsproblem antwortete Microsoft mit der Zero Administration Initiative. Im folgenden werden kurz die wichtigsten Ziele vorgestellt 3 .
N Automatische Installation
Betriebssystemupdates und Softwarepakete werden automatisch installiert. N Zentralisierte Administration
Alle Administrationswerkzeuge sind in der Microsoft Management Console vereint. N Sicherer Desktop
Durch die Einrichtung von Policies wird die Arbeitsoberfläche des Benutzers vorgegeben.
N Persistentes Puffern von Daten und Konfiguration
Der Zustand einer Arbeitsstation wird auf dem Server abgelegt. Dadurch finden Benutzer an jeder Arbeitsstation ihre persönliche Konfiguration vor. Daten können wieder hergestellt werden. Ein intelligentes Cache Management sorgt für eine hohe Verfügbarkeit von Daten. N Flexible Anwendungen
Darin versteht Microsoft die Integration aller Anwendungen in den Internet Explorer. Dieser agiert als Standard Shell für das System.
Diese hochgesteckten Ziele sind im ZAK bisher nicht alle verwirklicht. Das Zero Administration Kit „führt lediglich bereits heute unter NT verfügbare Eigenschaften und Tools zusammen“ 4 .
Der Druck seitens des Marktes und der Konkurrenz 5 brachte Novell dazu, neue Kundenanforderungen an LAN-OS in NetWare™ umzusetzen. Novell bot Organisationen Feature an, die für NT Server nicht vorhanden waren, beispielsweise
3 Diese Merkmale wurden aus [7], S. 61 entnommen.
4 Zitat aus [7], S. 57.
5 Microsoft investiert natürlich auch in seine Zukunft. Mit Windows™ 2000 wird ein System auf den Markt gebracht, daß zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen enthält. Genannt seien hier nur DNA - Distributed Internet Application Architecture, Active Directory Services, eine verbesserte NTFS-Version, eine neue Prozeßverwaltung, Zero Administration Kit usw. Siehe dazu die Ausführungen in [6].
5
das Software Routing. 6 Die Directory Services sind umfangreicher als bei NT Servern 7 . NetWare™ V. 5 unterstützt nun auch „native IP“.
Zusammenfassend ist als Trend nicht zu erkennen, daß Novell in den nächsten Jahren Anteile an LAN-OS verlieren wird. Nicht zuletzt zeigt Z.E.N. works™ - als umfassendes Werkzeug für das Netzwerkmanagement, daß Novell selbst Trends der Entwicklung erkannt hat und diese auch in Zukunft erfolgreich in NetWare™ integrieren wird. Eine Auseinandersetzung und Umstellung auf Z.E.N works™ wird sich nach Ansicht des Autors als lohnenswert herausstellen.
6 Mittlerweile ist es natürlich möglich, mit NT-Servern Software Routing mit Hilfe zweier Netzwerkkarten durchzuführen.
7 Vgl. Ausführungen „Chapter 1 - Executive Summary“ in [3], S. 5 ff..
6
Eine Einführung in Novell Z.E.N. works™
Z.E.N. works™ ist ein Hilfsmittel, das eine weitgehend automatische Anwendungsverwaltung, Softwareverteilung, Desktop-Verwaltung und Wartung von Arbeitsstationen erlaubt. Es gewährleistet Standortunabhängigkeit durch Erweiterung der „Digitalen Person“ 8 der NDS. Dadurch kann sich der Benutzer an einer beliebigen Arbeitsstation anmelden und erhält überall dieselbe - vorher festgelegte -Konfiguration seines Profils, der Anwendungen und Drucker. Er arbeitet somit immer in seiner gewohnten Desktop-Umgebung. Mit Hilfe des Einrichtens von bestimmten Richtlinien für Benutzer oder auch Gruppen kann ein erhöhtes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleistet werden. Viele Unklarheiten seitens der Anwender werden hierdurch beseitigt. In Zusammenspiel mit dem Novell Application Launcher™ können Softwarepakete blitzschnell auf bestimmte Arbeitsstationen gleichzeitig installiert werden. Damit werden Anwendungs-und
Betriebssystemupgrades effizient durchgeführt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, defekte Anwendungen durch die Softwareverteilung automatisch zu reparieren. Durch all diese Feature wird Z.E.N works™ dem Zero Effort Networking, dem „Netzwerk ohne Arbeit“, durchaus gerecht.
Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf das Management von Windows™ NT Arbeitsstationen. Die Verwaltung von Windows™ 95/98 und 3.11 Rechnern ist dieser ähnlich. Intention der Arbeit ist es, das Verwalten von NT Arbeitsstationen effektiv zu ermöglichen. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Gesamtsystems soll bei sinkendem Aufwand gesteigert werden. Um dies zu ermöglichen wird der Leser vom Einbinden der Arbeitsstationen in die NDS über Richtlinien für Nutzer und Stationen (Policy Package Objekte) hin zur Softwareverteilung mit Z.E.N. works™ geführt. Im Anhang finden Sie zur Vertiefung Literatur- und Online- Quellen.
Dieses Papier wurde als Arbeitsgrundlage für das Rechenzentrum Ilmenau erstellt.
8 Die Digitale Person ist eine Abstraktion einer realen Person.
7
Registrieren einer Workstation
Jede Arbeitsstation benötigt in der NDS™ ein Workstation Object, um sie zu verwalten 9 . Zum Anlegen eines Workstation Objects müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
1. Vorbereiten des NDS™ Containers
Durch die Installation von Z.E.N. wird automatisch jeder vorhandene Container vorbereitet. Beim späteren Hinzufügen von Containern muß dies manuell geschehen. Dazu wählen Sie im NetWare™ Administrator 10 > Tools > Workstation Utilities > Prepare Workstation Registration auf (Abb. 1) bzw. starten das Programm WSRights 11 . Nun ist der Container zur Aufnahme der Arbeitsstationen vorbereitet.
Abbildung 1: Vorbereiten der Registrierung einer Arbeitsstation
9 Dazu zählen beispielsweise die automatische Softwareverteilung, ereignisgesteuerte Programmausführung oder das Ändern der Konfiguration des Clients.
10 Nwadmn32.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC\WIN32 auf dem NetWare™ Server.
11 Wsrights.exe im Verzeichnis SYS:\PUBLIC\WIN32 auf dem NetWare™ Server.
8
2. Anlegen und Zuordnen einer Workstation Import Policy zu Benutzern:
1. Starten Sie den NetWare™ Administrator und selektieren Sie mit der rechten Maustaste die Organization oder Organizational Unit, in der das Policy Package gespeichert werden soll.
2. Dann wählen Sie Create > Policy Packages > OK (Abb. 2).
3. Nun selektieren Sie das User Policy Package, welches mit Ihrem Betriebsystem übereinstimmt 12 .
4. Jetzt wird ein Name für das Package vergeben und der Platz kann nochmals geändert werden.
5. Schalten Sie das Workstation Import Policy Feld ein und wählen Sie Details (Abb.3).
6. Unter Workstation Location können Sie den Platz festlegen, wo die Workstation Objects gespeichert werden sollen.
7. Unter Workstation Naming wird spezifiziert, aus welchen Teilen der Name einer registrierten Arbeitsstation zusammengesetzt wird.
8. In Workstation Groups wird eine Zuordnung der registrierten Arbeitsstationen zu Workstation Groups vorgenommen.
9. Zum Schluß müssen Sie dem Policy Package die Benutzer zuordnen, welche Arbeitsstationen registrieren dürfen. Dazu wählen Sie im Policy Package die Seite Associations aus und fügen einzelne Benutzer oder Gruppen hinzu.
Abbildung 2: Auswahl des Policy Packages
12 Im Falle von Windows™ NT Arbeitsstationen das WinNT User Package.
9
Arbeit zitieren:
Ricardo Büttner, 1999, Management von Netzwerken mit Novell Z.E.N. works™, München, GRIN Verlag GmbH
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