I n h a l t s v e r z e i c h n i
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis IV
1 EINLEITUNG 1
2 STADTGESCHICHTE CHEMNITZ 2
2.1 Alte Stadtgeschichte 2
2.2 Handwerk und Industrie bis zum 20. Jahrhundert 3
2.3 Industrie und Wohnsituation (20.-21. Jahrhundert) 5
3 DER DEMOGRAPHISCHE WANDEL IN CHEMNITZ 8
3.1 Veränderung der Haushalte 8
3.2 Veränderung der Bevölkerungsentwicklung 8
3.3 Veränderung des Flächenbedarfs 13
4 BETREUTES WOHNEN IM ALTER 14
4.1 Die Senioren erobern die Stadt 14
4.2 Voraussetzungen für Betreutes Wohnen im Alter. 15
4.3 Träger und Einrichtungen für Betreutes Wohnen im Alter 16
4.4 Vertragliche und Gesetzliche Regelungen. 18
4.5 Erwartungen an Betreutes Wohnen im Alter 18
5 CHEMNITZER LEERSTÄNDE 20
5.1 Bestandsentwicklung vs. Abriss 24
5.2 Umnutzungsmöglichkeiten der Leerstände 26
6 FAZIT UND ZUKUNFTSAUSBLICK 30
Anhang. V
Quellenverzeichnis X
I
A b b i l d u n g s v e r z e i c h n i
Abb. 1: Stadtmitte Chemnitz im 19. - 20. Jahrhundert
Abb. 2: Industriestadt Chemnitz am Anfang des 20. Jahrhunderts
Abb. 3: Karl-Marx-Stadt am Ende des 20. Jahrhunderts.
Abb. 4: Bevölkerungsentwicklung 1990 bis 1998
Abb. 5: Arbeitslosigkeit Chemnitz
Abb. 6: Altersstrukturvergleich Ostdeutschland 1990 und 2010.
Abb. 7: Kinder im schulpflichtigen Alter in Chemnitz
Abb. 8: Heckert - Gebiet - Vogelperspektive
Abb. 9: Heckert - Gebiet - Vorderanischt
Abb. 10: Überblick „An der Fuchsdelle“ (Stadtteil Furth)
Abb. 11: Chemnitz - Hutholz
Abb. 12: Chemnitz - Markersdorf - Süd
Abb. 13: aktueller Stadtplan von Chemnitz
II
T a b e l l e n v e r z e i c h n i s
Tab. 1: Wohnungsbestand und Leerstand in den neuen Ländern 2002 .... 20 Tab. 2: Rückbau von Wohngebieten in Chemnitz 2000 - 2006
A b k ü r z u n g s v e r z e i c h n i s
AHG Altschuldenhilfegesetz
Abb. Abbildung
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
bzw. beziehungsweise
ca. circa
ggf. gegebenenfalls
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
InSep Integriertes Stadtentwicklungsprogramm
min. mindestens
o.V. ohne Verfasser
Tab. Tabelle
vgl. vergleiche
vs. versus
z.B. zum Beispiel
IV
EINLEITUNG
E I N L E I T U N G 1
Diese Arbeit setzt sich mit der Stadt Chemnitz auseinander, die im Laufe der Jahrhunderte eine starke Entwicklung durchgemacht hat. Aus einem kleinen Klosteranwesen wurde die Industriestadt Chemnitz, die durch den zweiten Weltkrieg einen wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr und anschließend zerbombt zur „toten Stadt“ erklärt wurde. Der Wiederaufbau der Stadt verschaffte vielen Menschen in Chemnitz einen sicheren Arbeitsplatz. Nach der politischen Wende litt die Stadt jedoch unter dem Zerfall der Industrie, einer hohen Arbeitslosigkeit und Abwanderungsrate. Chemnitz entwickelt sich in dieser Zeit zu einer Rentnerstadt. Chemnitz, als eine Deutsche Stadt im Umbruch, passt sich den veränderten demographischen, politischen und ökonomischen Verhältnissen an. Es gilt, die hinterlassenen Probleme - besonders in der Wohnungswirtschat - als Chance zu nutzen. Neue Märkte wollen eröffnet werden. Leerstände müssen ressourcenschonend reduziert, genutzt und umgenutzt werden.
Der Markt „Betreutes Wohnen im Alter“ öffnet der Stadt neue Perspektiven und ermöglicht im Einklang mit der Bevölkerung eine Wertsteigerung des Stadtbildes und Stadtimages.
1
STADTGESCHICHTE CHEMNITZ
S T A D T G E S C H I C H T E C H E M N I T Z 2
Die Stadt Chemnitz liegt am Fuße des Erzgebirges. Sie hat sich im vergangenen Jahrhundert aus dem Flusstal der „Chemnitz“ über die Hügel im Westen und Osten ausgebreitet. Heute ist Chemnitz die drittgrößte sächsische Stadt, die im Laufe der Zeit mehrmals zerstört und wieder aufgebaut 1 wurde. Ein erster Einblick in die Chemnitzer Stadtgeschichte soll verdeutlichen, welchen Einfluss die Stadtentwicklung auf die gegenwärtige Situation der Stadtbevölkerung genommen hat.
A l t e S t a d t g e s c h i c h t e 2 . 1
Das um 1136 gegründete Benediktinerkloster bildete mit Marktrechtsprivilegien das klösterliche Marktzentrum. Aufgrund dieser Rechtsprivilegien 2 wurde Chemnitz 1143 das erst Mal urkundlich erwähnt. 1171 wurde Chemnitz als gegründete Reichsstadt betitelt, die unter der Führung von Friedrich Barbarossa stand. Aus der Urkunde konnte die Exis- 3 tenz von Richter, Räten und einer Ratsverfassung entnommen werden. 1216 wird die Stadt erstmals als „civitas“ in einem Zinsregister schriftlich aufgeführt.
Eine im 13. Jahrhundert errichtete Stadtmauer umschloss in Form eines Mauerrings (1650m) eine annähernd runde Fläche (ca. 500m Durchmesser). Vier Tore dienten als Eingangspforten und ein Stadtgraben schützte 4 die klösterliche Gemeinschaft.
Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde eine Zwingermauer um die Stadt- 5 mauer errichtet.
Eine erste geschichtlich notierte Wende trat ein, als Chemnitz 1308 seinen Stand als Reichsstadt verlor und in der Schlacht von Luckau an das Haus 6 Wettin fiel.
Im 14. Jahrhundert dienten viele Freiflächen und offene Gewässer der großzügigen landwirtschaftlichen Nutzung. Einige Brände in dieser Zeit 7 veranlassten eine ständige Veränderung des städtischen Grundrisses.
1 Vgl. www[2].
2 Vgl. www[1]. 3 Vgl. ebenda. 4 Vgl. ebenda. 5 Vgl. ebenda.
6 Die Wettinische Dynastie deutscher Markgrafen, Kurfürsten und Könige regierte das Gebiet des heutigen Sachsen mehr als 800 Jahre. Das Fürstenhaus der Wettiner ist das älteste deutsche
Fürstengeschlecht. Der Name stammt von der Burg Wettin bei Halle in Sachsen-Anhalt.
7 Vgl. www[1].
2
STADTGESCHICHTE CHEMNITZ
Die Frühe Neuzeit wurde geprägt durch die Reformation um 1539. Chemnitz wurde das Zentrum des Humanismus und umfasste bis Mitte 17. Jahr-hundert rund 5.500 Einwohner. Eine Pestepidemie (1613), ein großer Stadtbrand (1631) sowie die Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges reduzierten die Einwohnerzahl auf ca. 3.000 Bürger. Nach dem Krieg war Chemnitz hoch verschuldet und stark destruiert. Bis 1700 stieg die Ein- 8 wohneranzahl wieder auf 5.000 Bürger.
Der „Große Nordische Krieg“
10
benjährige Krieg“
mehrfach feindlich besetzt wurde und schließlich hohe Kontributationen 11 gefordert wurden.
H a n d w e r k u n d I n d u s t r i e b i s z u m 2 0 . J a h r h u n d e r t 2 . 2
Chemnitz war schon frühzeitig handwerklich und industriell sehr aktiv und bekannt.
1357 erhielt die Stadt ein landesherrliches Bleichprivileg, das Chemnitz ein Monopol verschaffte. Jede in der Mark Meißen produzierte Rohleinwand musste daraufhin zu Veredeln auf die Chemnitzer Bleichpläne gebracht werden. Dadurch fand eine Entwicklung zum Zentrum der obersächsischen Leineweberei statt. Ab dem 16. Jahrhundert stellte die Stadt sogar das Zentrum der Baumwollweberei und Färberei dar. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil bestand in der Metallverarbeitung aufgrund der günstigen La- 12 ge am Erzgebirge. Hier wurde speziell das Hüttenwesen betrieben.
Um 1800 war Chemnitz eine erfolgreiche Kleinstadt mit ca. 10.500 Einwohnern. Durch die industrielle Revolution erfuhr die Stadt einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Somit wurde Chemnitz durch den Textilmaschinenbau, Werkzeugmaschinen- und Lokomotivbau sowie die Automobil- 13 und Fahrzeugfertigung eines der bedeutendsten gewerblichen Zentren
8 Vgl. www[1].
9 Am Ende des 17. Jahrhunderts drehte sich im Großen Nordischen Krieg alles um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Letztendlich ist Russland aus diesem Krieg als neue Großmacht in Europa her-
vorgegangen. Seine neue Hauptstadt entstand an der Ostsee, geschützt durch breite Küstenge-
biete. Schweden verlor seine Vormachtstellung im Ostseeraum.
10 Im Siebenjährigen Krieg kämpften Preußen und Großbritannien gegen Österreich, Frankreich und Russland. Für die Bevölkerung der beteiligten Staaten in den Kriegsgebieten hatte der Krieg ka-
tastrophale Auswirkungen: zum Einen war der Verlust an Soldaten immens, z.B. Preußen
180.000 Mann, aber auch die Zivilbevölkerung wurde dezimiert, insbesondere in Sachsen oder
Pommern.
11 Vgl. www[1].
12 Hüttenwesen umfasst alle Vorgänge, die sich mit der Aufbereitung und Verarbeitung des im Bergwerk abgebauten Erzes befassen. In der Hütte (Eisenwerk) wird das Erz gereinigt, von un-erwünschten Beimengungen getrennt, zum Metall reduziert und anschließend zu Halbzeug verar-
beitet.
13 Vgl. www[1].
3
STADTGESCHICHTE CHEMNITZ
und entwickelte sich zur ersten Fabrik- und zweiten Handelsstadt im Kö- 14 nigreich Sachsen.
Vororte und Vorstädte rückten enger aneinander, da sich die Industrie vor allem dort ansiedelte und die Verkehrserschließung diese Gebiete fester an die Stadt band.
Dies führte zu einem demographischen und regionalen Städtewachstum da sich die Industrie vorrangig in den Vororten und Vorstädten ansiedelte. Die folgende Abbildung zeigt den wachsenden Stadtkern von Chemnitz in noch fast mittelalterlichem Zustand:
15 Abb. 1: Stadtmitte Chemnitz im 19. - 20. Jahrhundert
Die äußeren Häuserreihen folgen dem ehemaligen Stadtmauerverlauf und umschließen sicher das ehemals kleine Dorf. Mit der Verkehrserschlie- 16 17 18 ßung und Eingemeindung band man Vororte und Vorstädte an , so
dass die Einwohnerzahl von Chemnitz innerhalb von 80 Jahren auf über
14 Vgl. www[2].
15 Ebenda. 16 Vgl. www[1]. 17 Vgl. www[2]. 18 Vgl. ebenda.
4
Arbeit zitieren:
Yvonne Barta, 2006, Chemnitz: eine deutsche Stadt im Umbruch – Betreutes Wohnen im Alter in Verbindung mit der (Um)nutzung von Leerständen, München, GRIN Verlag GmbH
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Yvonne Barta's Text Chemnitz: eine deutsche Stadt im Umbruch – Betreutes Wohnen im Alter in Verbindung mit der (Um)nutzung von Leerständen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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