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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Begriffes „Ökologie“
3. Unmittelbare Auswirkungen des Sports
3.1. Indoor-Sportarten
3.2. Motorsport
3.2.1. Autosport
3.2.2. Motorradsport
3.3. Radsport
3.4. Wassersportarten
3.4.1. Tauchsport
3.4.2. Kanu -und Rudersport
3.4.3. Segel -und Surfsport
3.5. Wintersportarten
3.5.1. Alpiner Skilauf/Snowboarding
3.5.2. Skilanglauf
4. Mittelbare Auswirkungen des Sports
4.1. Abfallproblematik
4.2. Anreise
5. Umweltschutzaktivitäten
5.1. Seitens des Sports
5.1.1. Auf Bundesebene
5.1.2. Auf Landesebene
5.2. Seitens der Politik
5.3. Seitens der Vereine und des Sportlers
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Die Thematik der Untersuchung ökologischer Aspekte des Sports und die darauf basierende Annahme eines Konflikts zwischen Sport und Umwelt ,muß uns Sportler eigentlich überraschen ,denn eine intakte und natürliche Umwelt als Rahmen unserer Sportaktivitäten setzen wir voraus.
Seit Beginn der 80er Jahre werden die negativen Einflüsse des Sports auf die Umwelt als Konflikte in der Öffentlichkeit und Politik diskutiert .Nicht jedoch seit dieser kurzen Zeit ist bekannt ,daß der Sport und seine Folgeerscheinungen zu Beeinträchtigungen Anderer führen kann . Bereits zur Zeit der antiken Olympischen Spiele schrieb der griechische Philosoph Epiktet (um 50-138) :
„Werdet ihr dort nicht zusammengepfercht ? Belästigt euch nicht der Lärm und Geschrei und andere Widerwärtigkeiten?“ 1
Doch erst aufgrund des gesteigerten Umweltbewußtseins und Erreichens von Belastbarkeitsgrenzen in vielen Bereichen der Natur ,wurde der Sport als Verursacher ökologischer Ungleichgewichte zum Gegenstand einer breiten öffentlichen Diskussion 2 .
1 Diem ,1960 ,S.259
2 Baartz ,1994 ,S.9
Ökologie [ griech. >Haushaltskunde< ] ist die Wissenschaft von der Beziehung der Lebewesen zu ihrer Umwelt. „Bio - Ökologie“ untersucht die Anpassung der Tiere und Pflanzen an ihre Umwelt. „Sozial - Ökologie“ beschäftigt sich insbesondere mit der räumlichen Ordnung und Verbreitung gesellschaftlicher Erscheinungen wie der Stadt und des Dorfes. 3
Das Umweltbelastungspotential der Indoor - Sportarten wird im allgemeinen weitestgehend unterschätzt. Dies wird plausibel, wenn man zugrundelegt, daß in Verbindung mit dem „Sport -Umwelt - Konflikt“ unter dem Begriff „Umwelt“ weitestgehend die Natur in Verbindung gebracht wird, welche als Synonym für die Tier - und Pflanzenwelt steht. Somit sind es in erster Linie der „Natursport“, „Outdoor - Sport“ oder „Motorsport“, die als potentiell umweltbelastend erscheinen. Da der „Indoor - Sport“ aber auch als ein wesentlicher Teil des alltagskulturellen Sport unserer Gesellschaft zu verstehen ist, liegt es auf der Hand ,ihn kritisch zu hinterfragen.
Von unmittelbaren Auswirkungen spricht man dann, wenn sich diese unmittelbar aus der Sportart ableiten lassen, und nicht ein Resultat ihres Umfeldes sind.
So sind Verschleiß sportartspezifischer Spielmaterialien, wie Schuhe und Bekleidung von besonderer Bedeutung, weil sie Materialbeschaffungs - und Entsorgungshandlungen induzieren, welche in den Bereich der mittelbaren Auswirkungen fallen.
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Duden Fremdwörterlexikon 1974
4 Kuhn, Peter 1996, S.71-80
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Da Indoor - Sportarten insbesondere während der kälteren Jahreszeiten betrieben werden, ist gerade hier der erforderliche Aufwand an Heizenergie, Strom und Wasser besonders hoch.
Anhand des Fallbeispieles Volleyball läßt sich dies besonders gut verdeutlichen:
Saisonbedingt fallen hier die Veranstaltungen in die Heizperiode, wobei die Mehrzahl der Trainingseinheiten und Spiele nach Einbruch der Dunkelheit und demzufolge auf künstliches Licht angewiesen sind. So liegt der Heizenergieverbrauch pro Stunde (in Abhängigkeit von Außentemperatur und Heizsystem) bei einer Dreifachsporthalle um 350 MJ. Die Beleuchtung erfordert für eine Stunde Betriebsdauer ca. 200 MJ.
Ebenso nicht unbedeutend ist der Verbrauch und die Verunreinigung von nahezu ausnahmslos Trinkwasser, nach Training und Wettkampf. Abhängig von Spardüsen, Auto - Stop - Anschlüssen und Handlungsgewohnheiten der Aktiven beträgt der Wasserverbrauch im Fallbeispiel Volleyball ca. 40 Liter pro Person. Aber auch die Verunreinigung des abfließenden Wassers durch die in Duschbädern enthaltenen Stoffen wie z. B. Tenside, sollte nicht außer acht gelassen werden.
Da der Indoor - Sport zumeist abhängig von Geräten ist, verbraucht er auch Materialien. Dies können Netzanlagen, Tore, Bälle, Kleidung, Accessoires, sowie Einwegmaterial für Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit, Verpflegung und physiotherapeutische Maßnahmen sein.
So enthalten Hallensportschuhe Materialien wie:
Leder (meist Nappa), Nylon, Polyurethan, Glasfiber, Kautschuk, Polyester, Farbstoffe und zum Teil Silikon - Gel - Kissen u. a..
Zur Herstellung dieser Materialien sind u. a. Rohstoffe wie Rohöl, Erdgas und Mineralien, sowie die Tötung von Tieren notwendig.
Auch Trainingsanzüge, Sporthosen und Trikots bestehen in der Hauptsache aus Baumwolle, Polyester (Kunstfasern) und sog. Mischgewebe.
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Bei Toren, Volleyballspielpfosten, Turngeräten, Matten, u. ä. kommt es zu einem recht großen materiellem Aufwand wobei die Haltbarkeit dieser Geräte zumeist von großer Dauer ist. Allerdings kommen auch hier Materialien zum Einsatz, deren Verarbeitung nicht unproblematisch und zum Teil sehr energieverbrauchend sind. So dient Bauxit als Ausgangsmaterial zur Aluminiumherstellung, welches z. B. für die Produktion von Aluminiumtoren oder Volleyballspielpfosten benötigt wird :
Bei der Raffination des Bauxit zum Aluminiumoxid fallen pro Tonne Aluminium 1,5 Tonnen Rotschlamm (Eisen - und Titanoxide sowie Kieselsäure) an, der deponiert werden muß. Bei der Weiterverarbeitung von Aluminium fallen desweiteren Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO 2 ), Schwefeldioxide (SO 2 ), Staub und Fluorwasserstoffe an. Darüber hinaus benötigt es bei der Elektrolyse von einer Tonne Aluminium einem Einsatz von 14000 kWh Energie.
3.2. Motorsport5
Motorsport ist wohl die offensichtlichste aller Sportarten, im Bezug auf dessen umweltbelastenden Aspekte, wenngleich auch hier sehr genau differenziert werden muß.
Er wird in vielen Variationen und Arten, mit den unterschiedlichste Gerätschaften, Maschinen und Bereifungen, sowie auf verschiedensten Strecken, Böden und in den unterschiedlichsten Gegenden, neuerdings auch in der Halle, ausgeübt.
Es ist also durchaus von Bedeutung, ob ein Motocrossfahrer auf einer eigens dafür angelegten Strecke, ob ein Geländefahrer, der auf Straßen, Feld - bzw. Waldwegen, oder ob ein Trialfahrer, dem das Gelände nicht schwierig genug sein kann, auf Felsen, über Bäche und Bäume springend, trainiert.
Demzufolge ist eine Gliederung wie folgt vorzunehmen:
5 Jahrbuch für Naturschutz und Landespflege ,1986
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3.2.1. Autosport:
1) auf geschlossenen Rennstrecken
- mit besonders großen Kubikzahlen; sehr treibstoff - und materialintensiv
- mit mittlerer Kubikzahl; geringer treibstoff - und materialintensiv
- mit kleiner Kubikzahl; weniger Treibstoff - und Materialverbrauch
2) auf Straßen, Feld - und Waldwegen, sowie in gänzlich unberührter Natur (Rallye)
Hierdurch wird verdeutlicht, daß es keine einheitliche Abhandlung des Begriffes „Motorsport“ geben kann und darf! So ließe sich der Unterpunkt „Motorsport auf geschlossenen Rennstrecken - mit besonders hoher Kubikzahl; sehr treibstoff - und materialintensiv“, noch in Teilkate-gorien/Teildisziplinen unterteilen:
a) Dragster - Races
b) Traktor - Pulling
c) LKW - Rennen
3.2.2. Motorradsport:
1) auf geschlossenen Rennstrecken
- Superbike
- 500 ccm
- 250 ccm
- 125 ccm
- Seitenwagenmotorräder 2) Geländefahrt (GS) 3) Motocross 4) Trial 5) Motoball
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Hier nehmen wir eine komplette Differenzierung der Sparten Geländefahrt - Motocross - Trial vor, welche gemeinhin als Motocross bezeichnet sind.
1. Das Trial:
Unter Trial versteht man das Überwinden von Hindernissen mit dem Motorrad ,ohne die Zuhilfenahme der Füße oder Hände zum Abstützen. Es geht also in erster Linie um Geschicklichkeit!
Ideales Übungsgelände findet man in Kiesgruben, aufgelassenen Steinbrüchen oder brachliegendem Gelände.
2. Das Geländefahren:
Das Geländefahren findet mit sogenannten „Enduro - Maschinen“ auf Straßen, Feldbzw. Waldwegen statt. Auf separaten Plätzen müssen hierbei noch zwei bis drei gewertete Cross - Prüfungen absolviert werden.
Nach der Zeitschrift „Motocross“ 1/83 ist es nicht zu vermeiden, „daß es Schwierigkeiten mit den GS - Veranstaltungen gibt“. Desweiteren „lassen sich Flurschäden kaum vermeiden; soll die Strecke für den Fahrer Würze haben und die Zuschauer nicht zum Gähnen bringen, muß auch im Wald gefahren werden - da gibt’s Schlamm, Auffahrten, Wurzeln.“
3. Das Motocross:
Hierbei wird ein Rundkurs von ca. 1,5 bis 3 km Länge im Pulk befahren, wobei auf Geschwindigkeit gefahren wird. Es sind keine extremen Geländehindernisse, jedoch Bodenwellen, 180° - Kurven, Sprunghügel, Steilkurven u. a. erwünscht.
Durch die Betreibung dieser Sportarten in der Natur, sind Schäden an dieser die unweigerliche Folge . Besonders in naturnahen und ruhigen, in Siedlungsnähe, liegenden Bereichen kommt es hierbei desweiteren zu Auseinandersetzung mit Erholungssuchenden und Anwohnern.
Gerade aufgelassene Kies - und Sandgruben, Halbtrockenrasen, Verlandungsflächen (natürlich ausgetrocknete Gewässer) usw. gehören zu den besonders gefährdeten Biotop - Typen, deren Arten mit am seltensten, und damit absolut schutztbedürftig sind.
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Damir Dugandzic, Florian Hock, 1999, Ökologische Aspekte des Sports, Munich, GRIN Publishing GmbH
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