Traditionellerweise ist der Handel einem permanenten Wandel unterzogen. Verantwortlich für diese Veränderungen sind lt. Foscht/Jungwirth/Schnedlitz (vgl. 2000, S. 26) folgende Ursachen:
Veränderungen in der Gesellschaft und im Konsumentenverhalten
Neue Informations- und Kommunikationstechnologien
Internationalisierung und Globalisierung
Unternehmen und Betriebe müssen sich lt. Dichtl (vgl. 1999, S. 987) aus folgenden Gründen diesen Veränderungen anpassen:
Aussicht auf Produktivitätssteigerung,
Schaffung von Wettbewerbsvorteilen,
Der Gesetzgeber versucht Fehlentwicklungen entgegenzusteuern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Forschungsfragestellung
1.2 Begriffsklärung
2 Aktuelle Trends im Handel und mögliche Reaktionen des Managements
2.1 Convenience
2.2 Erlebniseinkauf
2.3 Entwicklungstendenzen im Ladenbau
2.4 Internet Shopping
2.5 Krise der Innenstädte und Warenhäuser
2.6 Konzentration
2.7 Zunahme der Verkaufsfläche
3 Manager und Mitarbeiter der Zukunft
3.1 Mitarbeiter der Zukunft
3.2 Manager der Zukunft
4 Zusammenfassung
5 Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit identifiziert und analysiert aktuelle Trends im Handelsmanagement, um der zentralen Forschungsfrage nachzugehen, wie Handelsunternehmen auf diese, in der Literatur häufig diskutierten Entwicklungen, reagieren können.
- Analyse moderner Konsumtrends wie Convenience und Erlebniseinkauf.
- Untersuchung strategischer Veränderungen im Ladenbau und im Internet-Handel.
- Evaluierung der Auswirkungen von Handelskonzentration und Standortfragen auf die Flächennutzung.
- Definition des Anforderungsprofils für zukünftige Mitarbeiter und Manager im Handel.
Auszug aus dem Buch
Was kann das Management tun?
Convenience bedeutet für den Handel, die Gastronomie und Dienstleistungsbereiche, durch die schon genannten Convenience-Angebote dem Verbraucher zu zeigen: Das Management hat begriffen, dass der Kunde König ist. Der Einkauf soll angenehm sein und die Produkte verbraucherfreundlich. Dafür sind ganz besonders Innovationen erforderlich. Ein wichtiger Punkt in diesem Bereich stellt auch eine professionelle Nahversorgung mit zusätzlichen Dienstleistungsangeboten (z.B. Heimzustellung, Aufwärmen, Kühlung, Unterhaltung von Begleitpersonen, Getränke, Stammservice, etc.) dar. Neuartige, verbraucherfreundliche Kassensysteme und Ladenöffnungszeiten sollen hinzukommen:
Kassensysteme:
Besonderen Wert ist auf die Kassensysteme zu legen, da diese ebenfalls dem Bereich Convenience angehören, und dazu beitragen, den Einkauf schnell zu erledigen (vgl. Zentes/Swoboda 1998, S. 9). Vernetzte Kassen- und Waagensysteme sind schon größtenteils eingeführt. Dabei ist das Scanning an den Kassen schon weit verbreitet, es gibt derzeit auch Versuche für das sog. „Self-Scanning“. Als Beispiel dafür ist die moderne Billa-Filiale in Purkersdorf zu nennen. Dort wird Self-Scanning gerne angenommen, denn 70 - 80% der Kunden nutzen es bereits (vgl. o.V. 2002h, S. 56). Viele Experten meinen, dass Self-Scanning in fünf bis zehn Jahren Standard sei. Es gibt aber auch Aspekte, die gegen Self-Scanning sprechen, wie z.B. die hohen Einführungskosten (ca. 100 000 Euro inklusive Infrastruktur) oder die Tatsache, dass Self-Scanning in Amerika kein Thema ist aufgrund des hohen Dienstleistungsniveaus, wenn man bedenkt, dass dort zulande nicht einmal selber getankt wird (vgl. o.V. 2002h, S. 57).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den ständigen Wandel des Handels ein und definiert die zentralen Begriffe Handel und Management für die folgende Untersuchung.
2 Aktuelle Trends im Handel und mögliche Reaktionen des Managements: Das Hauptkapitel behandelt sieben wesentliche Markttrends und erörtert jeweils spezifische, strategische Handlungsoptionen für das Management.
3 Manager und Mitarbeiter der Zukunft: Dieser Abschnitt analysiert das notwendige Kompetenzprofil von Personal und Führungskräften, um den Anforderungen eines modernen, marktorientierten Handels gerecht zu werden.
4 Zusammenfassung: Die Kernaussagen zu den untersuchten Trends und den notwendigen Managementreaktionen werden hier kurz und prägnant wiederholt.
5 Schlusswort: Der Autor reflektiert über den aktuellen Stand der Kundenorientierung im Handel und unterstreicht die Notwendigkeit proaktiver Investitionen zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Handelsmanagement, Convenience, Erlebniseinkauf, Ladenbau, Internet Shopping, Handelskonzentration, Verkaufsfläche, Mitarbeiterkompetenz, soziale Intelligenz, Marktmacht, Kundenorientierung, Self-Scanning, Nahversorgung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse aktueller Strömungen im Handelsmanagement und der Frage, wie Unternehmen auf diese Veränderungen reagieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen Convenience-Strategien, Erlebniseinkauf, Ladenbau, Online-Shopping, Standortkrisen, Marktkontrolle durch Konzentration sowie die Zunahme von Verkaufsflächen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Status quo wichtiger Handelstrends zu erfassen und praxisorientierte Lösungsansätze für ein kundenorientiertes Management abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die durch Recherchen in Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Internetquellen und die Ergebnisse von Praxisdialogen an der Wirtschaftsuniversität Wien ergänzt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Trends und deren Auswirkung auf das Management sowie in ein Kapitel über die benötigten Fähigkeiten von Mitarbeitern und Führungskräften der Zukunft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Handelsmanagement, Convenience, Erlebniseinkauf, Marktmacht und zukunftsorientierte Führungskompetenzen definiert.
Warum spielt die soziale Intelligenz für Manager der Zukunft eine so große Rolle?
Aufgrund der hohen Fluktuation von Mitarbeitern und des damit verbundenen Wissensverlusts gewinnt die Fähigkeit, Mitarbeiter zu führen, zu orientieren und Freiräume zu bieten, massiv an Bedeutung.
Welchen Stellenwert nimmt das Internet-Shopping im Vergleich zum stationären Handel ein?
Obwohl es als Trend gilt, zeigt die Arbeit auf, dass es aufgrund der fehlenden persönlichen Beratung, der Zustellkosten und des sozialen Charakters des Einkaufs nur für eine begrenzte Produktauswahl sinnvoll einsetzbar ist.
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- Nicole Hajnos (Autor), 2002, Aktuelle Trends im Handelsmanagement, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6020