% Prozent ./. minus / geteilt; dividiert + plus m a l ^
§ Paragraph € Euro Abs. Absatz AG Aktiengesellschaft AktG Aktiengesetz ar Angela Rabe Aufl. Auflage BilS Bilanzsumme Bj Berichtsjahr BS Betriebsstoffe BWL Betriebswirtschaftslehre bzw. beziehungsweise chm Chris Muszalik d.h. das heißt DVFA/SG Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung / Schmalenbach-Gesellschaft EE-Steuern Steuern vom Einkommen und Ertrag f. folgend FB Fachbereich FF fertige Erzeugnisse ff. fort folgend FH Fachhochschule gem. gemäß ggf. gegebenenfalls GuV Gewinn und Verlustrechnung HF halbfertige Erzeugnisse HGB Handelsgesetzbuch HS Hilfsstoffe http Hypertext Transport Protocol
KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis kk Kathrin Krüger KMU kleine mittelständiche Unternehmen kurzf. kurzfristig langf. langfristig neg. negative Nr. Nummer Ø durchschnittlicher o.V. ohne Verfasser PER Price-Earning-Ratio
Prof. Dr. pol. rer. Professor Doktor für Politikwissenschaften RS Rohstoffe S. Seite Stk. Stück T Tausend UV Umlaufvermögen vgl. vergleiche Vj Vorjahr VW Volkswagen WS Wintersemester www world wide web z.Z. zum Zeitpunkt
Inhaltsverzeichnis III
Inhaltsverzeichnis
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS I
JAHRESABSCHLUSSANALYSE VOM VOLKSWAGEN KONZERNS 1
1 EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 ZIELSETZUNG UND STRUKTUR. 1
1.3 VORGEHENSWEISE. 2
1.4 VW - KONZERN. 3
2 VERMÖGENSSTRUKTUR 5
2.1 VERMÖGENSINTENSITÄT. 5
2.1.1 ANLAGENINTENSITÄT I 5
2.1.2 ANLAGENINTENSITÄT II. 6
2.1.3 VORRATSINTENSITÄT. 7
2.1.4 FORDERUNGSINTENSITÄT 7
2.2 UMSATZRELATIONEN 8
2.2.1 UMSCHLAGSHÄUFIGKEIT DER VORRÄTE 8
2.2.2 UMSCHLAGSHÄUFIGKEIT DER LIEFERFORDERUNGEN 8
2.3 INVESTITIONS- UND ABSCHREIBUNGSPOLITIK 9
2.3.1 INVESTITIONSQUOTE 9
2.3.2 INVESTITIONSDECKUNG 10
2.3.3 ABSCHREIBUNGSINTENSITÄT 10
2.3.4 ABSCHREIBUNGSQUOTE PRO PERIODE. 11
2.3.5 PERSONALINTENSITÄT 11
2.4 SONSTIGE KENNZAHLEN 12
2.4.1 KUNDENZIEL (DEBITORENLAUFZEIT) 12
2.4.2 UMSCHLAGSDAUER DER VORRÄTE (LAGERDAUER) 13
3 KAPITALSSTRUKTUR UND LIQUIDITÄTSANALYSE. 15
3.1 EIGENKAPITALQUOTE 15
3.2 RÜCKLAGENQUOTE 16
3.3 SELBSTFINANZIERUNGSGRAD 16
3.4 FREMDKAPITALQUOTE. 17
3.5 KURZFRISTIGE VERSCHULDUNGSQUOTE 17
3.6 STATISCHER VERSCHULDUNGSGRAD. 17
3.7 BILANZKURS. 18
3.8 INTENSITÄT DES LANGFRISTIGEN KAPITALS. 19
3.9 STRUKTUR DES FREMDKAPITALS 19
3.10 LIEFERANTENZIEL (KREIDTORENLAUFZEIT) 20
Inhaltsverzeichnis IV
3.11 DECKUNGSGRADE. 20
3.12 LIQUIDITÄTSGRADE. 21
3.12.1 BARLIQUIDITÄT. 21
3.12.2 LIQUIDITÄT AUF KURZE SICHT. 21
3.12.3 LIQUIDITÄT AUF MITTLERE SICHT. 22
3.13 WORKING CAPITAL. 22
3.14 CASH FLOW. 23
4 ERFOLGS- UND RENTABILITÄTSANALYSE. 25
4.1 EIGENKAPITALRENTABILITÄT. 25
4.2 MATERIALINTENSITÄT (MATERIALAUFWANDSQUOTE) 26
4.3 ZINSINTENSITÄT (ZINSAUFWANDSQUOTE) 26
4.4 MIETAUFWANDSQUOTE. 27
4.5 UMSATZRENTABILITÄT 27
4.6 GESAMTKAPITALRENTABILITÄT 28
4.7 DIVIDENDENRENDITE 28
4.8 BETRIEBSRENTABILITÄT. 28
4.9 GEWINN JE AKTIE. 29
4.10 PRICE-EARNING-RATIO 30
4.11 AKTIENRENDITE 30
5 FAZIT 32
5.1 VERMÖGENSSTRUKTUR. 32
5.2 KAPITALSSTRUKTUR UND LIQUIDITÄTSANALYSE. 37
5.3 ERFOLGS- UND RENTABILITÄTSANALYSE. 43
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. V
LITERATURVERZEICHNIS VI
STICHWORTVERZEICHNIS VIII
ANHANG X
Jahresabschlussanalyse vom Volkswagen Konzerns
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Die Aufgabe dieser Vorleistung besteht darin, eine Jahresabschlussanalyse am Beispiel des Volkswagen Konzerns durchzuführen.
1.2 Zielsetzung und Struktur
Die finanzwirtschaftliche Analyse hat in erster Linie die Aufgabe das finanzwirtschaftliche Auftreten eines Unternehmens zu untersuchen. Der außenstehende Analytiker kann mehrere Möglichkeiten nutzen, um an Informationen über ein Unternehmen zu kommen. Das können zum Beispiel Bilanzen, Geschäftsberichte, Firmenmitteilungen und -zeitschriften, Wirtschaftspresse und Statistiken sein. Die zentrale Bedeutung kommt bei der finanzwirtschaftlichen Analyse den Bilanzen mit den eine Jahresabschlussbilanz ergänzenden Teilen zu. Die Ergänzung beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und ggf. der Lagebericht.
Die Jahresabschlussanalyse kann auf einen Objekt- und Zeitvergleich beruhen. Beim Objektbzw. Branchenvergleich wird das untersuchte Unternehmen mit einem ähnlich strukturierten Unternehmen verglichen. Im Gegensatz dazu wird das Unternehmen beim Zeitvergleich über mehrere Perioden hinweg analysiert. (vgl. Olfert, 2003, S. 341)
Jeder, der sich mit der Jahresabschlussanalyse befasst, führt die Untersuchung unter einem anderen Gesichtspunkt durch. Zum Beispiel verfolgt ein Analytiker einer Bank andere Ziele als ein Unternehmer oder ein Anleger, der auf der Suche nach einem Investitionsobjekt ist. Dennoch haben alle eine Gemeinsamkeit. Sie interessieren sich für die aktuelle und zukünftige Ertragslage, die finanzielle Stabilität und das Vorhandensein von Wachstumspotential. Die Analyse verfolgt darüber hinaus noch weitere Ziele. Das sind unter anderem die Urteilsbildung, Entscheidungs- und Wahrheitsfindung sowie das verstärkte Sammeln von Informationen. (vgl. Benzel, Seite 128)
Die Urteilsbildung bedeutet, dass der Jahresabschluss als finanzielles Ergebnis dazu dient, unternehmerische, in einer Periode getroffene Entscheidungen wertend zu beurteilen. Dabei analysiert man die Qualität 1. der Entscheidungsträger, 2. einzelner Entscheidungen, 3. einzelner Entscheidungsfelder und 4. des ganzen Unternehmens. Beispielsweise stehen im Rahmen einer
Kreditwürdigkeitsprüfung die Beurteilungen finanzwirtschaftlicher und rentabilitätsbezogener Art im Vordergrund.
Erkenntnisse aus der finanzwirtschaftlichen Analyse finden Verwendung bei der Lenkung und Beeinflussung künftiger Entscheidungsprozesse. Die Entscheidungsfindung betrifft die Entscheidungsträger, den Entscheidungsprozess und die Entscheidungsfelder. Den Entscheidungsträgern sind die Ergebnisse aus der Analyse hinsichtlich der Alternativenbildung und -bewertung sowie bei der Entscheidungsdurchsetzung nützlich. Den Entscheidungsprozess können diese Resultate positiv unterstützen. Aufgrund der Analyseergebnisse ist es möglich Entscheidungsfelder zu gestalten. Sie dienen zur Orientierung, wie sich die Entscheidungen auf den Jahresabschluss auswirken werden.
Ein Jahresabschluss ist richtig, wenn dieser den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften entspricht. Im Sinne der betrieblichen Wirklichkeit ist er damit aber keineswegs wahr. Durch die finanzwirtschaftliche Analyse wird versucht, realitätsbezogene Daten, um damit „die Wahrheit“ zu ermitteln bzw. zu finden. Dazu zählt beispielsweise das wahre Periodenergebnis. In diesem Fall werden Scheingewinne vom ausgewiesenen Periodenergebnis abgezogen. Zu realitätsbezogenen Daten gehören auch tatsächlich vorhandene Vermögenswerte, die sich aus den stillen Reserven und den ausgewiesenen Vermögenswerten zusammensetzen. Durch die Informationsverdichtung sollen Tatsachen und Zusammenhänge, die der Jahresabschluss nicht direkt aufzeigt, kenntlich gemacht werden. Dazu dienen insbesondere die Kennzahlen. (vgl. Olfert, 2003, S. 341, 342) ar, kk
1.3 Vorgehensweise
Wie im Abschnitt 1.2 erwähnt, stellen Kennzahlen verdichtete Informationen dar. Mit ihnen können betriebswirtschaftliche Zusammenhänge klar aufgezeigt werden. Durch die Bildung von Kennzahlen wird die Auswertung der gesammelten Informationen und der im Jahresabschluss zusammengestellten Daten erleichtert. Sie fassen somit messbare betriebliche Tatbestände zusammen. Zum Beispiel haben die Kennzahlen folgende Bedeutungen: N Erhöhung der Transparenz im Unternehmen N Verdichtung von Sachverhalten auf eine aussagefähige Zahl N Sichtbar machen bestimmter Sachverhalte, z.B. Gesamtkapital-Rentabilität N Erleichterung der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens N Aufdeckung der Stärken und Schwächen N Erleichterung der Interpretation von Tatbeständen
N Möglichkeit des Vergleiches mit Unternehmen der gleichen Branche
Wichtig ist vor allen Dingen die richtige Interpretation der Kennzahlen. Sie dürfen nicht isoliert betrachtet werden.
Es gibt verschiedene Arten von Kennzahlen. Dazu gehören absolute Kennzahlen, Verhältniszahlen und Richtzahlen. Bei absoluten Kennzahlen handelt es sich um Einzelzahlen, Summen, Differenzen oder Mittelwerte. Sie können direkt aus der Bilanz oder aus der GuV entnommen werden. Ihre Bedeutung wird erst sichtbar, wenn man sie mit anderen Zahlen vergleicht.
Setzt man die absoluten Zahlen in Beziehung zu einander, werden die Verhältniszahlen ermittelt. Wenn die Zahlen des analysierten Unternehmen zu branchenspezifischen Durchschnittszahlen in Beziehung gesetzt werden, spricht man von Richtzahlen. (vgl. Vollmuth, 2002, S.36-40) ar, kk
1.4 VW - Konzern
Die Erfolgsgeschichte der Volkswagen AG begann 1933 mit einem Radio, dem Volksempfänger VE für RM 65. Die Reichsregierung verfolgte das Ziel, dass sich alle Bevölkerungsschichten ein Radio leisten und damit am Rundfunk teilnehmen konnten. Bereits wenige Monate später erzielten sie Rekordgewinne. Daraus zog Adolf Hitler den Schluss, dass der Bau eines billigen, aber dennoch vollwertigen Autos für das Volk die Wirtschaft ankurbeln würde. So wurde in seinem Auftrag 1935 der 1. Prototyp durch den Automobilkonstrukteur Dr. Ferdinand Porsche entwickelt. Der Porsche Typ 60 zeigte schon typische Käfer-Merkmale, wies aber noch große Mängel auf. Da der Verkaufspreis nicht 1000 Reichsmark überschreiten durfte, um für jedermann erschwinglich zu bleiben, beschloss der Reichsverband der Automobilindustrie, den Volkswagen im eigenen Werk in Wolfsburg herzustellen. 1937 war das erste Auto VW 303 fertiggestellt. Um Kosten zu sparen wurde zum Beispiel stabile Metallröhren durch Rahmen aus gesicktem Blech ersetzt. Es gab nur eine Autofarbe, der Wagen wurde ab Werk verkauft und die Menschen mussten ihn Jahre im Voraus abbezahlen. (vgl. Pidoll; 2005 in: www.historischevws.de)
Heute ist die Volkswagen AG größter Autohersteller und wird im DAX datiert. Der Konzern hat weltweit 335000 Mitarbeiter und 40 Werkstätten. Allein in Wolfsburg sind 50.000 Mitarbeiter tätig. Bis 2003 wurden in Mexiko jedes Jahr 33.000 Käfer produziert. Zu den wichtigsten Automarken gehören Phaeton, Bentley, Lamborghini, Golf, Audi, Käfer, Seat und Skoda. (vgl. NDR; 2005; in: www.1.ndr.de)
Verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der Volkswagen AG. Die Erstattung des Berichts erfolgt nach den International Financial Reporting Standards und den Auslegungen International Financial Reporting Interpretations Committee. Der Konzernlagebericht wird nach den Vorschriften des HGB erstellt. Die Voraussetzung für eine Befreiung von der Aufstellungspflicht eines Konzernabschlusses gem. §292 HGB sind erfüllt. (vgl. Geschäftsbericht 2004, Zahlen- Daten- Fakten, S. 3) ar, kk
2 Vermögensstruktur
„Grundsätzlich sind vier Analysepunkte für die Bilanzstrukturanalyse denkbar, nämlich Vermögens- und Kapitalstruktur (vertikale Kennzahlen) sowie Anlagedeckung und Liquidität (horizontale Kennzahlen).“ (Rollwage; 1999; S. 52) chm
Abbildung 1: Analysemöglichkeit der Bilanz
2.1 Vermögensintensität
Die folgenden Kennzahlen dienen als Prüfkriterium, ob sich die Zusammensetzung des Vermögens eines Unternehmens im Bereich des Branchenüblichen bewegen oder nicht. jr
2.1.1 Anlagenintensität I
Die Anlagenintensität I zeigt das Verhältnis von Anlagevermögen und Gesamtvermögen auf.
Die Anlagenintensität gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes der Anlagegüter in einem Unternehmen. Das bedeutet, dass eine hohe Anlagenintensität I einen hohen
Eigenkapitalanteil verlangt bzw. einen hohen Anteil des langfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital. Also je höher die Anlagenintensität I ist, desto geringer ist die Liquidität und umso geringer ist die Bildung von „totem Kapital“ im Umlaufvermögen und desto solider ist die Finanzierung des Unternehmens. Diese Kennzahl gibt darüber Aufschluss, wie sich das betrachtete Unternehmen an Rezession und Expansion anpasst. Es erfolgt eine bessere Beurteilung des damit verbundenen Unternehmerrisikos. Das Risiko steigt mit wachsender Anlagenintensität I und damit sinkt die Flexibilität der Unternehmung. (vgl. o.V. 1; 2005; www.controllingportal.de) jr
2.1.2 Anlagenintensität II
Die Kennzahl der Anlagenintensität II wird in der Literatur auch als Umlauf- oder Arbeitsintensität bezeichnet. Sie zeigt das Verhältnis von Umlaufvermögen und Gesamtvermögen auf und damit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.
Je höher die Arbeitsintensität ist, desto höher ist auch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung, denn es erfolgt eine intensive Nutzung der Kapazitäten, je kleiner der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist. Damit sinken die fixen Stückkosten, die Umsatzerlöse steigen und die Ertragslage verbessert sich. (vgl. o.V. 2; 2005; http://www.controllingportal.de) jr
Arbeit zitieren:
Ch. Muszalik / A. Rabe / J. Rebe / K. Krüger, 2005, Jahresabschlussanalyse des Volkswagen Konzerns, München, GRIN Verlag GmbH
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