I N H A LT SV E R Z E I C H N I S Abbildungsverzeichnis 1 Einleitung 2 Einführung in das Supply Chain Management (SCM) 2.1 Abgrenzung des Supply Chain Management zum Logistikbegriff 2.2 Instrumente des SCM ................................................................................... 5 2.3 Die Rolle der Informationstechnik im SCM ................................................... 7 2.4 Entscheidungsdilemma im SCM ................................................................... 8 3 Supply Chain Event Management 3.1 Konzeptionelle Grundlage des Supply Chain Event Management 3.2 Vom Tracking&Tracing zum Supply Chain Event Management 3.2.1 Tracking&Tracing 3.3 Funktionsweise Supply Chain Event Management 3.4 SCEM Definition 3.5 Bullwhip Effekt . 3.6 Vorgehensweise zur Implementierung von SCEM 3.6.1 Prozessaufnahme 3.6.2 Anforderungsprofil 3.6.3 GAP-Analyse 3.6.4 Maßnahmen 3.7 Funktionsumfang eines SCEM-Systems 3.8 Vor-/Nachteile 3.8.1 Nutzenpotentiale 3.8.2 Defizite 3.9 Anbieter von SCEM-Software 3.10 Entwicklungstrends Literatur
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Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Supply Chain Management - Die Gegenwart
Abb. 2: Instrumente des Supply Chain Management
Abb. 3: Die Rolle der IT im SCM
Abb. 4: Entscheidungsdilemma im SCM
Abb. 5: Management by Exception
Abb. 6: Möglichkeiten/Entlastung durch SCEM
Abb. 7: SCEM
Abb. 8: Supply „Circle“ Management - Die Zukunft
Abb. 9: Bullwhip Effekt
Abb. 10: Phasenmodell zur Implementierung von SCEM
Abb. 11: SCORE Modell
Abb. 12: Funktionsumfang eines SCE-MSystems
Abb. 13: SCEM Beispiel - Produktion und Lieferung
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1. Einleitung
Durch die Megatrends Outsourcing, Globalisierung und einer Fokussierung der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen kommt es zu einer Veränderung der Logistikstrukturen. Aus geradlinig verlaufenden Wertschöpfungsketten werden komplexe Supply Chains mit einer tieferen Integration der Partnerunternehmen (z.B. Lieferanten, Kunden und Logistikdienstleister) in die Wertschöpfungskette. Daraus resultiert eine stärkere Abhängigkeit der Partner voneinander; nicht vorhersehbare Engpässe oder Ausfälle können im schlimmsten Fall die ganze Supply Chain lahm legen. Durch Softwarelösungen für das Supply Chain Event Management wird der Geschäftsprozess kontinuierlich überprüft und kritische Planabweichungen werden zeitnah signalisiert.
2. Einführung in das Supply Chain Management
(SCM)
Supply Chain Management hat sich zu einem zentralen Thema entwickelt, die Aktualität dieses Thema spiegelt sich in zahlreichen Publikationen wieder. Die Unternehmen haben die große Bedeutung grundsätzlich erkannt. Eine Studie von Dehler zeigt, dass es für 57% der deutschen Unternehmen erklärtes Ziel ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre die Stufe des Supply Chain Management zu erreichen. Zurzeit haben diese Stufe gerade einmal 7% der Unternehmen erlangt. Die IT ist ein wichtiger Enabler (vgl. Kap 2.3) von Supply Chains, aber erst ein adäquates Management führt dies zu einem Erfolg. 1 Durch die zunehmende Komplexität der Supply Chain gewinnt das Supply Chain Management an Bedeutung. Es stellt die Unternehmen vor neue Herausforderungen, bietet aber auch neue Potentiale. Eine umfassende Definition zum SCM lautet:
1 Vgl. Weber (2002), S. 185
3
„Supply Chain Management hat die Aufgabe, den Materialfluss in, durch und aus dem Unternehmen und die zugehörigen administrativen Informations- und Koordinationsprozesse so zu gestalten und zu betreiben, dass eine fehlerfreie, störungsrobuste, schnelle und effiziente Versorgung des Endkunden gewährleistet ist“ 2
Ziel ist es ausgewählte Kooperationspartner in einer langfristigen und partnerschaftlichen Win-Win-Beziehung in das Wertschöpfungssystem des Unternehmens zu integrieren, um durch Abstimmung, Nutzung und Verbesserung der gemeinsamen Fähigkeiten die Wettbewerbssituation der gesamten Logistikkette zu steigern.
Supply Chain Management fordert ganzheitliches Denken und Handeln. Diese ganzheitliche Sichtweise kann entweder unternehmensintern auf die Produkte, Prozesse und Geschäftsbereiche angewandt werden, oder (im Idealfall) unternehmensextern auf die gesamte Supply Chain vom Vorlieferanten bis zum Endkunden.
2.1 Abgrenzung des Supply Chain Management zum
Logistikbegriff
Die Begriffe Logistik und SCM werden oftmals synonym verwendet; beide zielen auf die Gestaltung von Objektflüssen (Güter, Informationen, Werte) entlang den Prozessstufen der Lieferkette ab, wodurch eine erhöhte Effizienz (Steigerung des Kundennutzens) und Effektivität (systemweite Verbesserung des Nutzen - Kosten -Verhältnisses ) generiert werden soll. Vor allem bei Transport und Lagerhaltung wird der Übergang zum SCM deutlich. Während das Logistikmanagement die Objektflüsse weitgehend unabhängig von institutionellen Fragestellungen betrachtet hat, wird beim modernen SCM die autonom agierenden unternehmerischen Einheiten einer Supply Chain in die Analyse mit eingeschlossen; der Fokus liegt auf den Schnittstellen der Prozesskette und lässt so eine unternehmensübergreifende Perspektive entstehen.
2 Vgl. Melzer-Ridinger (2003) , S. 5
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Abbildung 2 veranschaulicht, welche Instrumente beim SCM eingesetzte werden. Dazu folgt an dieser Stelle eine kurze Erläuterung: N Transparenz: Durch die Bereitstellung aller relevanten Daten an alle Unternehmen in der Supply Chain werden Informationsverzerrungen undverzögerungen vermieden.
N Koordination und Integration: Es findet eine unternehmensübergreifende Abstimmung und Rücksichtsmaßnahme statt. Die einzelnen Unternehmen der Supply Chain stimmen ihre Prozesse aufeinander ab und unterlassen eine Aktivität auf den vor- bzw. nachgelagerten Produktionsstufen. Es werden Nachteile im eigenen Verantwortungsbereich zur Erzielung übergeordneter Vorteile hingenommen.
N Synchronisierung: Die Auftragsabwicklung und Produktion wird entlang der ganzen Supply Chain am Pull-Prinzip ausgerichtet. Anstatt nach dem Push-Prinzip, die Produkte auf der Grundlage von Erwartungen in die logistische Kette zu schieben, wird nun durch die Nachfrage des Endkunden der Nachschub ausgelöst.
N Vereinfachung: Durch die erhöhte Transparenz und Informationsversorgung können Geschäftsprozesse vereinfacht werden. N Modularisierung: Die Produktarchitektur wird so verändert, dass die Varianten auf einer Vielzahl von Gleichteilen aufbauen. Die Produktionsprozesse werden logistikgerecht gestaltet und der
Variantenbestimmungsprozess wird möglichst ans Ende der Fertigung verlagert. 3
3 Vgl. Melzer-Ridinger (2003), S. 13
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2.3 Die Rolle der Informationstechnik im SCM
Die Implementierung von Informations- und Kommunikationstechnologien ist eine wesentliche Vorraussetzung für das SCM.
Die Abb. 3 zeigt die Notwendigkeit der Informationstechnik im Supply Chain Management; die IT übernimmt folgende Rollen: Supporter:
Verbesserung und Umgestaltung der Geschäftsprozesse, durch Automatisierung und Beschleunigung der Prozesse sowie einer Reduktion der Fehlerrate. Integrator:
Integration von Daten, Funktionen und Schaffung von Transparenz in der gesamten Supply Chain. Enabler:
Insbesondere ermöglicht die Informationstechnologie ein fundamentales Business Process Reengineering.
7
2.4 Entscheidungsdilemma im SCM
A n p a s s u n g s z e i t
zur Entscheidungs-f i n d u n g
i m S C M
Abb. 4: Entscheidungsdilemma im SC M
Quelle: Bleicher (1996), S.347
Bei steigender Komplexität und Dynamik von Netzwerken entsteht eine Steuerungslücke. Die benötigte Anpassungszeit bei wachsender Komplexität steigt, jedoch sinkt die verfügbare Anpassungszeit bei wachsender Dynamik. Verantwortlich für die Entstehung der Steuerungslücke sind im Besonderen die Beschleunigung der Produktlebenszyklen, die wachsende Anzahl von betrachteten Akteuren in einer Supply Chain sowie die Heterogenität der Beziehungen zwischen den Akteuren.
Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer zeitnahen und flexiblen Reaktion auf Prozessveränderungen und den Bedarf einer Entscheidungsunterstützung bei der Steuerung von SCM-Prozessen.
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Arbeit zitieren:
Christian Dreeser, 2005, Prozesssteuerung und –kontrolle durch Supply Chain Event Management Lösungen, München, GRIN Verlag GmbH
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