Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen der Debatte
3. Kurzer Überblick über die Arnold-Ahlheim-Debatte
3.1 Standpunkt Ahlheims
3.2 Standpunkt Arnolds
4. Kritik an der Arnold-Ahlheim-Debatte
4.1 Kritik von Klaus-Peter Hufer und Ulrich Klemm
4.2 Kritik von Rolf Arnold und Ekkard Nuissl
5. Fazit
6. Literaturhinweise
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1. Einleitung
Wissen scheint in Mode gekommen zu sein, befinden wir uns doch momentan in einer Wissensgesellschaft. Dabei kommt es nicht auf das Wissen als reine Faktenansammlung an. Das wäre schließlich die Information und die Informationsgesellschaft befindet sich momentan im Abseits. Laut der Heinrich-Böll-Stiftung setzt man bei der Wissensgesellschaft auf „... eine Perspektive, die auf den Willen und die Befähigung der Menschen zu Selbstbestimmung setzt.“ 1
Dabei sind Informationsbeschaffung und der kritische, verknüpfende und bewertende Umgang mit diesen Informationen von Bedeutung. Es kommt nicht mehr nur darauf an, die gewünschten Fakten so schnell wie möglich herbeizuschaffen. Wichtig ist die Selektion des Wesentlichen vom Unwesentlichen und dessen Umsetzung. Der Mensch und seine „... Befähigung zur intelligenten Nutzung dieser Ressourcen...“ 2 werden gefördert. Schlüsselqualifikationen auf personenbezogener und sozialer Ebene geraten dabei verstärkt ins Blickfeld. In bezug auf personenbezogene Fähigkeiten wird gefordert, dass der Mensch autonomer wird. Einerseits wird von ihm verlangt, dass er mehr Eigenverantwortung übernimmt und andererseits wird ihm dadurch aber auch mehr Handlungsfreiheit zugesprochen. Diese Handlungsfreiheit trägt das Risiko der Orientierungslosigkeit mit sich, welches man z.B. durch Hilfestellungen in der Weiterbildung beseitigen kann. Die sozialen Fähigkeiten können in solch einem Fall ebenso zur Erleichterung der Situation beitragen. Kommunikations- und Kritikfähigkeit, - um hier nur zwei zu nennen -, dienen dazu, in einer schwierigen Situation um Rat zu fragen und eventuell Verbesserungsvorschläge anzunehmen.
1 Vgl.: http://www.wissensgesellschaft.org/.
2 Vgl.: Kommission der Europäischen Gemeinschaft (EU-Kommission): Memorandum über
Lebenslanges Lernen. Brüssel 2000, S.5.
3
Alles in allem sollen diese Fähigkeiten dem Menschen die Möglichkeit bieten, „... eine Identität zu finden und sich Lebensziele vorzugeben...“ 3 , damit er sich in die Gesellschaft integrieren kann. Im Gegenzug ist es dann die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, das Bildungssystem an diese Anforderungen anzupassen und ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Erfüllung all dieser Aspekte trägt letztendlich zum Bestehen der Wissensgesellschaft bei.
3 Vgl.: Kommission der Europäischen Gemeinschaft (EU-Kommission): Memorandum über
Lebenslanges Lernen. Brüssel 2000, S. 13.
4
2. Rahmenbedingungen der Debatte
Die Debatte zwischen Rolf Arnold und Klaus Ahlheim ist in einem Bestimmten bildungspolitischen Zusammenhang zu sehen. Lebenslanges Lernen spielte hierbei eine zentrale Rolle. Unter dem Begriff lebenslanges Lernen versteht man, dass der Lernende zu keinem Zeitpunkt in seinem Leben ausgelernt hat und er somit einem ständigen Lernen unterliegt. Dabei wird dieses Lernen nicht auf bestimmte Wissensbereiche eingeschränkt, sondern es werden sämtliche Lebens-und Wissensräume angesprochen.
Zu dem Zeitpunkt der Debatte verstand die allgemeine und berufliche Bildung unter dem Begriff lebenslangen Lernens „... Bildung grundsätzlich und vorrangig als Instrument der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik...“ 4 . (Vgl. STRUNK 2003, S. 27)
Die EU-Kommission präzisiert diese Definition noch weiter. Für sie ist es von großer Bedeutung die Grundlagen so zu beherrschen, dass man nach der ersten Berufsausbildung über ein gewisses Kontingent an „... neuen
Basisqualifikationen...“ 5 verfügt, um auf dem freien Markt bestehen zu können. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass nicht nur die reine Funktionalität als Arbeitskraft angesprochen wird. Der Kommission kommt es außerdem darauf an, dass vor allem die junge Generation eine „... positive Einstellung gegenüber dem Leben...“ 6 hat. (Vgl. EU-KOMMISSION 2000, S. 9)
Das Forum Bildung integriert die allgemeine und die berufliche Bildung ebenfalls in das Konzept des lebenslangen Lernens. Schließlich benötige man heutzutage eine „... vielseitig entwickelte Gesamtpersönlichkeit mit ausgeprägten
4 Vgl.: STRUNK, Gerhard: Von Umdeutung und Vereinnahmung. Anmerkungen zum Beitrag von Rolf
Arnold „Mehr als Ökonomisierung. Eine Replik auf Klaus Ahlheim“. In: EB 1/2003, S.27.
5 Vgl.: Kommission der Europäischen Gemeinschaft (EU-Kommission): Memorandum über
Lebenslanges Lernen. Brüssel 2000, S.9.
6 Vgl.: Kommission der Europäischen Gemeinschaft (EU-Kommission): Memorandum über
Lebenslanges Lernen. Brüssel 2000, S.9.
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Arbeit zitieren:
Bianca Keusen, 2003, Schlüsselqualifikationen - Die Arnold-Ahlheim-Debatte, München, GRIN Verlag GmbH
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