Inhaltsverzeichnis
EXECUTIVE SUMMARY 1
1 PRODUKTE AUS DEM FOOD SEKTOR 2
1.1 ESKIMOS BIGMILK 2
1.2 SCHOKOLINSEN UND GUMMIBÄRCHEN 3
1.3 RITTER SPORT SMARTIES. 4
1.4 JACOBS UND SEINE SPECIALS 5
1.5 MILKA UND CO IM SPEISEEIS. 6
2 FOOD-NONFOOD-SEKTOR 8
2.1 PHILIPS DOUWE EGBERTS 8
2.2 FERRERO SONY 11
2.3 EINE JACKE VON MARS. 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 14
ANHANG 15
Executive Summary
Wir sind Studenten der Fachhochschule Stralsund und haben uns die Aufgabe gestellt, in einer
wissenschaftlichen Arbeit, mit dem Thema Cross-Marketing im Lebensmitteleinzelhandel (LEH),
erste Erfahrungen in der Marktforschung zu sammeln, die wir später praktikabel im Marketing-
Management umsetzen und vertiefen wollen.
Die primäre Zielsetzung, die wir uns stellen sind: Beispiele aus der Wirtschaft zu sammeln
und somit den in jüngster Zeit aufgetretenen Trend zur hersteller- und markenübergreifenden
Produktpolitik im LEH darzulegen.
Die sekundäre Zielsetzung: Einen Weg und somit Klarheiten, durch den Begriffs- und
Definitionsdschungel bezüglich des Themas Cross-Marketing zu finden. Sowie unsere
Kenntnisse im Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten zu vertiefen und somit auch im
Hinblick einer möglichen Diplomarbeit, in dem betriebswirtschaftlichen Fachgebiet des
Marketings, Erkenntnisse zu sammeln.
Am effizientesten erscheint uns die Nutzung des Internets (world wide web) zum Einholen
von Information, Daten und Statistiken, die ein Aufbereiten ermöglichen und als seriös, sowie
unter Marketingspezialisten als anerkannt gelten. Hierzu nutzten wir u.a. bekannte
Suchmaschinen wie z.B. google.de. Jedoch mussten wir feststellen, dass die Ergebnisse eine
weiterführende Arbeit erschweren und somit teilweise unzureichend sind.
Auf Grund dieser Tatsache, erachten wir auch das direkte Anschreiben von Firmen,
Konzernen und Organisationen mittels e-mail, als vielversprechende Möglichkeit Details über
Produkt-, Marken- und Absatzförderungsstrategien aus erster Hand zu erhalten, jedoch ohne
Erfolg (siehe Anhang S. 15).
Des weiteren kommt für uns die Nutzung verschiedener Zeitungsarchive, speziell das der
Fachhochschule Stralsund und einschlägig bekannter Zeitschriften, Magazine und Journale, die
den Bereich des Marketing und der Wirtschaft im Allgemeinen thematisieren, in Betracht.
Diesbezüglichen wären zu nennen, die Suchfunktionen der OPAC-Katalog-Datenbanken
(Bibliothek der Fachhochschule Stralsund sowie der Bibliothek der Ernst-Moritz-Arndt
Universität Greifswald) und der Datenbanken von „absatzwirtschaft“, „Harvard-Business-
Manager“, „w&v“, „Lebensmittelzeitschrift“ und „Spiegel-online“, welche die Suche in
publizierten Artikeln, Aufsätzen und Fachbüchern ermöglichen. Allerdings erforderten die
meisten Fundstellen die Bezahlung einer Gebühr, um den Gesamtinhalt dieser
Veröffentlichungen nutzen zu können.
Um an weitere umfassende Informationen zu gelangen, konsultierten wir auch
Marktforschungsinstitute wie „GfK“ und „Nielsen Media Research“. Jedoch verlangen auch
diese Institutionen zum Teil hohe Geldbeträge, für die Übermittlung von Informationen oder
gaben kein wissenschaftlich verwendbares Material, auf Grund des Datenschutzes, an uns weiter.
Die erhaltenen Absagen, der von uns befragten Unternehmen und Institutionen, sind
auszugsweise im Anhang aufgelistet (siehe S. 15).
Durch unsere ausgiebigen Recherchearbeiten stellen wir fest, dass das von uns gewählte
Thema auf einem sehr hohen Niveau liegt. Allerdings mit Hilfe eines Marktforschungsbudget,
das bspw. Marketingabteilungen größerer Unternehmen zu Verfügung steht und somit das
Erarbeiten von primär Statistiken oder durch die Beauftragung der bereits genannten
Marktforschungsinstitute ermöglicht und somit zu fundierteren Ergebnissen führt.
1 Produkte aus dem Food Sektor
Dieser Abschnitt beschäftigt sich ausschließlich mit Produkte aus dem Food-Food-Sektor.
1.1 Eskimos BigMilk
Eines der ersten Produkte auf das wir bei unseren Recherchen stießen war Big-Milk, für das die exklusiv Marken Eskimo (Unilever bietet diese Marke in Ungarn und Österreich an, bei uns besser bekannt unter dem Namen Langnese (vgl. Kloss, 2003; S. 372) und Milka eine Kooperation eingingen. Dieses Cross-Marketing-Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es speziell für das Segment der Vorratspackung entwickelt wurde. Die Farbgebung dieser ansprechenden Verpackung ist unseres Erachtens bewusst mit der Farbenmischung rot, blau und lila gewählt,… . Wohl eines der markantesten optischen Kennzeichen, die es im Marketing gibt ist die „Milka-Kuh“, die auch auf der Big-Milk Verpackung wiederzufinden ist. Eskimo rückt optisch eher in den Hintergrund. Die „Milka-Flecken“ und der „Milch-Akzent“ stechen hervor, somit wird die Zugkraft der auch für die Milkaschokolade typischen Verpackung auch hier genutzt. Ein besonderes Merkmal dieser Cross-Marketing-Aktion ist, dass es nur in einer Großpackung (Stückzahl: sechs) und somit nicht in der umschlagsmäßig hochfrequentierten Kassenbereichszone erhältlich ist (vgl. o.V. 1; 2005; www.produkt.at).
Abbildung 1: Eskimos BigMilk mit Milka Schokolade (Quelle: o.V. 1; 2005; www.produkt.at)
1.2 Schokolinsen und Gummibärchen
Seit mittlerweile zwei Jahren gibt es nun die erfolgreiche Kombination von Smarties und Haribo Goldbären die Fruity Smarties. Die Idee zu diesem neuen Konzept entstand, mehr oder weniger aus der Not heraus, da Nestlè ein eignes Fruchtgummi herstellen wollte. Jedoch gelang es nie wirklich. Also suchte man sich einen Partner mit Fruchtkompetenz, und fand Haribo. Aber Haribo hatte wenig Interesse daran nur die Füllung zu liefern und nicht genannt zu werden.
Also entschied man sich ein gemeinsames Produkt auf den Markt zu bringen. Allerdings stellten sich nun viele Fragen: Wie groß muss Haribo auf der Verpackung erscheinen? Wer übernimmt die Produktion, wer das Marketing? Wie wird der gutmütige Gummibär in das bunte „Smarties-Land“ eingeführt?
Doch man wurde sich einig und die erfolgreiche Kooperation begann. Doch nun traten auch Probleme auf. Denn man stellte sich die Frage, ob die Smarties nicht an Glaubwürdigkeit verlieren würden. Viele der Endverbraucher erlebten eine wahre Enttäuschung als sie in Fruity Smarties bissen. Denn es erwatete sie nicht wie gewohnt die wohlschmeckende Schokofüllung, sondern ein Fruchtgummikern. Hier trat die oftmals befürchtete kognitive Dissonanz auf (vgl. Sabine Magerl; 2005; http://zeus.zeit.de).
Bei unseren Recherchen zum Thema Cross-Marketing stießen wir auf einige andere Begrifflichkeiten, die synonym zur Definition des Cross-Marketing genutzt werden. Die Kooperation zwischen Smarties und Haribo wird als Co-Branding beschrieben und ist somit eine Markenallianz, bei der eine Leistung systematisch durch zwei oder mehr Marken markiert wird, die für Dritte wahrnehmbar sind und auch weiterhin jeweils eigenständig auftreten (vgl. Boltz/Leven; 2005; www.markenlexikon.com). Cross-Marketing wird hingegen als “Übergeordneter Begriff für die Nutzung aller Marketing-Mix Faktoren bzw. Instrumente in Kooperation mit einem oder mehreren Cross Partnern - oft synonym verwendet zu Co-Branding.“ (o.V. 2; 2005; www.cross- s.de).
Abbildung 2: Fruty Smarties
1.3 Ritter Sport + Smarties
Als Innovation im Tafelschokoladenmarkt verkaufte Ritter Sport seine Kooperation mit Smarties. Denn im Rahmen einer Co-Branding Aktion mit der Nestlè Chocoladen GmbH gab es nun die Ritter Sport Schokoladen-Quadrate mit bunten Original Smarties gefüllt. Die genaue Bezeichnung für dieses Produkt lautete „Ritter Sport + Smarties“ und es wurde in den Geschmackrichtungen „Ritter Sport Vollmilch“ und „Ritter Sport Weiße Schoko“ im Lebensmitteleinzelhandel angeboten. Diese Markenkombination wurde sowohl als klassisches 100g- Quadrat als auch in der Form der sehr beliebten Minis angeboten. Es wurde erwartet, dass der „knackig-bunte Schoko-Spaß“ bei Kinder und Erwachsen gleichermaßen Zuspruch findet. Durch das Werbebudget, welches 5 Millionen DM betrug und in der Fernseh- und Fachhandelswerbung sowie in einer Verbraucherpromotion seine Verteilung fand, sollte ein modernes Image bei der jüngeren Zielgruppe aufgebaut werden. Des weiteren versprachen sich beide Unternehmen einen großen Erfolg von dieser innovativen Kooperation. Durch ein Telefonat vom 11.05.2005 mit der Firma Ritter Sport erfuhren wir, dass von diesem Produkt bereits eine 2. Auflage erfolgte. Daraus lässt sich ableiten, dass es sich bei diesem Artikel ggf. um ein saisonbedingtes Produkt handelt bei dem möglicherweise ein künstliches Vakuum aufgebaut werden soll wie z.B. bei Mon cherie oder Rocher (vgl. Thomas Seeger; 2005; www.ritter-sport.de).
Arbeit zitieren:
Chris Muszalik, Malte Glogowski, Toralf Mier, 2004, Cross-Marketing im Food Sektor, München, GRIN Verlag GmbH
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