Beschaffungsmanagement
Gliederung
1. Einführende Betrachtung 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Trends 2
2. Die Bedeutung der strategischen Beschaffung 3
3. Das strategische Beschaffungsmanagement 4
4. Aufgaben des strategischen Beschaffungsmanagements 5
5. Bedeutung von Zielen innerhalb der strategischen Beschaffung 7
5.1. Mögliche Zielarten innerhalb der Beschaffung 7
5.1.1. Strukturziele 7
5.1.2. Qualitätsziele 8
5.1.3. Versorgungsziele 8
5.1.4. Kostenziele 8
5.2. Strategien und Instrumente der strategischen Beschaffung 8
5.2.1. wesentliche Strategien der Beschaffung 8
5.2.2. Die Instrumente des Lieferantenmanagements 9
5.2.3. 3 Beispiele für Versorgungsstrategien 9
5.2.4. 3 Beispiele für Beschaffungsstrategien 10
6. Single Multiple Sourcing 10
6.1. Vorteile des Single Sourcing 10
6.2. Vorteile des Multiple Sourcing 10
6.3. Definition und Gründe für den Einsatz von Local Sourcig 11
6.4. Definition und Gründe für den Einsatz von Global Sourcing 11
7. Fazit Ausblick 11
8. Literaturverzeichnis 12
Claudia Körber I Wintersemester 2004 05
Beschaffungsmanagement
1. Einführende Betrachtung
Bisher standen Erfolge in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb im Vordergrund. Der Einkauf und somit das Beschaffungsmanagement wurden weitgehend vernachlässigt und als notwendiges Übel betrachtet.
Jedoch wurde festgestellt, dass mit einem fundierten Beschaffungsmanagement die Möglichkeit besteht 10 % oder mehr der Einkaufskosten einzusparen. Dies kann dann zu Ertragssteigerungen in Milliardenhöhe führen. 1
1.1 Problemstellung
Laut einer Studie sind die Probleme des Beschaffungsmanagements zu 60% interner Natur und „nur“ zu 40% externen Faktoren zuzuordnen. Die interne Organisation konnte sich bisher noch nicht auf die zunehmende Globalisierung der Märkte ausrichten. Häufig besteht ein internes Problem in der unzureichenden globalen Qualifikation der Beschaffungsmanager. Ein weiteres wichtiges Problem sind die Kosten. Auf Grund der heutigen Situation gibt es häufig den Drang zur Kostenreduzierung oftmals trotz bereits erfolgter Reorganisation mit dem Fokus auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Als einer der bekanntesten Probleme gilt die Organisation bzw. die Integration des Beschaffungsmanagements in den gesamten Wertschöpfungsprozess. Der Einkauf gilt zwar als gleichberechtigte Organisation gegenüber Vertrieb, Marketing usw. wird aber dennoch häufig belächelt. Daraus können Kommunikationsprobleme resultieren, die es gilt zu überwinden.
Wie zu Beginn erwähnt sind 40% der Probleme externer Natur. Meist begründen sich diese Probleme aus dem Kontakt zum Lieferanten.
Es wird von den Lieferanten folgendes gefordert:
Systemkompetenz Sehr gute Lieferqualität
Globale und zentrale Ausrichtung EDV – technische Vernetzung
Internationales Preisniveau
Lieferzuverlässigkeit
Einhaltung von Lieferterminen 2
1 Kerkhoff (2003), S. 11 ff
2 Sebastian / Niederdrenk (1999), S. 383 ff Claudia Körber - 1 -Wintersemester 2004/05
Beschaffungsmanagement
1.2 Trends
Ein Trend liegt darin die Anzahl der Lieferanten zu reduzieren. Dies soll zum einen weiter Kosten reduzieren zum anderen wird die Vertrauensbasis zwischen Hersteller und Zulieferer immer wichtiger. Denn das Lean Management fordert eine Verringerung der Fertigungstiefe was wiederum dazu führt, dass das Outsourcing verschiedener Aktivitäten unumgänglich wird.
Dies trägt dazu bei, dass die Wertschöpfung von Zulieferern am Gesamtprodukt zunimmt, worauf sich die zunehmende Wichtigkeit einer vertrauensvollen Hersteller-Zuliefererbeziehung begründet. 3
Ein weiterer Trend auf den schon zu Beginn schon eingegangen wurde, spiegelt sich in der Globalisierung der Märkte wieder. Deshalb führen viele Unternehmen das Global Sourcing ein. Global Sourcing bedeutet, dass eine weltweite Ausschreibung eines Auftrages erfolgt. Jedoch gibt es im Zusammenhang mit Global Sourcing einige Risiken und Probleme.
Zum Beispiel:
Einhaltung von Terminen
Währungsschwankungen
Unsicherheiten in Bezug auf Qualität
Koordination der weltweiten Beschaffung
Entfernung der Lieferanten
Unterschiedliche Rechtssysteme
Des Weiteren stellen sich einige Unternehmen auf Systembeschaffung um. In diesem Zusammenhang wird sich wohl ein neues Beschaffungsgefüge entwickeln, in dem die Zulieferer an Systemlieferanten liefern und diese dann an die Unternehmen. Dies führt wie schon beschrieben zu einer Reduktion der Lieferanten seitens der Unternehmen. Hierbei können Probleme auf Grund der Abhängigkeit von wenigen Lieferanten entstehen. Diese können Preis-, Technologie-, Mengen- und Lieferrisiken sein. Außerdem wenden sich einige Unternehmen der Single – Source - Strategie zu in der sie sich auf einen Hauptlieferanten konzentrieren. Dies birgt dieselben Gefahren, die bereits in Bezug auf Systembeschaffung erwähnt wurden. 4
3 Aberle / Eisenkopf (1999), S. 137
4 Sebastian / Niederdrenk (1999), S. 388 ff Claudia Körber - 2 -Wintersemester 2004/05
Beschaffungsmanagement
2. Die Bedeutung der strategischen Beschaffung
Viele Unternehmen haben erkannt, dass sich eine Optimierung im Beschaffungssektor lohnt. Wie schon zu Beginn beschrieben können durch eine Neuausrichtung des Beschaffungsmanagements durchschnittliche Einsparungen von 10 % – 15% erzielt werden. Dies ist wie bereits belegt wurde eher die Regel als die Ausnahme. Daher sind viele Unternehmen momentan im Begriff ihre Beschaffungsaktivitäten neu zu ordnen.
Zum Beispiel hat Siemens das Programm „World Class Purchasing“ eingeführt. Hierbei wird der Einkauf alle zwei Jahre in Form eines Audits auf „Mängel“ überprüft in dem entsprechende Maßnahmen entwickelt werden, die der Einkauf umzusetzen hat. Weitere Beispiele sind:
• Materialgruppenmanagement bei Carl-Zeiss
• Purchase Network Teams bei DSM Mit zunehmenden Materialkosten, dem zunehmenden Kostendruck auf globalen Märkten und dem Konzentrationsprozess auf Abnehmer- und Zulieferseite wird die Ausschöpfung von Einkaufspotentialen zum bedeutsamsten Hebel zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Der Einkauf nimmt gemeinsam mit der Entwicklung, Produktion und Logistik in einer frühen Phase Einfluss auf Entscheidungsprozesse im Unternehmen. Somit wird der Einkauf Mitgestalter strategischer Unternehmensaufgaben. In vielen Branchen beträgt der Materialkostenanteil meist über 50 %. In der Automobilindustrie sind es bis zu 70 %. Auf Grund des bereits erwähnten Trends zum Outsourcing wird dies noch weiter ansteigen. 5 Anhand der Auswirkungen der Kostenersparnisse im Beschaffungsbereich auf die Gewinn- und Verlustrechnung soll nochmals verdeutlicht werden, wie wichtig eine Optimierung dieses Bereiches ist. Herstellkosten sowie sonstige betrieblichen Aufwände können gesenkt werden in dem man durch ein besseres Beschaffungsmanagement eine Konditionenoptimierung erzielt. An den Forschungs-und Entwicklungskosten könnte man die Lieferanten über Konzeptwettbewerbe beteiligen wodurch diese Kosten ebenfalls gesenkt würden. Durch eine Minimierung des operativen Aufwands können die allgemeinen Verwaltungskosten gesenkt werden. Das Zinsergebnis kann durch verbesserte Zahlungsziele beeinflusst werden. Durch die aufgezählten Punkte erfolgt eine nachhaltige Erhöhung des Bilanzgewinns durch ein
5 Mische / Buchholz (1999), S. 643 ff Claudia Körber - 3 -Wintersemester 2004/05
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Diplom-Betriebswirtin (FH) Claudia Körber, 2005, Strategische Grundlagen des Beschaffungsmanagements, Munich, GRIN Publishing GmbH
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