Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Definition des Dopingbegriffes 2
1.1 Herkunft des Begriffes „Doping“ 2
1.2 Versuch einer Definition 2
2. Die Dopingliste 4
2.1 Verbotene Wirkstoffe 4
2.1.1 Stimulantien 4
2.1.2 Narkotika 4
2.1.3 Anabole Wirkstoffe 5
2.1.4 Diuretika 5
2.1.5 Peptik- und Gykoproteinhormone 5
2.2 Verbotene Methoden 6
2.2.1 Blutdoping 6
2.3 Mit Einschränkung zugelassene Wirkstoffe 6
3. Kontrolle und Nachweis 7
4. Warum oder was macht Doping zum Problem? 8
4.1 Ethischer Aspekt 8
4.2 Gesundheitlicher Aspekt 9
4.3 Rechtlicher Aspekt 9
4.3.1 Staatliches Recht 10
4.3.1.1 Strafrecht 10
4.3.1.2 Arzneimittel- und Betäubungsmittelgesetz 10
4.3.2 Nichtstaatliches Recht 11
4.3.2.1 Olympisches Recht 11
4.3.2.2 Verbandsrecht 11
5. Fazit 13
6. Literaturverzeichnis 15
7. Anhang 16
Das Dopingproblem im Leistungssport
Einleitung
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Sport mit einer eindrucksvollen Geschwindigkeit weiterentwickelt. Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass nicht nur die positiven Gesichtspunkte, sondern auch die negativen Seiten mit der gleichen Dynamik sich entwickelt haben. Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil ich in den letzten Jahren die Entwicklung etwas schade finde, dass jeder neue Rekord gleich in Frage gestellt wird und jeder Sportler, der Höchstleistungen erbringt, oft nur belächelt wird, weil gleich der Verdacht aufkommt, dass er gedopt ist.
In meiner Hausarbeit werde ich im ersten Kapitel zunächst auf die Herkunft des Begriffes „Doping“ eingehen, darauf folgend werde ich die Problematik einer Definition des Wortes erläutern. Im zweiten Kapitel gebe ich einen Teil der Dopingliste wieder und beschreibe wichtige Substanzen und Methoden näher. Den Weg der Kontrolle und des Nachweises von Doping stelle ich im dritten Kapitel dar.
Das vierte Kapitel wird sich mit Problem des Dopings aus ethischer und aus gesundheitlicher Sicht befassen. Zum Abschluss dieses Kapitels setze ich mich mit dem Rechtlichen auseinander, wobei hier das staatliche, sowie das nichtstaatliche Recht Beachtung finden.
1
Das Dopingproblem im Leistungssport
1. Definition des Dopingbegriffes
1.1 Herkunft des Begriffes „Doping“
Der Begriff „Doping“ stammt ursprünglich aus Südafrika. Dort verstand man unter „Dop“ einen starken Schnaps, der zum Anlass von Festen und Kulthandlungen getrunken wurde.
es sich beim Doping um eine Mischung aus Opium und Narkotika, die in dieser Zeit bei den in England weit verbreiteten Pferderennen verabreicht wurde (vgl. MÜLLER, 2004).
1.2 Versuch einer Definition
Eine simple Definition, wie sie bei der Herkunft des Begriffes zum Ausdruck kommt, gibt es heutzutage nicht mehr. Durch die Vielfältigkeit der Methoden und Wirkstoffe des Dopings wird dies auch immer schwieriger. Die ersten Definitionen, die sich in den 50er Jahren auf Grund von spektakulären Zwischenfällen durch schwere Nebenwirkungen und tragischen Todesfällen mittels Doping entwickelten, zeigen, dass man schon lange von den umfangreichen Arzneimittelexperimenten im Sport wusste.
1 http://www.doping-infos.de/
2
Das Dopingproblem im Leistungssport
So wurde zum Beispiel eine frühe Definition des deutschen Sportärztebundes 1952 verabschiedet:
„Die Einnahme eines jeden Medikamentes - ob wirksam oder nicht - mit
der Absicht der Leistungssteigerung während des Wettkampfes
eingenommen, ist als Doping zu betrachten.“ 2
Oder die vom Europarat 1963 in Madrid beschlossene Definition:
„Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch körperfremder
Substanzen in jeder Form und physiologischer Substanzen in abnormaler
Form oder auf abnormalem Weg an gesunde Person mit dem einzigen
Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den
Wettkampf.“ 3
Alle Versuche, den Begriff des Dopings genau zu definieren, sind an Formulierungsschwierigkeiten gescheitert, da es nicht gelang die komplexen Inhalte der verbotenen Wirkstoffe und Methoden der unphysiologischen Leistungssteigerung zusammenzufassen. Doping wurde und wird auf Grund dieser Schwierigkeiten durch die Dopingliste der World Anti-Doping Agency mit genau aufgezählten und beschriebenen Wirkstoffen und Vorgehensweisen definiert. Diese Liste ist im Anhang der Hausarbeit zu finden.
2 SEHLING, POLLERT, HACKFORT, 1989, S.18
3 Ebd.
3
Das Dopingproblem im Leistungssport
2. Die Dopingliste
2.1 Verbotene Wirkstoffe
2.1.1 Stimulantien
Stimulantien werden kurz vor oder während eines Wettkampfes eingenommen (Amphetamine, Ephedrin, Beta-2-Agonisten, Koffein). Durch die Einnahme erhöht sich der Herzschlag, der Blutdruck und die Körpertemperatur.
Stimulantien wirken aufputschend, wach haltend (gegen Ermüdung) und führen zu einer Steigerung des subjektiven Wohlbefindens. Nebenwirkungen sind unter anderem ein regelmäßig erhöhter Blutdruck, eine tiefe Erschöpfung, eine verlängerte Erholungsphase, sowie Halluzinationen, Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit (vgl. MÜLLER, 2004).
2.1.2 Narkotika
Narkotika sind starke Schmerzmittel, die teilweise einschläfernde und wahrnehmungsverzerrende Wirkungen haben. Sportler missbrauchen diese Mittel zum Beispiel als Beruhigungsmittel (beim Golf oder Sportschießen) oder um die Schmerzwahrnehmung zu senken (beim Boxen und in anderen Kampfsportarten).
Die Leitsubstanz des Mittels ist Morphin. Heroin Opiumalkaloide und synthetische Wirkstoffe mit vergleichbarer Wirkung enthalten diese Substanz (vgl. MÜLLER, 2004).
4
Arbeit zitieren:
Daniela Bielefeld, 2005, Das Dopingproblem im Hochleistungssport, München, GRIN Verlag GmbH
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