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Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 2
2. Frauen in der Arbeitswelt. 3
2.1 Frauen in der Arbeitswelt und ihre Zeitaufwendung. 3
2.2 Frauen in der Arbeitswelt und ihre Entlohnung 4
3. Ursachen der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. 5
4. Motivationen zur Aufnahme eines Berufes 7
5. Perspektiven der Frauen auf dem Arbeitsmarkt. 8
Literaturverzeichnis 11
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1. Einleitung
Durch die Medien ist den Deutschen wieder einmal bewusst geworden, dass sie früher oder später aussterben werden - dank einer äußerst bedenklichen Geburtenquote zwischen 1,33 und 1,36 Kindern pro Frau (vgl. Statistisches Bundesamt 2006). Selbstverständlich liegt diese Zahl bedenklich unter dem Niveau, welches eine Bestandserhaltung sichern würde, diese entspricht einer Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau (vgl. Hradil 2004, 53). Dennoch gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass „die Bevölkerungszahl zum Jahr 2050 zwischen 67 und 81 Millionen betragen (wird)“ (Statistisches Bundesamt 2003a, 6). Somit ist die Angst des aussterbenden Deutschen (vorerst) wohl eher unbegründet. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch die Tatsache, dass die deutschen Frauen seit Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts stetig weniger Kinder bekommen haben. Neben den medizinischen Möglichkeiten der Verhütung sind für diesen Rückgang auch andere Faktoren verantwortlich. Der derzeitige Trend zum doppelten Gehalt bei Paaren, um einen gewissen Le-bensstandard zu halten bzw. überhaupt zu erreichen ist einer dieser Faktoren. Die eingeschränkten Möglichkeiten der Kinderbetreuung insb. für berufstätige Frauen ist der niedrigen Geburtenrate in Deutschland nicht zuträglich. Frauen werden häufig das Gefühl haben, sich zwischen Familie und Beruf entscheiden zu müssen. In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage Deutschlands, sowie der Angst vor Arbeitslosigkeit, ist die Entscheidung für einen Beruf und gegen Kinder oder eben gegen einen Beruf und für Kinder schwer zu treffen. Bedenkt man, dass neben einem etwaigen Beruf noch der Haushalt - der aller Emanzipation zum Trotz vermutlich hauptsächlich von Frauen erledigt wird - bleibt, so fragt man sich, wie viele Stunden die deutschen Frauen im Durchschnitt in welchen Bereichen arbeiten. Die Klärung dieses Sachverhaltes wird in Kapitel 2.1 eine erste Annäherung an die Probleme der Frauen auf den Arbeitsmarkt ermöglichen. Grundlage der hier dargestellten Sachverhalte bilden die für Deutschland erhobenen Daten des Statistischen Bundesamtes. Neben der Entscheidung, ob eine Frau überhaupt arbeiten möchte, muss sie sich auch für einen Arbeitsplatz entscheiden. Diese Arbeit wird - wie in der einschlägigen Literatur hinreichend beleuchtet - höchstwahrscheinlich geringer entlohnt werden als die Arbeit eines Mannes auf demselben Arbeitsplatz bei gleicher Qualifikation. Folglich scheint es sich für Frauen ökonomisch selten zu lohnen einen Beruf auszuüben. Die Lohnunterschiede zwischen Männer und
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Frauen werden anhand einiger ausgewählter Beispiele 1 in Kapitel 2.2 dargestellt und diskutiert. Einige der möglichen Ursachen der ungleichen Entlohnung werden in Kapitel 3 erläutert, die Frage warum Frauen und insbesondere Mütter trotz dieser Umstände eine Berufstätigkeit wünschen und ausüben wird Gegenstand des vierten Kapitels sein. Abschließend werden Perspektiven einer vom Geschlecht unabhängigen Bezahlung erörtert und Lösungen gesucht, die Frauen auf dem Arbeitsmarkt eine gleichberechtigte Behandlung ermöglichen würden (Kapitel 5).
2. Frauen in der Arbeitswelt
2.1 Frauen in der Arbeitswelt und ihre Zeitaufwendung
Ökonomisch betrachtet fließt von der Arbeitsleistung der Bevölkerung lediglich die bezahlte Arbeit in das Bruttoinlandprodukt. Unbeachtet bleiben jedoch die unbezahlten Arbeiten wie Haushalt, Pflege und Betreuung sowie Ehrenamt und informelle Hilfen 2 . Es zeigt sich, dass Männer von ihrer gesamten wöchentlichen Arbeitszeit 3 (42 Stunden) mehr für bezahlte Arbeit aufwenden (22,5 Stunden), als für unbezahlte Arbeit (19,5 Stunden). Frauen hingegen verwenden von ihrer ohnehin schon höheren Wochenarbeitszeit von 43 Stunden den größten Teil für unbezahlte Arbeit (31 Stunden) und gehen nur 12 Stunden einer bezahlten Arbeit nach (vgl. Statistisches Bundesamt 2003b, 9).
Ein Vergleich der Zeitaufwendung von Paaren mit und ohne Kinder zeigt zunächst, dass in beiden Situationen Frauen durchschnittlich zwei Stunden mehr unbezahlte Arbeit verrichten. Kinderlose Paare arbeiten in etwa gleich viel, jedoch leistet die Frau eine Dreiviertelstunde mehr unbezahlte Arbeit. Bei Paaren mit Kindern muss differenziert werden, ob die Frau erwerbstätig ist oder nicht. Ohne Erwerbstätigkeit liegt die Gesamtarbeitszeit von Frauen niedriger als die der Männer. Gehen Frauen bezahlter Arbeit nach ist die Gesamtarbeitszeit der Partner in etwa gleich. Auffällig ist jedoch, dass erwerbstätige Frauen mit Kindern im Vergleich zu Männern in der gleichen Situation nahezu die doppelte Zeit für Haushaltsarbeiten verwenden (vgl. Statistisches Bundesamt
1 In Anbetracht der unzähligen Berufsfelder in Deutschland kann hier nur eine exemplarische Darstellung erfolgen.
2 Die Abgrenzung zwischen unbezahlter und bezahlter Arbeit im ökonomischen Sinn erfolgt über das Kriterium, ob diese Tätigkeiten von Dritten gegen Bezahlung übernommen werden können (sog. Dritt-Personen-Kriterium) (vgl. Schäfer 2004, 249 - 250).
3 Die gesamte wöchentliche Arbeitszeit umfasst sowohl die bezahlte als auch die unbezahlte Arbeit.
Arbeit zitieren:
Britta Buhl, 2006, Frauen und Arbeit - von bezahlter und unbezahlter Arbeit der Frauen, München, GRIN Verlag GmbH
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